Prof. Dr. Rudolf Schmitt, FB Sozialwesen, HS Zittau/Görlitz, r.schmitt@hs-zigr.de
Promotionen in der Sozialen Arbeit nach FH-Abschluss:
Eine Handreichung für Promotionsinteressierte und Promovierende
1. Fassung: 01.07.2008
2. überarbeitete und ergänzte Fassung: 28.11.2008
3. überarbeitete und ergänzte Fassung: 02.03.2009
4. überarbeitete und ergänzte Fassung: 28.04.2009
5. überarbeitete und ergänzte Fassung: 20.01.2010
Download der PDF-Datei: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/v2/promotion_gesamt.pdf.
Inhaltsverzeichnis:
1. Wie bereite ich eine Promotion nach einem FH-Abschluss in der Sozialen Arbeit vor? 2
2. Niemand schreibt für sich allein: Kontakte zu Mailinglisten, Verbänden und Netzwerken 13
3. Wie finanziere ich eine Promotion in der Sozialen Arbeit? 22
5. Wer schreibt, der bleibt: Publikations- und Recherchemöglichkeiten in der Sozialen Arbeit 30
6. Promotion in Sozialer Arbeit nach FH-Studium: Regelungen und Bildungspolitik 37
7. Die Suche nach Arbeitsstellen, die Wissenschaft und Soziale Arbeit verbinden 40
Neben den vielen Zusender/inne/n von Informationen über die Promotionsrundmail danke ich unserem 'alten' Promotionskolloquium am Fachbereich Sozialwesen der HS Zittau / Görlitz, insbesondere Prof. Dr. Heike Schulze, Sebastian Schröer und meiner Kollegin Prof. Dr. Sabine Mertel für den ursprünglichen Anlass dieser Broschüre, für Ergänzungen und Hinweise!
1. Wie bereite ich eine Promotion nach einem FH-Abschluss in der Sozialen Arbeit vor?
Übersicht:
1.1 Die Ausgangsfrage - und der Arbeitsauftrag
1.2 Nachtrag und Hintergrund
1.3 Kleine Vorbereitungen zur großen Doktorarbeit: Schreiben lernen
1.4 Teilnahme an Forschungswerkstätten und Tagungen
1.5 Begleitende Unterstützung der Promotion: Gutachter/innen und mehr
1.6 Lehraufträge, Vorträge
1.7 Alles hat ein Ende ... auch die Promotion
1.8 Literatur zur Promotion in der Sozialen Arbeit
1.9 Literatur zum Promovieren (allgemein)
Der folgende Text verbindet Sachinformationen und Erfahrungen aus der Begleitung von promotionsinteressierten Absolvent/inn/en. Dabei wird deutlich: Viele Wege führen zur Dissertation.
1.1 Die Ausgangsfrage - und der Arbeitsauftrag
Mich erreichte die Mail einer Absolventin, von der ich längere Zeit nichts gehört hatte. Sie interessierte sich dafür, eine Dissertation aus der praktischen Arbeit heraus anzufangen, zumal ich ihr bei der Verteidigung der sehr guten Diplomarbeit nahegelegt hatte, über diese Möglichkeit nachzudenken. Sie stimmte zu, dass ich meine Mail an sie in anonymisierter Form für alle, welche die allerersten Überlegungen fassen, veröffentlichen kann. Vielen Dank für die Erlaubnis!
Liebe Frau K.,
an den veränderten Namen muss ich mich erst gewöhnen ;-), und habe Sie auch nur anhand der alten E-Mail-Adresse erkannt. Sie fragen, ob und wie Sie eine Dissertation nach Ihrem FH-Abschluss beginnen können. Die Anfrage nach dem 'ob' kann sofort mit 'Ja' beantwortet werden (es gibt überwindbare Hindernisse, aber dazu später mehr), und zu dem 'wie' will ich gleich Stellung nehmen. Am Anfang einer Dissertation müssen Sie die Fragen klären: Was ist mein Thema? Was ist der Forschungsstand zu diesem Thema? Darum wird sich Ihr Arbeitsprozess zunächst kümmern müssen.
Am Ende dieses Klärungsprozesses steht das Exposé zur Promotion, ein zehn- bis zwanzigseitiges Papier, in dem Forschungsfrage, Kontext der Forschungsfrage (Begründung und Relevanz), Forschungsstand, methodische Vorgehensweise und zeitliche Planung steht. In diesem Prozess werden Sie nicht nur Literaturdatenbanken und die gefundene Literatur zu Ihrem Thema durchgearbeitet haben, sondern auch durch Nachfragen Kontakte zu möglichen Erst- und Zweitgutachter/inne/n hergestellt haben.
(Das ist der größte Unterschied zur Diplomarbeit: Diese beginnt auf dem Stand Ihres Wissens im 6. oder 7. Semester. Die Dissertation sollte auf dem Stand des jetzt verfügbaren Wissens anfangen, um etwas Neues zu schaffen.)
In diesem Prozess empfiehlt es sich bei Ihnen, weil Sie die Universität in X. vor der Haustüre haben, die Kolleg/inn/en von der Sozialpädagogik (S., T., N.,) sich von ihrer Homepage anzuschauen. Eventuell eignen sich auch die Dozent/inn/en der Soziologie als Erstgutachter/inne/n - oder noch andere. Und natürlich wir von der FH als Ihre alten Dozent/inn/en, die für ein kooperatives Promotionsverfahren infrage kommen - aber das ist nicht der erste Schritt. Der erste Schritt ist, zu klären, wofür Sie in den nächsten 3-6 Jahren leiden wollen. ;-) Von welchem Thema, das noch nicht wirklich gut beforscht ist, sind Sie überzeugt? Und dann im zweiten Schritt: Welche der größeren Theoriezusammenhänge ist für die Aufklärung dieses Themas nützlich? Zuletzt die Suche nach möglichen Anleiter/inne/n, die davon Ahnung haben.
Die Erarbeitung eines Exposés kann schon mal ein halbes Jahr dauern, vor allem, wenn man es neben der beruflichen Arbeit erstellt; ich selbst habe ein Jahr gebraucht, aber es war auch eine Zeit, in der ich drei verschiedene Beschäftigungen hatte. In meiner Rundmail zu Promotionen in der Sozialen Arbeit verschicke ich solche Hinweise und nehme Sie gerne im Verteiler auf! Eine Mail an r.schmitt@hs-zigr.dereicht. Um die Formalia der Prüfungsordnung habe ich mich nur wenig gekümmert, wie Sie wissen, habe ich ungern viel damit zu tun. Die Regeln unseres Fachbereiches finden Sie unter diesem Link: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/v2/goerlitz.html, und Sie sollten sich noch die Promotionsordnung der entsprechenden Fachbereiche anschauen, z. B. von der TU Dresden liegen sie für die Soziologen hier vor: http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/fak/proha/prom, die Erziehungswissenschaften haben eine andere (googeln!).
Während des Schreibens eines Exposés haben Sie sich dann so im Feld vertieft, dass fundierte Kontaktaufnahmen mit möglichen Erst- und Zweitgutachter/inne/n stattfinden können. Wenn die Absprachen mit ihnen erfolgreich sind, stellen Sie den Antrag auf Eröffnung eines Promotionsverfahrens, der durch die Kommissionen der Hochschulen von Erst- und Zweitgutachter/in verhandelt wird. In diesem Prozess kann es zu Hinweisen zur Verbesserung Ihres Entwurfs kommen. Mit dem fertigen Exposé kann man auch schauen, ob man ein Stipendium erhalten kann. Ich vergleiche gerne die Dissertation mit einem Hausbau, der auch so ein lebensbestimmendes Großprojekt ist. Darin ist das Exposé zu vergleichen mit der architektonischen Planung, der Suche nach einem passenden Ort und der Klärung, ob Strom-, Gas- und Wasserinstallationen möglich sind ...
Vierzehn unterschiedliche Doktorarbeiten aus der Sozialen Arbeit werden im folgenden Buch dargestellt werden - es gibt für mögliche Dissertationsthemen eine schöne Anregung:
Gahleitner, Silke Birgitta; Gerull, Susanne; Lange, Chris; Schambach-Hardtke, Lydia; Petuya Ituarte, Begoña; Streblow, Claudia (Hrsg.): Sozialarbeitswissenschaftliche Forschung. Einblicke in aktuelle Themen. Erscheinungsjahr: 05/2008, 158 Seiten, Preis: 16,90 EUR.
Ich sehe am Ende der Mail, dass Sie eine Frage formuliert haben, die andere mir nicht zu stellen wagen. Wären Sie damit einverstanden, dass ich diesen Text, den ich Ihnen hier geschrieben habe, anonymisiert natürlich! in der Rundmail nutze? Das wäre toll!
Herzlichen Gruß,
r.s.
1.2 Nachträge und Hintergründe
In einer solchen ersten Mail wie der obigen können Varianten des Vorgehens, die auch nach Bundesländern und nach Abschluss (FH-Diplom oder Master) differieren, nicht beschrieben werden. Deshalb eine Erläuterung, warum die Promotion als FH-Absolvent/in zunächst etwas schwieriger ist: Fachhochschulen bzw. "Universities of Applied Sciences" haben kein Recht, Promotionen abzunehmen. Das ist eine Sonderstellung vor allem der deutschsprachigen Länder (vgl. http://www.certs-europe.com/SITE_ANGLAIS/papers/swed-eur.pdf), auch Absolvent/inn/en anderer Fächer von Fachhochschulen haben in diesem selektierenden System in Deutschland dieses Problem. In unserem Fach existiert die zusätzliche Schwierigkeit, dass eine Entsprechung des Studiums der Sozialen Arbeit an der Universität nicht existiert. Derzeit müssen Sie sich für alle folgenden Varianten der Promotion bei einer Universität immatrikulieren:
a) Eine kooperative Promotion (je nach Bundesland und Universität anders geregelt, siehe http://www.hrk.de/de/service_fuer_hochschulmitglieder/151.php) verbindet den Zweitgutachter der Herkunfts-FH mit dem/der Erstgutachter/in einer Universität aus den Studiengängen Sozialpädagogik oder Erziehungswissenschaft, Soziologie, seltener Psychologie, Betriebswirtschaft, Anthropologie, Gesundheitswissenschaften, Rechtswissenschaften (u.a.: Kriminologie), Theologie oder andere.
b) Sie suchen sich Erst- und Zweitgutachter/in an einer Universität in den genannten Fächern und promovieren direkt an der Universität. Beim kooperativen wie beim direkten Promovieren müssen Sie, wenn Sie noch mit einem FH-Diplom abgeschlossen haben, in der Regel noch Scheine an der Universität erwerben, die jedoch u. U. für die Dissertation auch inhaltlich nützlich sein können. Mit dem Master-Abschluss sollte das nicht mehr nötig sein - auch das regelt die Promotionsordnung der ausgewählten universitären Fakultät (leider nicht immer ohne weitere Auflagen).
c) Sie promovieren im Ausland - in einigen europäischen Staaten und der USA kann direkt in Sozialer Arbeit promoviert werden. (Das entspricht auch einer Forderung des Fachbereichstags Soziale Arbeit und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit in Deutschland.) Ein Forschungsverbund vergibt Stipendien für europäische Promotionen in Sozialer Arbeit (näheres siehe in den Abschnitten " Kontakte", " Stipendien" und " Wissenschaftspolitik"). Einige deutsche Fachhochschulen haben im Ausland Partnerschaften mit europäischen universitären Fachbereichen für Social Work abgeschlossen.
d) Sie schließen noch ein Masterstudium an einer Universität an und bereiten inhaltlich wie mit dem Knüpfen von Kontakten dort Ihre Promotion vor.
e) Sie verfertigen Ihre Dissertation im Rahmen eines Promotionsstudiengangs oder eines Graduiertenkollegs (siehe Abschnitt " Stipendien").
Eine Möglichkeit zur Beratung besteht in der Konsultation von Promotionsbeauftragten, d.h. jenen Kolleg/inn/en an den Fachhochschulen, die sich um Promotion ihres Fachbereichs kümmern. An manchen Fachbereichen ist diese Funktion mit derjenigen des/der Forschungsbeauftragten gekoppelt; eine Liste der Promotionsbeauftragten findet sich unter http://www.hs-zigr.de/~schmitt/material/tabelle_promotionsbeauftragte.pdf.
Universitäten benennen derzeit ihre Studiengänge der Sozialpädagogik in "Soziale Arbeit" oder "Social Work" um. Es sind jedoch in der Regel sozialpädagogisch-erziehungswissenschaftliche Ausrichtungen, die daher für einen wichtigen Teil von Fragestellungen der genuinen Sozialarbeit nicht infrage kommen.
Prinzipiell sollten Uni- und FH-Master nach dem Willen der Hochschulrektorenkonferenz gleichwertig sein http://www.hrk.de/de/service_fuer_hochschulmitglieder/151.php. De facto wird in z.B. in der Erziehungswissenschaft so argumentiert, dass spezifisch erziehungswissenschaftliche Leistungen (in ECTS berechnet) fehlen, und damit weitere Schein-Anforderungen berechtigt sind.
Fachhochschulabsolvent/inn/en anderer Fächer begegnen ähnlichen Problemen. Ansgar Keller hat in seinem Promotionsführer für Fachhochschulabsolvent/inn/en aller Fächer alle Hürden beschrieben - eine unbedingte Empfehlung (auf die Auflage achten: aktuell ist die 9. Auflage von Sept. 2009!, siehe Literaturverzeichnis). Zugleich stellt er Hinweise zur Gestaltung wissenschaftlicher Exposés bereit http://www.vm.tu-berlin.de/vm/menue/forschung/promotion_habilitation/hinweise_zur_erstellung_wissenschaftlicher_exposes/parameter/, die hilfreich für die Vorbereitung von Dissertationsvorhaben sind. (Vergleiche auch: http://www.htw-berlin.de/Forschung/Service_fuer_ForscherInnen/Promotionsfoerderung/Promotionsberatung/index.html.)
Egal, ob Sie Ihr Studium an einer FH oder an einer Universität abgeschlossen haben: Sie müssen eine sehr gute Note des Abschlusszeugnisses mitbringen. Näheres regeln die Bestimmungen der FH und der Universität; auch Ausnahmen werden dort verhandelt, wenn z. B. die Diplomarbeit hervorragend, aber andere mündliche Fächer weniger erfolgreich waren. Zu einer desöfteren gestellten Frage: Altersgrenzen gibt es nicht!
1.3 Kleine Vorbereitungen zur großen Doktorarbeit: Schreiben lernen
Jenseits der Problematik des FH-Abschlusses gilt es noch, die eigene Motivation zu prüfen - warum wollen Sie promovieren? Hinweise zu möglichen problematischen Motiven und noch ein paar Tipps finden Sie unter http://www.stiftung-aufarbeitung.de/downloads/pdf/jesse_diss.pdf.
