Hochschule Zittau/Görlitz
Fakultät Wirtschafts- und Sprachwissenschaften
Fachbereich Sprachen

DEUTSCH ZUR VORBEREITUNG AUF DIE DSH/FSP

TEIL I


Lehrmaterial für den Deutsch-Unterricht in den Schwerpunktkursen TI und WW


Wichtige Adressen:
1. Website: www.hs-zigr.de/~bgriebel
2. E-Mail-Adresse: b.griebel@hs-zigr.de
Elementargrammatik:
Die folgenden elementaren Grammatik-Schwerpunkte werden zu Beginn des Semesters als bekannt vorausgesetzt.
Sie können sie auch mithilfe einer Grundstufen-Grammatik (z.B. Monika Reimann: Grundstufen-Grammatik für Deutsch als Fremdsprache, Hueber Verlag; ca. 20 €) oder im Internet auf den verlinkten Seiten wiederholt werden.
Sehr nützliche Webseiten zur Wiederholung der Elementargrammatik sind die Seiten
  • Canoo.net
  • Online-Deutschkurs


  • Themen:
    1. Deklination des Substantivs im Singular und Plural
    2. Adjektive
    3. Personalpronomen
    4. Possessivpronomen
    5. Relativpronomen
    6. Demonstrativpronomen
    7. Konjugation der Verben im Indikativ in allen Tempusformen
    8. Partizip II der Verben
    9. reflexive Verben
    10. trennbare Verben
    11. Vorgangspassiv
    12. Präpositionen
    13. Konjunktionen
    14. Attribute

    Der Fragesatz

    Welche Fragen können gestellt werden, damit Sie die folgenden Informationen als Antwort bekommen?

    (1) Antwort: "Morgen." ® Frage: "...?"
    (2) Antwort: "Ja." ® Frage: "...?"
    (3) Antwort: "Heute!" ® Frage: "...?"
    (4) Antwort: "Selbstverständlich!" ® Frage: "...?"

    Der Fragesatz I - Ergänzungsfragesatz

    Beispiele:
    (1) "Wann fährst du nach Dresden?"
    (2) "Wer fährt heute nach Dresden?"

  • Wann wird ein Ergänzungsfragesatz verwendet?

  • Welche Regeln für die Wortstellung können Sie in einer Ergänzungsfrage erkennen?

  • Warum werden Ergänzungsfragen oft auch als W-Fragen bezeichnet?


  • 1. Wie heißen die Fragewörter?


    Frage nach Fragewörter Formulieren Sie eine Beispielfrage zum Thema "Sprachen lernen"
    Personen Wer? Wer hat schon früher an einem Sprachkurs in Deutschland teilgenommen?
    Nicht-Personen/Sachen ... ...
    Ort ... ...
    Richtung ... ...
    Zeitpunkt ... ...
    Zeitdauer ... ...
    Zahl der Wiederholungen ... ...
    Beginn einer Handlung ... ...
    Ende einer Handlung ... ...
    Eigenschaft eines Gegenstandes ... ...
    Auswahl aus einer Menge ... ...
    Menge ... ...
    Ursache/Grund ... ...
    Art und Weise ... ...

    Lassen Sie die Fragen aus der Tabelle von Ihren Kommilitonen beantworten.

    2. Deklinieren Sie das Fragewort "Wer?".
    Wann werden diese deklinierten Formen verwendet?

    3. Deklinieren Sie das Fragewort "Was?"

    4. Verbinden Sie das Fragewort "Wer?" mit Präpositionen. Formulieren Sie kurze Fragesätze zum Thema "Sprachen lernen". Warum wird bei Fragen eine Präposition verwendet?

    Präposition Verb Informationen Beispielsatz
    mit lernen gestern; für Kontrollarbeit ...
    von bekommen Wörterbuch ...
    über informieren morgen; in Kurzvortrag ...
    bei treffen heute Abend; Vortrag vorbereiten ...
    für kaufen Übungsgrammatik ...
    über sprechen morgen; in deinem Vortrag ...
    zu gehen heute Abend; Klausur vorbereiten ...

    5. Was muss beachtet werden, wenn Sie das Fragewort "Was?" mit Präpositionen verwenden wollen?
    Bilden Sie mit den Fragewörtern und den Verben kurze Fragesätze, sodass die Wortgruppen die Antworten sind. (Tabelle)

    Wichtiger Wortschatz!
    Grenzen Sie die Bedeutung der Wörter voneinander ab.
    - der Schüler - der Student - der Studierende
    - der Mitschüler - der Kommilitone - der Mitstudent - der Kollege
    - die Schule - die Hochschule
    - die Klasse - die Gruppe

    Lückensätze:
    Setzen Sie in den folgenden Sätzen die Wörter aus dem Kästchen ein.

    (1) Auf der Seite "Schulfreundfinder.de" können Sie Ihre alten .................... finden.
    (2) Oft werden Hausaufgaben nicht gemacht, und das stört das Lernen und Lehren in .................... sehr.
    (3) Jetzt kann jeder nachsehen, wie viel sein .................... verdient.
    (4) Zwei von drei Jugendlichen beginnen nach .................... sofort eine Berufsausbildung.
    (5) Ferien im Ausland? Mit Sprachreisen für .................... ist das überhaupt kein Problem.
    (6) Die Zentrale Studienberatung (ZSB) berät Studieninteressierte, .................... und Absolventen zu allgemeinen Fragen rund um das Studium.
    (7) Die .................... in Ingolstadt vermittelt seit ihrer Gründung im Jahr 1994 Bildung in den Bereichen Technik und Wirtschaft.
    (8) Auf dieser Website könnt ihr euch über die wichtigsten Versicherungsarten informieren. Es soll in erster Linie vermittelt werden, welche Versicherungen für .................... wirklich wichtig sind.
    (9) "Hallo, liebe ...................., ich bin neu hier und würde mich freuen, wenn es hier vielleicht noch andere User gibt, die ab Oktober Architektur in Dresden studieren.
    (10) Im Sommersemester besuchte .................... zukünftiger Deutschlehrerinnen vom Kolleg für Fremdsprachen der Universität Lodz in Polen die Partnerstadt Stuttgart.
    (11) Nach einem gemeinsamen Foto mit dem Rektor wirst du mit deinen neuen .................... von Studenten aus höheren Semestern durch die Hochschule geführt.

    6. Öffentliche Einrichtungen
    Ordnen Sie die folgenden Einrichtungen den Oberbegriffen zu.
    Ergänzen Sie die Artikel.
    Erklären Sie kurz die Bedeutungen.

    Museum - Schwimmbad - Volkshochschule - Praxis - Kita - Kino - Gymnasium - Friedhof - Theater - Universität - Klinikum - Stadtarchiv - Altenheim

    Bildungseinrichtung kulturelle Einrichtung soziale Einrichtung Einrichtung des Gesundheitswesens

    7. Stellen Sie Fragen, sodass Sie mit den farbig hervorgehobenen Wortgruppen antworten können.

    (1) Gegenwärtig werden in Europa mehr als 70 Sprachen gesprochen.
    (2) Auch Grundkenntnisse in der lateinischen Sprache können sehr wichtig sein.
    (3) In den meisten naturwissenschaftlichen Fachgebieten erscheint die gesamte Fachliteratur auf Englisch.
    (4) Auf wissenschaftlichen Kongressen wird nur noch englisch gesprochen.
    (5) Für Studenten ist der Sprachunterricht an einer Hochschule die beste Möglichkeit, eine Sprache zu lernen.
    (6) Intensivkurse in den Semesterferien dauern drei oder vier Wochen.
    (7) Au-pair-Mädchen müssen die Kinder der Familie zur Schule fahren.
    (8) Die Studenten fahren zur Exkursion mit einem Bus nach Dresden.
    (9) Die Feststellungsprüfung kann maximal zweimal wiederholt werden.
    (10) Am Sprachenzentrum können Sie die englische, tschechische, polnische und spanische Sprache lernen.

    8. Ergänzen Sie die fehlenden Fragewörter.

    (1) .......... hat er das Fußballspielen gelernt? - Antwort: auf der Straße
    (2) .......... war eigentlich der Dreißigjährige Krieg in Europa? - Antwort: von 1618 bis 1648
    (3) .......... muss ich eigentlich gehen, wenn ich eine Ferienbescheinigung brauche? - Antwort: ins Sekretariat
    (4) Eine wichtige Frage in der Philosophie ist: .......... kommen wir und .......... gehen wir?
    (5) .......... sind Sie heute früh eine halbe Stunde zu spät gekommen? - Antwort: Ich habe meinen Wecker nicht gehört.
    (6) .......... kann ich mich informieren, wenn ich die Aufgabe nicht lösen kann? - Antwort: Sie können einen deutschen Studenten fragen.
    (7) .......... haben deine Eltern dazu gesagt, dass du in Deutschland studieren möchtest? - Antwort: Sie waren sofort einverstanden.
    (8) .......... kommen die Studenten aus deiner Gruppe? - Antwort: aus Marokko, Polen und China
    (9) .......... hat die Bibliothek freitags geöffnet? - Antwort: von 9 bis 16 Uhr
    (10) .......... Wörterbuch können Sie uns empfehlen? - Antwort: das "Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache"
    (11) .......... Programm ist "Word"? - Antwort: ein Textverarbeitungsprogramm
    (12) .......... Prozent muss ich in der Prüfung erreichen, um die DSH-2 zu schaffen? - Antwort: 67 Prozent

    9. Ordnen Sie den Fragen die richtigen Bezeichnungen zu. Informieren Sie sich auf der Webseite von Wikipedia - Die freie Enzyklopädie. In welchen Situationen können diese Fragen eingesetzt werden?

    Bezeichnungen:
    A) Kontrollfrage
    B) Gegenfrage
    C) Meinungsfrage
    D) Antwortfrage
    E) Rhetorische Frage
    F) Alternativfrage
    G) Suggestivfrage

    NR. FRAGE BEZEICHNUNG VERWENDUNG
    1 "Wie alt ich bin? Wie alt sind Sie denn?" Gegenfrage Wenn man eine Frage nicht beantworten will und eine Konfrontation mit dem Fragenden sucht.
    2 "Über welches Thema möchten Sie sprechen, über Thema A, B, C oder D?" ... ...
    3 "Sie kommen aus Indonesien, nicht wahr?" ... ...
    4 "Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie gestern krank waren?" ... ...
    5 "Was sagen Sie denn zu dieser Sache?" ... ...
    6 "Wollen Sie nicht auch die FSP bestehen?" ... ...
    7 "Sie haben sich doch schon über die FSP informiert, oder etwa nicht?" ... ...

    Grüßen

  • Informieren Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten, sich zu begrüßen bzw. zu verabschieden.


  • Aufgabe:

    Entscheiden Sie, welche Grüße in den Situationen möglich sind. Beachten Sie, dass es oftmals mehrere Varianten gibt.

    NR. SITUATION GRUSS
    0
    Sie sind am Morgen in Zittau auf dem Weg zum Unterricht und treffen einen Lehrer des Studienkollegs. "Guten Morgen!"
    1
    Sie haben um 9 Uhr nach der ersten Unterrichtsstunde Ihrem Lehrer eine Frage gestellt und verabschieden sich anschließend von ihm. "...!"
    2
    Sie kommen zu spät in eine Vorbesprechung über ein Praktikum. "...!"
    3
    Sie fahren nach München und fragen um 19.00 Uhr auf dem Bahnhof einen Bahnbeamten nach dem Weg zur U-Bahn. "...!"
    4
    Sie haben sich sehr spät mit einem Studenten zu einer Besprechung über Ihre Belegarbeit getroffen und verabschieden sich um 22 Uhr vom ihm. "...!"
    5
    Sie treffen um 12 Uhr einige Studenten aus Ihrer Gruppe in der Stadt. "...!"
    6
    Sie gehen um 10 Uhr in das Zimmer eines Professors, weil Sie ihn etwas fragen wollen. "...!"
    7
    Sie treffen den Lehrer, bei dem Sie am Vormittag schon Unterricht hatten, beim Mittagessen in der Mensa. "...!"
    8
    Sie verabschieden sich nach dem Unterricht um 14 Uhr von Ihren Kommilitonen. "...!"

    Wichtiger Wortschatz!
    Beachten Sie die Pluralbildung, denn hier machen auch viele Deutsche Fehler:
    - das Praktikum ® die Praktika (nicht: die Praktikas)
    - das Visum (nicht: das Visa) ® die Visa (nicht: die Visas)
    - das Antibiotikum (nicht: das Antibiotika) ® die Antibiotika (nicht: die Antibiotikas)
    - das Lexikon ® die Lexika (nicht: die Lexikas)

    Der Aussagesatz

  • Wofür werden in der deutschen Sprache häufig so genannte Aussagesätze oder Konstativsätze verwendet?


  • Was wissen Sie über:
  • die Wortstellung im neutralen Aussagesatz (Hauptsatz)?


  • Beispiele:
    (1) Man unterscheidet die Ergänzungsfrage und die Entscheidungsfrage.
    (2) Er gibt seinem Kommilitonen das Wörterbuch.
    (2a) Er gibt ihm das Buch.
    (2b) Er gibt es ihm.
    (3) Er fragt den Professor nach dem Lehrbuch.
    (4) Sie fährt heute nach Dresden.
    (5) Er fährt heute wegen der Prüfung mit dem Zug nach Dresden.

    Wichtiger Wortschatz!
    Wortfeld: übersetzen; der Übersetzer; die Übersetzungen; dolmetschen; der Dolmetscher

    Lückensätze:
    Setzen Sie in den folgenden Sätzen die Wörter aus dem Kästchen ein.

    (1) Die wichtigste Aufgabe der ..... des Europäischen Parlaments besteht darin, die Wortmeldungen der Abgeordneten korrekt und simultan in alle Amtssprachen zu übertragen.
    (2) Die Internetseite "Woxikon" bietet ..... von Wörtern und Wortgruppen.
    (3) "Kann mir bitte jemand diesen Satz ins Deutsche .....?"
    (4) Wir dolmetschen für Sie auf Messen, Geschäftsreisen, Verhandlungen, bei Behörden, für Firmen und Organisationen und zu verschiedenen anderen Anlässen.
    (5) Bezahlt werden ..... meistens für die Zahl der übersetzten Wörter.

    1. Bilden Sie mithilfe des Wortmaterials neutrale Aussagesätze. Das passende Verb muss von Ihnen ergänzt werden.

    (1) seit 2 Jahren - die deutsche Sprache - der Student - Verb: ...
    (2) für eine Publikation - der Dolmetscher - den Text - Verb: ...
    (3) die deutsche Sprache - immer mehr Menschen - weltweit - Verb: ...
    (4) an Deutschkursen - in Russland - 1996 - rund 10 Millionen Schüler - Verb: ...
    (5) den Studenten - mit dem Professor - der Studienberater - ein Gespräch - über die Prüfung - Verb: ...
    (6) wegen der steigenden Mieten - immer mehr Studenten - in billigeren WGs - Verb: ...

    2. Ergänzen Sie die folgenden Satzanfänge durch weitere Satzglieder. Achten Sie auf eine neutrale Satzgliedstellung.

    SN Verb OD OA Op TB MB LB
    ausländische Studenten teilnehmen an --- --- der Aufnahmetest Wann? --- Wo?
    der Professor austeilen an --- Was? An wen? Wann? --- ---
    die meisten Studenten lösen --- Was? --- --- Wie? ---
    die Studenten abgeben Wem? Was? --- Wann? --- ---
    die Lehrer korrigieren --- Was? --- Wann? --- ---
    der Leiter des Studienkollegs bekannt geben Wem? Was? --- Wann? --- ---
    ein afrikanischer Student wohnen --- --- --- Seit wann? --- Wo?
    der Mathematiklehrer aufmerksam machen --- Wen? Worauf? Wann? --- ---

    Wichtiger Wortschatz!
    Wortfeld: korrigieren, die Korrektur, korrekt, die Korrektheit; der Korrektor

    Lückensätze:
    Setzen Sie in den folgenden Sätzen die Wörter aus dem Kästchen ein.

    (1) Vor der Abgabe einer schriftlichen Arbeit sollte man den Text von einem ..... gegenlesen lassen.
    (2) Multiple-choice-Klausuren können viel schneller ..... werden als ausformulierte Arbeiten.
    (3) Professoren in den USA schicken inzwischen schon Klausuren zur ..... nach Indien.
    (4) Die Prüfungsleistung wird nach Inhalt und nach sprachlicher ..... bewertet.
    (5) In einer wissenschaftlichen Arbeit ist auf die ..... Wiedergabe von Zitaten zu achten.

    Was wissen Sie über:
  • die Möglichkeiten, die Anordnung der Satzglieder in einem Aussagesatz zu variieren?


  • Beispiele:
    (1) Viele deutsche Studenten lernen Englisch. - Englisch lernen viele deutsche Studenten.
    (2) Der Lehrer hat den Studenten gestern die Aufgaben gegeben. Heute sammelt er die Lösungen ein.
    (3) Der Zug nach Görlitz fährt um 15.30 Uhr in Zittau ab. Um 16.12 Uhr kommt er in Görlitz an.

    Wichtiger Wortschatz!
    Wortfelder: lernen - lehren; Lerner - Lehrer

    Lückensätze:
    Setzen Sie in den folgenden Sätzen die Wörter aus dem Kästchen ein.

    (1) Die Aufgaben und Übungen müssen im Wortschatz und in der Grammatik dem Sprachniveau der ..... entsprechen.
    (2) Schon immer gehörte es zu den wichtigsten Aufgaben der deutschen Kulturpolitik, die deutsche Sprache im Ausland zu ..... .
    (3) In den Niederlanden gibt es seit knapp einem Jahr ein Online-Magazin, das sich an jugendliche DaF-..... richtet.
    (4) Unsere ..... haben eine abgeschlossene Hochschulausbildung und sind auf den Unterricht Deutsch als Fremdsprache spezialisiert.
    (5) In 92 Ländern und 136 Städten weltweit können Sie am Goethe-Institut Deutsch ..... .
    (6) Haben Sie Lust, ein halbes Jahr in China zu leben, um Deutsch zu .....?

    Was wissen Sie darüber,
  • welche Teile des Satzes nicht in ihrer Stellung verändert werden dürfen? Warum nicht?


  • Beispiele:
    (1) Das Auto meines Freundes ist kaputt.
    (2) Das Studienkolleg in Zittau wurde 1992 gegründet.
    (3) Die Vorlesung gestern bei Professor Schmidt um 14 Uhr ist ausgefallen.
    (4) "Wann fährst du nach Dresden, heute oder morgen?" - "Morgen fahre ich nach Dresden!"

