Metapheranalyse nach Lakoff und Johnson



Hausarbeit im Studiengang

Sozialarbeit/ Sozialpädagogik


Seminar: Geistes- und humanwissenschaftliche Vertiefung

WS 2004/2005

Dozent: Prof. Dr. Schmitt


Hochschule Zittau/ Görlitz (FH)

Fachbereich Sozialwesen



Verfasserin: Miriam Grabovsky

Matrikel-Nr.: xxxxxx



Datum der Abgabe: 31. 01.2005




Metapheranalyse nach Lakoff und Johnson



Hausarbeit im Studiengang

Sozialarbeit/ Sozialpädagogik


Seminar: Geistes- und humanwissenschaftliche Vertiefung

WS 2004/2005

Dozent: Prof. Dr. Schmitt


Hochschule Zittau/ Görlitz (FH)

Fachbereich Sozialwesen



Verfasserin: Miriam Grabovsky


Datum der Abgabe: 31. 01.2005



1. Metaphernanalyse nach George Lakoff und Mark Johnson S. 1


2. Persönliches Vorgehen S. 4


3. Vorstellung des Analysetextes S. 4


4. Besitzmetaphorik S. 5

4.1. Untergruppe: Geben und Nehmen S. 5

4.1.1. Konzept: Unterstützung ist Geben. S. 6

4.2. Untergruppe: Quantifizieren S. 6

4.2.1. Konzept: Freundschaft ist eine Menge. S. 6

4.3. Konzept: Ängste sind ein Besitz. S. 6

4.4. Stärken und Schwächen der Besitzmetaphorik S. 7



Wegmetaphorik S. 8

5.1. Konzept: Freundschaft ist ein Weg. S. 8

5.2. Stärken und Schwächen der Wegmetaphorik S. 8


6. Metaphern des Arbeitens und Produzierens S. 9

6.1. Konzept: Pflichten und Aufgaben zu erfüllen heißt arbeiten. S. 9

6.2. Stärken und Schwächen der Metaphorik der Arbeitens und Produzierens S. 9


7. Behältermetaphorik/ Raummetaphorik S.10

7.1. Konzept: Bürokratisierung findet in einem Behälter statt. S.10

7.2. Untergruppe: Orientierungsmetaphorik S.10

7.3. Konzept: Freundschaft/ Unterstützung/ Ängste sind in einem Behälter. S.11

7.4. Konzept: Psychische Nähe ist räumliche Nähe. S.11

7.5. Stärken und Schwächen der Behälter- und Raummetaphorik S.11


8. Metaphern der sinnlichen Wahrnehmung S.12

8.1. Konzept: Ordnung nimmt man sinnlich wahr. S.12

8.2. Stärken und Schwächen der sinnlichen bzw. visuellen Wahrnehmung S.12


9. Metaphorik der körperlichen Haltung S.13

9.1. Konzept: Kommunikation ist körperliche Haltung. S.13

9.2. Konzept: Bürokratisierung ist eine körperliche Haltung. S.13

9.3. Stärken und Schwächen der Metaphorik der körperlichen Haltung S.13


10. Vergleich von metaphorischen Modellen:

Ergänzungen/ Gemeinsamkeiten/ Konflikte S.14


11. Fehlen von Metaphern S.15


12. Zusammenfassung S.16


Literaturverzeichnis


Anhang

A1 Interview

A2 Rohkonzept der Metaphern



1. Metaphernanalyse nach George Lakoff und Mark Johnson


In meinen Ausführungen beziehe ich mich auf das Werk "Leben in Metaphern" von Lakoff und Johnson.

George Lakoff ist Professor für Linguistik an der University of California, Mark Johnson ist Professor und Lehrstuhlinhaber für Philosophie der Southern Illinois University. "Beide Autoren haben in nachhaltiger Weise die Diskussion um die Metaphorik in verschiedenen Disziplinen angestoßen." (Schmitt 2003, S.2)


Lakoff und Johnson gehen grundsätzlich davon aus, dass sprachliche Bilder das Denken und Handeln jedes Menschen bestimmen und nicht nur allein in der Verbalisierung bestehen. Sie belegen, dass "menschliche Denkprozesse" (Lakoff/ Johnson 2000, S.14) metaphorisch ablaufen. "Metaphern, die auf kognitive Modelle verweisen, strukturieren unsere Erlebnisse mit der Umwelt." (Schmitt o.J., S.4 ). So denkt, reflektiert und handelt ein Mensch sogar nach einem System von metaphorischen Konzepten. (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.12) Ein metaphorisches Konzept ist systematisch aufgebaut, dem folgt, dass Sprache ebenfalls systematisch ist (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.15).