Aber vielleicht ist das sofortige Schielen auf das ganz große Werk ein Hemmnis. Wie wäre es mit kleineren Lernschritten vor dem Exposé? So wird nicht nur an Fachhochschulen, auch an Universitäten das Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten eher als Fähigkeit vorausgesetzt als systematisch gefördert. Deshalb hat sich eine eigene Gattung von Ratgebern zum akademischen Schreiben, zum Halten von Vorträgen etc. entwickelt; eine Übersicht bietet http://www.albanknecht.de/lehre/StudierLiteratur.pdf. Egal, ob Sie direkt nach dem Studium oder aus der Berufsarbeit heraus sich mit der Idee, eine Dissertation zu schreiben, befassen: Es sind durchaus Zwischenstufen möglich - und vielleicht sogar notwendig. - Gleichzeitig sind diese Zwischenetappen individuell sehr verschieden: Sie sollten zu Person, Kontext und Thema passen. Vor allem in einigen 'kleineren' Publikationsmöglichkeiten kann man weitere Erfahrungen mit wissenschaftlichem Arbeiten sammeln und schon Vorarbeiten für eine Dissertation leisten. Es sind
a) die Publikation der Diplomarbeit
b) die Verwertung der Diplomarbeit in Aufsätzen und
c) das Schreiben von Rezensionen, bevor
d) das Exposé für die Dissertation die zentrale Vorbereitung darstellt
1.3.1 Publikation der Diplomarbeit
1.3.1.1 Online-Publikation
Die einfachste Form der Publikation besteht darin, die Diplomarbeit als Datei zugänglich zu machen: Unter http://bidok.uibk.ac.atfür die Heil- und Behindertenpädagogik und unter http://www.sozialarbeit.de, genauer unter dem Link http://www.sozialarbeit.de/download/finden Sie eine Möglichkeit, Ihre Diplomarbeit kostenlos digital zu veröffentlichen. Unter http://www.socialnet.de/materialien/autoren.htmlund http://www.info-sozial.de/Archiv/finden sich weitere Hinweise, Diplomarbeiten zu publizieren. Für Arbeiten, die der Psychologie nahe stehen, kommt der Open-Access-Server der Virtuellen Fachbibliothek Psychologie noch infrage: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/. Die einzelnen Bundesländer haben eigene Dokumentenserver eingerichtet, z.B. Sachsen: http://www.qucosa.de/. Bei diesen Publikationsformen behalten Sie in der Regel die Rechte an dem Text, er ist frei zugänglich und dürfte je nach Thema andere Diplomarbeitsschreibende, Interessierte und Praktiker/inne/n interessieren. Falls es einfach darum geht, die eigenen Ergebnisse zitierfähig zur Diskussion zu stellen, so dass andere Diplomarbeiten darauf aufbauen können, ist diese Variante die schnellste, weniger arbeitsintensive, und die billigste.
1.3.1.2 Druck der Diplom- oder Masterarbeit
Sich selbst gedruckt sehen zu wollen kostet in der Regel mehr. Einige Verlage haben sich auf die Publikation von Diplom-, Master- und Doktorarbeiten spezialisiert. Diese Publikation muss man jedoch selbst bezahlen, denn die verkäuflichen Auflagen sind in der Regel nicht sehr groß. Preise und Konditionen variieren. Bekannte Verlage sind Shaker ( http://www.shaker.de/info/), Lang ( http://www.peterlang.de/all/index.cfm), Dr. Hänsel-Hohenhausen ( http://www.haensel-hohenhausen.de/web/index_2.php), Ergon-Verlag http://www.ergon-verlag.de/de/start.htm?autorinfo.htm, Tektum-Verlag (http://www.tectum-verlag.de). Sie könnten auch im Selbstverlag über book on demand publizieren - http://www.bod.de, was ungefähr 300,- Euro kostet. Ein weiterer günstiger Publikationsort für Diplomarbeiten und Dissertationen scheint http://www.grin.com/author.html?lang=dezu sein, die derzeit mit kostenfreien Publikationen werben. Bei diesen Anbietern erhält Ihre Publikation eine ISBN-Nummer. Eine fachlich interessante Variante bietet das Berliner "Archiv der Jugendkulturen", das neben der Publikation von Diplomarbeiten und Dissertationen auch ein öffentlich zugängliches Archiv darstellt: http://www.jugendkulturen.de, Rückfragen an: klaus.farin@jugendkulturen.de. Vorsicht: Es gibt auch Verlage, in denen die Publikation zunächst nichts kostet, die darauf spekulieren, dass man für Freunde, Bewerbungen etc. dann zehn-zwanzig überteuerte Exemplare kauft - natürlich haben diese Verlage keinen guten Ruf.
1.3.1.3 Buchdruck mit größerer Reichweite
Wunderbar für Sie ist es natürlich, wenn Ihre Diplom- oder Masterarbeit ein größeres Publikum anspricht (Auflage größer 500). Hier empfiehlt es sich, die Ihnen aus dem Studium bekannten Verlage anzusprechen, ich nenne nur als Beispiel den Lambertus-Verlag: http://www.lambertus.de/. Je nach Schwerpunkt Ihrer Arbeit kommen natürlich auch noch andere Verlage infrage, aber das werden Sie im Verlaufe ihrer speziellen Recherchen gesehen haben, welche Verlage sich um Ihr Thema kümmern.
1.3.2 Schreiben eines Aufsatzes anhand der Diplom- oder Masterarbeit
Überlegenswert ist, dass Sie aus der Arbeit einen Aufsatz entwickeln (dass ich das selbst nicht getan habe, ärgert mich noch heute ...) . Die folgenden Zeitschriften eignen sich u. U. für eine Publikation von Aufsätzen, die aus der Abschlussarbeit entstehen. Es empfiehlt sich, vorher die Zeitschriften ein wenig zu analysieren, wie dort Aufsätze aufgebaut sind und welches Fachpublikum sie ansprechen, wie genau oder ungenau dort der wissenschaftliche Teil der Aufsätze ist etc:
- Heilpädagogik online: http://www.heilpaedagogik-online.com.
- Heilpädagogik und Inklusion: http://www.inklusion-online.net/.
- Sozialextra: http://www.sozialextra.de/.
- Blätter der Wohlfahrtspflege: http://www.wohlfahrtswerk.de/wohlfahrtswerk.php?seite=/p-blaetter.
- Mehrere Zeitschriften aus der Sozialpsychiatrie: http://www.psychiatrie.de.
- Internetgestützte Beratung: http://www.e-beratungsjournal.net.
(Weitere Hinweise im Abschnitt zu Publikationsmöglichkeiten!)
1.3.3 Schreiben von Rezensionen
Eine weitere Gelegenheit, Ihre in der Diplom- bzw. Masterarbeit oder in der Praxis erworbene Kompetenz a) an die Öffentlichkeit zu bringen und b) sich weiterzubilden, besteht darin, Rezensionen zu schreiben, d. h. Bücher zu besprechen. Bekannte Orte (neben den oben schon genannten Zeitschriften, die Rezensionen drucken) sind noch die folgenden beiden Adressen:
- http://www.socialnet.de/rezensionen/index.html.
- http://www.qualitative-research.net/fqs/book-reviews/review-liste-d.htm.
Oft (nicht immer) kommt man über diese Zeitschriften kostenlos - aber eben mit der Arbeit einer Rezension verbundenen - an interessierende Bücher für Rezensionen heran. Sie suchen in der Liste der für die Zeitschrift zu rezensierenden Bücher dasjenige heraus, zu dem Sie in der Diplomarbeit (oder in der Vertiefung durch die Promotionsvorbereitung) schon fachliche Kompetenz erworben haben, und fragen dort an, ob Sie das Buch besprechen können (verweisen dabei auch auf Ihre Vorarbeiten, um zu zeigen, dass Sie für das Thema taugen). Neben Aufsätzen aus eigener Forschung sind Rezensionen die zweite Textform, mit der man sich als wissenschaftlich ArbeitendeR zu erkennen gibt.
1.3.4 Das Exposé
Hier sei kurz wiederholt, was oben schon gesagt wurde: Das Exposé ist der Entwurf Ihrer Dissertation, der die zentrale Forschungsfrage, ihre Begründung und empirische und theoretische Einbettung in den gegenwärtigen Forschungsstand enthält, die geplanten Methoden der Untersuchung aus der Forschungsfrage ableitet und einen realistischen Zeitplan vorstellt. Eine Dissertation sollte neues Wissen stiften (und muss manchmal bisheriges Wissen in Frage stellen), d.h. ein bisher noch nicht erforschtes Land in der Landkarte des Wissens neu einzeichnen. Der Aufwand für diese Skizze kann dem einer Diplomarbeit entsprechen - oder Sie riskieren, nach zwei Jahren darauf zu stoßen, dass jemand Ihr Problem schon längst bearbeitet hat. Unter http://www.htw-berlin.de/Forschung/Service_fuer_ForscherInnen/Promotionsfoerderung/Promotionsberatung/Exposes/index.htmlfinden sich hilfreiche Hinweise zu einem Exposé; ein alternatives Gliederungsschema für ein Exposé bietet http://www.uni-hildesheim.de/media/promotionskolleg/empfehlungenExposesDissertation.pdf, die ASH in Berlin bietet immer wieder Kurse zum Schreiben eines solchen an: http://www.ash-berlin.eu/index.php?id=208.
Für die promotionsinteressierten Absolvent/inn/en aus Görlitz haben Heike Schulze und Sebastian Schroeer ihre alten Exposés als Beispiele zur Verfügung gestellt, erstere hat nach Abschluss ihrer Dissertation das Exposé für alle Interessierten freigegeben (Anfrage an r.schmitt@hs-zigr.de). Fragen Sie auch an anderen Hochschulen nach den Exposés der abgeschlossenen Promotionen! Workshops zum Schreiben eines Exposés haben in den letzten Jahren eine Konjunktur; neben denen in der Rundmail verteilten Hinweisen lohnt es sich, die folgenden Orte nach Hinweisen zu durchsuchen: http://www.doktorandenforum.de/anfangen/expose.htm; http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/politik/Mitarbeiter/Alemann/aufsatz/01_expose2001.pdf, http://humboldt-graduate-school.de, http://wissenschaft.gew.de/DoktorandInnen.html und auch universitäre oder privatwirtschaftliche Schreibwerkstätten zu konsultieren: http://www.uni-bielefeld.de/slab; http://www.wisch-werkstatt.net, http://www.sz.ruhr-uni-bochum.de. Die universitäre Leipziger Initiative der Promovierenden hat einen Leitfaden für Promovierende erstellt, der auch für FH-Absolvent/inn/en hilfreiche Informationen beinhaltet: http://www.uni-leipzig.de/~lip/?page_id=10, Download der Broschüre: http://www.uni-leipzig.de/~lip/wp-content/uploads/2009/02/leitfaden-hp.pdf.
Mindestens einmal sollte man im Prozess des Verfassens eines Exposés eine Tagung besucht haben, welche dem Dissertationsthema nahe ist, um sicher zu sein, dass man auf dem aktuellen Stand der Diskussionen ist. Für Uni-Absolvent/innen ist das eher selbstverständlich, für FH-Absolvent/innen eher weniger, weil eine entsprechende Forschungskultur - und damit auch die Kultur des Austauschs über Tagungen - erst im Entstehen begriffen ist. FH-Absolvent/innen eilt der Ruf voraus, sie könnten nicht forschen, und in der Tat sind die empirischen Designs oft problembehaftet: von der Formulierung der Forschungsfrage über die Erhebungsmethoden und das Sampling und die Auswertungsmethoden bis hin zu den Generalisierungsansprüchen. Die Theoriehintergründe sind an FHs oft als buntes Gemisch gelehrt worden, wenige sind wirklich vertieft worden: Das sind übliche Probleme von FH-Exposés - und es gibt inzwischen eine lange Liste von Veranstaltungen, die sich dieser Probleme annehmen.
1.4 Teilnahme an Kolloquien, Forschungswerkstätten und Tagungen
Solche Teilnahmen steigern die Motivation, weil hier meistens andere Promovierende vortragen. U. U. kann auch ein Vortrag über die eigene Diplomarbeit gehalten werden. Diese Treffen bringen bringen Sie an den aktuellen Stand der Diskussion heran. Als Vortragende/r sind Sie gezwungen, eine 'Botschaft' herauszuarbeiten und den Sinn der Arbeit auf einen Punkt zu bringen (Näheres findet sich im Abschnitt " Tagungen"). Und auch als Teilnehmende lernt man das Feld, die aktuellen Debatten, absehbare Sackgassen und andere Menschen kennen. Vor allem die dauerhafte Mitarbeit in einem Kolloquium wird Ihnen helfen, die eigenen Pläne zu klären, nicht nur in der Phase des Verfassens eines Exposés.
1.5 Begleitende Unterstützung der Promotion: Gutachter/inne/n und mehr
Die soziale und formale Mindestausstattung bei einer Promotion sind Erst- und Zweitgutachter/in. Letztere/r entstammt beim kooperativen Promotionsverfahren Ihrer Herkunfts-FH. Die Suche nach dem/der Erstgutachter/in an einer Universität (evt. auch des/der Zweitgutachter/s/in) setzt gründliche Recherchen voraus: Wie gut passt er/sie mit seinem theoretischen und forschungsmethodischem Hintergrund zu Ihrem Projekt? Wenn Sie jemanden gefunden haben, ist es sinnvoll, das Exposé zu senden und den Kontakt aufzunehmen.
Vor diesem Kontakt ist aber noch eine Bemerkungen zum Exposé notwendig: Wenn Sie das Exposé gründlich erarbeiten, werden die Namen von aktuell Forschenden an Universitäten Ihnen sowieso begegnen - schauen Sie sich diejenigen an, die in Ihrer Literaturrecherche auftauchen, und dann ergibt sich der Kontakt zu einem/einer Erstgutachter/in zwangloser, denn Sie können sich auf deren Publikationen beziehen. (Das gilt ohnehin: Sie sollten nur bei denen vorsprechen, von denen Sie einige Publikationen gründlicher gelesen haben!)
Rechnen Sie damit, dass diejenigen Erstgutachter/inne/n, die Sie ansprechen, das Folgende erlebt haben (es wurde mir von einer Kollegin gezeigt): ein Anschreiben eines Promotionswilligen, der sie um die Betreuung der Promotion als Erstgutachterin bat. Es enthielt viel Selbstlob auf die eigene Abschlussnote, viel Selbstlob auf die Breite der eigenen Arbeitserfahrungen, brachte aber ein diffuses Themenangebot mit vielleicht fünf Forschungsfragen, aber keinen Hinweis auf eine präzise und dem Promotionswilligen wirklich wichtige Frage. Das Schreiben enthielt keine Hinweise zu einer Forschungsmethodik, die er beherrschte, überhaupt keinen Hinweis auf eine bestimmte Theorie- und Literaturbasis - was sollte sie als mögliche Anleiterin denn dazu sagen? Und als Krönung der Achtlosigkeit tauchte in der Schlussanrede ein anderer Namen als am Anfang auf - woraus deutlich wurde, dass das Schreiben mehrfach - und offenbar recht planlos-uniformiert - verschickt wurde. Damit wird der Ruf von FH-Absolvent/inn/en als unbelesen und forschungsfremd geradezu zementiert. Warum sie angeschrieben wurde, ergab sich nicht. Daraus lassen sich die folgenden Empfehlungen bei dem Anschreiben von universitären Erstgutachter/inne/n ableiten:
- Keine diffuse Bewerbung, sondern ein klares Exposé mit präziser Forschungsfrage, nachvollziehbarer Forschungsmethodik und eine Einbettung in die aktuelle Literatur, aus der heraus hervorgeht, dass an dieser Stelle ein Forschungsbedarf besteht (zu den Recherchemöglichkeiten siehe einen späteren Abschnitt in dieser Broschüre).