    Verändern Sie die Reihenfolge der Satzglieder im jeweils 2. Satz.

    1. Der ausländische Student war in den Ferien in Deutschland. Er hat dort an einem Sprachkurs teilgenommen.
    2. Gestern hat er seine Freundin zum Zug nach Berlin gebracht. Er wird ihr morgen eine SMS schreiben.
    3. "Was findet am Montag statt, die Vorlesung oder das Seminar?" - "Seminare finden immer montags statt."
    4. Er hatte beim Sport einen Unfall. Er konnte wegen dieses Unfalls nicht zum Unterricht kommen.
    5. Die ersten Wochen sind im Studienkolleg am schwersten. Man lernt in dieser Zeit die Methoden kennen.
    6. Manche Fächer wie Medizin, Recht oder Philosophie können Sie nur an Universitäten studieren. Es gibt dagegen viele andere Fächer, vor allem im Bereich von Technik und Wirtschaft, an Universitäten und an Fachhochschulen.

    Wichtiger Wortschatz!
    gehören zu, zählen zu, rechnen zu = ein Teil von etwas sein

    Beispielsätze:
    Bilden Sie mit den Verben aus dem Kästchen Sätze.

    (1) Biologie, Chemie, Physik - Naturwissenschaften [gehören zu]
    (2) England, Schottland, Wales, Nordirland - Vereinigtes Königreich [zählen zu]
    (3) Russisch, Polnisch, Tschechisch, Sorbisch - slawische Sprachfamilie [rechnen zu]
    (4) Leipzig, Dresden - leiseste Großstädte Deutschlands [gehören zu]
    (5) Einwohner in Bremen - glücklichste Deutsche [gehören zu]
    (6) Kosten für Wasser, Heizung, Müllabfuhr, Entwässerung, Beleuchtung - Nebenkosten einer Wohnung [rechnen zu]

    Lesen Sie den Text und bestimmen Sie die Reihenfolge der Satzglieder. Handelt es sich um neutrale Aussagen oder wurde die Reihenfolge der Satzglieder verändert? Wenn ja, mit welcher Absicht?

    Die germanischen Sprachen
    (1) Germanische Sprachen werden von mehr als 500 Millionen Menschen auf der Erde gesprochen. (2) Häufig werden sie in drei Gruppen eingeteilt. (3) Die ostgermanischen Sprachen werden heute nicht mehr gesprochen; sie sind ausgestorben. (4) Die skandinavischen Sprachen, wie z.B. Schwedisch, Norwegisch und Dänisch, zählen zu den nordgermanischen Sprachen. (5) Zu den westgermanischen Sprachen gehören Englisch, Deutsch oder Niederländisch.
    (6) Die älteste bedeutende Handschrift in einer germanischen Sprache ist eine gotische Bibelübersetzung. (7) Das Gotische war eine ostgermanische Sprache. (8) Deutsche Handschriften sind erst seit dem 8. Jahrhundert bekannt. (9) Heute zählen die germanischen Sprachen zu den wichtigsten Weltsprachen.

    Schreiben Sie zu jedem Satz (mindestens) eine neue Variante, indem Sie andere Satzglieder an die 1. Position des Satzes stellen.

    1. Die wichtigsten Sprachen in Europa sind Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Italienisch.
    2. Aber auch Grundkenntnisse in der lateinischen Sprache können sehr wichtig sein.
    3. Ein Studium der Medizin zum Beispiel ist ohne Latein-Kenntnisse nicht möglich.
    4. Die wichtigste Sprache in Studium und Beruf ist Englisch.
    5. In den meisten naturwissenschaftlichen Fachgebieten erscheint die gesamte Fachliteratur auf Englisch.
    6. Fast alle deutschen Hochschulen bieten allgemeinsprachliche und fachsprachliche Sprachkurse an.
    7. Außerdem stehen den Studenten Lernprogramme für über 20 Sprachen zur Verfügung.
    8. Sprachreisen dauern in der Regel zwei bis vier Wochen.
    9. Es gibt Volkshochschulen in fast allen Hochschulstädten Deutschlands.
    10. Für die meisten Firmen steht die englische Sprache an erster Stelle.

    Zeitangaben

    Wie heißen
  • die Wochentage ® Lösung

  • die Monatsnamen ® Lösung

  • in der deutschen Sprache?

    1. Informieren Sie über die Monatsbezeichnungen. Sie können sich in der freien Enzyklopädie Wikipedia über die Bezeichnungen der Monate informieren.
    Verwenden Sie für Ihre kurze Information folgende Gliederung:
      1. kurze Information über den Monat
      2. Woher kommt der Name?
      3. Welche weiteren Bezeichnungen für diesen Monat gibt/gab es?
      4. Welche Feiertage gibt es in Deutschland in diesem Monat bzw. kann es in diesem Monat geben?
      5. Nennen Sie 2 oder 3 bekannte Personen, die in diesem Monat geboren wurden.

    Beispiel: Januar
    1. - 1. Monat des Gregorianischen Kalenders
        - 31 Tage
        - früher: 11. Monat nach dem Römischen Kalender
    2. - römischer Gott Janus (Ianus) = Gott des Anfangs und des Endes
    3. - in Österreich, Schweiz, Südtirol: Jänner
        - früher: Jenner, Hartung, Hartmonat, Hartmond, Eismonat, Eismond
        - engl.: January
        - Muttersprache: ... (Bedeutung: ...)
    4. - 1. Januar: Neujahr
        - 6. Januar: Heilige Drei Könige (auch: Dreikönigstag); offizieller Feiertag in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt
    5. - 05.01.1876: Konrad Adenauer, deutscher Bundeskanzler
         - 17.01.1899: Al Capone, US-amerikanischer Gangsterboss
         - 25.01.1942: Eusébio, portugiesischer Fußball-Nationalspieler

    Lösungsvorschlag

    2. Antworten Sie auf die Frage "Wann?" mit
    (1) einem Wochentag [2 Varianten!]
    (2) einem Monat
    (3) einer Jahreszahl
    Beachten Sie die Präpositionen.

    3. Orthografische Regeln:
    - Wie werden die Wochentage geschrieben?
    - Wie wird ein Adverb geschrieben, das aus einem Wochentag gebildet wurde?
    - Wie werden Verbindungen aus Wochentagen und Tageszeitangaben geschrieben? Bilden Sie auch die Adverbien. Beachten Sie, dass es mehrere Varianten gibt!

    WOCHENTAG TAGESZEIT VERBINDUNG ADVERB
    der Montag der Vormittag ... ...
    der Dienstag der Mittag ... ...
    der Mittwoch der Nachmittag ... ...
    der Donnerstag der Abend ... ...
    der Freitag die Nacht ... ...
    der Sonnabend früh ... ...

    Lösung

    4. Wie werden die folgenden Zeitangaben gesprochen? Beachten Sie die Verwendung der Präposition "in" in der deutschen Sprache.

    (1) 1999
    (2) 2004
    (3) 2000 v.u.Z.
    (4) im 4. Jh.
    (5) 1995-1998
    (6) im Wintersemester 1998/1999
    (7) im Wintersemester 2004/2005
    (8) 05/2006
    (9) 09/2005 - 01/2006
    (10) 03.10.1990
    (11) ab 01/2006
    (12) 15.9.97 - 16.1.98
    (13) ab 01.01.2007
    (14) der Versicherungsbeitrag für März/April 2006

    Länder-, Sprachen-, Personenbezeichnungen

    1. Vervollständigen Sie die Übersicht. Vergessen Sie die Artikel nicht!

    LAND ADJEKTIV SPRACHE PERSONEN
    Deutschland ... ... ...
    Frankreich ... ... ...
    Niederlande ... ... ...
    Belgien ... ... ...
    Luxemburg ... ... ...
    Polen ... ... ...
    Tschechien ... ... ...
    Österreich ... ... ...
    Schweiz ... ... ...
    Dänemark ... ... ...
    Großbritannien ... ... ...
    Italien ... ... ...
    Spanien ... ... ...
    Ungarn ... ... ...
    USA ... ... ...
    Russland ... ... ...
    China ... ... ...
    Marokko ... ... ...
    Indonesien ... ... ...
    ... ... ... ...

    Lösung

    Hinweis:
    Beachten Sie auch die Verwendung der Präpositionen bei geografischen Namen.

    2. Erarbeiten Sie mithilfe des Dudens (Band 1, Die deutsche Rechtschreibung) die Regeln der Groß- und Kleinschreibung anhand der Beispiele deutsch/Deutsch/Deutsche.

    3. Entscheiden Sie: Groß- oder Kleinschreibung des Wortes deutsch. Belegen Sie Ihre Entscheidung mit der entsprechenden Regel aus dem Duden.

    (1) Frage: "Wie spricht er gerade jetzt?" ®
    (2) Verwendung einer Sprachbezeichnung als Adjektiv-Attribut ®
    (3) nach Präpositionen "auf", "in" oder "zu" ®
    (4) Verwendung in Eigennamen ®
    (5) Fragewort: "Was?" ®
    (6) Personenbezeichnungen (der -e): ®
    (7) mit der Endung -e und dem Artikel "das": ®
    (8) als Unterrichtsfach: ®

    Lösung

    4. Entscheiden Sie: Groß- oder Kleinschreibung?

    (1) Wie kann ich es am besten auf ...eutsch sagen?
    (2) "Wie sag ich’s auf ...eutsch?" (Titel eines Lehrbuchs)
    (3) Jan lernt ...nglisch, weil er ein Praktikum an einer ...nglischen Hochschule absolvieren möchte.
    (4) Thomas spricht viel ...ranzösisch, denn er will diese Sprache schnell lernen.
    (5) Martin Luther hat das Neue Testament aus dem ...riechischen ins ...eutsche übersetzt.
    (6) der ...eutsche Fußballbund (DFB)
    (7) Man muss das Fremdwort "Browser" ...nglisch aussprechen.
    (8) Er ist Fremdsprachen-Lehrer an einer ...olnischen Schule, er unterrichtet dort ...ranzösisch.
    (9) In modernem ...eutsch sagt man wieder "Lehrling" und nicht mehr "Azubi".
    (10) ein ...eutsch - ...olnischer Vertrag
    (11) der ...ussisch - ...apanische Krieg von 1904/05
    (12) Eine Eins im Fach ...eutsch kann man am Studienkolleg in Zittau nicht schaffen!

    5. Informieren Sie sich die Grundregeln der neuen Rechtschreibung, besonders über
    - die Schreibung von -ss- bzw. -ß-
    - die Groß- und Kleinschreibung
    - die Getrennt- und Zusammenschreibung.
    Stellen Sie in einem Kurzvortrag die wichtigsten Änderungen mithilfe von Beispielen vor.
    Da Sie über ein Thema sprechen, das eine allgemeingültige Bedeutung hat, verwenden Sie als Tempusform die Grundform I (GF I).

    6. Stellen Sie Johann Wolfgang von Goethe kurz vor. Verwenden Sie dafür die folgenden Informationen.
    Verwenden Sie als Tempusform entweder
    - hat/ist + Partizip II oder
    - die Grundform II (GF II).

    - 1749-1832
    - Studium in Leipzig und Straßburg
    - ab 1775 in Weimar
    - 1786-1788 Reise nach Italien; 1790 2. Reise nach Italien
       besonderes Interesse: ital. Kunst
    - weitere Reisen nach Frankreich
    - Sprachen: Latein, griechisch, italienisch, englisch, französisch

    7. "Die größten Deutschen aller Zeiten"

    Goethe ist laut Umfrage der größte Deutsche aller Zeiten
    Johann Wolfgang von Goethe gilt laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa als der größte Deutsche aller Zeiten. 16 Prozent von 2.000 Befragten hätten sich für den ..... als wichtigsten Kopf der deutschen Geschichte ausgesprochen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Platz 2 teilen sich Deutschlands erster Nachkriegs..... Konrad Adenauer (CDU) und ..... Albert Einstein. Auf Platz 4 kam ..... Otto von Bismarck. Als größter lebender Deutscher wurde ..... Helmut Kohl auf Platz 5 gewählt. Den 6. Platz erreichte der ..... Martin Luther, punktgleich mit ..... Helmut Schmidt (SPD) und Karl dem Großen. ..... Willy Brandt belegte den 9. Platz gefolgt vom ..... Friedrich von Schiller auf Rang 10.
    (http://nachrichten.t-online.de/goethe-ist-laut-umfrage-der-groesste-deutsche-aller-zeiten/id_49253234/index)

    (1) Ordnen Sie die Bezeichnungen den Personen in dem Text zu.
    (A) Physik-Nobelpreisträger
    (B) Ex-Bundeskanzler
    (C) Kirchenreformator
    (D) Dichterfürst
    (E) Reichskanzler
    (F) Bundeskanzler
    (G) Altkanzler
    (H) Nachkriegskanzler
    (I) Dichter

    (2) Recherchieren Sie im Internet und stellen Sie die im Text genannten "größten Deutschen" kurz vor.
    Sprechen Sie darüber
    - wann und wo sie geboren sind
    - was sie geleistet haben
    - wann sie gestorben sind

    8. Entscheiden Sie mithilfe des Textes: Welche der folgenden Sprachen müssen in der Nachricht eingesetzt werden?
    Französisch - Italienisch - Englisch - Sorbisch - Spanisch - Polnisch - Latein - Arabisch - Tschechisch - Russisch
    Ergänzen Sie zuerst die Tabelle (Die Zahl der Punkte stimmt mit der Zahl der Buchstaben der Wörter überein).

    RANG
    SPRACHE
    SCHÜLER
    1
    ...l....
    79% der Schüler
    2
    .r.........
    13% der Schüler
    3
    .a....
    5% der Schüler
    4
    ...s....
    4% der Schüler
    5
    ...n....
    5.055 Schüler
    6
    ....e......
    1.679 Schüler
    7
    ...n....
    766 Schüler
    8
    ..a.....
    674 Schüler
    9
    ..r.....
    574 Schüler
    10
    ..a........
    494 Schüler

    Text:
    An den allgemeinbildenden Schulen des Freistaates Sachsen werden im Schuljahr 2005/06 nach Angaben des Statistischen Landesamtes wie im Vorjahr 13 verschiedene Fremdsprachen unterrichtet. 79 Prozent der Schüler lernen ..... und 13 Prozent ..... . 5 Prozent haben sich in diesem Schuljahr für ..... und 4 Prozent für ..... entschieden. Weiterhin haben unter anderem 5.055 Schüler ....., 1.679 ....., 766 ....., 674 ....., 574 ..... und 494 ..... als Fremdsprache gewählt.
    (Nach: DTPA-Newsletter vom 14.02.2006)
    Der Satzrahmen

    Was wissen Sie über:
  • den Satzrahmen in einem Aussagesatz?


  • Beispiele:
    (1a) Er will die deutsche Sprache in Deutschland lernen.
    (1b) Er hat die deutsche Sprache in Deutschland gelernt.
    (2a) Morgen fährt er zu einem Deutschkurs nach München ab.
    (2b) Seine Freundin lernte er in München kennen.
    (2c) Wir kommen wegen dem starken Wind mit dem Fahrrad kaum vorwärts.
    (2d) Martin Luther leistete zur Schaffung der deutschen Literatursprache einen wichtigen Beitrag.
    (3a) Er ist sehr gerne Lehrer.
    (3b) Im Hörverstehen war er in der Prüfung schlecht.
    (4) Heute beschäftigt er sich wieder mit seinem Computer.

    Was wissen Sie über:
  • die Möglichkeiten der Ausrahmung in einem Aussagesatz?
  • die Absichten, mit denen ausgerahmt werden kann?


  • Beispiele:
    (1d) Im PC-Pool kann man besser arbeiten als im Lesesaal der Bibliothek.
    (2d) Morgen fährt er ab zu einem Deutschkurs nach München.
    (2e) Da die Koffer nun bereit waren, reiste er, nachdem er seine Mutter und Schwester geküsst und noch einmal sein angebetetes Gretchen an den Busen gedrückt hatte, die, in schlichten weißen Musselin gekleidet, mit einer einzigen Teerose in den weiten Wellen ihres üppigen braunen Haares, kraftlos die Stufen herab gewankt war, noch bleich von der Angst und Aufregung des vergangenen Abends, aber voller Sehnsucht, ihren armen, schmerzenden Kopf noch einmal an die Brust dessen zu legen, den sie inniger liebte als ihr Leben, ab. (Mark Twain)
    (3c) Im Hörverstehen war er schlecht in der Prüfung.

    1. Rahmen Sie Wörter oder Wortgruppen aus.

    (1) Welche Regeln für die Wortstellung müssen Sie in diesem Satz anwenden?
    (2) Martin Luther hat einen wichtigen Beitrag zur Schaffung der deutschen Literatursprache geleistet.
    (3) Niederdeutsch ist sehr eng mit der niederländischen Sprache verwandt.
    (4) Das Präsens kann für Handlungen in der Zukunft verwendet werden.
    (5) Ein Biologie-Studium ist ohne gründliche Latein-Kenntnisse nicht möglich.
    (6) Aber Kenntnisse der englischen Umgangssprache reichen im Studium und im Beruf nicht aus.
    (7) In den Fachsprachen werden bestimmte grammatische Strukturen häufiger als in der Umgangssprache verwendet.
    (8) Er nimmt an einem Sprachkurs zur Vorbereitung auf die FSP teil.
    (9) Ich habe das erste Semester am Studienkolleg wegen meiner schlechten Leistungen in Mathematik nicht geschafft.