Selbst die einfachsten Alltagshandlungen, welche wir nicht einmal bewusst durchführen, werden durch unsere Konzeptsysteme bestimmt. Da Metaphern unsere Handlungen strukturieren, spiegeln sie sich selbst in unserer Kultur wider.(vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.13) Kostbare oder bedeutungsvolle Güter einer individuellen Kultur bzw. Gesellschaft werden in Metaphern gebettet und sind in allen praktischen Lebensbereichen wieder zu finden. So werden jene Güter, welche komplexen abstrakten Erfahrungsbereichen entstammen (vgl. Schmitt o.J., S.4), mit Gütern im metaphorischen Sinn aufs Engste miteinander verknüpft und somit bebildert. Sie strukturieren auf Basis dieser Verknüpfung sämtliches menschliche Handeln (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.16). Johnson und Lakoff gehen außerdem soweit zu erklären, dass die jeweilige Kultur uns "nötigt" unser Denken und Handeln in bestimmten Konzepten zu systematisieren. Zusammenfassend kann man sagen: Metaphorische Konzepte sind direkt an die Kultur gebunden.

Johnson und Lakoff haben zur Analyse von Konzeptsystemen eine Methode entwickelt, um die Struktur von Sprachbildern offen zulegen (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.12) und definieren die Metapher folgendermaßen: "Das Wesen der Metapher besteht darin, dass wir durch sie eine Sache oder einen Vorgang in Begriffen einer anderen Sache bzw. eines anderen Vorgangs verstehen und erfahren können." (Lakoff/ Johnson 2000, S.14). Wir handeln nach Metaphern, weil wir uns Handlungen in dieser Weise (bildlich) ausmalen. Die Verbalisierung ist ein Ausdruck unserer Konzeptsysteme. Da die metaphorischen Konzeptsysteme nicht offen liegen, kann man deren Wesen, welches unser Handeln bestimmt, nur durch die Analyse von Sprache aufdecken und untersuchen. (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.12/15) Das Vorliegen einer Metapher lässt sich oftmals schwer erkennen, durch Metaphern wird außerdem immer etwas verdeckt (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.19).

Ein Konzept beinhaltet nicht nur einen bestimmten Aspekt, sondern stets eine Vielzahl davon, welche sich nicht nur in einer Metapher bewegen, von denen jeder einzelne der Beachtung bedarf. Stützen wir uns dagegen nur auf einen Aspekt, wird unser Handeln einseitig und berechenbar. (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.18) Dies zeigt auf, dass eine sogenannte Strukturmetapher immer nur partiell und nicht absolut strukturiert ist, ein Teil eines Konzeptes passt deshalb niemals auf ein anderes metaphorisches Konzept (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.21).

Wenn wir Metaphern ableiten, können wir deren Aspekte und erweiterte Bedeutungen dafür erkennen (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.18-19). Es gibt Metaphern, welche unabhängig von Beteiligten und Kontext, in dem sie ausgedrückt werden, sind. Einige Metaphern sind individuellen Charakters, sie sind nur im Kontext sinnvoll und für alle verständlich. (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.19) Dort "spielt es eine große Rolle, wer den Satz sagt oder wer den Satz hört und welche (...) Einstellungen derjenige damit verbindet." (Lakoff/ Johnson 2000, S.20-21).

Neben den Strukturmetaphern gibt es nach Johnson und Lakoff noch eine weitere große Gruppe von Metaphern: die Orientierungsmetaphern, bei welchen die Konzepte wechselseitig aufeinander bezogen sind. Der Name bezieht sich auf die Orientierung in einem Raum, welche z.B. durch oben und unten benannt wird und einem Konzept eine räumliche Beziehung bieten. Ursprüngliche Grundlage bilden hierbei die physische und kulturelle Entwicklung des Menschen. (vgl. Lakoff/ Johnson 2000, S.22) Ein weiterer Metapherntyp sind nach den beiden Linguistikern Ontologische Metaphern, welche Abstrakte als Entität oder Materie beschreiben wie beispielsweise "Die Psyche ist ein Gefäß".

"Die Metaphernanalyse eröffnet den Zugang zu Praktiken des Alltags." (Schmitt 2003, S.11).



2. Persönliches Vorgehen


In meinem Verfahren der Metaphernanalyse habe ich als Grundlage sämtliche Metaphern, welche die Befragte benutzte, ausdifferenziert. Ich habe die Sprachbilder zuerst nach Quellen in Gruppen gegliedert und anschließend Zielen zugeordnet. Daraus wurden eindeutig Konzepte erkennbar, welche auch untereinander in Beziehung stehen.

Im Folgenden möchte ich nur einige Metaphern sowie Konzepte aufzeigen und mit ihnen arbeiten. Ich habe mich dabei auf jene beschränkt, welche am dominantesten waren. Die vollständige Auflistung der Metaphern befindet sich im Anhang.



3.Vorstellung des Analysetextes


Der von mir analysierte Text stammt aus einem Interview mit einer 17- jährigen Jugendlichen. Sie lebt derzeit in einer Jugendwohngruppe des xxxxer Kinderheimes. Inhaltliche Zielsetzung der Gruppe ist das Erlernen von Selbständigkeit in Hinsicht auf das nahestehende Verlassen der Jugendhilfeeinrichtung mit Beginn des 19. Lebensjahres.

Im Interview wurden Schwerpunkte auf das Zusammenleben der Jugendlichen in der Wohngruppe und die Zukunftsperspektiven bzw. – vorstellungen der Jugendlichen gelegt. Hinsichtlich dieser Schwerpunktsetzung möchte ich jedoch nur die Antworten der Befragten metaphorisch betrachten.