- Es sollten nur diejenigen universitären Hochschullehrer/inne/n angeschrieben werden, die zur eigenen Forschungsfrage passen - das setzt voraus, dass man den entsprechenden Teil ihrer Publikationen sich genauer angeschaut hat.
Die Betreuung durch Erst- und Zweitgutachter/in ist oft nicht ausreichend, sie ist auch Thema hochschulpolitischer Kontroversen, denn sie kann zu quälenden Abhängigkeiten führen. Es bedarf also eines (oder mehrerer) Promotionskolloquien, Arbeitskreise oder ähnlicher Foren zum Austausch. Zum Teil werden diese von Erst- oder Zweitgutachter/in an FH oder Universität angeboten, zum Teil müssen Sie sich diese Unterstützung selbst organisieren (auf der Homepage zu Promotionen findet sich eine Übersicht selbstorganisierter Arbeitskreise von FH-Absolvent/inn/en: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm). Inzwischen gibt es die Möglichkeit, Promotionsstudiengänge zu nutzen, welche ein für Promovend/inn/en konzipiertes Studium anbieten (mit Forschungsmethoden und Vermittlung von Hintergrundtheorien). Sozusagen die "Luxusausstattung" stellen Graduiertenkollegs dar: Ein zusätzlich unterstützendes Promotionsstudium ist hier mit einem Stipendium verknüpft (nähere Informationen im Abschnitt zu Stipendien). Weitere Möglichkeiten für kontinuierliche Förderung sind virtuelle Foren wie die Netzwerkstatt für qualitative Forschung: http://www.qualitative-forschung.de/netzwerkstatt/und qualitative Methodenbegleitung http://www.methodenbegleitung.de/index.php.
1.6 Lehraufträge, Vorträge
Bewerben Sie sich an der nächsten FH oder auch Universität um Lehraufträge, die mit dem Thema der Dissertation verbunden sind. Sie zwingen sich damit, Ihre Ideen nachvollziehbar zu entwickeln, Sie werden in der Lehre auf Lücken in Ihrer Argumentation gestoßen, und Sie erwerben sich für die spätere Bewerbung auf eine FH-Professur die notwendige Lehrerfahrung.
1.7 Alles hat ein Ende ... auch die Promotion
Dieses Skript soll vor allem den Einstieg in die Promotion erleichtern und gibt daher nur einen knappen Ausblick auf das Ende derselben: Wenn die Arbeit in Absprache mit den Erst- und Zweitgutachter/inne/n alles Wesentliche enthält, von unabhängigen Freund/inn/en kritisch kommentiert und mehr als eine Korrekturlesung vergangen ist, dann dürfen Sie Ihr Werk binden lassen. Sie brauchen in der Regel zwei Exemplare für die Gutachter/inne/n, ein weiteres für das Prüfungsamt, und es ist sinnvoll, für die meistens selbst zusammen zu stellende Promotionskommission weitere Exemplare zu drucken. Wenn die Gutachter/inne/n ihre Einschätzungen verfasst haben, kommt es zur Verteidigung, Disputation oder Rigorosum (je nach Promotionsordnung), in der die Endnote bestimmt wird. Sie sind dann aber immer noch nicht "Dr.", sondern müssen erst Ihre Dissertation publizieren, was zum Teil inzwischen in digitaler Form möglich ist. Danach erhalten Sie die Promotionsurkunde und dürfen Ihrem Namen die beiden Buchstaben schmückend voranstellen. Auch den Ablauf des Endes regelt die Promotionsordnung des Fachbereichs der jeweiligen Universität.
1.8 Literatur zur Promotion in der Sozialen Arbeit
Die erste Generation der an der ASH in Berlin promovierten Frauen hat eine kostenlose Broschüre mit Erfahrungen zusammengestellt: "Fachhochschulabsolventinnen promovieren!", welche die frühen Entwicklungen zur Promotion an einer FH gut skizziert, die Erlebnisberichte regen noch immer an: Download unter: http://www.asfh-berlin.de/uploads/media/leitfaden_promo_01.pdf.
Eine auch für Promotionen anregende Bilanz und Dokumentation der Forschung in der Sozialen Arbeit ist unter http://www.lambertus.de/pages/print00742.htmzu finden: Ernst Engelke, Konrad Maier, Erika Steinert, Stefan Borrmann, Christian Spatscheck (Hrsg.) Forschung für die Praxis. Zum gegenwärtigen Stand der Sozialarbeitsforschung (2007), 368 Seiten, 25,00 €. Nicht weniger als 65 Forschungsprojekte, die auf der Jahrestagung 2006 der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit in Würzburg sich vorstellten, finden sich im Buch, dazu Grundlagenaufsätze zur Forschung in der Sozialen Arbeit. Für Dissertationsinteressierte ein 'must have'.
Die rechtliche Situation von Promovend/inn/en ist teilweise in einer Broschüre der Boeckler-Stiftung diskutiert: http://www-user.tu- chemnitz.de/~toste/pi/materialien/Sozialrechtsratgeber.pdf, sie ist jedoch vor allem für Stipendiaten gedacht (einiges ist darüber hinaus brauchbar).
Literatur zum Promovieren in Sozialer Arbeit in Europa findet sich ebenfalls:
- Weiss, Idit; Welbourne, Penelope (eds.) (2007): Social Work as a Profession: A Comparative Cross-national Perspective, Venture Press, Birmingham
- Tripodi, Tony; Potocky-Tripodim Miriam (2007): International Social Work Research. Issues and Prospects, Oxford University Press, New York
- Bormann, Stefan; Klassen, Michael; Spatscheck, Christian (eds.) (2007): International Social Work. Social Problems, Cultural Issues and Social Work Education. Verlag Barbara Budrich, Opladen
1.9 Literatur zum Promovieren (allgemein)
Außerhalb der Sozialen Arbeit gibt es viele Promotionsratgeber, die hier gar nicht alle erwähnt werden können. Der erste geht, wie erwähnt, explizit auf das Promovieren nach FH-Abschluss ein und wird daher unbedingt empfohlen:
- Keller, Ansgar (2009). Promotionsführer für Fachhochschulabsolventen: Möglichkeiten und Zulassungsverfahren für eine Promotion an 70 deutschen Universitäten mit Hinweisen für Absolventen von Masterstudiengängen sowie Berufsakademien und zur Promotion im Ausland. 9. Auflage, Berlin 2009, 194 Seiten, 14,80 € zzgl. 2,50 € Porto zzgl. 7% USt. erhältlich bei: Steinbeis-Transferzentrum Berlin, Ahrweilerstr. 36, 14197 Berlin, bzw. Bestellung zum Versand über Telefon: 030/ 44723945, Fax: 030/ 44723946 oder Email: promotion-fh@web.de. ISBN 978-3-931221-07-2, EAN: 9783931221072. Nähere Informationen: https://en.fh-muenster.de/promotion/downloads/info_promotionsfuehrer_fh.pdf.
- GEW (Hrsg.) (2005). Handbuch "Promovieren mit Perspektive" (2005) bzw. http://www.promovieren.gew.debzw. http://www.promovieren.de.vu/Handbuch/Handbuch.html.
- Das Promotions-Netzwerk "thesis" hat einen Promotionsratgeber mit dem Titel "Erfolgreich promovieren. Ein Ratgeber von Promovierten für Promovierende" im Springer-Verlag 2006 publiziert (Herausgeber: Dr. Steffen Stock, Dr. Patricia Schneider, Dr. Elisabeth Peper, Dr. Eva Molitor). Wie an den Titeln zu sehen ist, muss es funktioniert haben. Näheres: http://www.promotionsratgeber.de, E-Mail: herausgeber@promotionsratgeber.de.
- Messing, Barbara; Huber, Klaus-Peter. Die Doktorarbeit. Vom Start zum Ziel. Springer, Berlin (2004)
- Promotion von Fachhochschulabsolventen in NRW - Wege in eine erfolgreiche Zukunft. 32 Seiten | ISBN 978-3-9812459-1-2 | 3,80 €. Projekt »Lebendige Forschung an Fachhochschulen in NRW« c/o zefo Zentrum für Forschungskommunikation, Fachhochschule Köln | KISD, Ubierring 40 | 50678 Köln, info@fachhochschulen-nrw.de, http://www.fachhochschulen-nrw.de.
Eine umfangreiche Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) http://www.bmbf.de/zur Förderung (nicht nur) von Promotionen bietet das vom BMBF geförderte Projekt KISSWIN.de http://www.kisswin.de/. Es will eine Kommunikations- und Informationsplattform für Nachwuchswissenschaftler auf allen Ebenen von Studium bis Professur sein. Im Abschnitt zur Förderung http://www.kisswin.de/index.php?id=8&L=0findet sich u. a. die Passage "diversity", in dem Förderungen für Promovierende auf den Ebenen von Gender, Behinderung, soziale Benachteiligung und Migration referiert werden. Für persönlichere Fragen rund um die Promotion existiert eine telefonische und eine mailgestützte Beratung http://www.kisswin.de/index.php?id=3.
2. Niemand schreibt für sich allein: Kontakte zu Mailinglisten, Verbänden und Netzwerken
Übersicht:
2.1 Mailinglisten
2.2 Arbeitskreise und Netzwerke
2.2.1 Selbstorganisierte Treffen von promotionsinteressierten FH-Absolvent/inn/en
2.2.2 Arbeitskreis 'Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung und Biografie'
2.2.3 Netzwerk 'Wissenschaftlicher Nachwuchs Soziale Arbeit'
2.2.4 Doktorand/inn/en in der GEW
2.2.5 Forschungskolloquium 'Klinische Sozialarbeit' (ASH, Berlin)
2.2.6 Thesis e.V. - Interdisziplinäres Netzwerk für Promovierende und Promovierte
2.2.7 Promovierenden-Initiative
2.2.8 Dissertandinnenkolloqium an der FH St. Pölten, Österreich
2.3 Wissenschaftliche Fachgesellschaften
2.3.1 Soziale Arbeit, DGSA
2.3.1.1 Fachgruppe Forschung
2.3.1.2 Fachgruppe Sozialwirtschaft
2.3.1.3 Fachgruppe Case-Management
2.3.1.4 Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit
2.3.1.5 Fachgruppe Systemische Ansätze in der Sozialen Arbeit
2.3.1.6 Fachgruppe Promotionsförderung nach FH-Abschluss
2.3.1.7 Sektion Theorie und Wissenschaftsentwicklung der Sozialen Arbeit
2.3.1.8 Sektion Gemeinwesenarbeit
2.3.1.9 Sektion Klinische Sozialarbeit
2.3.2 Soziologie DGS
2.3.3 Erziehungswissenschaft DGfE
Auf die eigene Mailingliste für Promotionen in der Sozialen Arbeit wurde schon hingewiesen (Mail an r.schmitt@hs-zigr.dezur Anmeldung), sie will und kann als Grundversorgung aber nicht alle notwendigen Spezialisierungen abdecken. Darum noch einige Möglichkeiten für weitere Kontakte:
2.1. Mailinglisten
Mailinglisten dienen dazu, Neuigkeiten zu Kongressen und Veröffentlichungen auszutauschen und Fachfragen zu diskutieren. Für Nachwuchswissenschaftler ein "must". Hier werden vor allem einige Mailinglisten zur qualitativen Forschung in den Sozialwissenschaften vorgestellt, es fehlen noch viele Listen außerhalb des Bereichs - ich bin für Ergänzungen dankbar!
- Die wichtigste deutschsprachige Mailingliste für qualitative Forschung ist qsf_l mit ca. 1.000 Abonnent/inn/en: http://www.qualitative-forschung.de/mailingliste/, die Seite für die Subskription: https://lists.fu-berlin.de/listinfo/qsf_l, das Archiv https://lists.fu-berlin.de/pipermail/qsf_l/. Hier gibt es keine methodischen Festlegungen, der ganze Bereich qualitativer Forschung ist abgedeckt, Sie erhalten viele Hinweise auf Veranstaltungen.
- Die Mailingliste zur Biografieforschung ist am ZSM in Magdeburg angesiedelt http://www.uni-magdeburg.de/zsm/und hat einen erziehungswissenschaftlich-professionssoziologischen Schwerpunkt, methodisch zwischen Schützes narrativem Interview und entsprechender Auswertung, Oevermanns Grounded Theory, Bohnsacks dokumentarischer Methode und ein wenig Grounded Theory pendelnd. Anmeldung: zsm@ovgu.de.
Die im Folgenden genannten Listen sind spezifischer und nicht so breit wie die bereits genannten qsf_l und die Mailingliste zur Biografieforschung:
- Mailingliste Gesprächsforschung: pragmatische Linguistik, einige Überschneidungen zur qualitativen Forschung. Zu finden unter: http://www.gespraechsforschung.de/liste.htm.
- Qualitative Forschung im englischen Sprachraum: http://listserv.uga.edu/archives/qualrs-l.html.
- Mailingliste zur Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/.
Jenseits qualitativer Forschung gibt es verschiedene Listen:
- Die Gewerkschaften bieten eine eigene Mailingliste für Doktorand/inn/en: doktorandinnen-owner@listserv.gewerkschaften.de, Anmeldung siehe: http://listserv.gewerkschaften.de/mailman/listinfo/doktorandinnen.
- Die German Internet Research List, oder kurz gir-l, bildet ein Diskussionsforum für alle Interessierten an Sozial-, Kommunikations- und Marktforschungsfragen rund um das Internet: http://www.online-forschung.de/gir-l/home.html.
- Ein Ort für Forschungen zur Sozialinformatik - eben auch Dissertationen - findet sich unter http://www.sozialinformatik.de/Arbeitsstelle.de. Eine Mailingliste "dient der Vernetzung von den Akteuren in der noch jungen Disziplin der Sozialinformatik. Themen dieser Liste sind insbesondere aktuelle Forschungsvorhaben, curriculare Diskussionen wie auch interessante Praxisprojekte ..." => http://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/mailingliste_sozialinformatik.net.
- Der Newsletter der Kommission Sozialpädagogik der DGfE kann mit einer Anfrage auf der Seite http://egora.uni-muenster.de/dgfe-sozialpaedagogik/abonniert werden. Die Nachwuchsseite ist unter http://egora.uni-muenster.de/dgfe-sozialpaedagogik/netzwerk.shtmlzu finden.
- Im feministischen Kontext und im Umkreis von Gender-Fragen hat sich eine vielfältige Forschungslandschaft mit dazugehörenden Netzwerken entwickelt. Eine ausdifferenzierte Linkliste bietet die Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin: http://www.fu-berlin.de/zefrauen/service/links/index.html. In Baden-Württemberg gibt es eine engagierte Arbeit zur Gleichstellung an Fachhochschulen, die Seminare zur Promotionsbegleitung geben: http://www.gleichstellung-fh-bw.de/.
2.2. Arbeitskreise, Werkstätten und Netzwerke
Im Folgenden handelt es sich um unterschiedlich organisierte Netzwerke zu speziellen Themen oder Methoden. Eine weitere Übersicht zu Forschungswerkstätten in qualitativer Forschung findet sich unter: http://www.qualitative-forschung.de/information/akteure/forschungswerkstaetten/.