    2. Lesen Sie die vier kurzen Texte und nennen Sie die Satzrahmen. Wo gibt es Ausrahmungen und warum?

    Text 1: Englisch
    Englisch ist gegenwärtig ohne Zweifel die wichtigste Fremdsprache. Keine andere Sprache wird von so vielen Menschen gesprochen, verstanden und gelernt. Gleichzeitig gibt es immer mehr englische Wörter in anderen Sprachen, v.a. im Bereich der Wirtschaft. Die Bedeutung des Englischen nimmt deshalb immer weiter zu. Heute sprechen ca. 340 Mio. Menschen auf der Erde Englisch als Muttersprache. Etwa die Hälfte davon lebt in den USA. Die Zahl der Englisch Sprechenden auf den Britischen Inseln beträgt ca. 60 Mio. Die Übrigen kommen aus Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika und anderen ehemaligen britischen Kolonien. In einigen anderen Staaten ist Englisch offizielle Zweitsprache, z.B. in Indien oder in Kenia.
    Text 2: Französisch
    Französisch ist heute eine wichtige und weltweit verbreitete Sprache. Von den insgesamt rund 100 Mio. Französisch sprechenden Menschen leben ungefähr 56 Mio. in Frankreich. Das Sprachgebiet des Französischen umfasst außerdem noch einen Teil Belgiens, das südöstliche Kanada und einen Teil der Schweiz. In Luxemburg, Monaco und in einigen ehemaligen französischen Kolonien ist Französisch Amtssprache, z.B. im Senegal und in Marokko.
    Text 3: Spanisch
    Spanisch zählt zu den nach Englisch wichtigsten und am häufigsten genutzten Geschäftssprachen. Im Laufe der Zeit setzte sich Spanisch als Sprache in ganz Mittel- und Südamerika durch. Die einzige Ausnahme ist Brasilien, dort wird Portugiesisch gesprochen. Für etwa 190 Mio. Männer, Frauen und Kinder in der ganzen Welt ist Spanisch die Muttersprache, 33 Millionen davon leben in Spanien.
    Text 4: Italienisch
    Viele Wörter der italienischen Sprache lernt man schon als Kind, z.B. Spagetti, Pizza oder Stracciatella. Später lernt man dann noch Mafia, Ramazotti oder Lamborghini. Auch Italienisch kann zu den wichtigsten Sprachen auf der Welt gezählt werden. In Italien gibt es heute rund 54 Millionen Sprecher. Außerhalb Italiens ist Italienisch eine der vier offiziellen Landessprachen in der Schweiz, neben Deutsch, Französisch und Rätoromanisch.

    Wichtige offizielle Abkürzungen!

    geschriebene Abkürzung geschriebene vollständige Form Verwendungsempfehlung Bedeutung/Verwendung Beispiel
    bzw. beziehungsweise bzw. als Konjunktion; verbindet zwei Alternativen Die beiden Studenten haben schon vier bzw. sechs Semester studiert.
    ca. zirka/circa ca. / zirka als Adverb; ungefähr, rund An der Hochschule Zittau/Görlitz studieren ca. 3.800 Studenten.
    d.h. das heißt d.h. / das heißt als Konjunktion; erklärt das vorher Gesagte genauer
    Synonym: das bedeutet
    Er beginnt ein Bachelor-Studium, d.h., er muss insgesamt sechs Semester studieren.
    etc. et cetera etc. steht am Ende einer Aufzählung
    Synonym: usw.
    Wer krank ist, muss auf Alkohol, Zigaretten etc. verzichten.
    ggf. gegebenenfalls ggf. als Adverb; Bedeutung: wenn es nötig ist "Versuchen Sie, die Aufgabe zu lösen, der Lehrer wird Ihnen ggf. helfen."
    i.d.R. in der Regel i.d.R. / in der Regel als Adverb; Bedeutung: normalerweise Während des Semesters werden i.d.R. drei Kontrollarbeiten geschrieben.
    m.E. meines Erachtens m.E. / meines Erachtens steht vor einer eigenen Meinung
    Synonym: meiner Meinung nach
    "Die Aufgabe ist m.E. zu schwer für Sie!"
    Mio. Million / Millionen Mio. / Million
    nur bei Zahlen Mio.
    Vereinfachung einer Zahl
    62.000.000 ® 62 Mio.
    In Deutschland leben 82 Mio. Menschen.
    Mrd. Milliarde / Milliarden Mrd. / Milliarde
    nur bei Zahlen Mrd.
    Vereinfachung einer Zahl
    7.100.000.000 ® 7,1 Mrd.
    In China leben etwa 1,6 Mrd. Menschen.
    o.Ä. oder Ähnliches o.Ä. nach einer Aufzählung "Suche Nebenjob als Pizzafahrer, Kellner o.Ä."
    u.a. (1) unter anderem u.a. / unter anderem vor einer Aufzählung Es gibt in Deutschland mehr als 30 Studienkollegs, u.a. in Leipzig, München und Hamburg.
    u.a. (2) und andere u.a. / und andere nach einer Aufzählung Auf meiner Webseite finden Sie viele Übungsaufgaben zu bestimmten mathematischen Themen, wie Potenzrechnung, Exponentialfunktionen, Trigonometrie u.a.
    u.Ä. und Ähnliche(s) u.Ä. nach einer Aufzählung In dem Zeitungsartikel geht es um Semestergebühren, Studienkredite u.Ä.
    u.a.m. und andere mehr u.a.m. nach einer Aufzählung Auf der Webseite des Akademischen Auslandsamts finden Sie Informationen zu Studium, Praktikum, Sprachkurse u.a.m. im Ausland.
    usw. und so weiter usw. nach einer Aufzählung
    Synonym: etc.
    Die Deutsche Bücherei in Leipzig sammelt Bücher, Zeitungen, CDs usw.
    u.v.a.m. und vieles andere mehr u.v.a.m. betont, dass es noch viele andere Beispiele gibt Auf einem Flohmarkt kann man Spielzeug, Münzen, Geschirr u.v.a.m. kaufen.
    v.a. vor allem v.a. / vor allem steht vor besonders wichtigen Aussagen oder Beispielen Fehler bei der Groß- und Kleinschreibung machen v.a. Araber.
    z.B. zum Beispiel z.B. / zum Beispiel vor einer Aufzählung von Beispielen Englisch wird z.B. in Großbritannien, den USA und Australien gesprochen.
    z.T. zum Teil zum Teil / z.T. betont, dass eine Aussage nicht für alles zutrifft Die Prüfungsaufgaben sind z.T. sehr schwer.


    3. Ergänzen Sie sinnvoll die fehlenden Abkürzungen.

    (1) Ihr Einkaufszettel ist lang: Müsli, Margarine, Salami, Käse, Kaffee, Apfelsinen, ..... .
    (2) In Zittau studieren ..... Studenten aus Marokko und Indonesien.
    (3) München ist einfach zu teuer: Mieten, Strom, Eintritt für Museen, Bäder ..... ist für Familien mit geringem Einkommen zu teuer.
    (4) Ich höre abends oft Musik, ..... Lady Gaga, Take That und Katie Melua.
    (5) In Thüringen werden ..... kräftige Gewitter erwartet.
    (6) Das Wort "viel" in dem Satz "Er trinkt viel Kaffee" ist ..... ein Adverb.
    (7) Bitte überprüfen Sie die eingegebenen Daten und korrigieren Sie diese ..... .
    (8) In dem Fan-Shop gibt es T-Shirts, Teddys, Tassen, Jacken ..... .
    (9) Studenten brauchen morgens ein "kluges Frühstück", ..... Müsli, Vollkornbrötchen, Quark, Tee.
    (10) Wer in einen zulassungsfreien Studiengang ..... ein zulassungsfreies Studienfach wechseln möchte, muss einen Antrag auf Studiengangwechsel stellen.
    (11) Abkürzungen wirken ..... störend beim Lesen, auch wenn sie geläufig sind.
    (12) Vom Hauptbahnhof in Dresden fahren Züge ..... nach Berlin, Prag, Frankfurt und Görlitz.

    Worterklärung:

  • geläufig - Adj./Adv. - S: Geläufigkeit - Bed.: allgemein bekannt


  • 4. Schreiben Sie aus den 4 Texten so kurz wie möglich Informationen zu den folgenden Stichwörtern auf:
    (1) Bedeutung der Sprache
    (2) Regionen
    (3) Zahl der Sprecher

    Lösungsvorschlag Englisch
    Lösungsvorschlag alle Sprachen

    5. Informieren Sie mündlich über die vier Sprachen.
    Gliedern Sie Ihre Information wie folgt:
    (1) Einleitung: Hilfsverb möchte + Verben informieren über, etwas sagen über, sprechen über, vorstellen
    (2) Bedeutung der Sprache
    (3) Regionen, in denen die Sprache gesprochen wird
    (4) Zahl der Sprecher
    Verwenden Sie die Tempusform Präsens.

    6. Stellen Sie in einer mündlichen Kurzinformation nach dem Schema von Aufgabe 4
    (1) Arabisch
    (2) Chinesisch
    (3) Russisch
    (4) Portugiesisch
    (5) Ihre Muttersprache vor.
    Beachten Sie die Tempusform.

    7. Lesen Sie die "8 wichtigen Gründe, die deutsche Sprache zu lernen". Notieren Sie bei jedem Grund die wichtigsten Informationen in Stichpunkten auf.
    Informieren Sie mithilfe der Stichpunkte darüber, warum man die deutsche Sprache lernen sollte.

    Beispiel:
    1. Grund: Deutsch ist eine lebende Sprache.
  • Deutsch wird von mehr als 100 Mio. Menschen vor allem in Europa gesprochen.
  • Deutsch ist Amtssprache in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Liechtenstein, Luxemburg und im Norden Italiens.
  • Deutsch wird aber auch in vielen anderen Regionen der Welt gesprochen, zum Beispiel in Teilen Dänemarks, Frankreichs, Ungarns, Tschechiens, der Slowakei, Polens, Rumäniens, der USA, Australiens und Südafrikas.
  • Der deutsche Wortschatz ist lebendig! Ständig werden neue Wörter gebildet oder aus anderen Sprachen (vor allem aus dem Englischen) übernommen. Die aktuelle 25. Auflage des Duden verzeichnet etwa 4.000 neue Wörter.
  • Vor allem die gesprochene deutsche Sprache verändert sich ständig. Ein typisches Beispiel dafür ist die Sprache der Jugendlichen.


  • Stichpunkte:
    - 1. Grund: Deutsch = lebende Sprache
    - >100 Mio. Menschen v.a. in Europa
    - Amtssprache in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Liechtenstein, Luxemburg, Norden Italiens
    - in vielen anderen Regionen der Welt (Teile Dänemarks, Frankreichs, Ungarns, Tschechiens, USA, Australiens)
    - deutscher Wortschatz lebendig
      = neue Wörter gebildet, aus anderen Sprachen (v.a. aus Englisch) übernommen [Beispiele: Phishing, Weblog]
      aktueller Duden: ~4.000 neue Wörter
    - v.a. gesprochene deutsche Sprache verändert sich (Sprache der Jugendlichen)

    Lösungsvorschlag:
    Es gibt eine Vielzahl von wichtigen Gründen, die deutsche Sprache zu lernen.
    Der erste Grund ist, dass Deutsch eine lebende Sprache ist. Mehr als 100 Mio. Menschen vor allem in Europa sprechen Deutsch als Muttersprache.
    Die deutsche Sprache ist Amtssprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch in Belgien, Liechtenstein, Luxemburg und im Norden Italiens.
    Deutsch wird als Muttersprache auch in vielen anderen Regionen der Welt gesprochen, zum Beispiel in Teilen Dänemarks, Frankreichs, Ungarns, Tschechiens, den USA und sogar Australiens.
    Der deutsche Wortschatz ist sehr lebendig. Ständig werden neue Wörter gebildet oder aus anderen Sprachen, vor allem aus dem Englischen, übernommen. Beispiele sind Phishing und das Weblog. Im aktuellen Duden stehen etwa 4.000 neue Wörter.
    Besonders die gesprochene deutsche Sprache verändert sich, ein typisches Beispiel ist die Sprache der Jugendlichen.

    Die Satznegation

    Was wissen Sie über:
  • die Satznegation, d.h. über die Negation der gesamten Satzaussage?


  • Beispiele:
    (1) Der Unterricht beginnt heute nicht.
    (2) Er hat das Buch wegen des hohen Preises nicht gekauft.
          Er wird das Buch wegen des hohen Preises nicht kaufen.
    (3) Er steigt in Berlin nicht aus.
    (4) Seine Tochter wird nicht Lehrerin.
    (5) Grammatische Regeln sind nicht schwer.

    Was wissen Sie über
  • die Stellung des Negationsworts "nicht" besonders bei präpositionalen Objekten, aber z.B. auch bei Kausalbestimmungen?


  • Beispiele:
    1. Ich zweifle an seiner Ehrlichkeit nicht. (Verb: zweifeln an)
        besser: Ich zweifle nicht an seiner Ehrlichkeit.
    2. Er kauft das Buch wegen des hohen Preises nicht.
        besser: Er kauft das Buch nicht wegen des hohen Preises. (Achten Sie aber auf die Betonung!)

    Achtung!
    Man kann nicht immer eindeutig zwischen Satznegation und Wortnegation unterscheiden!

    Negieren Sie den gesamten Satzinhalt.

    (1) Der Zug fährt nach Informationen der Auskunft heute.
    (2) Der Zug ist in Leipzig abgefahren.
    (3) Er wird die Exkursion der Gruppe nach Dresden vorbereiten.
    (4) Das Flugzeug kommt heute in Berlin an.
    (5) Die Anforderungen in der Mathematikprüfung sind hoch.
    (6) Der Chemielehrer wird Direktor der Schule.
    (7) Das bekannte Café befindet sich hier.
    (8) Der Arzt untersucht den Patienten.
    (9) Peter freut sich über die guten Mathematik-Ergebnisse in der Prüfung.
    (10) Er verabschiedete sich von seinen Freunden.
    (11) Ich warte auf deine Mail.
    (12) Das Kind bedankt sich für die Schokolade.

    Die Wortnegation

    Was wissen Sie über:
  • die Wortnegation, d.h. über die Negation eines Wortes bzw. einer Wortgruppe


  • Beispiele:
    (1) Der Unterricht beginnt nicht heute(, sondern ...)
    (2) "Nicht Sie kommen an die Tafel! Sie!"
    (3) Ich schenke ihm nicht das Buch(, sondern ...)

    (4) Das Buch schenke ich ihm nicht(, sondern ...)
    (5) Das Buch schenke ich ihm nicht(, sondern ...)
    (6) Ihm schenke ich das Buch nicht(, sondern ...)

    (7) Er schreibt einen Brief. ® Er schreibt keinen Brief.
    (8) Er schreibt Briefe. ® Er schreibt keine Briefe.
    (9) Er trinkt Wein. ® Er trinkt keinen Wein.
          weitere Beispiele:
          - Flüssigkeiten: Bier, Milch, Wasser, Alkohol, Saft
          - feste Stoffe: Brot, Fleisch, Fisch, Butter, Honig
          - Gase: Luft
    (10) Er hat Durst. ® Er hat keinen Durst.
            weitere Beispiele: Hunger haben, Angst haben, Lust haben, Erlaubnis haben, Mitleid haben, Unterricht haben, Zeit haben, Probleme haben

    Weitere Negationswörter:

    WORT BEDEUTUNG NEGATIONSWORT
    eine/einer/eins jemand; eine unbestimmte weibliche oder männliche Person keine/keiner/keins
    jemand eine unbestimmte weibliche oder männliche Person ...
    jede/jeder/jedes alle Mitglieder einer bestimmten Gruppe ...
    viele eine große Zahl ...
    etwas eine kleine Menge ...
    alles die Gesamtheit ...
    immer, stets, jedes Mal zu jeder Zeit ...
    überall an jedem Ort ...
    irgendwo an einem unbestimmten Ort ...
    irgendwohin in eine unbestimmte Richtung ...
    irgendwoher aus einer unbestimmten Richtung ...
    irgendwann zu einer Zeit, die man (noch) nicht kennt ...
    noch ein Zustand, der bald zu Ende sein kann, dauert noch an ...
    schon etwas passiert früher als erwartet ...
    sogar Man hatte eigentlich weniger erwartet. ...
    sowohl ... als auch ... das eine und das andere ...

    Lösung

    1. Negieren Sie die markierten Wörter. Begründen Sie, warum Sie das Negationswort keine verwenden.

    (1) In diesem Geschäft kann man Lebensmittel kaufen.
    (2) Hier gibt es eine Wohnung, die uns gefällt.
    (3) Thomas hat Bekannte, die ihm helfen könnten.
    (4) Die Studenten haben Interesse an einem Praktikum in Großbritannien.
    (5) Er hat vor Beginn der Fahrt Alkohol getrunken.
    (6) Mein Freund ist ein guter Verlierer.
    (7) Der Kranke hat seit einigen Tagen Hunger.
    (8) Thomas isst zum Frühstück meistens Wurst.

    2. Negieren Sie die Substantive aus der Übung 1 auf eine andere Art und Weise. Wie können Sie das tun?

    3. Beantworten Sie die Fragen mithilfe der in den Klammern stehenden Wörtern. Dabei soll das erste Wort negiert werden.

    Wichtiger Wortschatz!
    die Lehrveranstaltung; die Vorlesung; das Seminar; das Praktikum; die Exkursion;
    das Internat; das Studentenwohnheim; die Mensa

    (1) Wo triffst du Peter? ® (Seminar - Vorlesung)
    (2) Wo wohnst du? ® (Stadt - Internat)
    (3) Wo ist deine Gruppe? ® (Seminarraum - Mensa)
    (4) Wo triffst du dich mit Susanne? ® (Studentenwohnheim - Club)
    (5) Wann findet die Exkursion nach Dresden statt? ® (morgen - nächsten Freitag)

    4. Negieren Sie die Adverbien bzw. Pronomen.

    (1) Er isst immer in der Mensa.
    (2) Jeder darf den PC-Pool benutzen.
    (3) Der Radtourist findet überall ein Zimmer in einer Pension.
    (4) Er verstand alles, was in der Fremdsprache gesagt wurde.
    (5) Nach der Operation durfte der Patient etwas essen.
    (6) Er ist sogar Meister in der Firma.
    (7) Sowohl im Norden als auch im Süden regnete es.

    5. Antworten Sie auf die Fragen nur mit einem Negationswort.

    (1) Was suchen Sie?
    (2) Wer von Ihnen lernt Italienisch?
    (3) Was haben Sie gegessen?
    (4) Wo haben Sie Ihren Ausweis liegen lassen?
    (5) Wem hat der Film gefallen?
    (6) Werden Sie Ihr Auto irgendwann verkaufen?
    (7) Wohin möchten Sie umziehen?
    (8) Woher wurde dieses Material importiert?
    (9) Wo gibt es dieses Buch zu kaufen?
    (10) Hast du schon gefrühstückt?
    Wortstellung im Nebensatz

    Informieren Sie sich:
  • Was ist ein Nebensatz?


  • Informieren Sie sich über
  • die Stellung des Nebensatzes in Bezug auf den Hauptsatz (Beispiele 1 - 3)
  • die Wortstellung im Nebensatz (Beispiele 4 - 7)


  • Beispiele:
    (1) Er hofft, dass er sein Studium bald abschließen kann.
    (2) Wer in Europa studieren und später arbeiten möchte, sollte zwei bis drei Sprachen beherrschen.
    (3) Er erhielt, weil seine Leistungen sehr gut waren, ein Stipendium vom DAAD.