4. Besitzmetaphorik


Eine große Rolle scheint im Leben der Jugendlichen die Tatsache zu spielen, dass sie Besitzerin vorrangig ontologischer Objekte ist. Dazu benutzt sie zahlreiche metaphorische Redewendungen, einige seien hier genannt:

ich hab mehr Freiheiten; dann hab ich meine Ruhe; wenn man Fragen hat; hat dann auch nie immer Lust; das hab ich nicht so gerne; sie hat auch kein Problem; dass ich meine Lehre bekomme; jeder hat ein Einzelzimmer gekriegt; das gehört zum normalen Leben sowieso dazu;

bezugnehmend auf Zielbereich Freundschaft und Kommunikation: wir hatten auch schon einen großen Streit; ich tausch mich viel mit ihr aus; wir kriegen uns auch wieder ein; Anke gehört für mich zur Familie;

bezugnehmend auf Zielbereich Pflichten und Aufgaben: haben Pflichten; da hat jeder `nen andren Dienst;

bezugnehmend auf Zielbereich Bevormundung: Jetzt hast du aufzuräumen!; dass man das zu lassen hat;

intensiv bezugnehmend auf Zielbereich (Verlust)ängste: hätt ich das nie, da würd ein Stück bei mir fehlen; teilweise hab ich Angst, dass ich keinen mehr habe, den ich mal ansprechen kann; dass ich mal `nen Autounfall hab.


4.1. Untergruppe: Geben und Nehmen

Als Untergruppe differenziert "Geben und Nehmen" die Metapher des Besitzes. Man gibt etwas weiter, was man zuvor besessen hat, man nimmt etwas entgegen, um es anschließend zu besitzen:

ansonsten gibt’s das nie; es gibt auch andre, B. zum Beispiel; wo sie die Klamotten überhaupt her nehmen?; es gibt Erzieher;

bezugnehmend auf Zielbereich Unterstützung: gibt ihr Tipps; Rat geben.


4.1.1. Konzept: Unterstützung ist Geben.

Das Geben von Unterstützung bezieht sich auf die Funktion der Betreuer. In Gegenwart der Betreuer kann die Jugendliche noch die passive Rolle, die der "Empfangenden" oder "Nehmenden" einnehmen. Über dessen möglichen Verlust ist sie sich jedoch auch bewusst.



4.2. Untergruppe: Quantifizieren

Als weitere differenzierte Gruppe der Besitzmetaphorik steht das Quanti- fizieren vorrangig im Sinne "Besitz einer Menge":

ich hab ne ganze Menge dazu gelernt; ich find die einfach niedlich; ein paar Jahre als Erzieherin arbeiten; Familienleben bedeutet mir ne ganze Menge;

ein bissl Angst; die größte Angst;

bezugnehmend auf Zielbereich Freundschaft: wir hatten auch schon einen großen Streit; die Freundschaft schon ein bissl, na ja größer gemacht, also stärker geworden; sie weiß die größten Geheimnisse über mich; es ist mehr Freundschaft.



4.2.1. Konzept: Freundschaft ist eine Menge.

In diesem Konzept kommt eindeutig die Wertschätzung der Jugendlichen von Freundschaft zum Ausdruck. Freundschaft ist "groß" und "stark", bietet somit Unterstützung und Halt.



4.3. Konzept: Ängste sind ein Besitz.

Dieses Ziel würde ich als dominantestes im Interview bezeichnen, weil es in vielen Metaphoriken Ausdruck findet, besonders wird dies im Interview in den Zeilen 177 bis 184 deutlich. Die Jugendliche ist mit der Angst konfrontiert Dinge verlieren zu können. Diese Ängste beziehen sich eindeutig auf die Zukunft: zum einen auf das Verlassen der Gruppe und die damit verbundene fehlende Unterstützung durch die Betreuer und somit allein auf sich gestellt zu sein, zum anderen auf die Angst für Unglück. Auch die Metapher Leid spiegelt deren zentrale Rolle wieder, so verwendet die Jugendliche die Redewendungen: weil ich das auch nicht leiden kann und hab mich viel alleine gekümmert.



4.4. Stärken und Schwächen der Besitzmetaphorik

Stärken

In der Phrase "das gehört zum Leben dazu" erkennt die Jugendliche unabänderliche Gegebenheiten des Lebens an und nimmt diese auch an.

Stark bezieht sie sich ebenfalls auf emotionale Bindungen auf der Beziehungsebene, sie sagt über ihre Freundin "A. gehört für mich zur Familie".

Schwächen

Die Jugendliche definiert sich selbst über ihren Besitz nach dem Motto "Ich bin, was ich habe.".

Negativ ist die Verwendung des Verbs "haben" in der Imperativform, z.B. "Jetzt hast Du aufzuräumen!", was eindeutig Bevormundung ( hier vom Vater ausgehend) ausdrückt.

Im Konzeptbereich "Geben und Nehmen" kann man erkennen, dass es meist darum geht, dass andere Personen ihr etwas geben z.B. Tipps oder Ratschläge, sie nimmt an. Es stellt sich die Frage: Was gibt sie?