2.2.1 Selbstorganisierte Treffen von promotionsinteressierten FH-Absolvent/inn/en
Die folgende Liste von Ansprechpartner/inn/en von selbstorganisierten Treffen von promotionsinteressierten und promovierenden FH-Absolvent/inn/en der Sozialen Arbeit ist auf dem DGSA-Promotionskolloquium im November 2008 in Berlin angeregt worden. Sie bestimmen die Themen selbst, ziehen externe Professor/inn/en oder Promovierte hinzu oder auch nicht, tauschen sich aus, klären Fragen, verabreden gemeinsame Tagungsbesuche ... Diese Arbeitskreise sind zur gegenseitigen Unterstützung gedacht, und die AnsprechpartnerInnen sollten nicht mit der Rolle der ExpertInnen überfrachtet werden, deren Wissen man konsumieren kann: Stattdessen sollten hier alle beitragen. Ich danke denen, die sich bereit erklärten, als Ansprechpartner/in zu fungieren!
a) Berlin: Arbeitskreis Promotion der Katholischen Hochschule Soziale Arbeit in Berlin, offen auch für andere AbsolventInnen, Information: Michael Komorek, Tel. 030 - 50 10 10 923, komorek@khsb-berlin.de, oder Christiane Schraml, Tel. 030 - 50 10 10 925, schraml@icep-berlin.de
b) Dortmund: Martina Abendroth, martina.abendroth@online.de Telefonnummer: 02305-353580 (Schwerpunkt Heilpädagogik).
c) Dresden: Christin Gemoll, fusopro@gmx.de
d) Esslingen: Julia Gebrande, julia.gebrande@hs-esslingen.de
e) Freiburg: Karola Kreutner, Romanstraße 2b, 79112 Freiburg, Tel.: 07664/4059270, kkreutner@yahoo.de
f) Halle, Mathias Napp, Feuerbachstraße 2, 06114 Halle/ Saale, mathiasnapp@web.de
g) Hannover (und Region): Anja Terner, Rosemarie Lüters, anja.terner@gmx.de, Tel. 0511-12357277
h) Hildesheim / Braunschweig: Esma Demiroglu, Tel: 0531 / 8744678, esmamail@web.de
i) München: Katrin Horns, katrin.horns@gmx.de 08041/7937920 und Andreas Keck, keck_andreas@yahoo.de, 01520/7567965
j) Münster: Mark Humme, gandhi@hotmail.de
k) Nürnberg: Ina Zimmermann, ina.zimmermann@online.de, 0911/4754401
2.2.2 Arbeitskreis 'Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung und Biografie'
Zitat: "Der Arbeitskreis Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung ist ein Zusammenschluss Lehrender und Forschender an Fachhochschulen, Universitäten und aus verschiedenen Praxisfeldern der Sozialen Arbeit. Wir bieten ein Austausch- und Vernetzungsforum von Kolleginnen und Kollegen für die Diskussion eigener Forschungsergebnisse und -fragen und für den Aufbau bundesweiter Kooperationsbeziehungen im Feld rekonstruktiver Sozialarbeitsforschung. In der Regel einmal jährlich veranstaltet der Arbeitskreis bundesweite Arbeitstagungen. Ausgewählte Beiträge dieser Tagungen werden in der Buchreihe des Arbeitskreises "Rekonstruktive Forschung in der Sozialen Arbeit" im Barbara Budrich Verlag publiziert. Der Arbeitskreis ist offen für alle Interessierten. Seit 2006 sind wir ein Arbeitskreis des Fachbereichstages Soziale Arbeit. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit oder an Informationen über die Aktivitäten des Arbeitskreises haben, schicken Sie bitte eine Mail an Hanna Beneker (net.rekonsobi@fh-bielefeld.de)." Die Homepage ist unter http://www.rekonstruktive-sozialarbeitsforschung.de/zu finden.
2.2.3 'Netzwerk wissenschaftlicher Nachwuchs Soziale Arbeit'
Zitat: "Im Rahmen des DGfE-Kongresses 2006 »bildung - macht - gesellschaft« hat sich 2006 das »Netzwerk wissenschaftlicher Nachwuchs Soziale Arbeit« konstituiert. Es [...] steht allen interessierten Nachwuchswissenschaftler/inne/n offen. Das Netzwerk bietet ein Forum und diskutiert u. a. aktuelle hochschul- wie gesellschaftspolitische Entwicklungen und die sich hieraus ergebenden Konsequenzen für den Nachwuchs der Disziplin Sozialer Arbeit. Interessierte können sich an Martina Richter, martina.richter1@uni-bielefeld.deoder an Peter Cloos, pcloos@uni-kassel.de, wenden." Es ist im Wesentlichen eine von der universitären Sozialpädagogik dominierte Gründung, Homepage: https://sympa.cms.hu-berlin.de/sympa/info/nachwuchssozialearbeit.
2.2.4 Doktorand/inn/en in der GEW
Unter http://wissenschaft.gew.de/DoktorandInnen.html stellt sich die Promotionsinitiative der GEW vor; weitere Hinweise: "Was wir von Graduiertenschulen halten und welche Art von Graduiertenzentren wir uns wünschen": http://www.gew.de/Binaries/Binary37010/Dok-HuF-2007-17/Graduiertenzentren.pdf, und eine Doktorandinnen-Mailingliste: http://listserv.gewerkschaften.de/mailman/listinfo/doktorandinnen.
2.2.5 Forschungskolloquium 'Klinische Sozialarbeit' (ASH, Berlin)
In Kooperation mit der Hochschule Coburg startete im Frühjahr 2009 an der Alice-Salomon-Hochschule zum achten Mal der Masterstudiengang 'Klinische Sozialarbeit'. Der Studiengang vermittelt in sechs Semestern berufsbegleitend neben den erforderlichen theoretischen Fachkenntnissen, kommunikativen Kompetenzen und Handlungsmethoden explizit auch Forschungskompetenzen. Der Abschluss 'Master of Arts' inkludiert die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation und berechtigt zur Promotion. Das Studium umfasst daher ein breites Spektrum unterschiedlicher klinischer Forschungsmethoden zur Exploration, Evaluation und Qualitätssicherung.
Aus den inzwischen zahlreichen erfolgreichen MasterabsolventInnen hat sich unter der Leitung von Prof. Dr. Brigitte Geissler-Piltz, Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner ein Promotionskolloquium für den klinischen Bereich der Sozialen Arbeit entwickelt. Kontakt: sb@gahleitner.net.
2.2.6 Thesis e. V. - Interdisziplinäres Netzwerk für Promovierende und Promovierte
Zitat: "THESIS ist das einzige interdisziplinäre und deutschlandweite Netzwerk für den wissenschaftlichen Nachwuchs und alle, die sich an das Abenteuer Promotion gewagt haben. Wir unterstützen Doktorandinnen und Doktoranden aller Fachrichtungen bei ihrer Promotion und auch danach." => https://ssl.thesis.de/index.php?id=home. Viele Informationen über das Promovieren in unterschiedlichen Fächern auf der Homepage, bemerkenswert auch ein Abschnitt zur Promotion von FH-Absolvent/inn/en unter https://ssl.thesis.de/index.php?id=68.
2.2.7 Promovierenden-Initiative
Den Alleinvertretungsanspruch von thesis relativiert die Promovierenden-Initiative http://www.promovierenden-initiative.de/Zitat: "Die Phase der Promotion in der deutschen Hochschullandschaft ist durch Vereinzelung, einen ungeklärten Promotionsstatus und das Fehlen von Vertretungsstrukturen gekennzeichnet. Im Herbst 1999 haben sich deshalb Stipendiat/inn/en aus der Graduiertenförderung verschiedener Begabtenförderungswerke zur Promovierenden-Initiative zusammen gefunden". Auch hier gibt es auf der Seite viel zu finden.
2.2.8 DissertandInnenkolloquium Soziale Arbeit an der FH St. Pölten / Österreich
Die Zeitschrift soziales-kapital.at, das wissenschaftliche Journal österreichischer Fachhochschulstudiengänge der Sozialen Arbeit, meldet das DissertandInnenkolloquium Soziale Arbeit an der FH St. Pölten: "Das Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung an der FH St. Pölten richtet seit 2008 ein sozialarbeitswissenschaftliches Kolloquium aus, zu dem es nun InteressentInnen auch von anderen Standorten herzlich einlädt. Beraten werden dort auch KollegInnen in einer früheren Phase ihrer Projekte. In den 2-3 Sitzungen je Semester werden die Vorträge über die Projekte der DissertantInnen angehört und kritisch diskutiert, InteressentInnen finden sich zu Methodenworkshops zusammen und Informationen werden ausgetauscht. Bei Interesse reicht ein kurzes Mail an inclusion@fhstp.ac.at, und man erhält die Einladung zu den nächsten Terminen." Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/137/180.pdf.
2.3 Wissenschaftliche Fachgesellschaften
Im Folgenden werden Hinweise zu Aufnahmemöglichkeiten in Fachgesellschaften gegeben. Erwarten Sie nicht, dass FH-Absolvent/inn/en in Fachgesellschaften außerhalb der Sozialen Arbeit mit Begeisterung aufgenommen werden - dass an Fachhochschulen wissenschaftlich gearbeitet wird, hat sich noch nicht überall herumgesprochen. Warum dennoch Mitglied werden? Sie - und wir als FH-Professor/inn/en - müssen uns den Zugang zu Informationen, Förderressourcen und Publikationsmöglichkeiten erkämpfen. Die eigene Fachgesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (s. u.), ist eine Heimatplattform, auch wenn sie derzeit die Reichweite und Definitionsmacht der anderen Fachgesellschaften noch nicht hat.
2.3.1 Soziale Arbeit, DGSA
Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) http://www.dgsainfo.de/ist die eigentliche Heimat der Sozialen Arbeit auf der Ebene der Hochschulen. Viele Hinweise sind auf der Homepage zugänglichen Veröffentlichungen die Sektionen "Theorie und Wissenschaft", "Gemeinwesenarbeit" und "Klinische Sozialarbeit" sowie die Fachgruppen "Forschung", "Promotionsförderung", "Case Management", "Ethik und Soziale Arbeit", "Sozialwirtschaft", "Systemische Ansätze" zu finden. Es gibt viele Gründe, Mitglied zu werden, ich übernehme diese von http://www.dgsainfo.de/ueber-uns/mitglied-werden.html:
"Warum Sie Mitglied werden sollten:
* Sie sind informiert über aktuelle fachliche Entwicklungen in der Sozialen Arbeit.
* Sie bewegen sich in einem Kreis anerkannter Wissenschaftler und angesehener Praktiker.
* Sie wirken mit an der Entwicklung der Sozialarbeitswissenschaft in Theorie und Praxis.
* Sie erhalten ein kostenloses Abonnement der Blätter der Wohlfahrtspflege, die zugleich Informationsplattform der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit sind.
* Sie werden als Mitglied frühzeitig über Tagungen und Kolloquien der Deutschen Gesellschaft für Sozialarbeit informiert und erhalten einen Mitgliederrabatt.
* Sind Sie interessiert? Dann schicken Sie uns eine E–Mail dgsa@dgsainfo.de. Wir schicken Ihnen schriftliche Informationen und halten Sie auf dem Laufenden!
Sie können sich auch ein PDF-Dokument aufrufen, welches die wichtigsten Informationen zur Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit und einen Aufnahmeantrag enthält: http://www.dgsainfo.de/fileadmin/dateiablage/download/Flyer_DGSA.pdf.
2.3.1.1 Fachgruppe Forschung
Zu Beginn des Jahres 2008 hat sich die Fachgruppe Forschung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) neu konstituiert und Prof. Dr. Ingrid Miethe, EFH Darmstadt, vom Vorstand der DGSA als neue Koordinatorin dieser Fachgruppe benannt. Eine gute Kooperation zum "Netzwerk rekonstruktive Sozialarbeitsforschung und Biografie" ist durch personelle Verbindung gegeben. Der vom 18. bis 20.9.08 an der EFH Darmstadt stattgefundene "2. bundesweite Workshop Rekonstruktive Forschung in der Sozialen Arbeit" war bereits eine Kooperationsveranstaltung des "Netzwerkes" und der "Fachgruppe Forschung" der DGSA. Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Ingrid Miethe Miethe@injamati.de, http://www.dgsainfo.de/fachgruppen/forschung/inhalt.html.
2.3.1.2 Fachgruppe Sozialwirtschaft
"Am 2. März 2009 hat sich bei einem Treffen an der Fachhochschule Wiesbaden die Fachgruppe Sozialwirtschaft der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit gebildet. Die Teilnehmer/innen haben ihr Interesse an einer eingehenden Befassung mit der Theorie und Praxis der Bewirtschaftung sozialer Leistungserbringung, der Gestaltung sozialer Versorgung und der Ökonomie Sozialer Arbeit bekundet. Sie sehen es als Aufgabe der Fachgruppe an, die Gesichtspunkte der Sozialwirtschaft in der Wissenschaft der Sozialen Arbeit zu vertreten. Die Fachgruppe wird sich mit anderen Gruppierungen in der sozialwirtschaftlichen Diskussion, insbesondere mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/Sozialwirtschaft an Hochschulen bzw. der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/Sozialwirtschaft (INAS) vernetzen. Als Sprecher der Fachgruppe Sozialwirtschaft wurde Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt, Stuttgart, benannt ( wendt@imails.de)." Näheres: http://www.dgsainfo.de/fachgruppen/sozialwirtschaft.html.
2.3.1.3 Fachgruppe Case-Management
"Ziel der Fachgruppe ist die Verbreitung, Förderung und Weiterentwicklung von Case Management. Ein erster wichtiger Schritt zur Qualifizierung von Case Managerinnen und Case Managern stellt die Verabschiedung von Standards zur Weiterbildung dar." Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter Löcherbach, loecherbach@kfh-mainz.de, http://www.dgsainfo.de/fachgruppen/case-management.html.
2.3.1.4 Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit
"Die Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit in der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit versteht sich als Forum der diskursiven Auseinandersetzung mit normativen Grundlagen und professionsmoralischen Problemen der Sozialen Arbeit. Sie widmet sich aktuellen wie zukünftigen Fragen einer Forschungsethik Sozialer Arbeit und der kritisch-konstruktiven Reflexion von (internationalen) Berufskodizes. Die Fachgruppe sucht zudem nach einer Methodologie der Implementierung ethischer Diskurse in die sozialprofessionelle Praxis. Schließlich geht es um die Frage, wie die normativen Gehalte sozialer Professionen zum Gegenstand von Prozessen der Praxisentwicklungsforschung werden und was die Ethik Sozialer Arbeit zur Konturierung einer Wissenschaft der Sozialen Arbeit beitragen kann. Die Fachgruppe arbeitet themenorientiert und trifft sich bisher zweimal jährlich ganztägig an unterschiedlichen Orten. Eingeladen sind alle interessierten Praktiker und Wissenschaftlerinnen. Informationen zu Terminen und Themen können beim Koordinator der Fachgruppe, Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, erfragt werden." andreas.lob-huedepohl@ku-eichstaett.de => http://www.dgsainfo.de/fachgruppen/ethik-und-soziale-arbeit.html.