    (4) Wenn er die Mathematik-Prüfung nicht besteht, kann er das Semester wiederholen.
    (5) Besteht er die Mathematik-Prüfung nicht, kann er das Semester wiederholen.
    (6) Ich dachte, dass er das Studium schon abgeschlossen hätte.
    (7) Ich dachte, er hätte das Studium schon abgeschlossen.

    Ergänzen Sie die Aussagen in Form von Nebensätzen. Achten Sie darauf, dass die Nebensätze verschiedene Positionen einnehmen können.

    (1) Ich fühle mich erst wohl, wenn ... (Ich habe alle Prüfungen geschafft.)
    (2) Ich kann heute nicht zur Vorlesung gehen, weil ... (Ich fühle mich seit gestern nicht gut.)
    (3) Ich fliege im Sommer nach Spanien, weil ... (Ich fühle mich in warmen Regionen am wohlsten.)
    (4) Ich glaube, ... (Die SPD wird die nächsten Wahlen nicht gewinnen.)
    (5) München ist eine interessante Stadt, weil ... (Dort findet in jedem Jahr das Oktoberfest statt.)
    (6) ..., kann man den Fachtext leichter verstehen. (Man benutzt das Wörterbuch.)
    (7) Der Lehrer hat uns gesagt, ... (Wir sollen uns ein Wörterbuch kaufen.)
    Modalverben - Der objektive Gebrauch

  • Welche Modalverben kennen Sie schon?

  • Wie werden Modalverben in einem Satz verwendet?

  • Welche allgemeine Funktion haben Modalverben?

  • Was ist bei Modalverben grammatisch zu beachten?


  • Es gibt auch einige Verben, die wie Modalverben verwendet werden. Dazu gehören:
    - brauchen (= nicht müssen)
      ® "Du brauchst heute nicht einkaufen zu gehen."
    - wünschen (= wollen, mögen)
      ® "Er wünscht zu wissen, ob du heute zu ihm kommst."
    - pflegen (= etwas normalerweise tun)
      ® Sie pflegt jeden Abend spazieren zu gehen.

    Diese Verben haben hier ihre eigentliche Bedeutung (fast) verloren.

    1. Welche Bedeutungsvarianten der Modalverben kennen Sie bereits?
    Versuchen Sie, die folgende Tabelle über die wichtigsten Bedeutungen der Modalverben so vollständig wie möglich auszufüllen. Verwenden Sie dafür die Übersicht.

    BEDEUTUNG SPRACHL. MITTEL MODALVERB BEISPIELSATZ
    Notwendigkeit es ist notwendig, ... müssen Wir müssen heute die Bücher in der Bibliothek abgeben.
    Möglichkeit ... ... ...
    Pflicht ... ... ...
    Auftrag ... ... ...
    Wunsch/Absicht ... ... ...
    Fähigkeit ... ... ...
    Erlaubnis ... ... ...
    Aufforderung ... ... ...
    Empfehlung ... ... ...


    2. Ersetzen Sie die Modalverben durch entsprechende Umschreibungen.

    (1) Willst du deine Ferien in diesem Jahr in Italien verbringen?
    (2) Der Minister soll Verhandlungen mit dem Ausland führen.
    (3) Schüler unter 18 Jahre dürfen nicht rauchen.
    (4) Der Computer-Pool kann nur mithilfe einer Chipkarte geöffnet werden.
    (5) Ich komme von deinem Vater, ich soll dir diesen Brief geben.
    (6) Alle Kollegstudenten müssen die Kolleg-Ordnung beachten.
    (7) Unbefugte dürfen das Grundstück nicht betreten!
    (8) Sie sollten mehr Vitamine essen!

    3. Ersetzen Sie die entsprechenden Ausdrücke durch Modalverben.

    Wichtiger Wortschatz!
    eine Prüfung ablegen/absolvieren/haben
    eine Klausur schreiben
    eine Prüfung bestehen/schaffen
    durch eine Prüfung fallen; im Abitur durchfallen

    (1) Ich beabsichtige, im nächsten Semester die Prüfung abzulegen.
    (2) Wir haben die Möglichkeit, eine Automobilfirma zu besichtigen.
    (3) Es wird von dir erwartet, dass du jetzt mit der Arbeit beginnst.
    (4) Habt ihr die Erlaubnis, die Prüfung zu wiederholen?
    (5) Es ist erforderlich, die Prüfungen so bald wie möglich zu wiederholen.
    (6) Sie hatte ursprünglich nicht vor, im Ausland zu studieren.
    (7) Hoffentlich ist es Ihnen möglich, mich morgen anzurufen.
    (8) Ich bin nicht in der Lage, heute die Klausur zu schreiben.
    (9) Ich vermag nicht zu sagen, ob Sie Erfolg haben werden.

    4. Ersetzen Sie die Modalverben durch andere Formulierungen bzw. umgekehrt.

    Wichtiger Wortschatz!
    der Numerus clausus (NC); der TestDaF; der TOEFL-Test

    (1) Jeder, der ein Abitur hat, kann einen Studienplatz für bestimmte Fachrichtungen bekommen.
    (2) Der NC entsteht immer dann, wenn zu viele Abiturienten das gleiche Fach studieren wollen.
    (3) Es ist unmöglich, durch den TestDaF durchzufallen.
    (4) Testzentren in Deutschland haben u.a. die Aufgabe, auf den TOEFL-Test vorzubereiten.
    (5) Die Studiengebühren in europäischen Ländern können unterschiedlich hoch sein.
    (6) Studenten des Studienkollegs dürfen i.d.R. nicht an den Vorlesungen der Hochschule teilnehmen.
    (7) Jeder Student kennt das folgende Problem: Er soll zu einem ganz bestimmten Thema eine wissenschaftliche Arbeit schreiben.
    (8) Wer weiß, dass er im Ausland studieren möchte, kann den TOEFL-Test in der nächsten Zeit absolvieren.
    (9) Es muss eine Regelung gefunden werden, wie man die begrenzte Zahl von Studienplätzen verteilen kann.
    (10) Sie können den Computer jetzt ausschalten.

    5. Welche Modalverben fehlen in den Sprichwörtern bzw. Zitaten? Was bedeuten diese Aussagen?

    (1) Wer nicht hören ..., ... fühlen.
    (2) Wer im Glashaus sitzt, ... nicht mit Steinen werfen.
    (3) Man ... das Eisen schmieden*, so lange es heiß ist. (* erhitzen und bearbeiten)
    (4) Recht ... Recht bleiben!
    (5) Zwar weiß ich viel, doch ... ich alles wissen. (Goethe: Faust)
    (6) Man ... die Feste feiern, wie sie fallen.
    (7) Man ... mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt. (Berliner Volksdichter Heinrich Zille)

    6. Die Hilfsverben "sein" und "haben" mit Infinitiv

    Beispiele:
    (1) Studenten am Studienkolleg haben regelmäßig am Unterricht teilzunehmen.
    (2) Nach dem Unterricht sind alle Fenster zu schließen.
    (3) Die Bücher des Selbstlernzentrums sind nur im Raum 201 zu nutzen.

  • Welche Regeln lassen sich aus diesen Beispielen ableiten?


  • Aus einer Laborordnung
    Ersetzen Sie "sein" + Infinitiv mit "zu" durch ein Modalverb.

    (1) Was ist im Labor zu beachten?
    (2) Bei der Arbeit im Labor ist Schutzkleidung zu tragen.
    (3) Alle Unfälle sind dem Lehrer sofort zu melden.
    (4) Alle Gas- und Wasserhähne sind nach der Arbeit zu schließen.
    (5) Gläser und Flaschen sind nach der Arbeit sauberzumachen.
    (6) Die Arbeitsplätze sind sauber zu verlassen.
    (7) Vor dem Verlassen des Labors sind die Hände zu waschen.

    Wer könnte das in welcher Situation sagen?
    Wie könnten die Sätze mit Modalverb lauten?

    (1) "Dieser Computer ist nicht mehr zu reparieren!"
    (2) "Zum Rathaus? Das ist ganz leicht zu finden."
    (3) "Er spricht zu leise. Er ist überhaupt nicht zu verstehen."
    (4) "Da ist nichts mehr zu machen."
    (5) "Ich habe heute noch viel zu tun."
    (6) "Deine Schrift ist kaum zu lesen!"

    Wichtiger Wortschatz!
    gestatten; ausleihen; quittieren

    Lückensätze:
    Setzen Sie in den folgenden Sätzen die Wörter aus dem Kästchen ein.

    (1) Verwandte und Nachbarn dürfen die Post entgegennehmen und auch den Empfang ..... .
    (2) Wer keine Videothek im Ort hat, kann Film-DVDs sogar im Internet ..... und per Post ins Haus bekommen.
    (3) Das Kopieren von Internet-Spielen ist in der Regel nicht ..... .

    Verhalten im Selbstlernzentrum.
    Sagen Sie es anders (wenn es möglich ist!). Verwenden Sie Modalverben.

    Folgende Regeln sind zu beachten:
    (1) Vor Benutzung des Selbstlernzentrums sind Datum, Name, Seminargruppe und Platz- bzw. Stationsnummer in das Anwesenheitsbuch einzutragen!
    (2) Das Ausleihen von Fachliteratur, CDs und DVDs ist ebenfalls im blauen Buch einzutragen! Die Rückgabe ist zu quittieren!
    (3) Taschen oder Rucksäcke sind im Regal am Eingang abzustellen, sie dürfen nicht mit zum Platz genommen werden!
    (4) Schäden an Einrichtung, Inventar und Technik sind unverzüglich der Aufsichtsperson mitzuteilen!
    (5) Bei Benutzung von eigenen USB-Sticks sind diese vor Gebrauch auf Viren zu überprüfen!

    7. "sich lassen" + Infinitiv

    Beispiele:
    (1) Die Flasche lässt sich leicht öffnen.
    (2) Das Passiv lässt sich nicht immer ins Aktiv umformen.

  • Welche Regel lässt sich aus diesen Beispielen ableiten?


  • Ersetzen Sie das Modalverb bzw. die Umschreibung des Modalverbs durch "sich lassen"

    (1) Die germanischen Sprachen können in drei große Gruppen eingeteilt werden.
    (2) Das Fremdwort "Authentizität" kann nur sehr schwer ausgesprochen werden.
    (3) Es ist möglich, die gefundene Formel noch weiter zu vereinfachen.
    (4) Ergänzungsfragen und Entscheidungsfragen können leicht unterschieden werden.
    (5) Es ist unmöglich, den Singular des Wortes "die Leute" zu bilden.
    (6) Neue Wörter können leichter gelernt werden, wenn man sie vorher in inhaltliche Gruppen einteilt.
    (7) Die schwere Krankheit des Patienten kann nicht mehr behandelt werden.
    (8) Grammatische Regeln können am besten mit einem Lernprogramm am PC geübt werden.
    (9) Die Frage nach der Entstehung des Numerus clausus kann leicht beantwortet werden.

    Wichtiger Wortschatz!
    zwingen zu; liegen an; sich festlegen auf; leisten

    8. Umfrage: Was möchten Sie im Beruf erreichen?

    Alexandra Werner:
    "Ich möchte vor allem Spaß im Beruf haben. Ich habe Angst davor, mich im Berufsleben zu langweilen und mich zur Arbeit zwingen zu müssen. Ich würde gerne mit netten Menschen zusammenarbeiten. Natürlich sind auch Erfolg und Geld wichtig, damit man so leben kann, wie man will."
    Tobias Kober:
    "Für meinen künftigen Beruf wünsche ich mir, dass er genügend Vielfalt und Abwechslung bietet, um mich ein Leben lang zu faszinieren. Außerdem bringt er mich hoffentlich mit vielen interessanten Menschen in Kontakt und ermöglicht es mir, Dinge zu verändern. Ich möchte einmal zurück blicken und sagen können: 'Ja, ich habe ein bisschen was bewegt.'"
    Alexandra Bezler:
    "Ich möchte andere Kulturen kennen lernen und plane deshalb, später im Ausland zu arbeiten und zu leben. Ich wünsche mir im Beruf abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben sowie viel Verantwortung."
    Daniel Götz:
    "Wichtig ist mir vor allem, dass mir mein Beruf Spaß macht. Da ich später eine Familie gründen will, ist die Sicherheit meiner Position ebenfalls von großer Bedeutung. Ich möchte allerdings nicht ständig Überstunden machen müssen, da mir viel an meiner Freundin und an meinen Hobbys liegt."
    Martin Edlauer:
    "Ich möchte später alle Möglichkeiten haben und mich nicht auf eine bestimmte Tätigkeit festlegen. Finanzielle Unabhängigkeit ist mir außerdem wichtig. Ich möchte in meinem Beruf etwas leisten - am liebsten in der Forschung."
    (Nach: abi. Berufswahl-Magazin, Heft 5/2000, S. 15)

    Lösung

    (1) Schreiben Sie für jeden Jugendlichen so kurz wie möglich auf, was er erreichen will.
    Beispiel:

    NAME ZIEL
    Alexandra Werner - Spaß im Beruf
    - Zusammenarbeit mit netten Menschen
    - Erfolg und Geld haben
    Tobias Kober - ...
    Alexandra Bezler - ...
    Daniel Götz - ...
    Martin Edlauer - ...

    (2) Formulieren Sie mithilfe von Modalverben bzw. deren Entsprechungen die Ziele der jungen Menschen.

    (3) Machen Sie für sich selbst ebenfalls eine solche Übersicht und schreiben Sie mithilfe dieser Stichpunkte eine Antwort auf die Umfrage.

    9. Formulieren Sie Tipps für Studienanfänger an einer Hochschule.
    Verwenden Sie das Modalverb sollen und die Temporalangaben
    - so schnell wie möglich
    - sofort
    - in den ersten Tagen
    - gleich
    Welche Vollverben müssen Sie verwenden?

    - Unterkunft am Studienort ® Verb: suchen
    - Beiträge für Studentenwerk
    - Krankenversicherung
    - Hochschulbibliothek
    - Internetzugang, E-Mail-Adresse
    - Einführungsveranstaltungen von Bibliotheken, Rechenzentrum, Sprachenzentrum
    - Studienordnungen, Prüfungsordnungen
    - Vorlesungsverzeichnis
    - Emeal für Mensaessen
    - Nebenjob

    10. Sie sitzen mit neuen Studenten des Studienkollegs zusammen in der Mensa bei einem Kaffee. Die neuen Studenten sind neugierig und wollen vieles von Ihnen wissen. Verwenden Sie in Ihren Aussagen Modalverben.
    Sagen Sie,

    (1) dass es nicht erlaubt ist, in der Mensa zu rauchen
    (2) dass Sie ihnen den Rat geben, immer in der Mensa zu essen
    (3) dass sie das Recht haben, sich beim Dekan über die Bewertung der Klausuren zu beschweren
    (4) dass sie die Möglichkeit haben, an der Hochschule an einem Yoga-Kurs teilzunehmen
    (5) dass sie die Pflicht haben, immer zum Unterricht zu kommen
    (6) dass sie die Erlaubnis haben, an einem offiziellen Feiertag des Heimatlandes eine Freistellung für einen Tag zu bekommen
    (7) dass das Kolleg die Absicht hat, eine Exkursion nach Dresden zu organisieren
    (8) ob sie den Wunsch haben, in einer WG zu wohnen
    (9) ob sie Ihnen die Kaffeetasse zur Geschirrablage mitnehmen würden
    (10) dass sie sich unbedingt den Kurzfilm über die Hochschule ansehen

    Wichtige Zeichen!

    ZEICHEN
    BEZEICHNUNG
    VERWENDUNG
    BEISPIEL
    §
    der Paragraph in Gesetzen, Ordnungen u.Ä. § 8 Mündliche Prüfung (1) Die Prüfungstermine werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses festgelegt und den Studienbewerbern nebst den gemäß § 6 Abs. 3 festgelegten Prüfungsfächern rechtzeitig mitgeteilt.
    &
    ... ... PEEK & CLOPPENBURG
    Produktsuche & Preisvergleich
    @
    ... ... b.griebel@hs-zigr.de
    !
    ... ... "Ruhe!"
    "Komm her!"
    ?
    ... ... "Wo wohnst du?"
    "
    ... ... "Was gibt es heute zu essen?", fragte er sie.
    Sie hat in der DSH "nur" 65 Prozent erreicht.
    ()
    ... ... In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Dialekten (Sächsisch, Bairisch, Hessisch usw.).
    Frankfurt (Oder)
    /
    ... ... 120 km/h
    am Montag und/oder Dienstag
    -
    ... ... das Shopping-Center
    '
    ... ... Nimm 'ne andere Farbe!
    Thomas' Wörterbuch
    .
    ... ... Wir gehen gleich in die Bibliothek.
    am 16. Oktober
    usw.
    ,
    ... ... Er geht zum Arzt, weil er krank ist.
    Er geht zum Arzt, und er kommt erst zwei Stunden später zurück.
    Die Studenten kommen aus Polen, Tschechien, Marokko und Vietnam.
    ;
    ... ... Er kam nach Hause; seine Frau war noch nicht da.
    :
    ... ... Er sagte: "Ich kann morgen nicht kommen."
    Die DSH besteht aus vier Teilen: Hörverstehen, Leseverstehen, Grammatik und Textproduktion.

    Lösung

    11. Aus der FSP-Prüfungsordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Wie könnten die Paragraphen im Originaltext heißen?

    (1) § 2 (2): Es ist möglich, dass die Studienkollegs an Universitäten folgende Schwerpunktkurse anbieten:
    (2) § 3 (3): Vor der Aufnahme muss der Studienbewerber in einem Aufnahmetest des Studienkollegs nachweisen, dass er über genügend Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt, ...
    (3) § 6 (1): Diese (schriftliche und mündliche Prüfungen) haben die Aufgabe zu erweisen, dass die Studienbewerber selbstständig ihre fachlichen Kenntnisse darlegen können, ...
    (4) § 7 (3) ...; das Protokoll muss vom Protokollführer unterschrieben werden.
    (5) § 8 (4): Der Verlauf der mündlichen Prüfung wird protokolliert; hierfür ist es notwendig, eine weitere Person hinzuzuziehen.
    (6) § 9 (3): Weichen Erst- und Zweitkorrektur voneinander ab und sind die Korrektoren nicht in der Lage, sich auf eine Note zu einigen, legt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Note fest.
    (7) § 14: Der Prüfungsausschuss ist berechtigt, weitere Hilfsmittel zuzulassen, ...
    (8) § 18 (3): Von der mündlichen Prüfung in den schriftlich geprüften Fächern kann auf Antrag des Studienbewerbers in den Fächern abgesehen werden, in denen mindestens befriedigende Leistungen erbracht wurden.