Nicht- Besitz ist katastrophal und nimmt erhebliche Ausmaße an: "hätt ich das nie, dann würd ein Stück bei mir fehlen".


5. Wegmetaphorik


Das Leben ist ein Weg im Sinne von "einen Weg begehen bzw. zurücklegen", auf dem man "Erfahrungen" macht:

aber geht schon; ich bin dann einfach weggegangen; ich gehe jetzt alleine einkaufen; ich geh wahrscheinlich ein Ängste; in die Kinderrichtung gehen; so soll das meinem Kind niemals ergehen; wo ich hingehen kann bei Problemen; schlechte Erfahrungen gemacht;

bezugnehmend auf Zielbereich Freundschaft: wir gehen einen Kompromiss ein; seit dem geht das mit uns; auskommen.



5.1. Konzept: Freundschaft ist ein Weg

Freundschaft ist gemeinsames Gehen und einander begleiten auf einem Weg. Die Wegmetaphorik wird hier in dem Zusammenhang benutzt, dass man sich wieder auf einem Weg zusammenfindet, wobei man zuvor "getrennte Wege gegangen" ist. Dies steht in enger Verbindung mit "Kompromissfindung".



5.2. Stärken und Schwächen der Wegmetaphorik

Stärken

Durch Gehen kommt man vorwärts. Abstrakte Dinge wie Freundschaft entwickeln sich weiter.

Schwächen

Die Metaphorik steht häufig in einem negativen Kontext: "aber geht schon", "ich geh wahrscheinlich ein" oder "schlechte Erfahrungen gemacht".


6. Metaphern des Arbeitens und Produzierens


Die Jugendliche bewegt sich ebenfalls im sprachlichen Bereich "Arbeit". So verbindet sie dies besonders mit "machen":

was ´ne Freundschaft halt ausmacht ; weil ich viel mit ihr mache; ich mach jetzt auch mehr alleine; Musik lauter machen; ich würd`s anders machen ;

intensiv bezugnehmend auf Zielbereich Pflichten und Aufgaben:

Küche machen müssen; Dienste machen, also Bad sauber machen, Flur sauber machen, Treppe machen; muss ja in der eigenen Wohnung auch gemacht werden; nicht schlecht gemacht; was ich besser machen könnte; warum machst es denn nicht so; jetzt musst das machen.



6.1. Konzept: Pflichten und Aufgaben zu erfüllen heißt arbeiten.

Gerade in Bezug auf die hauswirtschaftliche Pflichterfüllung benutzt die Jugendliche das Verb "machen". Jedoch würde ich dies nicht als außergewöhnlich bezeichnen. Sie vereinheitlicht lediglich vorrangig Putztätigkeiten in dem einen Wort "machen". Das könnte darauf hinweisen, dass solche Tätigkeiten ihr nicht viel "ausmachen".



6.2. Stärken und Schwächen der Metaphorik des Arbeitens und Produzierens

Stärken

Häufig beschreibt das Verb "machen" Tätigkeiten im Haushalt. "Etwas machen" bedeutet zupacken und fleißig sein.

Schwächen

In diesem Kontext sehe ich wenig Nachteile, evtl. könnte man erwähnen:

"Machen" in Bezug auf Freundschaft- Freundschaft wird zu produktorientiert wahrgenommen.


7. Behältermetaphorik/ Raummetaphorik


"Jeder Mensch ist ein Gefäß mit einer begrenzenden Oberfläche und einer Innen-außen- Orientierung." (Lakoff/ Johnson 2000, S. 38) Diese territoriale Orientierung projizieren wir auf unsere Umwelt. Aber auch dort wo keine physischen Grenzen bestehen, setzen wir welche:

da haben sie sich was einfallen lassen; gefällt mir sehr gut; da liegen die Klamotten in der einen Ecke; das würd ich nur in manchen Dingen so machen;

bezugnehmend auf Zielbereich Bürokratie: wenn man stirbt, hat man das im Prinzip nimmer; auf jeden Fall, das ist eigentlich nicht schlecht; Raum ist ein Behälter: da hab ich eigentlich nie aufgeräumt ; dass man Hausarrest gibt; von zu Hause raus.



7.1. Konzept: Bürokratisierung findet in einem Behälter statt.

Nur knapp, aber doch in einem ungewöhnlichen Zielbereich spricht die Jugendliche von Bürokratisierungselementen. Die Bürokratisierung könnte deshalb für sie einen abgeschlossenen Raum darstellen, mit dem sie nicht oder selten in Berührung kommt.



7.2. Untergruppe: Orientierungsmetaphorik

aufs Arbeitsamt muss ich ab und zu auch gehen;

einer Freundin anvertrauen (Ziel: Freundschaft); bin ich dann wieder zu ihr zurück ( Ziel: Freundschaft); da ist ja keiner dahinter (Ziel: Unterstützung; da sieht`s immer schön aus, da ist der T. bestimmt hinter ( Ziel: Unterstützung); ich brauch jemanden dabei (Ziel: Unterstützung); es gibt so ne Nachbetreuung (Ziel: Unterstützung); wovor ich Angst hab ist vorm Tod (Ziel: Ängste).