2.3.1.5 Fachgruppe Systemische Ansätze in der Sozialen Arbeit
"Die Fachgruppe Systemische Ansätze in der Sozialen Arbeit versteht sich als ein Forum für den akademisch-fachlichen Austausch über Grundlagen, Entwicklungen und Perspektiven systemischer Ansätze in der Sozialen Arbeit. Er zielt auf die Förderung und Verbreitung systemischer Ansätze in ihrer Pluralität und Unterschiedlichkeit, auf die Klärung ihrer grundlagentheoretischen Voraussetzungen und Implikationen und auf die Freisetzung innovativer Impulse zur Fortentwicklung des systemischen Paradigmas in der Sozialen Arbeit." Ansprechpartner: Prof. Dr. Björn Kraus, bkraus@efh-freiburg.de=> http://www.dgsainfo.de/fachgruppen/systemische-ansaetze.html.
2.3.1.6 Fachgruppe Promotionsförderung nach FH-Abschluss
Seit dem Vorstandsbeschluss vom 2.2.2009 existiert eine Fachgruppe der DGSA, welche die Promotionsförderung nach FH-Abschluss zum Inhalt hat. Sie wurde auf Vorschlag von Prof. Dr. Albert Mühlum gegründet und soll die promotionsfördernden Aktivitäten der DGSA bündeln, insbesondere die bisher schon in Freiburg und Berlin durchgeführten Promotionskolloquien für FH-Absolvent/inn/en der DGSA. Sprecher der Fachgruppe ist Prof. Dr. Rudolf Schmitt, Hochschule Zittau/Görlitz. Kontakt: r.schmitt@hs-zigr.de, Materialien zur Promotion nach FH-Abschluss: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm.
2.3.1.7 Sektion: Theorie und Wissenschaftsentwicklung der Sozialen Arbeit
"Die Sektion Theorie und Wissenschaftsentwicklung der Sozialen Arbeit verfolgt drei Ziele: die Auseinandersetzung mit früheren und aktuellen Theorien der Sozialen Arbeit im In- und Ausland, die Klärung des Theorie- und Wissenschaftsverständnisses der sozialen Arbeit, der Austausch von Informationen über neue Publikationen, Forschungsarbeiten und Forschungsvorhaben, Fragen des Studiums sozialer Arbeit im In- und Ausland." Sprecherin der Gruppe ist: Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi, staubernasco@bluewin.ch=> http://www.dgsainfo.de/sektionen/theorie-und-wissenschaft.html.
2.3.1.8 Sektion Gemeinwesenarbeit
"Im Jahre 2004 ist aus dem Arbeitskreis nach Beschluss der Mitgliederversammlung die Sektion Gemeinwesenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit gebildet worden. Jährlich finden zwei Tagungen statt. Die Sektion wird wie bisher projektorientiert arbeiten und auf konkrete publizierbare Ergebnisse hin arbeiten. Zu der Diskussion in der Sektion wird weiterhin die Suche nach schärferen Definitionen von Kernbegriffen der Gemeinwesenarbeit und deren didaktischer Vermittlung in der hochschulischen Ausbildung sowie der Fortbildung gehören sowie die Auseinandersetzung und Stellungnahme zu aktuellen sozialpolitischen Themen, die die Gemeinwesenarbeit betreffen." Ansprechpartner/inn/en: Prof. Dr. Sabine Stövesand, sabine.stoevesand@haw-hamburg.de, Prof. Dr. Michael Rothschuh michael@rothschuh.de=> http://www.dgsainfo.de/sektionen/gemeinwesenarbeit.html.
2.3.1.9 Sektion Klinische Sozialarbeit
"Von Klinischer Sozialarbeit wird gesprochen, wenn die Soziale Arbeit in Behandlungskontexten erfolgt und eigene Beratungs- und Behandlungsaufgaben wahrnimmt. Ausgehend von einem bio-psycho-sozialen Grundverständnis von Gesundheit, Störung, Krankheit und Behinderung liegt ihr Fokus auf der psychosozialen Diagnostik, Beratung und Behandlung von Personen im Kontext ihrer Lebenswelt. Ihre Adressaten sind Klienten und Patienten, deren Belastung reduziert und deren Bewältigungsverhalten durch methodisch geleitete Einflussnahme verbessert werden soll. Auch wenn die Trennschärfe zur allgemeinen Sozialarbeit nicht immer eindeutig ist, bemisst sich die Notwendigkeit und Eigenart klinisch-sozialen Handelns zum einen an der Indikation (z.B. schwer zugängliche Person), zum anderen an der Vorgehensweise und Intensität der personalen Einflussnahme (z.B. Therapieverfahren) sowie insgesamt am Nutzen für die behandelten Patienten und ihre soziale Umgebung (z.B. verringerter Leidensdruck)." Sprecher: Prof. Dr. Albert Mühlum, a.muehlum@t-online.de=> http://www.dgsainfo.de/sektionen/klinische-sozialarbeit/inhalt.html.
2.3.2 Soziologie DGS
Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) hat, nach dem Vorbild vieler ausländischer Soziologie-Gesellschaften, beschlossen, das auch Studierende Mitglieder der DGS werden können. Ein Vorteil dieser Mitgliedschaft liegt z. B. darin, dass Sie ermäßigte Teilnahmegebühren für die Kongresse der DGS erhalten. Nähere Information finden sie auf der DGS-Homepage http://www.soziologie.de.
2.3.3 Erziehungswissenschaft DGfE
Die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) http://www.dgfe.de/hat auf dem Kongress in Dresden 2008 hat die DGfE in einem wichtigen Punkt ihre Satzung geändert. Künftig können auch noch nicht promovierte Erziehungswissenschaftler/innen Mitglied werden, genauer "assoziiertes Mitglied". Diese zahlen den halben Beitrag, können aber vollberechtigt in den Kommissionen, Sektionen etc. mitarbeiten und erhalten bei Tagungen auch den entsprechenden Mitgliedsrabatt. Nur in den Hauptvorstand können sie nicht gewählt werden. Wer dann promoviert, wird automatisch reguläres Mitglied. Für Rückfragen steht die DGfE-Geschäftsstelle zur Verfügung: http://dgfe.pleurone.de/ueber/mitgliedschaft/index_html.
3. Wie finanziere ich eine Promotion in der Sozialen Arbeit?
Übersicht:
3.1 Die wichtigsten Förderungseinrichtungen
3.2 Wiedereinstiegsstipendien nach familienbedingter Pause
3.3 Alice-Salomon-Promotions- und Stipendienprogramm für Frauen
3.4 INDOSOW: Stipendien für vergleichende Sozialarbeitsforschung in Europa
3.5 Forschung und Forschungsförderung in Europa
3.6 Graduiertenkollegs
3.7 Nachwuchsförderung des BMBF
3.8 Studium und Promotion in Kooperation mit ausländischen Universitäten
3.9 Verstreute Hinweise
Eine Promotion kann mit den folgenden Varianten finanziert werden:
- Man kann neben einer regulären Arbeit promovieren. Das strengt an, ergibt manchmal gute Praxis-Theorie-Vernetzungen, und erleichtert es, die für weitere Bewerbungen z. B. auf eine FH-Professur notwendigen fünf Jahre Berufserfahrung (davon mindestens drei Jahre in der Praxis) nachzuweisen. Promotionszeiten um die fünf Jahre sind hier häufig.
- Qualifikationsstellen an Fachhochschulen (nicht sehr oft) oder an Universitäten (häufiger) bieten Raum, neben bereits beginnender Lehrtätigkeit zu promovieren. Für spätere Bewerbungen kann man dann Lehrerfahrung vorweisen. Einige Modelle sehen anderthalb Jahre Eingangsphase, eine Evaluation und bei Bestehen derselben weitere anderthalb Jahre Dienstvertrag vor.
- Als Mitarbeiter/in in einem Forschungsprojekt/ Drittmittelprojekt (1/2 Stellen) kann promoviert werden. Auch hier ist auf die Arbeitsbelastung hinzuweisen, die auf die Dauer der Dissertation einen Einfluss hat (häufig 3-5 Jahre).
- Ein Stipendium oder ein gefördertes Promotionskolleg unterstützen meist zwei Jahre lang.
- Es scheint inzwischen so zu sein, dass ALG II gezahlt werden kann, da die Promotion als Weiterbildung gewertet wird (wird lokal unterschiedlich gehandhabt!).
3.1 Die wichtigsten Förderungseinrichtungen
Überblicke über Stipendiengeber finden sich unter Stipendium Plus http://www.stipendiumplus.de/oder http://www.promovierenden-initiative.de/, und einiges zu den weltanschaulichen Hintergründen sind dort wie bei den Stiftungen selbst zu erfahren:
- Studienstiftung des Deutschen Volkes (http://www.studienstiftung.de)
- Cusanuswerk - Bischöfliche Studienförderung ( http://www.cusanuswerk.de)
- Evangelisches Studienwerk Villigst (http://www.evstudienwerk.de)
- Hans-Böckler-Stiftung (http://www.boeckler.de)
- Stiftung der Deutschen Wirtschaft - Studienförderwerk Klaus Murmann ( http://www.sdw.org)
- Konrad-Adenauer-Stiftung (http://www.kas.de)
- Heinrich-Böll-Stiftung (http://www.boell.de)
- Friedrich-Ebert-Stiftung (http://www.fes.de)
- Rosa-Luxemburg-Stiftung (http://www.rosalux.de)
- Friedrich-Naumann-Stiftung (http://www.fnst.de)
- Hanns-Seidel-Stiftung (http://www.hss.de)
- Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerkes (ELES) ( http://www.eles-studienwerk.de/)
Das Antragsprozedere ist ein wenig unterschiedlich, die größte Rolle spielt jedoch Qualität und Ausdifferenziertheit des Exposés. Kontakt zur Vorabklärung bei den Vertrauensdozent/inn/en dieser Stiftungen an den Hochschulen kann hilfreich sein (Adressen über die Stiftungen erfahrbar). - Die folgenden Stipendien sind lokal verschieden, werden zu unterschiedlichen Zeiten aufgelegt - es ist also notwendig, selbst weiter zu recherchieren:
3.2 Wiedereinstiegsstipendien nach familienbedingter Pause
Das Sächsische Staatsministerium gewährt Stipendien zum Wiedereinstieg in die Dissertation, die durch familienbedingte Pausen unterbrochen wurden (für Frauen und Männer) http://www.foerderfibel.sachsen.de/_s01460.html, auch http://www.tu-chemnitz.de/gleichstellung/download/FoerdRL_Wiedereinstieg.pdf. Wiedereinstiegsstipendien gibt es in jedem Bundesland, Tipp: mit google nach "Wiedereinstiegsstipendium" + Bundesland suchen.
3.3 Alice-Salomon-Promotions- und Stipendienprogramm für Frauen
An der ASH in Berlin gab es bisher ein durch Stipendien abgesichertes Promotionsprogramm für Frauen http://www.asfh-berlin.de/index.php?id=40 (dort weitere Hinweise zur Frauenförderung).
3.4 INDOSOW: Stipendien für vergleichende Sozialarbeitsforschung in Europa
Das Projekt http://www.indosow.netverbindet europäische Hochschulen der Sozialen Arbeit, die Promovend/inn/en bei innereuropäischen Vergleichsstudien unterstützt. D.h: Derzeitige Promotionsanfragen sollten sich, wenn ihr Interesse sich auf "comparative research" und einen "interdisciplinary approach" bezieht, an Prof. Dr. Brigitte Rommelspacher ASH-Berlin oder andere Partnerhochschulen (auf der Homepage) wenden: rommelspacher@asfh-berlin.de.
3.5 Forschung und Forschungsförderung in Europa
a) NORFACE - New Opportunities for Research Funding Agency Co-operation in Europe - ist ein Zusammenschluss europäischer Institute für Sozialforschung. Unterschiedliche Förderprogramme sind aufgelistet, derzeit eines zu Migration: http://www.norface.org.
b) Die Erasmus-Förderung ermöglicht auch Stipendien für Promotionen in Europa. Mit der zweiten Programmgeneration (2009-2013) wird die Förderung auf Promovierende ausgedehnt. Siehe die Pressemitteilung des BMBF: http://www.bmbf.de/press/2487.php. Weitere Informationen gibt der DAAD http://www.eu.daad.de/eu/erasmus/05332.html und die EU-Kommission http://ec.europa.eu/education/external-relation-programmes/doc72_en.htm".
3.6 Graduiertenkollegs
Graduiertenkollegs bieten ein Stipendium, ein gemeinsames Rahmenthema und ein zur Promotion gehörendes Studienangebot. Ein Beispiel für ein Graduiertenprogramm, d. h. einer Kombination von Promotionsstudium mit Stipendium, bietet: http://www.jugendhilfe-im-wandel.de/dt/index.htm: "Es ist das erste Graduiertenkolleg mit einer sozialpädagogischen Themenstellung und befindet sich nach den ersten 6 Jahren seit Oktober 2005 mittlerweile in der dritten Förderphase. Das DFG-Graduiertenkolleg "Jugendhilfe im Wandel" bietet herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen ein forschungsorientiertes Studienprogramm an, mit dem geplante Promotionsvorhaben in einer theoretisch und empirisch fundierten Weise weiterentwickelt, begleitet und in einen konzeptionell-systematischen Zusammenhang gestellt werden können."
Ähnliche Rahmenbedingungen bietet der Graduiertenstudiengang "Bruchzonen der Globalisierung" der Universität Leipzig: http://www.uni-leipzig.de/ral/gchuman/index.php?option=com_content&task=view&id=11&Itemid=9: "Das Graduiertenkolleg analysiert Globalisierungsprozesse anhand der in ihnen entstehenden Bruchzonen. Wir bezeichnen damit jene historischen Räume, Momente und Arenen von Globalisierung, in denen um die Herstellung neuer Raumbezüge gerungen wird. ... Die Bruchzonen erzeugen spezifische Ressourcen für soziales und kulturelles Handeln."
Graduiertenkollegs an Fachhochschulen gibt es inzwischen auch: Die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin KHSB hat das Promotionskolleg "Soziale Professionen und Menschenrechte" eingerichtet. Das Promotionskolleg will insbesondere FH-Absolvent/inn/en aus dem Sozial- und Gesundheitswesen fördern. Im Rahmen des Promotionskollegs werden auch Promotionsstipendien an Frauen vergeben: http://www.khsb-berlin.de/promotionskolleg.
Promovieren in den Gesellschaftswissenschaften als Promotionsprogramm kann man auch in Duisburg: Statt der Einzelbetreuung durch Erst- und Zweitgutachter/in eine Kooperation zwischen Kolleg/inn/en einer Universität und einer FH, siehe http://www.uni-due.de/dok-net/promotionsprogramm2.shtml mit weiteren hilfreichen Hinweisen.
Zuletzt sei auf den Graduiertenstudiengang für sozialpolitische Themen in Bremen an der International Graduate School of Social Science, abgekürzt: BIGSSS verwiesen http://www.bigsss-bremen.de/, die mit dem Zentrum für Sozialpolitik http://www.zes.uni-bremen.dezusammenarbeitet.