    12. Bürokratie in Deutschland.
    Was sagt ein Beamter, wenn er
    (1) Sie höflich bittet,
    (2) Ihnen einen Ratschlag/eine Empfehlung gibt,
    (3) Ihnen eine strenge Anweisung gibt,
    was getan werden muss? Welche Modalverben verwendet er dabei?

    (1) "Sie haben Ihren Antrag an die falsche Behörde geschickt. Das ist nicht richtig!"
    (2) "Sie haben Ihren Antrag nur unvollständig ausgefüllt. Damit können wir nichts anfangen!"
    (3) "Sie haben die meisten Fragen viel zu ungenau beantwortet. Das geht einfach nicht!"
    (4) "Sie haben sich nicht genügend Zeit zum Ausfüllen der Formulare genommen. Das ist aber empfehlenswert."
    (5) "Sie haben nicht um eine Fristverlängerung gebeten. Das wäre aber möglich gewesen."
    (6) "Sie haben nicht alle erforderlichen Unterlagen beigefügt. Das empfehle ich Ihnen aber dringend."
    (7) "Sie haben die Fotokopien nicht beglaubigen lassen. Wir erkennen sie nicht an."
    (8) "Sie haben die Hinweise und Erläuterungen auf der Rückseite nicht beachtet. Das ist aber unerlässlich."
    (9) "Sie haben mit Bleistift geschrieben. Das haben wir nicht so gern."
    (10) "Sie haben Ihren Brief nicht ausreichend frankiert. Das hat uns geärgert."
    (11) "Sie haben keine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse für eventuelle Rückfragen angegeben. Das hätte uns aber geholfen."
    Nominalisierung - Verbalisierung

    Was müssen Sie wissen
  • über die Methode der Nominalisierung?


  • Beispiele:
    (1) Hauptsatz: Im vergangenen Semester haben wir die Humboldt-Universität zu Berlin besucht.
    ® der (unser) Besuch der Humboldt-Universität zu Berlin im vergangenen Semester
    (2) Nebensatz: Weil ich mich gut vorbereitet habe, habe ich die Prüfung bestanden.
    ® Wegen meiner guten Vorbereitung habe ich die Prüfung bestanden.
    (3) Infinitivkonstruktion: Er hat den Sprachkurs absolviert, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern.
    ® Er hat den Sprachkurs zur Verbesserung seiner Sprachkenntnisse absolviert.

    Einige Regeln zur Nominalisierung

    Regel 1 Verb Substantiv im Nominativ haben besucht (= besuchen) ® der Besuch
    Regel 2 Subjekt Attribut zu Substantiv im Nominativ
    ...
    wir ®
    die Studenten ®
    Thomas ®
    Regel 3 OA ... die Humboldt-Universität zu Berlin ®
    Regel 4 Modalbestimmung ... schnell ®
    Regel 5 Lokalbestimmung
    Temporalbestimmung
    ... im vergangenen Semester ®
    Regel 6 Konjunktion in NS/IK ... weil ®
    um zu ®


    Erläutern Sie die Aussage:
    "Nominalisierung ist häufig mit Informationsverlust verbunden."
    Verwenden Sie das Beispiel: "Mein Bruder ist nach Italien gereist."

  • Wo wird die Methode der Nominalisierung verwendet?

  • Welche sprachlichen Mittel werden bei der Nominalisierung sehr häufig verwendet?


  • Notieren Sie in der Tabelle Beispiele für offizielle und individuelle Abkürzungen/Symbole.

    offizielle Abkürzungen übliche Abkürzungen normierte Abkürzungen individuelle Abkürzungen grafische Abkürzungen/
    Symbole
    z.B. - zum Beispiel
    usw. - und so weiter
    bzw. - beziehungsweise
    d.h. - das heißt
    HS - Hochschule
    Dtl. - Deutschland
    LV - Lehrveranstaltung
    WS - Wintersemester
    m - Meter
    kW - Kilowatt
    kg - Kilogramm
    km - Kilometer
    Aufg. - Aufgabe
    Unt. - Unterricht
    Stud. - Student
    indiv. - individuell
    gesell. - gesellschaftlich
    ® - Folge
    ¯ - Verringerung
    + - und
    * - geboren/Geburt
    - gestorben


    1. Nominalisieren Sie.

    (1) Am Abend haben die Studenten noch zu Hause mit dem PC-Programm gearbeitet.
    (2) Studienkollegs an Universitäten bieten eine Vielzahl von Schwerpunktkursen an.
    (3) Die Studenten müssen in einem Aufnahmetest die Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen.
    (4) Die germanischen Sprachen werden allgemein in drei große Gruppen eingeteilt.
    (5) Die schwere Krankheit des Patienten wird durch Fachärzte im Krankenhaus behandelt.
    (6) Grammatische Regeln können mit einem Lernprogramm am PC effektiv geübt werden.
    (7) Wir besichtigen morgen in Dresden die "Gläserne Manufaktur" von VW.
    (8) Der PC-Pool kann mithilfe einer Chipkarte geöffnet werden.

    2. Schreiben Sie die Informationen über Albert Einstein in nominaler Form auf.

    Albert Einstein
    Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren. Die Familie siedelte bereits 1880 nach München über, wo Einstein ab 1885 die Volksschule besuchte. 1888 wechselte er auf ein Gymnasium. 1894 siedelte er in die Schweiz um. Im Jahre 1900 schloss er sein Lehrerstudium ab und von 1900 bis 1901 arbeitete er als Lehrer für Mathematik und Physik an einer Technischen Hochschule. Von 1902 bis 1909 war er in einem Patentamt in Zürich in der Schweiz beschäftigt. 1905 veröffentlichte er drei physikalische Arbeiten, die ihn in der wissenschaftlichen Welt berühmt machten. 1909 erhielt er eine Professur für Physik an der Universität Zürich. 1911 wurde er zum Professor für Physik an der Prager Universität ernannt, aber bereits ein Jahr später kehrte er nach Zürich zurück. Von 1913 bis 1933 arbeitete er als Professor für Physik in Berlin. 1933 emigrierte er in die USA, wo er bis zu seinem Tod am 18. April 1955 als Wissenschaftler tätig war. Die wissenschaftlichen Hauptleistungen Albert Einsteins sind zweifellos die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie.

    Wichtiger Wortschatz!
    der Doktor; die Dissertation; die Professur
    Wortfeld: promovieren
    Wortfeld: sich habilitieren


    Was wissen Sie bereits
  • über die Methode der Verbalisierung?


  • Beispiele:
    (1) Er hat den Sprachkurs zur Verbesserung seiner Sprachkenntnisse absolviert.
    ® Infinitivkonstruktion: Er hat den Sprachkurs absolviert, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern.
    (2) Wegen meiner guten Vorbereitung habe ich die Prüfung bestanden.
    ® Nebensatz: Weil ich mich gut vorbereitet habe, habe ich die Prüfung bestanden.
    (3) der (unser) Besuch der Humboldt-Universität zu Berlin im vergangenen Semester
    ® Im vergangenen Semester haben wir die Humboldt-Universität zu Berlin besucht.

  • Wo wird die Methode der Verbalisierung verwendet?


  • Sprechen Sie mithilfe der Stichpunkte über Heinrich Schliemann. Beachten Sie das Tempus.

    Heinrich Schliemann
    06.01.1822 - * Neubukow (Norddeutschland); Vater: Pfarrer
    1831 - der Mutter (38 Jahre)
    1832 - Reise zur Familie des Onkels zur Vorbereitung auf Gymnasium
    1833-1836 - Besuch des Gymnasiums in Neustrelitz
    1836 - Beginn der Lehre als Handelsgehilfe
    1837 - Abbruch der Lehre wegen schwerer Krankheit
    1841 - Reise nach Hamburg
    1842 - Reise von Hamburg nach Amsterdam
    1842-1844 - Arbeit als Buchhalter in Firma; Sprachen lernen: engl., frz., span., italien., portugies., russ.
    1846 - Gründung eines Handelshauses im russ. St. Petersburg
    1850 - Reise nach Amerika
    1852 - Rückkehr nach Russland
    1856 - Sprachen lernen: schwed., dän., poln., slowen., griech., lat. wegen Wunsch, Wissenschaftler zu werden
    1859 - Reise durch Europa u. in Orient
    1863 - Ernennung zum Großkaufmann in St. Petersburg
    1864 - Reisen nach Ägypten, Indien, China, Amerika
    1866-1870 - Studium in Paris (Sprachen, Literatur, Altertumskunde)
    1869 - Promotion an Uni Rostock
    ab 1870 - Arbeit als Archäologe in Türkei u. Ägypten
    26.12.1890 - in Neapel (Italien)

    Weitere Übungsbeispiele für Verbalisierungen finden Sie im Internet.
    Fragen zu einem Lesetext beantworten

    Methode:
    1. Lesen Sie zuerst die Fragen zu den kurzen Texten.
    2. Markieren Sie die Fragewörter.
    3. Lesen Sie die Texte suchend. Markieren Sie die Informationen, die Sie zur Beantwortung der Fragen brauchen.
    4. Schreiben Sie die Informationen in kurzen nominalen Wortgruppen (Stichpunkten) auf.
    5. Beantworten Sie die Fragen in vollständigen Sätzen ohne den Text. Nutzen Sie dafür auch die Formulierungen der Frage.


    Fragen:
    (1) Woraus besteht ein Wort?
    (2) Wie kann die Form eines Wortes existieren?
    (3) Woraus können Wörter zusammengesetzt sein?
    (4) Wonach können Wortarten unterschieden werden?

    Text 1: Das Wort
    Das Wort ist ein Element der Sprache, das aus einer Form und einer Bedeutung besteht. Die Form kann schriftlich oder mündlich existieren. Wörter können aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein, aus dem Stamm, aus Präfixen und aus Suffixen. Nach der Funktion der Wörter im Satz können verschiedene Wortarten unterschieden werden.

    Frage Satz im Text Stichpunkte Antwortsatz
    Woraus besteht ein Wort? Das Wort ist ein Element der Sprache, das aus einer Form und einer Bedeutung besteht. Form, Bedeutung Ein Wort besteht aus einer Form und (aus) einer Bedeutung.
    Wie kann die Form eines Wortes existieren? Die Form kann schriftlich oder mündlich existieren. schriftl. / mdl. Die Form eines Wortes kann schriftlich oder mündlich existieren.
    Woraus können Wörter zusammengesetzt sein? Wörter können aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein, aus dem Stamm, aus Präfixen und aus Suffixen. mehrere Teile: Stamm, Präfix, Suffix Wörter können aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein, nämlich aus dem Stamm, aus Präfixen oder Suffixen.
    Wonach können Wortarten unterschieden werden? Nach der Funktion der Wörter im Satz können verschiedene Wortarten unterschieden werden. Fkt. der Wörter im Satz Wortarten können nach der Funktion der Wörter im Satz unterschieden werden.

    Fragen:
    (1) Was versteht man unter dem Wortschatz?
    (2) Was gehört zum Grundwortschatz?
    (3) Wer verwendet Fachwortschatz?

    Text 2: Der Wortschatz
    Der Wortschatz ist die Gesamtheit der Wörter einer Sprache. Aber der Wortschatz ist nicht einfach eine Sammlung von Wörtern, die im Laufe der Zeit zufällig und ohne System entstanden ist. Zwischen den Wörtern bestehen viele und manchmal sehr komplizierte Verwandtschaftsbeziehungen. Man kann z.B. den Grundwortschatz und den Fachwortschatz einer Sprache unterscheiden. Der Grundwortschatz besteht aus den Wörtern einer Sprache, die am häufigsten verwendet werden und deren Bedeutung (fast) allen Sprechern dieser Sprache bekannt ist. Der Fachwortschatz eines Fachgebietes dagegen wird in der Regel nur von den Menschen verwendet, die sich beruflich mit diesem Gebiet beschäftigen.

    Frage Satz im Text Stichpunkte Antwortsatz
    Was versteht man unter dem Wortschatz? ... ... ...
    Was gehört zum Grundwortschatz? ... ... ...
    Wer verwendet Fachwortschatz? ... ... ...

    Lösung

    Fragen:
    (1) Was ist das Latium?
    (2) Welche Bedeutung hatte Latein mehr als 1.000 Jahre lang?
    (3) Welche Rolle spielt das Latein noch heute?
    (4) Wo kann man heute Latein lernen?
    (5) Was ist die Meinung der Anhänger des "lebendigen Lateins"?

    Text: Die Bedeutung der lateinischen Sprache
    Die lateinische Sprache wurde ursprünglich in der Region um Rom gesprochen, die das "Latium" genannt wurde. Bedeutung bekam Latein als offizielle Sprache des römischen Imperiums. Alle romanischen Sprachen stammen von der lateinischen Sprache ab, und viele Wörter, die aus dem Latein stammen, kann man heute in anderen modernen Sprachen wiederfinden. Man sagt zum Beispiel, dass 80% der englischen Wörter aus der lateinischen Sprache stammen. Außerdem war Latein in der westlichen Welt mehr als 1.000 Jahre lang die Sprache in wissenschaftlichen und politischen Angelegenheiten. Erst im 18. Jahrhundert wurde sie durch Französisch und im 19. Jahrhundert durch Englisch ersetzt. Das Latein überlebte bis heute als offizielle Sprache ("Kirchenlatein") in der katholischen Kirche und ist Amtssprache des Vatikans. Latein wird auch noch heute als Wissenschaftssprache verwendet.
    Nach dem Ende des Römischen Imperiums entwickelten sich die verschiedenen romanischen Sprachen aus dem Latein. Diese Sprachen waren jahrhundertelang nur gesprochene Sprachen, während Latein noch als schriftliche Sprache benutzt wurde. Zum Beispiel war Latein bis 1296 Amtssprache in Portugal und wurde erst dann durch Portugiesisch ersetzt.
    Auch heute noch wird Latein in Lateinkursen an Schulen, Volkshochschulen und Universitäten unterrichtet. In diesen Kursen werden grundsätzlich lateinische Texte in moderne Sprachen übersetzt, sodass Schreib- und Leseverstehen stärker berücksichtigt werden als Hörverstehen und Sprechen. Trotzdem wächst die Zahl der Anhänger des "lebendigen Lateins" stetig. Sie sind der Auffassung, dass Latein wie andere moderne "lebende" Sprachen erlernt werden sollte, d.h. sowohl als geschriebene als auch als gesprochene Sprache.
    (Frei nach: http://www.lateinisch.com/delatin/history.asp)

    Lösung
    Der Fragesatz 2 - Entscheidungsfrage

    Was wissen Sie über:
  • die Funktion einer Entscheidungsfrage und über die Wortstellung in einer Entscheidungsfrage?


  • Beispiele für Antwortmöglichkeiten:
    "Findet der Unterricht morgen statt?"
    (1) ® "..."
    (2) ® "..."
    (3) ® "..."
    (4) ® "..."

    1. Bilden Sie zu den Übungen der Satz- und Wort-Negation Entscheidungsfragen. Achten Sie v.a. auf den Satzrahmen.

    2. Beantworten Sie die Entscheidungsfragen verneinend.

    (1) "Hast du dir schon die Fahrkarten für morgen besorgt?"
    (2) "Warst du gestern noch in der Mathe-Vorlesung?"
    (3) "Gehst du noch in die Mensa essen?"
    (4) "Hast du schon gefragt, ob du morgen frei haben kannst?"

    Mehrdeutigkeit

    1. Welche Verwandtschaftsbezeichnungen in der deutschen Sprache kennen Sie?
    Ordnen Sie sie danach, ob die Personen
    (1) zu einer früheren Generation,
    (1) zur gleichen Generation,
    (3) zu einer späteren Generation
    gehören.
    Informieren Sie sich auf der Webseite der Internet-Enzyklopädie "Wikipedia".

    Lösung

    2. Lückentext: Ergänzen Sie die fehlenden Verwandtschaftsbezeichnungen.

    Meine Familie
    Mein Vater und meine Mutter sind meine ........ . Ich heiße Thomas, ich bin ihr ........ . Meine ........ haben noch ein zweites Kind, eine ........ . Sie heißt Johanna und ist meine ........ . Johanna und ich sind ........ .
    Mein Vater hat keine Eltern mehr, sie sind schon gestorben. Die Eltern meiner Mutter dagegen leben noch. Meine ........ leben mit uns im selben Haus. Mein ........ ist schon 85 Jahre alt, meine ........ ist 78 Jahre alt.
    Mein Vater hat noch zwei ........, einer heißt Roland und der andere heißt Walter. ........ Roland hat zwei Töchter, sie sind meine ........ . ........ Walter hat einen ........, er heißt Jan und ist mein ........ .

    3. Einige dieser Bezeichnungen können in einer übertragenen Bedeutung verwendet werden.

    Beispiel:
    der Vater
    ® Hauptbedeutung: ein Mann, der ein Kind hat
    ® übertragene Bedeutungen/Nebenbedeutungen:
          - der geistige Vater, der Schöpfer einer Idee: der Vater der Relativitätstheorie
          - [nur im Plural] die Menschen, die früher gelebt haben: das Vaterland, die Vaterstadt
          - [nur im Singular] Anrede für einen katholischen Priester: "Vater, ich möchte beichten."
          - [nur im Singular] Gott: Vater im Himmel
          - [nur im Singular] Vater Staat: der Staat, der sich seinen Bürgern gegenüber wie ein Vater verhält

    Lösung

    4. Welche verschiedenen Bedeutungen haben die folgenden Substantive?

    Beispiel:
    - der Fuß
    (1) "Ich habe mir beim Fußball den Fuß gebrochen."
    (2) "Wir müssen unter den Fuß ein Stück Papier legen, sonst wackelt der Schrank."
    (3) "Das Pferd hat sich den Fuß verletzt."
    (4) "Ich sehe mir heute einen Film aus der Serie 'Am Fuß der Blauen Berge' an."