7.3. Konzept: Freundschaft/ Unterstützung/ Ängste sind in einem Behälter.

Die zentralen Begriffe "Freundschaft", "Unterstützung" und "Ängste" des Interviews werden noch einmal in der Raummetaphorik sichtbar. Sie stehen vorrangig in Verbindung mit räumlicher Orientierung. Die Verwendung in diesem Quellbereich könnte bedeuten, dass die Jugendliche Freundschaft und Unterstützung "unter Verschluss" halten möchte, so dass ihr diese nicht verloren gehen.



7.4. Konzept: Psychische Nähe ist räumliche Nähe.

Eine enge emotionale Bindung an Personen, die mit der Jugendlichen befreundet sind oder sie unterstützen, werden von ihr auch metaphorisch als räumlich sehr nah beschrieben. So steht der Unterstützer "hinter" oder "bei" einem und der Freund "zu" einem. So stehen sie sich sogar so nah, dass es manchmal "och Reibereien" (Z.46) geben kann.



7.5. Stärken und Schwächen der Behälter- und Raummetaphorik

Stärken

Ideenreich ist die Jugendliche, ihr "fällt öfter mal was ein".

Sie betont sehr die Beziehungsebene, Beisammensein mit Freunden und sich "anvertauen", und mit Erziehern, die "dahinter stehen", ist ihr immens wichtig.

Schwächen

Die extreme Ausrichtung auf Beziehungen könnte man aber auch negativ auslegen. So könnte man der Jugendlichen fehlende Selbständigkeit bzw. Abhängigkeit und Klammern an andere Personen andichten.


8. Metaphern der sinnlichen Wahrnehmung


da konnten wir uns überhaupt nicht mehr riechen;

visuelle Wahrnehmung: nicht mehr klar kommen; mit dem komm ich nicht so klar;

bezugnehmend auf Zielbereich Ordnung: bei der sieht’s auch nicht immer so ordentlich aus; da sieht’s manchmal aus; da sieht’s immer schön aus.



8.1. Konzept: Ordnung nimmt man sinnlich wahr.

Genauer müsste das Konzept heißen "Ordnung oder Unordnung sieht man". Hier ist eine passive Haltung zum Ordnunghalten interpretierbar. Die Jugendliche engagiert sich nicht aktiv um Ordnung zu "machen", sie beurteilt nur ob etwas ordentlich ist oder nicht. Ich kann übrigens bestätigen, dass sie im praktischen Leben nicht sehr ordnungsliebend ist.



8.2. Stärken und Schwächen der Metapher der sinnlichen bzw. visuellen Wahrnehmung

Stärken

"Klar kommen" heißt den Durchblick zu haben.

Schwächen

Fast ausschließlich benutzt die Jugendliche Redewendungen im negativen Kontext wie bei "nicht mehr riechen können" oder "nicht klar kommen". Diese werden im Zusammenhang mit Kommunikation und Zusammenleben genannt.

Es findet eine Teilung in zwei Lager statt: Leute, bei denen es (unordentlich) aussieht, und Leute, bei denen es schön aussieht.


9. Metaphorik der körperlichen Haltung


Unter "Körperlicher Haltung" meine ich Stellungen die ein Mensch einnehmen bzw. ausführen kann:

stur gestellt; Küche ordentlich zu halten; das liegt an; die (Freundschaft) wird sich sowieso halten; es selber feststellen;

bezugnehmend auf Zielbereich Bürokratisierung: Arzttermine selber einhalten; dass man auch einhält, von alleine aufzuräumen; Verbote aufstellen; Grenzen setzen;

bezugnehmend auf Zielbereich Kommunikation: mit den anderen verstehe ich mich auch gut; mit T. unterhalte ich mich; dass ich alleine dastehe ; T. versucht sich mit dem S. zu verstehen.



9.1. Konzept: Kommunikation ist eine körperliche Haltung.

Kommunikation nimmt innerhalb des Gruppenlebens "eine wichtige Position ein". "Verstehen" bedeutet die Position des anderen einzunehmen und aus dessen Blickwinkel die Welt zu betrachten. Innerliche Haltung gegenüber einer anderen Person und wie weit ich die dem anderen äußere hat auch immer etwas mit äußerlicher Haltung gemeinsam.



9.2. Konzept: Bürokratisierung ist eine körperliche Haltung.

Auch in dieser Metaphorik wird noch einmal die Bürokratisierung aufgegriffen. Sie steht häufig in einem negativen Kontext und wird verbunden mit Einschränkung, wie an den Substantiven "Grenzen" und "Verbote" ersichtlich.



9.3. Stärken und Schwächen der Metaphorik der körperlichen Haltung

Stärken

Der Wunsch nach Beständigem wie in "die (Freundschaft) wird sich sowieso halten".

Es ist wichtig sich mit den Mitbewohnern zu "verstehen", das bedeutet auch sich auf den anderen einlassen zu können sowie Beziehungen zu pflegen.

Schwächen

"Stur stellen" sowie das Einnehmen von starren Haltungen heißt festgefahren zu sein also auch nicht bereit sein Perspektiven zu wechseln.