3.7 Nachwuchsförderung des BMBF
Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht Promotionsförderung im Kontext Sozialer Arbeit. Derzeit lief gerade die Anmeldefrist zu einem Rahmenprogramm der empirischen Bildungsforschung ab, weitere Programme sind zu erwarten. In http://www.bmbf.de/de/4630.phpist ein Forschungsschwerpunkt Migration zu finden. Gelder für Drittmittelstellen finden sich unter http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/, wenn die entsprechende Hochschule ein Forschungsprojekt entwickelt.
3.8 Studium und Promotion in Kooperation mit ausländischen Universitäten
- Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt im Ausland Forschungsvorhaben und Promotionen (z. B. an einer englischen Universität): http://www.daad.de.
- Stipendien für Studium/Promotion in den USA sind als Fulbright-Stipendien: http://www.fulbright.de/home.htmlmöglich. Unter http://www.fulbright.de/tousa/stipendien.htmlist ein eigener Abschnitt zu Stipendien für FH-Absolvent/inn/en zu finden.
- Wie INDOOSOW (s.o). unterstützt z.B. die Hochschule Hannover in einem Graduiertenprogramm mit einer schottischen Universität die Promotion: http://www.fh-hannover.de/service/events/sys/ss-2010/2010-05-07-phd-studienprogramm-an-der-fhh/index.html.
3.9 Verstreute Hinweise
- Datenbanken für Stipendien aus allen Fachbereichen sind in http://www.uni-leipzig.de/ral/stipendienauss.htmlgesammelt. Weitere Förderinstitutionen sind an der Universität Kassel präsent http://www.owwz.de/funding_programms.html?&L=1. Auch diese Sammlung ist sehr breit, für das eigene Vorhaben passende Institutionen müssen darin gesucht werden. Eine Fördermittelrecherche ist unter http://www.kisswin.de/index.php?id=8zu finden, Stipendien unter http://www.kisswin.de/nc/de/foerderung/stipendien-und-preise.html. Weitere Übersicht über Stipendien finden sich im "Stipendienlotse" des BMBF: http://www.stipendienlotse.de/.
- Übersicht über alle Graduiertenschulen (auch außerhalb der Sozialen Arbeit) siehe http://www.bmbf.de/de/1321.phpund http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/koordinierte_programme/graduiertenkollegs/liste/gk_gesamt.html; sie sind punktuell für Themen aus der Sozialen Arbeit relevant.
- Landesgraduiertenstipendien werden über die Hochschulen vergeben - Sie sollten an den jeweiligen Hochschulen (auch Fachhochschulen) die Homepage konsultieren.
- Private Stiftungen unterstützen im Einzelfall und je nach Stiftungszweck auch Dissertationen aus der Sozialen Arbeit: http://www.stiftungsindex.de.
- Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Dissertation können als Werbungskosten unbegrenzt steuerlich abgesetzt werden, wenn der Doktortitel von erheblicher Bedeutung für die berufliche Entwicklung ist: http://www.bundesfinanzhof.de/www/entscheidungen/2005.3.16/6R7103.htmlFalls dieser Nachweis nicht zu erbringen ist, können die Kosten immerhin als Ausbildungskosten bis in Höhe von 4000 Euro pro Jahr geltend gemacht werden.
- Leider kostenpflichtig ist ELFI - Servicestelle für elektronische Forschungsförderinformationen. Zitat von der Homepage: "ELFI ist die Servicestelle für ELektronische ForschungsförderInformationen im deutschsprachigen Raum. Wir betreiben eine Datenbank, die Informationen zur Forschungsförderung sammelt und gezielt aufbereitet. Diese werden Wissenschaftlern, Forschungsreferenten, Studierenden sowie Unternehmen per Internet zur Verfügung gestellt." => http://www.elfi.ruhr-uni-bochum.de/.
4. Wo man sich als Promovend/in sehen lassen sollte: Kongresse, Workshops und Tagungen wichtiger Veranstalter
Übersicht:
4.1 Promotionskolloquium & Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit
4.2 Netzwerk Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung und Biografie
4.3 Zentrum für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung (ZSM)
4.4 Berliner Methodentreffen für qualitative Forschung
4.5 Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim
4.6 Workshops zur qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
4.7 Urlaubs-Kurse zur Biographieforschung und zur Objektiven Hermeneutik
4.8 ASH Berlin: Einführungen in die Forschung für Frauen
4.9 DGfE: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
4.10. Deutsche Gesellschaft für Soziologie
Eine Dissertation kann im Wesentlichen drei Ausrichtungen haben. Sie kann
a) historisch arbeiten,
b) neue theoretische Zusammenhänge stiften oder sich
c) empirisch (qualitativ und/oder quantitativ)
einem Phänomen der Sozialen Arbeit nähern. Vor allem die letzte Ausrichtung ist wichtig geworden, und die meisten der unten genannten Tagungen, Workshops und Kongresse widmen sich empirischen Forschungen. Auch an Universitäten werden nicht immer ausreichende Ausbildungen für Forschungsmethoden angeboten, so dass sich überregionale Workshopangebote in den letzten Jahren etablieren konnten. Man profitiert, wenn man in diesen Kontexten den Stand der eigenen Arbeit oft mit den Gründer/inne/n der Forschungsmethoden diskutieren kann, aber auch, wenn man sieht, wie andere Promovend/inn/en ihre Dissertation planen und durchführen (und welche Schwierigkeiten sie haben ...). Die Veranstaltungen der DGSA (4.1), des Netzwerks Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung und Biographie (4.2) und der ASH Berlin (4.8) richten sich explizit an Vertreter/innen der Sozialen Arbeit, die anderen meist an ein breites Publikum. Man erfährt von diesen Veranstaltungen, indem man an den relevanten Mailinglisten teilnimmt (s. Abschnitt ' Kontakte'), oder probiert die folgenden Links durch:
4.1 Promotionskolloquium & Tagungen der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit
Dieses Promotionskolloquium ist das älteste bis heute dauerhaft existierende in der Sozialen Arbeit mit FH-Bezug. Es findet zweimal im Jahr statt, im Frühjahr in Freiburg, koordiniert von Prof. Dr. Albert Mühlum und Prof. Dr. Björn Kraus, im Herbst in Berlin, koordiniert von Prof. Dr. Albert Mühlum und Prof. Dr. Silke Gahleitner. Von der Einführung in das Promovieren bis zur Darstellung der fertigen Arbeit ist das Programm in der Regel breit angelegt. Einladungen und Protokolle bisheriger Kolloquien finden sich unter: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/v2/dgsa_kolloquium/index.html. Kontakt: Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA, Postfach 1129, 74370 Sersheim, Tel: 07042/3948 Fax: 07042/815540, E-Mail: dgsa@dgsainfo.deoder: Prof. Dr. Albert Mühlum, Hauptstr. 58, 64625 Bensheim, a.muehlum@t-online.de. Die DGSA richtet darüber hinaus einmal im Jahr eine größere Tagung aus, auf der fortgeschrittene Arbeiten vorgestellt werden können http://www.dgsainfo.de/veranstaltungen.html.
4.2 Netzwerk Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung und Biografie
Das Netzwerk für rekonstruktive Sozialarbeitsforschung und Biografie ordnet sich im engeren Sinn hermeneutischen und neuerdings weiter gefassten qualitativen Forschungsverfahren zu: http://www.rekonstruktive-sozialarbeitsforschung.de, Mailingliste: net.rekonsobi@fh-bielefeld.de. Das Netzwerk veranstaltet jährlich eine Tagung und ein größeres einführendes Workshoptreffen.
4.3 Zentrum für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung (ZSM)
Qualitativ orientiert ist das Zentrum für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung (ZSM, ehemals ZBBS) in Magdeburg http://www.uni-magdeburg.de/zsm/. Die Workshoptagung, in der Regel im Februar, diskutiert laufende Projekte; Anmeldung ist meistens ab September. Kontakt: zsm@ovgu.de.
4.4 Berliner Methodentreffen für qualitative Forschung
Das "Berliner Methodentreffen qualitative Forschung" (BMT_QF) ( http://www.berliner-methodentreffen.de/index.php) ist die methodisch offenste und größte Veranstaltung. Die Anmeldung (meistens Februar/März) ist schnell ausgebucht, das Treffen findet an einem Wochenende Juni-August statt, vgl. http://www.berliner-methodentreffen.de/ablauf/. Träger ist das Institut für qualitative Forschung http://www.qualitative-forschung.de/(dort auch weitere Ressourcen).
4.5 Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim
Stärker quantitativ orientiert ist das "Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen" (ZUMA) in Mannheim (http://www.gesis.org/ZUMA/index.htm) (fortlaufende Kurse).
4.6 Workshops zur qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
Philipp Mayring hat die qualitative Inhaltsanalyse weiterentwickelt und im deutschen Sprachraum eingeführt. Er gibt Kurse in der Nähe von Klagenfurt / Österreich, aber auch an anderen Orten: http://qualitative-inhaltsanalyse.uni-klu.ac.at/.
4.7 Urlaubs-Kurse zur Biographieforschung und zur Objektiven Hermeneutik
In der Regel in der Inter-University Center Dubrovnik finden Kurse zu den beiden genannten Richtungen statt; die letzte Tagung ist hier zu finden: http://www.qualitative-research.net/fqs/conferences/Dubrovnik_07.pdf.
4.8 ASH Berlin: Einführungen in die Forschung für Frauen
Einmal im Jahr findet an der ASH in Berlin eine Einführungsveranstaltung in das Vorgehen bei einer Dissertation statt, dann auch ein Workshop, welcher Forschungsmethoden vorstellt. Anmeldungen: Alice-Salomon-Hochschule Berlin, University of Applied Scienes, Büro der Frauenbeauftragten (Raum 320 oder 322), Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, Telefon 030-99245-320 oder 322, frauenbeauftragte@asfh-berlin.deoder morgenstern@verwaltung.asfh-berlin.de.
4.9 DGfE: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
Die DGfE zeigte sich auf ihrer Tagung zum Promovieren im Mai 2008sehr sozialarbeits- und FH-unfreundlich. Bei einem stärker sozialpädagogisch oder erziehungswissenschaftlich ausgerichteten Forschungsschwerpunkt kann die Beschäftigung mit dieser Gesellschaft eventuell nötig sein. Der letzte Kongress ist zu besichtigen unter http://www.dgfe2008.de, die Gesellschaft ist unter http://www.dgfe.de/zu finden.
4.10 Deutsche Gesellschaft für Soziologie
Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS), http://www.soziologie.de/richtet alle zwei Jahre einen großen Kongress aus, in dessen Nischen Themen der Sozialen Arbeit diskutiert werden. Insbesondere in den verschiedenen Sektionen der DGS http://www.soziologie.de/index.php?id=3sind Ansprechpartner für speziellere Forschungsfragen notiert. Weitere Tagungen sind unter http://www.soziologie.de/index.php?id=4gelistet.
5. Wer schreibt, der bleibt: Publikations- und Recherchemöglichkeiten in der Sozialen Arbeit
Übersicht:
5.1 Klassische Printzeitschriften
5.2 Open Access-Zeitschriften und andere Internet-Quellen: Freies Lesen
5.3 Datenbanken zur Recherche und zum Download
Es hilft bei der Planung einer Dissertation, wenn man in den Kreislauf des Lesens, Schreibens und Veröffentlichens möglichst frühzeitig kommt. Das wird in der Sozialisation an einer FH selten gefördert, und die folgenden Übersichten von Zeitschriften sind dazu gedacht, das eigene Publizieren anzuregen und Hilfen für das Recherchieren zu geben.
Vorher noch zwei Hinweise:
a) Wenn Sie über ein spezielleres Thema in der Diplomarbeit geschrieben haben oder dies für die Dissertation vorhaben (z. B. über Suizid und Suizidgefahr in der E-Mail-Beratung), dann lohnt es sich, nach spezifischen Zeitschriften zu schauen, die sich diesem Thema gewidmet haben. Solche Zeitschriften erscheinen in der Regel seltener, sind aber für die Fachkommunikation unentbehrlich.
b) Sie müssen zwei Typen von Zeitschriften unterscheiden: die klassischen Printzeitschriften und die neueren online-Zeitschriften, letztere sind oft kostenfrei zugänglich und haben sich vor allem für spezielle Fachdiskussionen etabliert.
5.1 Klassische Printzeitschriften
- BIOS. Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen. http://www.budrich-verlag.de.
- Blätter der Wohlfahrtspflege: http://www.wohlfahrtswerk.de/wohlfahrtswerk.php?seite=/p- blaetter.
- Budrich-Verlag: Elf sozialwissenschaftliche Zeitschriften des Budrich-Verlags (http://budrich-journals.de) sind seit 15.1.2010 nicht nur als Print-Ausgaben, sondern auch als Online-Journale zugänglich. Zum Teil sind die Artikel kostenpflichtig, zum Teil Open Access, zum Teil zunächst kostenpflichtig und später kostenfrei: BIOS - Zeitschrift für Biographieforschung, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, der moderne staat - Zeitschrift für Public Policy, Recht und Management, femina politica - Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft, FGS - Freiburger Geschlechter Studien, GENDER - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur, Gesellschaft, Gesellschaft. Wirtschaft. Politik (GWP), Politics, Culture and Socialisation PCS, ZfF - Zeitschrift für Familienforschung, Zeitschrift für Politische Theorie, ZQF - Zeitschrift für Qualitative Forschung.
- Corax - Magazin für Kinder- und Jugendarbeit (Sachsen) http://www.rabenstueck.de.
- Der pädagogische Blick. Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis in pädagogischen Berufen. http://www.juventa.de.
- Drei auch für die Soziale Arbeit relevante Zeitschriften erscheinen im Psychiatrie-Verlag: Psychosoziale Umschau, Sozialpsychiatrische Informationen, Recht & Psychiatrie, siehe: http://verlag.psychiatrie.de/zeitschriften/.
- European Journal of Social Work http://www.tandf.co.uk/journals/titles/13691457.html.
- Handlung Kultur Interpretation. Zeitschrift für Sozial- und Kulturwissenschaften: https://ssl.humanities-online.de/download/hki_2003_2.html(2007 eingestellt).
- Klinische Sozialarbeit: http://www.klinische-sozialarbeit.de/. Eine Sonderausgabe ist als PDF zugänglich: http://www.klinische-sozialarbeit.de/KlinSa_Sonderausgabe%20Tagung_05.pdf.
- New Social Worker http://www.socialworker.com.
- Psychologie & Gesellschaftskritik: manchmal für die Soziale Arbeit brauchbar: http://www.pug-online.de/.
- Soziale Arbeit: http://www.dzi.de/sozialea.htm.
- Soziale Passagen: http://www.vsjournals.de/index.php.
- Soziale Welt: http://www.lrz-muenchen.de/~Soziale_Welt/.
- sozialersinn: http://www.sozialer-sinn.de/.
- Sozialextra: http://www.sozialextra.de/.
- Sozialmagazin. Die Zeitschrift für Soziale Arbeit. http://www.juventa.de.
- Sozialwirtschaft http://www.nomos-shop.de/productview.aspx?product=10357.
- Sucht, Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis, Neuland Verlag, Geesthacht, http://www.neuland.com/index.php?s=sxt&s2=med.
- Das "systemagazin" bietet vielfältige Ressourcen: http://www.systemagazin.de.