    5. Weitere Beispiele: Erklären Sie die Bedeutungen.

    Substantiv Beispielsatz Bedeutung
    der Kopf1 "Mein Kopf tut weh!" ...
    der Kopf2 "Er ist ein kluger Kopf!" ...
    der Kopf3 Er ist zwar schon 80 jahre alt, aber er ist immer noch der Kopf des Unternehmens. ...
    der Kopf4 "Bringst du bitte aus dem Gemüseladen einen Kohlkopf mit!" ...
    der Kopf5 "Ihre Adresse müssen Sie im Briefkopf schreiben." ...
    das Herz1 "Immer wenn ich schnell laufe, tut mein Herz weh." ...
    das Herz2 "Sie wird dir helfen, sie hat ein gutes Herz." ...
    das Herz3 Der Thüringer Wald ist das Grüne Herz Deutschlands. ...
    das Herz4 Sie trägt eine goldene Kette mit einem Herz als Anhänger. ...
    das Auge1 Seine Freundin hat große blaue Augen. ...
    das Auge2 "Ich habe vier Augen gewürfelt.". ...
    das Auge3 Auf der Brühe schwimmen viele Fett-Augen. ...
    der Zahn1 Ich habe auf einen Kirschkern gebissen und mir einen Zahn abgebrochen. ...
    der Zahn2 Die meisten Briefmarken haben heute keine Zähne mehr. ...

    6. Suchen Sie (mithilfe des Wörterbuchs) noch weitere Substantive, Verben oder Adjektive, die nicht nur eine, sondern mehrere Bedeutungen haben, und bestimmen Sie die Hauptbedeutung und die übertragenen Nebenbedeutungen.
    Wortbildung - Zusammensetzungen

  • Informieren Sie sich darüber, wie neue Wörter in der deutschen Sprache entstehen können.

  • Warum müssen neue Wörter gebildet werden?

  • Was versteht man unter Zusammensetzungen? Informieren Sie sich zum Thema Wortbildung.


  • Beispiel:
    (1) die Sprache = Grundwort (trägt die allgemeine Bedeutung der zukünftigen Zusammensetzung)
    (2) das Fach = Bestimmungswort (bestimmt die allgemeine Bedeutung des Grundwortes genauer)
    (3) Fach/sprache ® das Fach - die Sprache
    (4) die Fachsprache
    (5) Die "Fachsprache" ist nicht allgemein eine Sprache, sondern sie ist die Sprache "eines (bestimmten) Faches".

  • Welcher Teil der Zusammensetzung bestimmt immer den Artikel?

  • Nach welcher Methode kann die Bedeutung einer Zusammensetzung erklärt werden?


  • Beispiel:
    die Fachsprache
    ® die Sprache eines Faches
    ® die Sprache, die in einem (bestimmten) Fach verwendet wird

    1. Teilen Sie die Zusammensetzungen und erklären Sie die Bedeutungen.

    (1) der Literaturwissenschaftler
    (2) die Alltagskommunikation
    (3) der Sommersprachkurs
    (4) die Fremdsprachenkenntnisse
    (5) der Anfängerunterricht
    (6) das Studentenwohnheim
    (7) der Semesterkurs
    (8) die Sprachreise

    2. Bilden Sie Zusammensetzungen. Ordnen Sie vorher den Grundwörtern ein passendes Bestimmungswort zu. Was müssen Sie bei den Zusammensetzungen beachten?

    BESTIMMUNGSWORT GRUNDWORT
    die Wissenschaft das Semester
    die Kommunikation der Zweig
    das Wort der Kurs
    das Tier das Mittel
    die Produktion die Familie
    die Wortbildung die Bildung
    der Gast die Regel
    die Fremdsprache die Bezeichnung
    das Ausland das Ergebnis


  • Was muss bei der Verbindung von Bestimmungswort und Grundwort beachtet werden?


  • Beispiele:
    (1) Universität + Studium ® das Universitätsstudium
    (2) Familie + Karte ® die Familienkarte
    (3) Bild + Buch ® das Bilderbuch
    (4) Ozean + logos (griech.: Wissenschaft) ® die Ozeanologie

    3. Bilden Sie mithilfe der Grundwörter so viele Zusammensetzungen wie möglich. Erklären Sie die Bedeutung der Zusammensetzungen mithilfe von Wortgruppen oder kurzen Nebensätzen.

    (1) -sprache
    ® die Landessprache, die Weltsprache, die Berufssprache, die Computersprache, die Gebärdensprache, ...
    ® die Sprache, die in einem bestimmten Land gesprochen wird
    (2) -kontrolle
    (3) -mittel
    (4) -bezeichnung
    (5) -studium
    (6) -semester

    4. Suchen Sie ein gemeinsames Grundwort (Einige der Zusammensetzungen wurden schon in den bisherigen Lektionen verwendet!). Achten Sie auf das Fugenelement.

    (1) Fuß-, Hand-, Leder-
    (2) Büro-, Kind-, Maschine-
    (3) Fach-, Abend-, Beruf-
    (4) Natur-, Sprache-, Ingenieur-
    (5) Wissenschaft-, Land-, Geschäft-
    (6) Frage-, Aussage-, Aufforderung-
    Erklären Sie die Bedeutung der Zusammensetzungen.

    5. Erklären Sie die Bedeutung der Zusammensetzung mit dem Bestimmungswort Sprache mithilfe einer Wortgruppe oder eines Nebensatzes.

    (1) der Sprachfehler
    (2) das Sprachlabor
    (3) die Sprachreise
    (4) der Sprachforscher
    (5) die Sprachgeschichte
    (6) der Sprachlehrer
    (7) die Sprachnorm
    (8) die Sprachschule

    6. Erklären Sie die Bedeutung der Zusammensetzung mit dem Bestimmungswort Stadt mithilfe einer Wortgruppe oder eines Nebensatzes.

    (1) der Stadtbewohner
    (2) die Stadtwohnung
    (3) der Stadtbummel
    (4) der Stadtmensch
    (5) der Stadtplan
    (6) die Stadtrundfahrt
    (7) der Stadtteil

    7. Bilden Sie Zusammensetzungen mit dem Bestimmungswort "Land-".
    Entscheiden Sie, ob Sie
    - Land-
    - Landes-
    - Lands-
    - Länder-
    verwenden müssen.
    Erklären Sie in einem kurzen Satz die Bedeutungen.

    Land-
    Landes-
    Lands-
    Länder-
    Grundwort
    Zusammensetzung
    +
    -
    -
    -
    Karte
    die Landkarte
    ...
    ...
    ...
    ...
    Arzt
    ...
    ...
    ...
    ...
    ...
    Währung
    ...
    ...
    ...
    ...
    ...
    Urlaub
    ...
    ...
    ...
    ...
    ...
    Hauptstadt
    ...
    ...
    ...
    ...
    ...
    Name
    ...
    ...
    ...
    ...
    ...
    Mann
    ...
    ...
    ...
    ...
    ...
    Spiel
    ...
    ...
    ...
    ...
    ...
    Bewohner
    ...

    8. Der Artikel bei Abkürzungen

  • Was wissen Sie über den Artikel bei Abkürzungen?


  • Beispiele:
    (1) der DFB (= der Deutsche Fußballbund)
    (2) die DSH (= die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang)
    (3) die PDS (= die Partei des demokratischen Sozialismus; heute: die LINKE)

    Bestimmen Sie den Artikel dieser deutschen Abkürzungen und begründen Sie Ihre Entscheidung. Hilfe finden Sie unter www.abkuerzungen.de.

    (1) BRD (11) WM
    (2) MdB (12) ARD
    (3) EDV (13) ZDF
    (4) SPD (14) OG
    (5) CDU (15) AEG
    (6) FDP (16) JVA
    (7) RE (17) IG
    (8) ADAC (18) StVO
    (9) TÜV (19) VfB
    (10) BGB (20) HSV

    9. In der Sächsischen Zeitung wurde ein Gedicht veröffentlicht, in dem Substantive mit dem Grundwort "-punkt" verwendet werden.

    Punkt für Punkt

    Im ...punkt will jeder stehen,
    vom ...punkt die Ferne sehen.
    Den ...punkt will man überwinden,
    zu einem festen ...punkt finden.
    Den ...punkt möchte man verbuchen,
    den ...punkt wiederum verfluchen.
    Den ...punkt will man erreichen.
    Der ...punkt lässt uns erbleichen.
    Den ...punkt fürchtet jeder sehr.
    Der ...punkt wiegt für jeden schwer.
    Der ...punkt ist für uns wichtig.
    Den ...punkt wähle jeder richtig.
    Den ...punkt sollten wir erfassen,
    vom ...punkt die Finger lassen.
    Der ...- und ...punkt ist wichtig.
    Am ...punkt entscheide richtig!
    Der ...punkt gibt dem Leben Glanz.
    Am ...punkt trifft man sich zum Tanz.
    Erreicht den ...punkt man zuletzt,
    dann wird der ...punkt jäh gesetzt.
    (Nach: Sächsische Zeitung vom 02./03.01.2010, S. M6)

    Ergänzen Sie die passenden Bestimmungswörter, als Hilfe sind in der Tabelle die Bedeutungsbeschreibungen der Komposita angegeben.

    Punkt für Punkt

    VERS ZUSAMMENSETZUNG ERKLÄRUNG LÖSUNG
    Im ...punkt will jeder stehen, der Mittelpunkt Zentrum Im Mittelpunkt will jeder stehen,
    vom ...punkt die Ferne sehen. der ...punkt ein Ort, der hoch liegt und von dem aus man sehr weit sehen kann ...
    Den ...punkt will man überwinden, der ...punkt der schlechteste Punkt einer Entwicklung; häufig auch eine Zeit, in der es einem Menschen psychisch sehr schlecht geht ...
    zu einem festen ...punkt finden. der ...punkt die Ansicht, Auffassung zu einem Problem ...
    Den ...punkt möchte man verbuchen, der ...punkt ein Punkt (beim Spiel), mit dem man einen besonderen Vorteil bekommt ...
    den ...punkt wiederum verfluchen. der ...punkt ein Minuspunkt (beim Spiel), den man bekommt, weil man einen Fehler gemacht hat ...
    Den ...punkt will man erreichen. der ...punkt der beste (und schönste) Teil einer Entwicklung ...
    Der ...punkt lässt uns erbleichen. der ...punkt die Summe, die etwas kostet ...
    Den ...punkt fürchtet jeder sehr. der ...punkt der Punkt, an dem sich nichts mehr bewegt ...
    Der ...punkt wiegt für jeden schwer. der ...punkt etwas, das besonders wichtig ist ...
    Der ...punkt ist für uns wichtig. der ...punkt etwas, das dabei hilft, sich eine Meinung zu bilden ...
    Den ...punkt wähle jeder richtig. der ...punkt eine Perspektive, aus der man ein Problem betrachtet ...
    Den ...punkt sollten wir erfassen, der ...punkt der wichtigste Punkt; der zentrale Punkt ...
    vom ...punkt die Finger lassen. der ...punkt die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit zu Dampf wird ...
    Der ...- und ...punkt ist wichtig. der ...punkt der Punkt, um den sich alles dreht, der im Zentrum steht ...
    Am ...punkt entscheide richtig! der ...punkt der Punkt, von dem aus verschiedene Richtung möglich sind ...
    Der ...punkt gibt dem Leben Glanz. der ...punkt die beste Leistung ...
    Am ...punkt trifft man sich zum Tanz. der ...punkt der Ort, wo man sich trifft ...
    Erreicht den ...punkt man zuletzt, der ...punkt der Punkt, an dem eine Entwicklung endet ...
    dann wird der ...punkt jäh gesetzt. der ...punkt der Punkt, der eine Sache endgültig beendet ...

    (Nach: Sächsische Zeitung vom 02./03.01.2010, S. M6)

    Worterklärungen:

  • überwinden - V: überwand/überwunden haben - S: die Überwindung - Bed.: etwas schaffen
  • verbuchen - V: verbuchte/verbucht haben - S: die Verbuchung - Bed.: hier: etwas werten
  • wiederum - Adv. - Bed.: dagegen
  • verfluchen - V: verfluchte/verflucht haben - S: die Verfluchung - Bed.: sich über etwas sehr ärgern; etwas "zum Teufel" wünschen
  • erbleichen - V: erbleichte/erbleicht sein - Bed.: vor Schreck weiß im Gesicht werden
  • wähle - V: Konjunktiv I von "man wählt" - Bed.: Der Konjunktiv I bedeutet hier eine Aufforderung.
  • jäh - Adj./Adv. - Bed.: plötzlich


  • Lösung

    Lückensätze:
    Setzen Sie in den folgenden Sätzen die zusammengesetzten Substantive aus der Tabelle ein.

    (1) Bildung muss bei allen politischen Entscheidungen ein "absoluter ....." sein.
    (2) Der Absatzboom digitaler Fotokameras hat in Deutschland seinen ..... bereits überschritten.
    (3) Die Schulschließungen und die Aufhebung der Lernmittelfreiheit sind ein ..... in der Hamburger Schulpolitik.
    (4) Im ..... stehen praktische Übungen und Tipps zur Stressbewältigung im beruflichen Alltag.
    (5) Als einen ..... ihrer Arbeit im kommenden Jahr nennt Ministerin Künast den wirtschaftlichen Verbraucherschutz.
    (6) Mit den Veranstaltungen, zu denen jeweils etwa 1.500 Menschen kamen, setzten die beiden Parteien den ..... unter ihren Wahlkampf.
    (7) Ein weiterer Pluspunkt des neuen Gebäudes ist, der der Zugang zu den Büros barrierefrei sein wird und sich dadurch auch für Rollstuhlfahrer eignet.
    (8) Die Gefahren der Atomindustrie rücken immer stärker in den ..... des öffentlichen Interesses.

    Wortbildung - Substantive mit dem Suffix -er (Auswahl!)

  • Was versteht man unter einer Suffigierung? Informieren Sie sich zum Thema Wortbildung.


  • 1. Substantive vom Typ "der Leser"

    VERB SUFFIX -er MASK. SUBSTANTIV BEDEUTUNG
    lesen les(en) -er der Leser eine Person, die (ein Buch) liest


    Antworten Sie kurz.
    Was macht ein:
    Zuschauer, Zuhörer, Raucher, Vermieter, Kinobesucher, Bastler, Radfahrer, Autofahrer, Steuerzahler, Tierschützer, Umweltverschmutzer, Falschparker, Linksabbieger, Fahranfänger, Langschläfer, Frühaufsteher

  • Wie können die entsprechenden weiblichen Formen gebildet werden?


  • Formen Sie die Sätze nach dem Muster um.
    Er spielt sehr gut Tennis. - Er ist ein sehr guter Tennisspieler.

    1. Die Studentin schwimmt nicht sehr gut.
    2. Mein Bruder fährt sehr sicher Auto.
    3. Meine Freundin raucht nicht stark.
    4. Bei Diskussionen hört sie stets aufmerksam zu.
    5. Der Professor kennt die griechische Literatur ausgezeichnet.
    6. Der Autor des Buches hat die Natur sehr genau beobachtet.

    2. Substantive vom Typ "der Lehrer"

    VERB SUFFIX -er MASK. SUBSTANTIV BEDEUTUNG
    lehren lehr(en) -er der Lehrer eine Person, die (Schüler) etw. lehrt


    Bei diesen Bezeichnungen handelt es sich im Unterschied zum 1. Typ um Berufsbezeichnungen.

  • Wie können die entsprechenden weiblichen Formen gebildet werden?


  • Antworten Sie kurz.
    Wer
    verkauft (Waren), bäckt (Brot), übersetzt (Bücher), druckt (Texte), verlegt (Bücher), spricht Recht, schreinert (Möbel), berät andere Menschen über ihre Steuern, lehrt Menschen eine Fremdsprache, malt (Wände), malt (Bilder)?
    Was macht ein: Jäger, Fischer, Briefträger, Maurer?

  • Worin besteht die Besonderheit der folgenden Beispiele?


  • Fleischer, Zöllner, Glaser, Gärtner?
    Antworten Sie kurz, womit sich diese Berufe beschäftigen.

    Welche weiteren Suffixe zur Bezeichnung von Personen gibt es in der deutschen Sprache?
    Ergänzen Sie die Tabelle.

    SUFFIX BEISPIEL BEDEUTUNG
    -ler die Gewerkschaft - der Gewerkschaftler
    die CDU - der CDUler
    ein Mitglied/Funktionär der Gewerkschaft
    ein Mitglied der Partei CDU
    -or der Doktor ...
    -eur der Ingenieur ...
    -ist der Komponist ...
    -ent der Student ...
    -ant der Ignorant ...


    3. Substantive vom Typ "der Physiker"

    FACHGEBIET SUFFIX -er MASK. SUBSTANTIV BEDEUTUNG
    die Physik Physik -er der Physiker ein Mensch, der sich beruflich/wissenschaftlich mit dem Fachgebiet der Physik beschäftigt


    weitere Fachgebiete:
    die Chemie, die Mathematik, die Informatik, die Logik
    Beachten Sie aber, dass nicht alle Fachgebiete nach diesem Modell funktionieren.
    die Biologie ® der Biologe
    die Linguistik ® der Linguist

    4. Substantive vom Typ "der Unternehmer"

    VERB SUFFIX -er MASK. SUBSTANTIV BEDEUTUNG
    herstellen herstell(en) -er der Hersteller ein Unternehmen/eine Firma, das/die (z.B. Computer) herstellt


    Antworten Sie kurz.
    Was macht ein
    Möbelhersteller, Autozulieferer, Stromversorger, Autovermieter, Reiseversicherer, Reiseveranstalter, Autobauer

    5. Substantive vom Typ "der Kocher"

    VERB SUFFIX -er MASK. SUBSTANTIV BEDEUTUNG
    kochen koch(en) -er der Kocher ein Gerät, auf dem etw. kocht


    Antworten Sie kurz.
    Wofür verwendet man einen
    Filter, Bohrer, Toaster, Schraubendreher, Dosen-/Büchsenöffner, Wäschetrockner, Bleistiftspitzer, Wagenheber, Staubsauger, Lichtschalter, Rasenmäher, CD-Player, Feuerlöscher?

  • Was müssen Sie bei dem Wort der Bohrer beachten?

    6. Substantive vom Typ "der Tanker"

    SUBSTANTIV SUFFIX -er MASK. SUBSTANTIV BEDEUTUNG
    der Tank Tank -er der Tanker ein Fahrzeug, das Flüssigkeiten (in einem großen Tank) transportiert


    VERB SUFFIX -er MASK. SUBSTANTIV BEDEUTUNG
    schleppen schlepp(en) -er der Schlepper ein Fahrzeug, das ein anderes Fahrzeug schleppt


    Antworten Sie kurz.
    Was ist ein
    Transporter, Frachter, Eisbrecher, Dampfer, Flieger?