10. Vergleich von metaphorischen Modellen


Ergänzungen

In den Antworten der Jugendlichen kann man sehr gut einander ergänzende Metaphern erkennen. So wird in der Arbeitsmetapher eine aktive Haltung aufgezeigt und in der Wahrnehmungsmetapher hauptsächlich mittels "sehen" eine passive Beobachterhaltung eingenommen.

Weiterhin vervollständigen sich die körperliche starre Haltung mit Bewegung in der Wegmetaphorik.

Das Konzept "Ängste sind ein Besitz" und die darin beinhaltende Verlustangst wird durch den Quellbereich (Verlorenes) "Suchen und Finden" (siehe Anhang) aufgewogen.

Gemeinsamkeiten

Psychische und räumliche Nähe in der Raummetaphorik ist gemeinsam mit der Metaphorik der Einheit (siehe Anhang), die besagt, dass zwei Menschen ein Ganzes bilden.

Wie bereits schon in der Besitzmetaphorik erwähnt stehen Ängste in Gemeinsamkeit mit der Metapher des Leids (siehe Anhang).

Die Verwendung der Quantifizierung innerhalb der Besitzmetaphorik steht in Verbindung mit der Raum- bzw. Behältermetaphorik, denn die Grenzziehung in dieser Orientierungsmetapher ist immer ein Akt des Quantifizierens.


Konflikte

Sich ergänzende Konzepte oder Metaphern könnte man ebenso auch als Konflikte auslegen. Die körperliche starre Haltung könnte man so auch als Gegensatz zur Bewegung in der Wegmetaphorik interpretieren und aktives Arbeiten als Gegensatz zu passivem Beobachten. Da ich aber eher zur Ergänzung tendiere, ergibt sich mir in der Konzeption ein rundes Bild.


11. Fehlen von Metaphern


Die Jugendliche benutzt zwar visuelle Metaphern jedoch keine Akustischen Metaphern.

Es wurden keine weiteren Metaphern der Entität außer "Das Leben bietet so viel" verwendet, in denen Abstrakte als Handelnde beschrieben werden. Vielleicht ist es der Jugendlichen sicherer, eventuell aufgrund bisheriger Erfahrung, Dinge selbst in der Hand zu haben sowie selbst bestimmen und handeln zu können.

Außerdem wird keine Temperatur- Metaphorik verwendet. Diese gerade im Zielbereich Liebe möglich anwendbaren Sprachbilder kommen nicht zum tragen, das Thema Liebe wird nicht oder nicht erwähnenswert angesprochen.

Einzig wird die Organische Metaphorik in dem Satz "Ich geh wahrscheinlich ein" aufgegriffen. Dieser Satz gehört jedoch zu den prägnantesten des Interviews.



12. Zusammenfassung


Der Inhalt der Befragung richtete sich auf zwei Aspekte aus: auf das Zusammenleben in der Wohngruppe und auf die persönlichen Zukunftsvorstellungen der Jugendlichen. In Bezug auf das Zusammenleben werden vor allen Dingen Themenbereiche wie Pflichterfüllung im Verb "machen", Freundschaft und Unterstützung durch "geben und empfangen" bebildert. Hinsichtlich der Zukunftsvorstellungen war die Angstthematik vor allem in der Besitzmetaphorik stark auffällig um die sich viele Gedanken kreisten, und die Wegmetaphorik im Sinne von "durch gehen kommt man vorwärts (in die Zukunft)".



Literaturverzeichnis


Lakoff, G. & Johnson, M. (2000): Leben in Metaphern: Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern (2. korrigierte Auflage). Heidelberg: Carl- Auer- Systeme Verlag.


Schmitt, R. (Ohne Jahre): Deutungsmuster, Metaphern und Reflexionskompetenz. Oder: Die Sozialpädagogik "da abholen, wo sie steht".


Schmitt, R. (2003, Mai). Methode und Subjektivität in der Systematischen Metaphernanalyse [54 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung/ Forum: Qualitative Social Research [On-line Journal], 4(1). Verfügbar über: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-03/2-03schmitt-d.htm [Zugriff: Dezember, 2004].




# Anmerkung: Interview von Rudolf Schmitt aus Arbeit aus Datenschutzgründen gelöscht.





Metaphorische Konzepte

- geordnet nach Quellen


Wiederholungen oder sinngleiche Passagen wurden nicht extra festgehalten.


Ausnahmen:


Seite 2:

wie bei den Hottentotten Z.65

mein Vater war extrem pingelig Z.87/88

mittlerweile Z.101


Seite 3:

rumschmeißen Z.110

Ordnungsfreak Z.115


Seite 4:

das ist Gewöhnungssache Z.183

andererseits bin ich froh Z.194/195

weil dann eben Z.137/138?