- THEORIE und PRAXIS der sozialen Arbeit (TuP): http://www.awo.org/index.php?id=tup.
- Überblick über sozialwissenschaftliche Titel und Themen: http://www.gesis.org/Information/Zeitschriften/index.htm; darin: "Zeitschriftenliste" anklicken oder: http://vt-www.bonn.iz-soz.de/pdf/Zeitschriften.pdf?lang=de.
- Übersichtslink beim Psychosozial-Verlag http://www.psychosozial-verlag.de/psychosozial/openjunixx.php?catp=4000&ojid=66503058ac6e9a9d332d17f5ded117ef.=> Die folgenden Zeitschriften sind mehrheitlich, aber nicht alle! psychoanalytisch orientiert: Psychosozial; Psychotherapie im Alter, Psychotherapie und Sozialwissenschaft, Perspektive Mediation, Zwischenschritte, Jahrbuch für psychoanalytische Pädagogik, Behindertenpädagogik
- Weitere Zeitungen bei Vandenhoeck & Ruprecht http://www.v-r.de/zeitschriften/500050/.
- WestEnd: Neue Zeitschrift für Sozialforschung http://www.ifs.uni- frankfurt.de/westend/index.htm.
- Widersprüche: http://www.kleine-verlag.de/static/zeitschriften/widersprueche.html.
- Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. http://www.zfe-online.de.
- Zeitschrift für Evaluation http://www.zfev.de.
- Zeitschrift für Heilpädagogik - http://www.verband-sonderpaedagogik.de.
- Zeitschrift für Migration und Soziale Arbeit. http://www.juventa.de.
- Zeitschrift für Sozialpädagogik. http://www.juventa.de.
- Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation. http://www.juventa.de.
- ZQF. Zeitschrift für Qualitative Forschung (vorher: ZBBS). http://www.budrich-verlag.de.
5.2 Open Access-Zeitschriften und andere Internet-Quellen: Freies Lesen
Diese Zeitschriften erscheinen nur im Internet und sind meistens dem Open Access-Gedanken verpflichtet, d.h. die Aufsätze werden kostenfrei und ohne Gewinnabsichten (wie sie ein gewerblicher Verleger einer Zeitschrift haben muss) publiziert. Eine allgemeine Übersicht für die Sozialwissenschaften findet sich unter: http://open-access.net/de/oa_in_verschiedenen_faechern/sozialwissenschaften, die im Folgenden ergänzt und gegliedert wird.
5.2.1 Soziale Arbeit und Beratung
- social.net: Größte Sammlung von Buchrezensionen im deutschsprachigen Raum zur Sozialen Arbeit mit guter Suchfunktion: http://www.socialnet.de/rezensionen/.
- Social Work and Society, herausgegeben u. a. von H.U. Otto http://www.socwork.net/separates Neuigkeiten-Magazin: http://www.socmag.net.
- The International Scope Review: http://www.socialcapital-foundation.org(Link "journal")
- E-Beratungsjournal.net: Fachzeitschrift für Online-Beratung und computervermittelte Kommunikation: http://www.e-beratungsjournal.net/.
- fqs 9(1) ist mit einigen Aufsätzen zur Verbindung von Sozialer Arbeit, qualitativer Forschung und Biographieforschung spannend: http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-d/inhalt1-08-d.htm.
- sozialraum.de: Austausch zu sozialräumlichen Konzepten und Projekten im Bereich der Sozialen Arbeit http://www.sozialraum.de.
- soziales_kapital: Online-Zeitschrift der österreichischen Fachhochschulen http://www.soziales-kapital.at.
5.2.2 Qualitative Forschung, Evaluation, Umfragen
- Forum qualitative Sozialforschung: http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs.htm. Die Zeitschrift bietet den Service an, eine Heftübersicht per Mail bei Erscheinen einer Ausgabe zu bekommen: http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/information/readers.
- the qualitative report: http://www.nova.edu/ssss/QR/index.html.
- Journal of MultiDisciplinary Evaluation: http://survey.ate.wmich.edu/jmde/index.php/jmde_1/index.
- The Evaluation Exchange, XI(2), Issue Topic: Evaluation Methodology: http://www.gse.harvard.edu/hfrp/eval.
- Survey Research Methods: http://esra.sqp.nl/esra/journal/.
- Gesprächsforschung: http://www.gespraechsforschung-ozs.de/.
- Die Deutsche Gesellschaft für Evaluation bietet viele Ressourcen an: http://www.degeval.de.
5.2.3 Erziehungswissenschaft, Medienpädagogik, E-Learning, Didaktik
- Issues In Educational Research: http://education.curtin.edu.au/iier/iier.html.
- bildungsforschung (biografisch orientiert) http://bildungsforschung.org.
- Übersicht über alle erziehungswissenschaftlichen Open-Access-Zeitschriften: http://open-access.net/de/oa_in_verschiedenen_faechern/erziehungswissenschaften.
- Medienpädagogik: http://www.medienpaed.com/.
- International Review of Research in Open and Distance Learning: http://www.irrodl.org/.
- M/C - Media and Culture, 8(2): http://journal.media-culture.org.au/.
- eleed: journal on e-learning and education, http://eleed.campussource.de/Aktuelle_Ausgabe/.
- sowi-online. Onlinejournal für die Didaktik der Sozialwissenschaften http://www.sowi-online.de/.
5.2.4 Behindertenpädagogik
- Digitale Volltextbibliothek Behindertenpädagogik: http://bidok.uibk.ac.at/.
- Zeitschrift Behinderung und Dritte Welt: http://www.zbdw.de/projekt01/index.php.
- Heilpädagogik online: http://www.heilpaedagogik-online.com.
- Heilpädagogik und Inklusion: http://www.inklusion-online.net/.
- Forum - Online-Magazin für Behinderte http://cebeef.com.
5.2.5 Demografie
- Demographic Research, neue Art.: http://www.demographic-research.org.
5.2.6 Medizin, Psychiatrie, Psychologie
- Journal of Psychiatry and Neuroscience, Volumes 16-24 (1991-1999) http://www.pubmedcentral.gov/tocrender.fcgi?journal=119&action=archive.
- Philosophy, Ethics, and Humanities in Medicine http://www.peh-med.com/.
- Übersicht psychologischer online-Zeitschriften: http://www.zpid.de/redact/category.php?cat=292.
- GMS Psycho-Social-Medicine http://www.egms.de/en/journals/psm/index.shtml.
- Allgemeine Übersicht über Open Access in der Psychologie: http://open- access.net/de/oa_in_verschiedenen_faechern/psychologie/.
- Allgemeine Übersicht über Open Access in der Medizin: http://open- access.net/de/oa_in_verschiedenen_faechern/medizin/.
5.2.7 Soziologie
- qualitative sociology: http://www.qualitativesociologyreview.org/ENG/index_eng.php.
- Tempo Social. http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_serial&pid=0103-2070&lng=en&nrm=iso.
5.2.8 Gender
- Querelles-Net, der Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung, mit dem Schwerpunkt Geschichte http://www.querelles-net.de/.
5.2.9 Rechtswissenschaft, Kriminologie
- Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe vom Bundesanzeigerverlag (ist als Fusion aus "Zentralblatt für Jugendhilfe" und "Kindschaftsrechtliche Praxis" entstanden): http://www.zkj-online.de/. Call for papers und Tagungshinweise im kriminologischen Kontext finden sich unter http://www.giwk.de, immer wieder interessant zudem: http://criminologia.de: ein Blog zu kriminologischen und kriminalpolitischen Themen.
5.3 Datenbanken zur Recherche und zum Download
Datenbanken nützen für die Recherche nach Promotionen, weil Dissertationen in der Regel schwerer zu finden sind als andere Literatur. Für Promovierende sind sie aber doppelt nützlich, weil in ihnen der aktuelle Stand der Literatur ebenso zu erfahren ist wie der handwerkliche Blick sich üben kann: Wie machen es denn die anderen? Viele Dissertationen werden inzwischen auch als frei zugängliche PDF-Dateien von den Hochschulservern bereitgehalten. Mehrere Datenbanken erschließen explizit diese und andere Hochschulschriften:
- Projekt BASE der Universitätsbibliothek Bielefeld (Bielefeld Academic Search Engine) http://base.ub.uni-bielefeld.de/index.html.
- Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen MeIND - Metadata on Internet Documents http://www.meind.de.
- OPUS-Metasuche der Universität Stuttgart http://elib.uni-stuttgart.de/opus/gemeinsame_suche.php.
- OASE (Open Access Scientific Literature) http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/oase/Virtueller Katalog der UB Karlsruhe für frei zugängliche elektronische Texte (Dissertationen, Diplomarbeiten, Forschungsberichte und andere Publikationen) in den wichtigsten Hochschulschriftenservern in Deutschland und im Ausland.
- Viele (aber nicht nur) ältere gedruckte Aufsätze und Monographien sind durch das Social Science Open Access Repository (SSOAR) zugänglich gemacht worden. "SSOAR dient als frei zugänglicher Volltextserver der Umsetzung des sog. "grünen Wegs", eine Open-Access-Strategie, mittels der insbesondere Preprints und Postprints von Zeitschriftenbeiträgen, aber auch andere Dokumentarten elektronisch vorgehalten werden und für alle Interessierten frei zugänglich sein sollen." http://www.ssoar.info/de/home.html.
- DFG-Nationallizenzen für Zeitschriften gibt es auch für Privatnutzer: http://www.nationallizenzen.de/anmeldung/privatpersonen/s/ind_inform_registration, vergleiche den Artikel der taz-online: http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/freie-nutzung-auf-dem-eigenen-pc/.
- Universität Hannover, Forschungsportal http://www.forschungsportal.net.
- Die Online-Plattform libreka! des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ermöglicht eine titelübergreifende Volltextsuche nach Stichworten in derzeit publizierten Büchern (eine Konkurrenz zu einem ähnlichen Projekt von Google). Wie viele Seiten eines Buches zum Lesen freigegeben werden, bestimmt dabei der Verlag. => http://www.libreka.de.
- Übersicht europäischer Volltextdatenbanken: http://search3.driver.research-infrastructures.eu.
Die folgenden Links zu Datenbanken umfassen speziellere Bestände:
- Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ( http://www.dzi.de/index.htm) bietet neben einer Ausleihbibliothek auch eine umfangreiche Recherchemöglichkeit (http://www.dzi.de/bibthek.htm) an.
- Kostenpflichtig, aber unverzichtbar, weil eine der gründlichsten Datenbanken, daher an Bibliotheken aufsuchen: WiSo (Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Literatur) http://www.wiso-net.de.
- Vascoda: Online-Portal für virtuelle Fachbibliotheken. http://www.vascoda.de.
- Forschungsseite der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der HAWK: http://www.hawk-hhg.de/sozialearbeitundgesundheit/123544.php.
- Volltextdatenbank: National Institutes of Health (NIH) http://www.pubmedcentral.nih.gov/.
- Fachportal Pädagogik, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung http://www.fachportal-paedagogik.de/start.html. Daran angeschlossen ist FIS Bildung http://www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/fis_form.htmlverzeichnet Veröffentlichungen, zur Struktur des Bildungswesens und zur Pädagogik/Didaktik.
- Facheinstieg Pädagogik des Online-Tutorials LOTSE, Universität Münster http://lotse.uni-muenster.de/paedagogik/index-de.php.
- Rehadat http://db1.rehadat.deInformationssystem zur beruflichen Rehabilitation
- Virtuelle Fachbibliothek Sozialwissenschaften: http://www.vibsoz.de/vibsoz/index.htm.
- GESIS SocioGuide: Sozialwissenschaften: http://www.gesis.org/SocioGuide/index.htm, z.B. http://www.gesis.org/dienstleistungen/fachinformationen/datenbanken-informationssysteme/forschungsdatenbank-sofis/erhebung/ für laufende und kürzlich fertiggestellte Forschungsprojekte.
- Unter http://www.dhs.de/web/bibliothek/index.phpfinden Sie eine große suchtspezifische Bibliothek der Deutschen Hauptstelle gegen Suchtgefahren.
- ARCHIDO Archiv und Dokumentationszentrum für Drogenliteratur: http://www.archido.de/.
- Forum Gemeindepsychologie: http://www.gemeindepsychologie.de/.
- german medical science http://www.egms.de/en/(breit angelegt, auch Methodenfragen)
- MedPilot http://www.medpilot.de(Virtuelle Fachbibliothek Medizin. Medizinisches Informationsportal. - Recherche in diversen Literatur- und Faktendatenbanken sowie Katalogen)
- KrimDok ist ein bibliographisches Nachweissystem kriminologischer Literatur. Es enthält sowohl deutschsprachige als auch fremdsprachige kriminologische Literaturnachweise: http://www.ifk.jura.uni-tuebingen.de/krimdok/index.html.
- Elektronische Zeitschriftenbibliothek: Nachweis von elektronisch erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschriften, die Artikel im Volltext anbieten (zum Teil lizenzrechtlich auf bestimmte Bibliotheken beschränkt): http://rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/index.phtml.
- Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) http://www.dji.deunterhält mehrere Datenbanken zu Familie, Jugend, Gender, Kinder, ... siehe http://cgi.dji.de/cgi-bin/projekte/output.php?projekt=622.
- Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit http://www.iab.debietet mehrere Literaturdatenbanken rund um das Thema Arbeitsmarkt an: http://www.iab.de/de/informationsservice/informationssysteme.aspx.
- Das Statistische Bundesamt http://www.destatis.debietet unter https://www-genesis.destatis.de/genesis/online/logoneine Datenbank zum Zugriff auf seine Daten an, ferner einen Publikationsservice mit Downloadmöglichkeiten: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Publikationen/Publikationen.psml.
- Ein elektronisches Handbuch sozialwissenschaftlicher Erhebungsinstrumente (ZIS) und eines zu Erhebungsinstrumenten im Suchtbereich (EHES) sind zu finden unter http://www.gesis.org/dienstleistungen/methoden/spezielle-dienste/zis-ehes/.
- Das "Forum Gesundheitspolitik" ( http://www.forum-gesundheitspolitik.de/index.htm) stellt Abstracts aus relevanten wissenschaftlichen Untersuchungen z.B. zum Themenbereich "Epidemiologie, Soziale Lage, Armut, soziale Ungleichheit" und andere zusammen.
6. Promotion in Sozialer Arbeit nach FH-Studium: Regelungen und Bildungspolitik
Übersicht:
6.1 Promotionen an Fachhochschulen
6.1.1 Hochschulrektorenkonferenz zu Promotion nach FH-Abschluss
6.1.2 Fachbereichstag Soziale Arbeit zu Promotionen
6.1.3. Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): FH und Graduiertenkollegs
6.2. Allgemeine Hinweise für Promotionen an Fachhochschulen
6.2.1 Promotion in Deutschland im Spiegel internationaler Erfahrungen
6.2.2 Bericht der Bundesregierung zum wissenschaftlichen Nachwuchs
6.2.3 "Doktor auf Raten": Aufsätze statt Dissertation (Kumulative Dissertation)
6.2.4 Subjektive Notizen zur Tagung der DGfE: "Promovieren - aber wie?"
6.2.5 Das soziale Profil in der Begabtenförderung
6.2.6 Strukturierte Promotionsprogramme oder Individualpromotion
Die wichtigsten Regelungen für Sie als Promotionsinteressierte sind die Ihres Fachbereichs und die Promotionsordnung der Universität, an der Sie promovieren wollen. Die folgende Übersicht bietet Hintergrundtexte zur Debatte um Promotionen von FH-Absolvent/innen.