    7. Substantive vom Typ "der Zittauer"

    EIGENNAME SUFFIX -er MASK. SUBSTANTIV BEDEUTUNG
    Zittau Zittau -er der Zittauer ein Mensch, der in Zittau wohnt / aus Zittau stammt


  • Wie können die entsprechenden weiblichen Formen gebildet werden?


  • Antworten Sie kurz.
    Wie nennt man einen Menschen, der aus
    Köln, Dresden, München, New York, der Oberlausitz, Thüringen, der Schweiz, Italien, Belgien, Halle
    stammt?

    Was ist bei den Bedeutungen der folgenden Wörtern zu beachten?
    Handelt es sich bei den Bedeutungen II um Bildungen mit dem Suffix -er?
    Beachten Sie die Artikel!

    WORT BEDEUTUNG I BEDEUTUNG II
    Frankfurter der Frankfurter
    ein Mensch, der in Frankfurt am Main oder Frankfurt (Oder) geboren wurde oder dort wohnt
    weibliche Form: die Frankfurterin
    die Frankfurter (= Plural)
    Würstchen, die v.a. heiß und als Paar gegessen werden
    Berliner ... ...
    Hamburger ... ...
    Amerikaner ... ...
    Wiener ... ...
    Krakauer ... ...
    Tokajer ... ...
    Burgunder ... ...
    Pils(e)ner ... ...
    Debreziner ... ...
    Edamer ... ...
    Römer ... ...
    Engländer ... ...
    Kameruner ... ...
    Eibauer ... ...
    Radeberger ... ...

    Lösung:

    Das Wort "Frankfurter" bedeutet entweder ein Mensch, der in Frankfurt am Main oder in Frankfurt an der Oder geboren wurde oder der dort lebt, oder es bedeutet Würstchen, die meistens heiß und als Paar gegessen werden.

    Sie können auch das Hilfsverb "sein" verwenden:

    Ein "Frankfurter" ist entweder ein Mensch, der in Frankfurt am Main oder in Frankfurt an der Oder geboren wurde oder dort lebt, oder es ist ein Würstchen, das meistens heiß und als Paar gegessen wird.

    Außer der Konjunktion "entweder - oder" können Sie auch die Konjunktionen "sowohl - als auch", "oder", "zum einen - zum anderen" verwenden.

    Abschlussübung:

    Beschreiben Sie in einer kurzen Wortgruppe die Bedeutung der Substantive.
    Nennen Sie zuerst den Oberbegriff, danach die (kurze) Erklärung.

    (1) der Kopfhörer (8) der Eisläufer
    (2) der Dachdecker (9) der Trinker
    (3) der/das Flensburger (10) der Filialleiter
    (4) der Schwarzseher (11) der Stadtbewohner
    (5) der Mähdrescher (12) der Schneefänger
    (6) der Kritiker (13) der Kühler
    (7) der Stuttgarter (14) der Japaner


    Ziel/Zweck/Absicht - Der Finalsatz

    Beispiele:
    (1) Der neue Wortschatz ist thematisch geordnet, damit man ihn besser lernen kann.
    (2) Wir haben den neuen Wortschatz thematisch geordnet, um ihn besser lernen zu können.
    (3) Zum besseren Lernen des Wortschatzes ist er thematisch geordnet.
    (4) Wozu ist der Wortschatz thematisch geordnet?

  • Informieren Sie sich über den Finalsatz.


  • 1. Wozu braucht man heute eine Fremdsprache?
    Beachten Sie die Verwendung der Modalverben "wollen" und "können".

    (1) Man will an einer ausländischen Hochschule studieren.
    (2) Man will sich beruflich qualifizieren.
    (3) Man will in einem anderen Land als Au-pair arbeiten.
    (4) Man will ausländische Zeitschriften lesen.
    (5) Man will fremde Literatur ohne Übersetzung verstehen.
    (6) Man will sich mit den Menschen eines anderen Landes unterhalten.

    2. Das kann Ihnen auch einmal passieren! (Hoffentlich nicht!)
    Thomas hatte einen Fahrrad-Unfall und musste einige Zeit im Krankenhaus bleiben. Seine Kommilitonen besuchten ihn und jeder brachte ihm etwas mit und hatte dabei eine besondere Absicht.

    WER? WAS? WOZU?
    Martin einen MP3-Player Musik
    Ewa Briefpapier Briefe
    Joanna Bananen schnell gesund werden
    Zhang einen Harry-Potter-Roman lesen
    Adnane Schokolade naschen
    Jan Mathematik-Lehrbuch ?
    Elena Blumenstrauß ?


    3. Noch etwas über Thomas.
    Unterstreichen Sie die Subjekte. Bilden Sie Finalsätze oder, wenn es möglich ist, eine Infinitivkonstruktion mit "um zu".

    (1) Thomas lernt Deutsch. Er will an einer deutschen Hochschule studieren.
    (2) Thomas schreibt oft nach Hause. Seine Freundin soll nicht so lange auf Post warten.
    (3) Thomas spricht viel Deutsch. Er will diese Sprache so schnell wie möglich lernen.
    (4) Er hat sich ein Wörterbuch der Wirtschaft gekauft. Er will sich gut auf sein BWL-Studium vorbereiten.
    (5) Er hat eine Fahrkarte für einen ICE gekauft. Er will nicht den ganzen Tag in Regionalbahnen sitzen.
    (6) Seine Freundin hat ihm ein Foto gegeben. Er soll sie nicht vergessen.

    4. Verbinden Sie die beiden folgenden Sätze zu einem Finalsatz.

    HANDLUNG ZWECK
    Viele Menschen lernen Fremdsprachen. Sie wollen fremde Menschen und Länder kennen lernen.
    Ich passe heute Abend auf euer Kind auf. Ihr könnt ins Kino gehen.
    Du musst täglich mindestens zwei Stunden lernen. Du bestehst die Prüfung.
    Gestern haben sich die Lehrer des Studienkollegs versammelt. Sie haben über die schlechten Prüfungsleistungen im Fach Mathematik beraten.
    Ich helfe dir beim Aufräumen. Du musst nicht alles allein machen und bist schneller fertig.
    Ihr müsst morgen zeitig aufstehen. Ihr schafft den Zug nach Dresden.


    5. Formen Sie die nominalen Wortgruppen in Finalsätze um (Verbalisierung).

    (1) Der Ausländer ist zur Teilnahme am Einstufungstest nach Leipzig gekommen.
    (2) Der Arzt gab dem Patienten zur Beruhigung eine Spritze.
    (3) Zur Erholung der Bürger wird in der Stadt ein Park gebaut.
    (4) Der Sportler ist zum Training auf den Sportplatz gegangen.
    (5) In jeder Woche erscheint zur Information der Mitarbeiter der Hochschule ein E-Mail-Newsletter.
    (6) Otto Hahn ist zur Vertiefung seiner Kenntnisse bei Ernest Rutherford nach Montreal gereist.
    (7) Lise Meitner ist 1908 zur Fortsetzung der Ausbildung bei Max Planck nach Berlin umgezogen.

    6. Formen Sie die Finalsätze in nominale Wortgruppen um (Nominalisierung).
    Achten Sie auf den Satzrahmen.

    (1) Der Dozent führt den Versuch durch, um die chemischen Prozesse zu erklären.
    (2) Der Englischlehrer hat die Ausländer eingeladen, damit sie die Aufgaben gemeinsam lösen können.
    (3) Der Lehrer schreibt die Regeln an die Tafel, damit wir sie auswendig lernen.
    (4) Der Student braucht dringend das Lehrbuch, um sich auf die Prüfung vorzubereiten.

    7. Informieren Sie über die Arten von Praktika.
    Beantworten Sie die Frage: Welches Praktikum findet wann wozu statt? Verwenden Sie Finalsätze.

    Art des Praktikums Wann? Wozu?
    Betriebspraktikum Schulzeit erstes Kennenlernen der Arbeitswelt
    Orientierungspraktikum Ferien / nach der Schule berufliche Orientierung; Konkretisierung von Berufswünschen
    Vorpraktikum vor Beginn eines FH-Studiums praktische Erfahrungen im künftigen Berufsfeld sammeln; Erwerb von Grundfertigkeiten in technischen Arbeitsfeldern
    Studienbegleitende Praktika parallel zum Studium theoretisches Wissen in der Praxis anwenden; passende Studienschwerpunkte finden; Berufsfelder entdecken
    Auslandspraktika vor oder während der Studienzeit Sprachkenntnisse vertiefen; internationale Erfahrungen sammeln

    (Aus: abi. dein weg in studium und beruf. Ausgabe 2007/2008, S. 23)


    Fragen:
    (1) Welche Funktionen haben Praktika heute?
    (2) Welche Städte sind für Praktika am beliebtesten?
    (3) Was sind Nachteile von Großstädten?
    (4) Warum ist die Wohnungssituation in kleineren Städten besser?

    Text: Praktikum in Deutschland
    Praktika sind bei der Vorbereitung auf den Beruf heute unerlässlich. Sie bieten die Möglichkeit, den beruflichen Alltag sowie die eigenen Stärken und Schwächen kennen zu lernen. Außerdem kann man wichtige Kontakte knüpfen, die für eine spätere Karriere sehr nützlich sein können.
    In Deutschland gibt es beliebte Orte für Praktika. Besonders die Großstädte sind sehr gefragt. Mit einem Praktikum in München, Berlin, Köln, Frankfurt oder in Hamburg kann man nicht nur ein neues Unternehmen kennen lernen, sondern auch eine neue Stadt.
    Bei diesen Städten ist die Standortwahl jedoch auch eine finanzielle Frage. München ist eine sehr teure Stadt. Wer dort niemanden kennt, bei dem er wohnen kann, muss mit einer sehr hohen Miete rechnen, sofern er überhaupt eine Wohnung findet. Weniger angespannt ist die Wohnungssituation oft in kleineren Städten. Gerade in Studentenstädten wie z.B. Göttingen vermieten viele Studenten ihr Zimmer in den Ferien. Auch viele WG-Zimmer sind bis zum Semesteranfang frei und stehen für eine Zwischenmiete zur Verfügung.
    (Nach: http://www.praktikum-in.de/praktikum-deutschland/

    Lösung


    1. Wortschatz

    Wichtige Verben!
    studieren; sich einleben; fehlen; stimmen; auswendig lernen; schaffen

    (1) studieren
    Welche Verwendungen des Verbs studieren kennen Sie schon? Achten Sie auf die unterschiedlichen Präpositionen, die mit diesem Verb verbunden werden können.
    Bilden Sie kurze Beispielsätze.
    (1) Wer? - studieren + Was1? ® [Substantiv: das Studium]
    (2) Wer? - studieren + Was2? ® [Substantive: das Studium; die Studie]
    (3) Wer? - studieren + Was3? ® [Substantiv: das Studium; die Studie]
    (4) Wer? - studieren + aufA?
    (5) Wer? - studieren + Wo? ®
    (6) Wer? - studieren + Wie? ®
    (7) Wer? - studieren + bei wem? ®

    Welche Bedeutung hat das Verb studieren in den folgenden Sätzen?
    (1) Er hat in den 80er-Jahren in Berlin Germanistik und Philosophie studiert.
    (2) Ich habe die preußische Geschichte intensiv studiert, weil ich später auf Bachelor studieren wollte.
    (3) Wenn du nach dem Bachelor nach einen Master machen möchtest, musst du noch einmal zwei Jahre studieren.
    (4) Biologie-Studenten sollten das Hauptwerk Darwins, "Die Entstehung der Arten", gründlich studieren.
    (5) Kann man in Zittau BWL studieren?
    (6) In Bayern dürfen Frauen erst seit dem Wintersemester 1903/04 an Hochschulen studieren.
    (7) In Leipzig hat er nicht nur Medizin an der Universität, sondern in den Bars auch die Frauen studiert.

    Entscheiden Sie: lernen oder studieren.
    (1) Ich war schon 12 Jahre alt, als ich schwimmen ..... habe.
    (2) Einfache mathematische Operationen ..... die Kinder schon im Kindergarten.
    (3) Neue Studenten müssen erst ....., wie sie sich an einer Hochschule verhalten müssen.
    (4) Schon mit 10 ..... er Gitarre, sie ist bis heute auch sein Lieblingsinstrument.
    (5) Vormittags ..... er in der Schule für sein Abi, nachmittags arbeitete er in der Firma.
    (6) Schon als kleines Mädchen ..... ich das Sprichwort: "So viele Sprachen du sprichst, so oft bist du Mensch".
    (7) "Zur Vorbereitung auf das nächste Seminar ..... Sie bitte die im Skript angegebene Literatur."

    (2) sich einleben in (+ Dativ)
    Die Studentin aus China hat sich noch nicht in Deutschland eingelebt. = Sie fühlt sich hier noch nicht zu Hause.
    Gut eingelebt in der neuen Umgebung haben sich bereits:
    - Familie Schmidt ist vor Kurzem umgezogen.
    - Frau Schulz arbeitet seit einem halben Jahr als Dolmetscherin bei der EU in Brüssel.
    - Sara und Michael haben im Herbst ihr Studium in Berlin begonnen.
    - Thomas geht seit September in eine neue Schule.

    Bilden Sie Sätze mit sich einleben in. Ordnen Sie zuerst die Informationen entsprechend den oben genannten Beispielsätzen.

    WER? WO?
    Familie Schmidt Belgien
    Thomas Studienort
    Frau Schulz neue Wohnung
    Sara und Michael die neue Klasse

    (3) fehlen
    Meine Freundin fehlt mir sehr. = Ich vermisse sie sehr.

    Achten Sie auf die unterschiedlichen Bedeutungen von fehlen in den Beispielsätzen:
    - Herr Massoud fehlt heute.
    - Mir fehlt das Geld, um mir solch ein teures Wörterbuch kaufen zu können.
    - Bitte komm bald nach Hause, du fehlst mir sehr.
    - Du siehst so schlecht aus, fehlt dir was?

    Bilden Sie Sätze mit fehlen und begründen Sie Ihre Meinungen. Verwenden Sie die Konjunktion denn.

    - Ich habe meinen Freund schon einen Monat nicht mehr gesehen. ®
    - Sein Hund ist vor einer Woche weggelaufen. ®
    - Sie hat ihre Heimatstadt schon lange nicht mehr gesehen. ®
    - Unsere Freunde sind vor Kurzem zum Studium nach Leipzig gefahren. ®

    (4) stimmen
    "Er spricht schon sehr gut deutsch." "Das stimmt!" (= Das ist richtig!) oder: "Es stimmt, dass er schon sehr gut deutsch spricht." (= Es ist richtig, dass ...)

    Was stimmt und was stimmt nicht? Begründen Sie Ihre Meinung.

    - Deutsch ist eine schwere Sprache.
    - Leipzig ist die Hauptstadt von Sachsen.
    - Der Dativ von "der Student" ist "dem Student".

    (5) schaffen
    Die Studenten müssen das Studium in der Fremdsprache schaffen. = das Studium in der Fremdsprache erfolgreich abschließen
    Was müssen Sie bei dem Verb schaffen beachten?

    Sagen Sie die Sätze im Perfekt.

    - Ich beeile mich, deshalb schaffe ich den Zug nach Dresden.
    - Der Amerikaner Walt Disney schafft die weltberühmte Figur "Micky Maus".
    - Ohne fremde Hilfe schafft er die Prüfung nicht.
    - Gott schafft die Menschen und die Tiere.
    - Ein Fremdsprachenlehrer schafft die Möglichkeit, dass die Studenten das Studium in der fremden Sprache schaffen.
    Achtung:
    - Die erste Etappe der Wanderung schaffen wir ohne Probleme, aber nach dem Berg sind wir geschafft.
    - Die Region ist wie geschaffen für einen Spätsommer-Urlaub.

    2. Wie heißen die Verben?

    - der Brief ®
    - das Fax ®
    - die E-Mail ®
    - die SMS ®
    - Google® ®
    - im Internet (herum)suchen ®
    - der Chat ®
    - einen "Tweet" (eine Kurznachricht) veröffentlichen ®
    - mithilfe des Programms "Skype" Nachrichten schreiben oder ein Videotelefonat führen ®

    3. Regeln für die persönliche E-Mail

    Auch bei einer persönlichen E-Mail sollten bestimmte Regeln eingehalten werden. Sie werden "Netiquette" genannt.
    - Beginnen Sie die Mail mit einer Anrede: Liebe(r) ... / Hallo ... / Hi ... .
    - Beachten Sie die Regeln der Grammatik, Orthographie und Interpunktion (z.B. Groß- und Kleinschreibung).
    - Schreiben Sie nicht den gesamten Text in Kleinbuchstaben.
    - Probleme kann es bei den Umlauten (ä,ö,ü) und dem ß geben; verwenden Sie im Zweifelsfall ae,oe,ue bzw. ss.
    - Schreiben Sie auf der Tastatur nicht zu schnell, um nicht zu viele Tippfehler zu machen.
    - Gliedern Sie auch einen Mailtext in Abschnitte, so ist er besser lesbar.
    - Schreiben Sie nicht, wie Sie sprechen (nicht: "Da werd ich's halt mitnehm.").
    - Übliche Abkürzungen können Sie verwenden (MfG = Mit freundlichen Grüßen).
    - Verwenden Sie die Schreibung in Großbuchstaben (um etwas zu betonen) sparsam ("Das Wetter war SUPER.").
    - Verwenden Sie Frage- und Ausrufezeichen sparsam (nicht: "Ich komme schon morgen!!!!!!!!!!!!!").
    - Smileys können verwendet werden, aber nicht zu oft (:-)) = ich freue mich).
    - Phonologische Ideogramme können in sehr persönlichen Mails verwendet werden (cu = See you! (Bis bald!).
    - Schreiben Sie am Ende der Mail einen Gruß (z.B. Ciao, Tschüs).
    - Zitieren Sie bei Antwortmails nicht die (lange) Originalnachricht.

    4. Schreiben Sie E-Mails, in denen Sie
    (1) einen Bekannten darüber informieren, wo er in Deutschland das Fach Architektur studieren kann
    (2) sich bei Ihren Eltern "ausheulen", dass Sie sich in Zittau noch nicht eingelebt haben
    (3) Ihrem Bruder über die Schwierigkeiten mit der deutschen Grammatik berichten
    (4) Ihrem Freund / Ihrer Freundin die ersten Tage am Studienkolleg schildern

    Die Tempusformen im Deutschen

    1. Umfrage: Wie informieren Sie sich über Ausbildung und Beruf?

    (1) Unterstreichen Sie alle Verben der Antworten und bestimmen Sie die grammatischen Zeitformen (Tempus).
    (2) Welche Zeitbedeutung haben diese Tempusformen?