das ist los Z.199


Seite 6:

diese Vorschrift machen Z.273 Bürokratisierung



Krieg

durch die Trainingsgruppe bissl Freiheiten mehr gewinnen Z. 13/14 Freiheit

als hätte ne Bombe eingeschlagen Z.102 Ordnung

was den Stefan betrifft Z.130 Liebe/ Thema



Besitzmetaphorik

ich hab mehr Freiheiten Z.20 Freiheit

das gehört zum normalen Leben sowieso dazu Z.22/23 Leben

wir hatten auch schon einen großen Streit Z. 30 Freundschaft

wir kriegen uns auch wieder ein Z.30/31 Lebensbewältigung

jeder ein Einzelzimmer gekriegt Z.43/44 Wohnen

hab ich immer gesagt gekriegt Z.270 Bevormundung

haben Pflichten Z.51 Pflichten & Aufgaben

da hat jeder `nen andren Dienst Z.56 Pflichten & Aufgaben

Jetzt hast du auf zuräumen Z.76/77 Bevormundung

hat dann auch nie immer Lust Z.95 Vorlieben

sie hat auch kein Problem Z.96/97 Lebensbewältigung

dass sie mal aufzuräumen hat Z.99 Bevormundung

Anke gehört für mich schon zum Teil zur Familie Z.124 Freundschaft

ich tausch mich viel mit ihr aus Z.125 Kommunikation

hätt ich das nie, da würd ein Stück bei mir fehlen Z.149/150 Verluste

das hab ich nicht so gerne Z.181 Vorlieben

teilweise hab ich Angst Z.192 Ängste

dann hab ich meine Ruhe Z.195 Lebensgestaltung

wenn man Fragen hat Z.220/221 Lebensbewältigung

dass ich meine Lehre bekomme Z.237 Beruf

ich Kinder hab Z.247/248 Familie

dass man das zu lassen hat Z.273 Bevormundung

keinen mehr habe, den ich mal ansprechen kann Z.290 Lebensbewältigung

dass ich mal `nen Autounfall hab Z.304/305 Ängste Ängste sind ein Besitz.


Untergruppe:

Geben und Nehmen

ansonsten gibt’s das nie Z.77 Vorhandensein

es gibt auch andre, Danny zum Beispiel Z.101/102 Soziale Gemeinschaft

wo sie die Klamotten überhaupt her nehmen? Z.109 Besitz

es gibt Erzieher Z.142 Vorhandensein

gibt ihr Tipps Z.129 Unterstützung

Rat geben Z.155 Unterstützung Unterstützung ist Geben.


Untergruppe:

Quantifizieren

wir hatten auch schon einen großen Streit Z.30 Freundschaft

die Freundschaft schon ein bissl, na ja größer gemacht, also stärker geworden Z.33/34

Freundschaft

sie weiß die größten Geheimnisse über mich Z.125/126 Freundschaft

es ist mehr Freundschaft Z.132 Freundschaft

Freundschaft ist eine Menge

ich hab ne ganze Menge dazu gelernt Z.178/179 Lernen

ich find die einfach niedlich Z.244 Vorlieben

ein paar Jahre als Erzieherin arbeiten Z.245/246 Beruf

Familienleben bedeutet mir ne ganze Menge Z.252-154 Familie

ein bissl Angst Z.288 Ängste

die größte Angst Z.289 Ängste



Maß

mit Thomas unterhalte ich mich auch mal länger Z.128/129 Freundschaft

beziehungsmäßig Z.130 Liebe Freundschaft ist messbar.

freundschaftsmäßig Z.132 Freundschaft

als Erzieherin arbeiten, kindergartenmäßig Z.246 Beruf



Fäkalien produzieren

wir haben ein Haufen Mist zusammen gemacht Z.34 Freundschaft---Verbindung zu: nicht mehr riechen können



Arbeiten/ Produzieren

was ´ne Freundschaft halt ausmacht Z.36 Freundschaft

Küche machen müssen Z.52 Pflichten & Aufgaben

Dienste machen, also Bad sauber machen, Flur sauber machen, Treppe machen Z.55 Pflichten & Aufgaben

muss ja in der eigenen Wohnung auch gemacht werden Z.57 Pflichten & Aufgaben

nicht schlecht gemacht Z.62/63 Aufgaben

was ich besser machen könnte Z.91 Aufgaben

warum machst es denn nicht so Z.109 Aufgaben

Pflichten & Aufgaben zu erfüllen heißt arbeiten.

weil ich viel mit ihr mache Z.86 Freundschaft

was ich besser machen könnte Z.129/130 Aufgaben

warum machst es denn nicht so Z.155 Aufgaben

jetzt musst das machen Z.164 Bevormundung

ich mach jetzt auch mehr alleine Z.179 Selbständigkeit

Das Leben zu bewältigen heißt arbeiten.

Musik lauter machen Z.211 Freizeit

ich würds anders machen Z.263 Lebensgestaltung



Wegmetaphorik

wir gehen einen Kompromiss ein Z.43 Freundschaft

seit dem geht das mit uns Z.45 Freundschaft

auskommen Z.128 Freundschaft

aber geht schon Z.65 Lebensbewältigung

ich bin dann einfach weggegangen Z.79 Verlassen

ich gehe jetzt alleine einkaufen Z.197/180 Selbständigkeit

geh wahrscheinlich ein Z.193 Ängste

in die Kinderrichtung gehen Z.243 Beruf

so soll das meinem Kind niemals ergehen Z.257/258 Familie

wo ich hingehen kann bei Problemen Z.290/291 Unterstützung

in die Kinderrichtung gehen Z.243 Beruf

schlechte Erfahrungen gemacht Z.287/288 Lernen



Sinnliche Wahrnehmung

da konnten wir uns überhaupt nicht mehr riechen Z.42 Freundschaft

da hätt man sagen können Irrenanstalt Z.87 Psyche

bei der sieht’s auch nicht immer so ordentlich aus Z.93/94 Ordnung

da sieht’s manchmal aus Z.102 Ordnung

da sieht’s immer schön aus Z.114 Ordnung

Ordnung nimmt man sinnlich wahr.