6.1 Promotionen an Fachhochschulen
6.1.1 Hochschulrektorenkonferenz zu Promotion nach FH-Abschluss
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich immer wieder des Themas angenommen. Unter http://www.hrk.de/de/service_fuer_hochschulmitglieder/151.phpfinden sich Broschüren für die spezifischen Erfahrungen mit Promotionen nach Fh-Abschluss, die auch anderweitige Resonanz finden: "HRK-Studie zeigt: Promotionen von Fachhochschulabsolventen nehmen zu ... " http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=5401. Die HRK hat in der Reihe "Beiträge zur Hochschulpolitik" als Band 3/2007 publiziert: "Ungewöhnliche Wege zur Promotion? Rahmenbedingungen und Praxis der Promotion von Fachhochschul- und Bachelor-Absolventen" (Dezember 2006). Kostenloser Bezug: http://www.hrk.de/de/berichte_und_publikationen/1227.php?id=1000000014bzw. Download: http://www.hrk.de/de/download/dateien/Beitr3-2007_Promotion_FH.pdf. Die HRK hat sich für die Gleichberechtigung von Universitäts- und Fachhochschul-Masterabschlüssen stark gemacht: http://www.hrk.de/109_3656.php?datum=103.+Senat+am+13.+Februar+2007. Unter http://www.hrk.de/de/download/dateien/HRK_Umfrage_Promotionen_FH_Absolventen_2009.pdffindet sich die jüngste HRK-Studie zu FH-Promotionen. Die Studie differenziert nur grob nach Bereichen - die Ingenieurwissenschaften haben in den Jahren 2006-2008 gegenüber 2003-2005 bei den Zulassungen zur Promotion wie bei erfolgten Promotionen zugelegt, die Rechts-, Wirtscchafts- und Sozialwissenschaften haben mehr Zulassungen erlebt, gleichzeitig weniger Promotionen abgeschlossen. Bei den insgesamt geringen Zahlen sind Interpretationen jedoch schwierig. Ostdeutsche Universitäten scheinen aufgeschlossener gegenüber FH-Absolvent/inn/en zu sein.
6.1.2 Fachbereichstag Soziale Arbeit zu Promotionen
Der Fachbereichstag Soziale Arbeit hat (FBTS) ist auf zwei Ebenen in der Förderung von Promotionen aktiv. Derzeit wird ein Qualifikationsrahmen der Sozialen Arbeit mit den Überlegungen zur Anforderung an alle drei Studienphasen (Bachelor, Master, Promotion) zusammengestellt: http://www.fbts.de/uploads/media/QRSArb_Version_5.1.pdf. Auf dem Fachbereichstag im 2008 in Lüneburg wurde ein Arbeitskreis Promotionsförderung eingerichtet, der allen Kolleg/inn/en aus den Fachbereichen offen steht, die Promotionen ihrer Absolvent/inn/en fördern. Derzeit wird rekonstruiert, welche Instrumente und Kooperationen die Fachbereiche zur Promotionsförderungen entwickelt haben und welche wünschenswert sind. Sprecherin des Arbeitskreises ist Prof. Dr. Sabine Mertel, Hochschule Zittau/Görlitz, FB Sozialwesen. Kontakt: s.mertel@hs-zigr.de.
6.1.3. Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): FH und Graduiertenkollegs
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft gibt Hinweise zur Beteiligung von Fachhochschulen an Graduiertenkollegs und Graduiertenschulen. Damit sind Benachteiligungen von FH-Dozent/inn/en zwar nicht abgeschafft, die explizite Erwähnung der Fachhochschulen sollte jedoch als Ermutigung gelesen werden ... http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/formulare/download/1_308.pdf.
6.2 Allgemeine Hinweise, die auch für Promotionen an Fachhochschulen relevant sind
6.2.1 Promotion in Deutschland im Spiegel internationaler Erfahrungen
Der Aufsatzband: "Quo vadis Promotion?" resultiert aus einer gemeinsamen Veranstaltung des Projekts Qualitätssicherung und der Servicestelle Bologna der Hochschulrektorenkonferenz. Download unter http://www.hrk.de/de/download/dateien/Beitr7-2007-QuoVadisPromotion.pdf; kostenlose Bestellung: http://www.hrk.de/de/berichte_und_publikationen/1227.php?id=1000000024.
6.2.2 Bericht der Bundesregierung zum wissenschaftlichen Nachwuchs
Im Grunde eine verheerende Bilanz: IDW: "Die Bundesregierung hat den ersten Bericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland (BuWiN) vorgelegt. Er informiert über Zustand, Bedingungen und Reformen der Nachwuchsförderung und die Situation junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. ... Die Hochrechnungen (ohne medizinische Promotionen) ergaben, dass etwa jedes dritte Promotionsvorhaben mit Erfolg abgeschlossen wird. Dass zwei von drei Doktorand/inn/en nicht den gewünschten Abschluss erreichen, sollte Anlass geben, über die zukünftige Gestaltung des Förderinstrumentariums nachzudenken, auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich eine weit über dem Durchschnitt liegende Promotionsquote aufweist." Die Studie kann unter http://www.kisswin.deheruntergeladen werden. Sie ist nur nach Fächergruppen gegliedert, die Soziale Arbeit oder die Sozialpädagogik werden nicht erwähnt. Immerhin auf S. 16 der Hinweis, dass ebenfalls ein Drittel aller FH-Absolvent/inn/en, die an Universitäten zur Dissertation zugelassen wurden, auch abgeschlossen haben - offen bleibt, ob das auf die Soziale Arbeit übertragen werden kann. Die Studie macht m. E. deutlich, dass im Kontext von Promotionen offenbar auch an den Universitäten Beratung fehlt: Beratung vor der Promotion, ob das Projekt und die Motivation stimmt; und Beratung im Laufe der Promotion.
6.2.3 "Doktor auf Raten": Aufsätze statt Dissertation.
"Kumulative Dissertation": Bislang führte eine große wissenschaftliche Arbeit zum begehrten Titel. Doch mehr und mehr junge Forscher promovieren mit einer Sammlung von Aufsätzen: http://www.zeit.de/2007/42/C-KumuDiss?page=all.
6.2.4 Subjektive Notizen zur Tagung der DGfE: "Promovieren - aber wie?"
Ich hatte die folgende Tagung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft 2008 besucht, um Möglichkeiten für Kontakte und Kooperationen für Promotionen von FH-Absolvent/inn/en auszuloten. Die folgenden Notizen sind meine sehr persönliche und sehr skeptische Einschätzung der Kooperationsbereitschaft der Erziehungswissenschaft und der universitären Sozialpädagogik. Zunächst skizziere ich die dreizehn Vorträge, bevor ich resümiere => http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/rundbrief_34.htm.
6.2.5 Das soziale Profil in der Begabtenförderung
Ergebnisse einer Online-Befragung unter allen Geförderten der elf Begabtenförderungswerke im Oktober 2008 sind unter http://www.his.de/pdf/21/Begabte-Bericht.pdfzu finden.
6.2.6 Strukturierte Promotionsprogramme oder Individualpromotion
In Deutschland ist die Individualpromotion üblich: Man arbeitet alleine und erarbeitet sich einen eigenen Bildungs- und Werkplan. Die Alternativen sind Promotionsprogramme, die einen äußeren Halt mit Angeboten (z.B. zu Forschungsmethoden und Theorien) geben wie z. B. in den angelsächsischen Ländern. Eine Studie von zur Doktorandenausbildung in Deutschland und USA empfiehlt angesichts der geschätzten Abbrecherquote von über 60 Prozent der Promotionen in Deutschland eine Änderung: Eva Bosbach: Von Bologna nach Boston? Perspektiven und Reformansätze in der Doktorandenausbildung anhand eines Vergleichs zwischen Deutschland und den USA. Leipzig: Akademische Verlagsanstalt 2009, ISBN: 978-3-931982-48-5. Eine Leseprobe sowie das Inhaltsverzeichnis finden Sie auf http://www.hof.uni-halle.de/dateien/Bosbach_Einleitung.pdf.
7. Die Suche nach Arbeitsstellen, die Wissenschaft und Soziale Arbeit verbinden
Absolvent/inn/en der Sozialen Arbeit (und der Heil- und Behindertenpädagogik) arbeiten an der Dissertation in der Regel neben der beruflichen Arbeit. Das ist (aus eigener Erfahrung ...) äußerst mühsam, sichert aber im Gegensatz zu reinen Universitätskarrieren die notwendige Feldkompetenz und fachliche Glaubwürdigkeit. Dennoch kann es sinnvoll und hilfreich sein, nach Praxiserfahrungen oder zwischendurch als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in eine von praktischen Handlungszwängen relativ befreite Position einzunehmen, die Raum für die wissenschaftliche Arbeit lässt. Aus diesem Grund werden Stellenhinweise an Hochschulen und in Forschungsprojekten in der Mailingliste gepostet. Es kam die Überlegung auf, die Stellenanzeigen aus zwei Internetportalen für wissenschaftliche Stellen auf unserer Homepage permanent zu übernehmen. Das würde aber einen deutlichen Mehraufwand nach sich ziehen, zudem müssten die Stellen breit gestreut werden. Wir schlagen daher vor, dass Interessierte sich auf ihre Themen und Interessen hin passende spezifische Suchagenten entwickeln. Dies ist auf den folgenden Portalen möglich:
- Academics.de: http://www.academics.de/wissenschaft/home.html.
- New-Prof.de: http://www.new-prof.de/index.php.
- Der "Wissenschaftsladen Bonn" hat einen eigenen Ansatz mit einer eigenen Publikation http://www.wila-bonn.de/, wo kein individueller Suchagent entwickelt werden kann.
- Das Deutsche Jugendinstitut DJI bietet häufig wissenschaftsorientierte Stellen mit einer hohen Überschneidung zu Themen der Sozialen Arbeit an, Dissertationen sind je nach Arbeitsplatz dort möglich: http://www.googlesyndicatedsearch.com/u/dji?q=stellenausschreibung&submit=suche.
In der Promotionsrundmail werden die in Mailinglisten kursierenden Stellenangebote gepostet.
Bartosch, Ullrich (2009): Promovieren, aber wie? Eine Sicht aus den Fachhochschulen. In: Erziehungswissenschaft, Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), 20(39), S. 91-103.
Bormann, Stefan; Klassen, Michael; Spatscheck, Christian (eds.) (2007). International Social Work. Social Problems, Cultural Issues and Social Work Education. Opladen: Budrich.
Bosbach, Eva (2009). Von Bologna nach Boston? Perspektiven und Reformansätze in der Doktorandenausbildung anhand eines Vergleichs zwischen Deutschland und den USA. Leipzig: Akademische Verlagsanstalt.
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Hrsg.) (2008). Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses (BuWiN). Berlin: Eigenverlag.
Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hrsg.) (2004). Strukturiert Promovieren in Deutschland. Weinheim: Wiley-VCH.
Engelke, Ernst; Maier, Konrad; Steinert, Erika; Borrmann, Stefan; Spatscheck, Christian (Hrsg.) (2007). Forschung für die Praxis. Zum gegenwärtigen Stand der Sozialarbeitsforschung. Freiburg: Lambertus.
Gahleitner, Silke Birgitta; Gerull, Susanne; Lange, Chris; Schambach-Hardtke, Lydia; Petuya Ituarte, Begoña; Streblow, Claudia (Hrsg.) (2008). Sozialarbeitswissenschaftliche Forschung. Einblicke in aktuelle Themen. Opladen: Budrich.
GEW (Hrsg.) (2005). Handbuch "Promovieren mit Perspektive". Bielefeld: Bertelsmann.
Keller, Ansgar (2009). Promotionsführer für Fachhochschulabsolventen: Möglichkeiten und Zulassungsverfahren für eine Promotion an 70 deutschen Universitäten mit Hinweisen für Absolventen von Masterstudiengängen sowie Berufsakademien und zur Promotion im Ausland, 9. Aufl. ISBN 978-3-931221-07-2, Bezug über den Buchhandel oder direkt: Steinbeis-Transferzentrum Berlin, Ahrweilerstr. 36, 14197 Berlin, bzw. Bestellung über Telefon: 030/ 44723945, Fax: 030/ 44723946 oder Mail: promotion-fh@web.de.
Keller, Ansgar (2009): Promotion mit FH-Abschluss. In: Die Neue Hochschule, 50(4-5), S. 22-23.
Mertel, Sabine (1999). Mit der Fachhochschule aus der akademischen Bildungsmisere?: Das Niedersächsische AssistentInnen-Programm: 'FH DoktorandInnen - Neue Wege in die Promotion'. FH-Journal Nordostniedersachsen, Heft 6, S. 12-15.
Mertel, Sabine; Karsten, Maria-Eleonora (2003). 'Eine wissenschaftliche Karriere gestalten' - Einblicke und Ausblicke in geschlechtergerechte Personalentwicklung im Spektrum biographischer Kompetenz und Institutionenkultur (m. M.-E. Karsten) In: Roloff, Chr./ Selent, P. (Hg.): Hochschulreform und Gender Mainstreaming. Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittaufgabe S. 295-315. Bielefeld.
Messing, Barbara; Huber, Klaus-Peter (2004). Die Doktorarbeit. Vom Start zum Ziel. Berlin: Springer.
Schmitt, Rudolf (2009). Hilfen über Hürden. Auch Fachhochschulabsolvent/inn/en der Sozialen Arbeit können promovieren. In: Blätter der Wohlfahrtspflege, 156(2), S. 70-72.
Stock, Steffen; Schneider, Patricia; Peper, Elisabeth; Molitor, Eva (Hrsg.) (2006). Erfolgreich promovieren. Ein Ratgeber von Promovierten für Promovierende. Berlin: Springer.
Tripodi, Tony; Potocky-Tripodim Miriam (2007): International Social Work Research. Issues and Prospects. New York: Oxford University Press.
Weinbach, Heike (Hrsg.) (2001) unter Mitarbeit von Susanne Gerull, Nele Kleyer−Zey, Dietke Sanders, Claudia Streblow: FachhochschulabsolventInnen promovieren! Ein Leitfaden für SozialarbeiterInnen und PflegewirtInnen. Download unter: http://www.asfh-berlin.de/uploads/media/leitfaden_promo_01.pdf.
Weiss, Idit; Welbourne, Penelope (eds.) (2007): Social Work as a Profession: A Comparative Cross-national Perspective. Birmingham: Venture Press.
Zentrum für Forschungskommunikation (2009). Promotion von Fachhochschulabsolventen in NRW - Wege in eine erfolgreiche Zukunft. 32 Seiten, ISBN 978-3-9812459-1-2. Projekt »Lebendige Forschung an Fachhochschulen in NRW« c/o zefo Zentrum für Forschungskommunikation, Fachhochschule Köln | KISD, Ubierring 40 | 50678 Köln, info@fachhochschulen-nrw.de, http://www.fachhochschulen-nrw.de.