Visuelle Wahrnehmung

nicht mehr klar komme Z.194 Lebensbewältigung

mit dem komm ich nicht so klar Z.145 Soziale Gemeinschaft



Physik und Technik

haben zwar och Reibereien Z.46 Freundschaft Freundschaft ist Technik.

stressig mit den Jungs, weil die mal auch richtig durchdrehen Z.24/25 Psyche

wir reißen uns am Riemen Z.69 Selbstbeherrschung

ich will jetzt abschalten Z.196/197 Entspannung

in der Wohnung muss es bei ihr auch klappen Z.997100 Wohnen



Kind ziehen

mit meinem Freund zusammenziehen Z.206/207 Wohnen

hier her gezogen Z.5/6 Wohnen

als Erzieherin arbeiten Z.246 Beruf

ich würd mein Kind nie streng erziehen Z.245/255 Familie



Behältermetaphorik/ Raummetaphorik

da haben sie sich was einfallen lassen Z.63 Ideen

gefällt`s mir sehr gut Z.19 Vorlieben

da liegen die Klamotten in der einen Ecke Z.107/108 Ordnung

das würd ich nur in manchen Dingen so machen Z.274 Lebensgestaltung

wenn man stirbt, hat man das im Prinzip nimmer Z.306/307 Bürokratisierung

Auf jeden Fall, das ist eigentlich nicht schlecht Z.63/64 Bürokratisierung

Bürokratisierung findet in einem Behälter statt.


Raum ist ein Behälter:

da hab ich eigentlich nie aufgeräumt Z.70 Ordnung

dass man Hausarrest gibt Z.255 Bevormundung

von zu Hause raus Z.264 Selbständigkeit

von alleine Z.165 Selbständigkeit

einer Freundin anvertrauen Z.152 Freundschaft- in Verbindung mit Reibereien, psychische Nähe ist räumliche Nähe.

ich brauch jemanden dabei Z.181 Unterstützung

es gibt so ne Nachbetreuung Z.219 Unterstützung

wovor ich Angst hab ist vorm Tod Z.298 Ängste



Orientierungsmetaphorik

bin ich dann wieder zu ihr zurück Z.44/45 Freundschaft

da ist ja keiner dahinter Z.100 Unterstützung

da sieht`s immer schön aus, da ist der Thomas bestimmt hinter Z.114/115 Unterstützung

aufs Arbeitsamt muss ich ab und zu auch gehen Z.168/169 Pflichten & Aufgaben



Einheit/ Ganzheitlichkeit eines Körpers

wir warn schon mal getrennt Z.41 Freundschaft

das hat sich dann alles wieder eingerenkt Z.44 Freundschaft

haben uns jetzt geeinigt Z. 98 Freundschaft

teilweise hab ich Angst Z.192 Ängste

hätt ich das nie, da würd irgendwo ein Stück bei mir fehlen Z.149/150 Verlust



Körperliche Haltung

stur gestellt Z.78 Innere Haltung

mit den anderen verstehe ich mich auch gut Z.126 Kommunikation

mit Thomas unterhalte ich mich Z.128 Kommunikation

dass ich alleine dastehe Z.291 Kommunikation

Thomas versucht sich mit dem Stefan zu verstehen Z.131

Kommunikation ist eine körperliche Haltung.

Arzttermine selber einhalten Z.163 Bürokratisierung

dass man auch einhält, von alleine aufzuräumen Z.164/165 Bürokratisierung

Verbote aufstellt Z.256 Bürokratisierung

Grenzen setzen Z.256 Bürokratisierung

Küche ordentlich zu halten Z.166 Pflichten & Aufgaben

das liegt an Z.221 Pflichten & Aufgaben

die (Freundschaft) wird sich sowieso halten Z.231 Bestehen- in Verbindung zu ziehen

es selber feststellen Z.269 Lernen


Suchen und Finden

weil ich’s einfach schöner finde Z.80 Vorlieben

ich find schon Z.132 Interesse

Thomas versucht Z.131 Anstrengung

wenn ich keine Arbeit find Z.283 Lebensunterhalt


Leid

weil ich das och nie leiden kann Z.97/98 Vorlieben

viel alleine gekümmert Z.177/178 Selbständigkeit


Wetter

ein Erzieher hereingestürmt kommt Z.198 Störung


Anfang und Ende

zum Schluss Z.201 Ziel: Zeitstrukturierung

ich wollte am Anfang Z.206

letzten Endes hab ich Z.271

alleine zum Schluss da stehen Z.289


Personifikation

das Leben bietet so viel Z.306 Das Leben ist eine Person.


Laute

einen Ton sagen Z.99 Kommunikation

den ich mal ansprechen kann Z.290 Kommunikation