    Janina Reuter:
    "Ich spreche fast jeden Tag mit meinen Eltern und meinen älteren Geschwistern über die Berufswahl. Dann habe ich auch schon einige Male im BIZ* recherchiert und mir dort Informationsmaterial besorgt. Ein Berufsberater informierte uns außerdem in der Schule über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Natürlich schaue ich auch immer wieder ins Internet."
    Kerstin Hug:
    "Da ich schon weiß, welchen Beruf ich einmal ergreifen werde, ist bei mir die Informationssuche nicht so kompliziert. Ich recherchiere hauptsächlich im Internet, gehe aber auch oft ins BIZ und in Bibliotheken."
    Simone Schmitt:
    "Ich hatte bereits ein Gespräch bei der Berufsberatung des Arbeitsamtes. Das hat sich wirklich gelohnt. Jetzt sehe ich meinen zukünftigen Berufsweg viel klarer vor mir. Weitere Informationen über Ausbildung und Beruf werde ich mir im BIZ und im Internet besorgen."
    Johannes Hack:
    "Ich informiere mich über die Berufswelt bei Verwandten und Freunden. Wenn die Berufswahl für mich aktuell wird, dann wende ich mich an die einschlägigen Institutionen wie Berufsberatung und BIZ."
    Karolin Schöttler:
    "Schon vor längerer Zeit habe ich mich für ein Medizinstudium entschieden. Viele Informationen hatte ich vorher von Freunden, die bereits studieren, und von älteren Geschwistern bekommen. Während der Orientierungstage im Gymnasium wurden wir über Ausbildungen, Studiengänge und Berufe informiert. Das hat mich in meiner Wahl bestätigt."
    (Nach: abi. Berufswahl-Magazin, Heft 10/2001, S. 15)

    * Können Sie diese Abkürzung "entschlüsseln"?

    Wichtiger Wortschatz!
    recherchieren; einen Beruf ergreifen; sich lohnen; besorgen; sich wenden an; bestätigen

    (3) Erstellen Sie eine Tabelle, in der Sie die Bedeutung der Tempusformen systematisieren.

    Tempus/Zeit Vergangenheit Gegenwart Zukunft immer
    Futur II
    (werden + Partizip II + haben/sein)
    xxx xxx Handlung, die in der Zukunft abgeschlossen wird xxx
    Futur I
    (werden + Infinitiv)
    ... ... ... ...
    Präsens
    (Grundform I)
    ... ... ... ...
    Präteritum
    (Grundform II)
    ... ... ... ...
    Perfekt
    (haben/sein + Partizip II)
    ... ... ... ...
    Plusquamperfekt
    (hatte/war + Partizip II)
    ... ... ... ...
    Perfekt II
    (haben + Partizip II + gehabt)
    ... ... ... ...
    Plusquamperfekt II
    (hatte + Partizip II + gehabt)
    ... ... ... ...

    Hinweis:
    Sie werden in den folgenden Lektionen weitere Beispiele für die Verwendung der Tempusformen finden. Vervollständigen Sie dann Ihre Tabelle.

    Tabelle

    2. Liste von Temporaladverbien.

    ADVERB
    ADJEKTIV
    BEDEUTUNG
    TEMPUS
    BEISPIEL
    heute heutig
    das heutige Datum
    Gegenwart
    (am selben Tag)
    aktuelles Präsens
    (aber auch Perfekt/Futur I/
    futurisches Präsens möglich)
    Heute fällt die Vorlesung aus.
    Ich bin heute zu spät aufgestanden.
    Heute werde ich zeitig schlafen gehen.
    gestern gestrig
    der gestrige Tag
    Vergangenheit
    (einen Tag zurück)
    Präteritum
    Perfekt
    (historisches Präsens)
    Gestern streikten die Busfahrer.
    Wir haben uns gestern im Unterricht mit dem Finalsatz beschäftigt.
    "Gestern gehe ich die Hauptstraße entlang, als plötzlich neben mir ein Auto hält. ..."
    vorgestern
    ...
    ...
    ...
    Exkursion nach Dresden
    morgen
    ...
    ...
    ...
    Kontrollarbeit in Physik
    übermorgen
    ...
    ...
    ...
    schon wieder Kontrollarbeit in Physik
    morgen früh
    ...
    ...
    ...
    länger schlafen
    bald
    ...
    ...
    ...
    Thema "Mechanik" abschließen
    gerade
    ...
    ...
    ...
    Lösung der Mathematik-Aufgabe ausrechnen
    gleich
    ...
    ...
    ...
    Unterricht beginnen
    nachher
    ...
    ...
    ...
    in PC-Pool gehen
    jetzt
    ...
    ...
    ...
    PC neu starten
    soeben
    ...
    ...
    ...
    PC "abstürzen"
    eben
    ...
    ...
    ...
    die Gleichung noch wissen
    sofort
    ...
    ...
    ...
    kommen
    vorhin
    ...
    ...
    ...
    nach Hause gehen
    demnächst
    ...
    ...
    ...
    neues Lehrmaterial bekommen
    neulich
    ...
    ...
    ...
    ihn auf der Straße treffen
    zurzeit
    ...
    ...
    ...
    am Studienkolleg studieren
    früher
    ...
    ...
    ...
    mit Rechenschieber rechnen


    3. Die Studentin Johanna verbringt ein Auslandssemester an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich in der Schweiz. Am zweiten Tag schreibt sie ihrer Freundin Steffi eine kurze E-Mail. Entscheiden Sie, in welchem Tempus die in Klammern stehenden Verben im Infinitiv verwendet werden müssen.

    Hallo Steffi,
    ich (ankommen) gestern gut in Zürich. Die Bahnfahrt (sein) lang und anstrengend. Ich (reservieren) schon vor einigen Wochen einen Platz in einem Liegewagen, mit mir im Abteil (sein) drei ältere Damen, die die halbe Nacht laut (sich unterhalten). Ich (einschlafen können) nicht! Der Zug (ankommen) pünktlich um 9.18 Uhr in Zürich. Ich (fahren) mit der Straßenbahn hinauf zur ETH. Von dort (haben) man einen fantastischen Blick über die Stadt. Ich (sich anmelden) an der Uni, dann (hinunterfahren) ich mit der "Polybahn" in die Stadt. Die "Polybahn" (abfahren) alle fünf Minuten, in der Mitte der Strecke (sich begegnen) die Bahn, die (hinunterfahren), und die Bahn, die zur ETH (hinauffahren). Mit der Straßenbahn (fahren) ich zu meinem Wohnheim. Ich (wohnen) dort allein in einem kleinen Zimmer, zu der Wohneinheit (gehören) aber noch drei weitere Zimmer, in denen ausländische Austauschstudentinnen (wohnen). Mein Zimmer (kosten) 360 Schweizer Franken, das (sein) ungefähr 240 Euro. Gestern Abend ich so (müde sein), dass ich schon um 8 Uhr (schlafen gehen). Heute (besuchen müssen) ich schon die ersten Vorlesungen und Seminare. Morgen (sich anmelden) ich in der Bibliothek. Sie (sich befinden) nur zehn Minuten von der Uni entfernt.
    Ich (Schluss machen müssen), denn gleich (beginnen) meine Physik-Vorlesung. Ich (schreiben) dir heute Abend noch eine Mail oder eine SMS.
    Ciao, Johanna


    Wichtiger Wortschatz - Ein kleiner Test

    Wer sich an einer Hochschule nicht blamieren möchte, der muss die einschlägige Terminologie beherrschen. Überprüfen Sie ihre Kenntnisse in einem kleinen Test. Wenn Sie die richtige Lösung gefunden haben, dann erklären Sie die Bedeutung des Wortes in einem kurzen Satz.
    Was bezeichnen die falschen Lösungen?

    1. Frage: Was ist ein Kolloquium?
    ® a) der Ausschluss von einer Hochschule
    ® b) die lateinische Bezeichnung für eine Doktorarbeit
    ® c) eine wissenschaftliche Diskussion

    2. Frage: Was bedeutet die Abkürzung c.t.?
    ® a) care of time - Zeitgewinn: die Lehrveranstaltung findet nur ein halbes Semester lang statt
    ® b) cum tempore - mit Zeit: die Lehrveranstaltung beginnt 15 Minuten später als im Plan angegeben
    ® c) con telefono - mit Telefon: in der Prüfung ist die Benutzung eines Handys erlaubt

    3. Frage: Was macht das Studentenwerk?
    ® a) Studenten Praktika in der Wirtschaft vermitteln
    ® b) Krankenversicherungen für Studenten anbieten
    ® c) Studierende in allen sozialen Fragen unterstützen

    4. Frage: Was versteht man unter "Studium fundamentale"?
    ® a) eine Vorlesungsreihe für Architekten
    ® b) eine Vorlesungsreihe für Studenten aller Fachbereiche
    ® c) ein obligatorisches Seminar im 1. Semester

    5. Frage: Was verstehen Sie unter einem Brückenkurs?
    ® a) ein Kurs für Architektur-Studenten zum Thema Brücken-Bau
    ® b) ein Kurs, der z.B. zwischen dem Ende der Ausbildung an einem Studienkolleg im Februar und dem Beginn des Fachstudiums zum nächsten Wintersemester an einer Hochschule durchgeführt wird
    ® c) ein Kurs im Sommer, um die Ferien für Studenten zu verkürzen

    6. Frage: Was bedeutet die Abkürzung N.N.?
    ® a) nomen nominandum: der Name des Lehrers steht noch nicht fest
    ® b) not normal: eine Sonder-Lehrveranstaltung außerhalb des normalen Stundenplans
    ® c) non natura: an dieser Lehrveranstaltung dürfen keine Naturwissenschaftler teilnehmen

    7. Frage: Was bedeutet "Matrikel"?
    ® a) eine Registriernummer für Bücher in einer Bibliothek
    ® b) eine Sportveranstaltung für Studenten
    ® c) eine Liste der Studenten an einer Hochschule

    8. Frage: Was ist unter einer Rückmeldung zu verstehen?
    ® a) eine Frage an einen Professor
    ® b) Rückgabe ausgeliehener Bücher
    ® c) die neue Einschreibung zu jedem Semester

    9. Frage: Was sind Scheine?
    ® a) Essenmarken für die Mensa
    ® b) Jobangebote am "Schwarzen Brett"
    ® c) Leistungsnachweise an Universitäten, die die erfolgreiche Teilnahme an der Lehrveranstaltung bestätigen

    10. Frage: Was bedeutet der Begriff Audimax?
    ® a) der größte Hörsaal einer Hochschule
    ® b) eine gute Stimmung bei Studentenpartys
    ® c) das Dienstfahrzeug des Rektors (i.d.R. ein Mercedes oder BMW)

    11. Frage: Wer wird mit "Magnifizenz" angesprochen?
    ® a) der Dekan eines Fachbereichs
    ® b) der Rektor einer Hochschule
    ® c) ein Student, der gerade seine Abschlussprüfung bestanden hat


    Das Begründen – Der Kausalsatz

    Beispiele:
    (1a) Thomas geht zum Arzt, weil er krank ist.
    (2a) Weil Thomas krank ist, geht er zum Arzt.
    (2b) Da Thomas krank ist, geht er zum Arzt.
    (3a) Thomas geht zum Arzt, denn er ist krank.
    (3b) Thomas geht zum Arzt, weil er ist krank.
    (4) Thomas geht zum Arzt, er ist nämlich krank.
    (5) Wegen seiner Krankheit geht Thomas zum Arzt.
    (6) Warum geht Thomas zum Arzt?

  • Informieren Sie sich über den Kausalsatz.


  • 1. Verbinden Sie beide Aussagen mithilfe eines Kausalsatzes. Entscheiden Sie zuerst: Was ist die Handlung (Folge) und was ist die Ursache?

    (1) Er hat noch wenig Erfahrung. - Ich kritisiere ihn nicht.
    (2) Ich habe ihm die Wahrheit gesagt. - Er ist böse auf mich.
    (3) Wir froren und beeilten uns, nach Hause zu kommen. - Es herrschte strenger Frost.
    (4) Sie nahmen an der Exkursion nicht teil. - Sie fühlten sich nicht gut.
    (5) Wir haben die Gaststätte gefunden. - Er kennt sich in der Stadt gut aus.

    2. Verbalisieren Sie.

    (1) Wegen der Verspätung des Zuges kamen wir nicht pünktlich zum Test nach Zittau.
    (2) Der Verkehr auf der Autobahn musste aufgrund eines Unfalls umgeleitet werden.
    (3) Infolge ihrer Krankheit konnte sie nicht an der Exkursion nach Dresden teilnehmen.
    (4) Wegen der schlechten Sicht mussten wir ganz langsam fahren.
    (5) Die Physik-Vorlesung fällt aufgrund einer Erkrankung des Professors heute aus.
    (6) Wegen Nebel konnte das Flugzeug nach London nicht pünktlich starten.

    3. Verwenden Sie statt weil und da die in den Klammern stehenden sprachlichen Mittel, die eine kausale Beziehung ausdrücken können.

    (1) Er fuhr nicht mit nach Leipzig, weil er erkältet war. (wegen)
    (2) Weil das Geschäft renoviert wird, bleibt es geschlossen. (aufgrund)
    (3) Da die neue Wohnung sehr klein ist, können wir nicht alle Möbel aufstellen. (denn)
    (4) Wir möchten unsere Wohnung gegen eine größere tauschen, weil wir nicht genug Platz für die Kinder haben. (nämlich)
    (5) Weil ich noch etwas Wichtiges zu erledigen habe, komme ich erst später. (denn)
    (6) Sie sah sehr blass aus, weil sie sehr lange krank war. (wegen)
    (7) Da er schwerhörig ist, hat er den Vortrag schlecht verstanden. (nämlich)
    (8) Weil die Behörden sparen müssen, werden im Öffentlichen Dienst immer weniger Absolventen eingestellt. (denn)

    4. Begründen Sie die Entschuldigungen bzw. Ausreden der Studenten.

    NR. SITUATION AUSSAGE BEGRÜNDUNG LÖSUNG
    1 Student im Unterricht zum Professor "Ich verstehe in dem Satz das Wort 'boomen' nicht." in der Schule nicht Englisch gelernt "Ich verstehe in dem Satz das Wort 'boomen' nicht, weil ich in der Schule nicht Englisch gelernt habe."
    2 Student per E-Mail zum Professor "Ich kann morgen leider nicht zum Seminar kommen." ... ...
    3 Student zu Kommilitonen "Am Wochenende muss ich zu meinen Eltern nach Hause fahren." ... ...
    4 Student in der Mittagspause zu Kommilitonen "Ich esse heute nicht in der Mensa." ... ...
    5 Student am Telefon zum Professor "Ich kann Ihnen die Seminararbeit erst nächste Woche abgeben." ... ...
    6 Student zum Professor "Ich konnte heute früh um 8 Uhr nicht zur Konsultation kommen." ... ...
    7 Student im Unterricht zum Professor "Ich kann Ihre Frage nicht beantworten." ... ...
    8 Student zu seiner Freundin "Ich konnte dich gestern Abend nicht anrufen." ... ...
    9 Student zu Mensa-Kassiererin "Ich muss das Essen heute bar bezahlen." ... ...
    10 Student im Unterricht zum Professor "Ich habe immer noch kein Wörterbuch." ... ...


    5. Mathematik in Ausbildung und Studium
    Umfrage: Mathematik – nach dem Abitur aus und vorbei?

    Roman Herzog:
    "Je nach Ausbildungswunsch und Berufsziel wird man nur einen Teil der schulischen Mathematikkenntnisse benötigen. Ich interessiere mich für das Vermessungswesen oder eine andere Ingenieurausbildung. Dabei wird es ohne Mathematik nicht gehen."
    Miriam Johnson:
    "Ich werde sicher noch Mathematikkenntnisse benötigen. Ich möchte Psychologie studieren. In diesem Studium beschäftigt man sich auch mit Statistik. Dieser Teilbereich der Mathematik wird in der Schule leider kaum berücksichtigt."
    Ricky Paul:
    "Ich werde wahrscheinlich Architektur studieren. Mathematik ist dabei unumgänglich. Allerdings werde ich meine Mathematikkenntnisse gründlich aufarbeiten müssen. Das meiste, was im Unterricht durchgenommen wurde, habe ich bereits wieder vergessen."
    Roland Roy:
    "Ich möchte später im Bereich Informatik tätig sein. Ohne Mathematikkenntnisse geht das nicht, weder während Ausbildung und Studium noch im späteren Beruf."
    Anna-Len Nieschalk:
    "Da ich mich für ein Medizinstudium entschieden habe, glaube ich kaum, dass ich Mathematik im Studium brauchen werde. Ich denke, dass für mein späteres Leben lediglich mathematische Grundkenntnisse wie Dreisatz oder Prozentrechnen von Bedeutung sein werden. Den Rest werde ich wohl recht schnell vergessen."
    (abi Berufswahl-Magazin 8+9/2001, S. 15)

    Wichtiger Wortschatz!
    benötigen; berücksichtigen; aufarbeiten; durchnehmen

    (1) Notieren Sie die Ursachen, warum die Jugendlichen Mathematik benötigen (oder nicht), nach der Ihnen bereits bekannten Methode.

    NAME ENTSCHEIDUNG BEGRÜNDUNG
    Roman Herzog ja Interesse für Vermessungswesen / andere Ingenieurausbildung
    Miriam Johnson ... ...
    Ricky Paul ... ...
    Roland Roy ... ...
    Anna-Len Nieschalk ... ...

    Lösung

    (2) Warum brauchen die Studenten Mathematik? Antworten Sie mit Kausalsätzen.

    6. Umfrage: Glauben Sie, dass Fremdsprachen in Ihrer beruflichen Zukunft eine Rolle spielen werden?

    Kristina Beijer:
    "Meine Antwort: ein klares ja. Sprachen sind für mich unheimlich wichtig. Vielleicht studiere ich nach dem Abitur im Ausland."
    Krystian Hipp:
    "Ja. Ich denke, dass durch die Globalisierung die einzelnen Länder immer enger zusammenwachsen. Deshalb werden Sprachkenntnisse gerade in Zukunft wichtig sein."
    Fabio Camastra:
    "Ich habe vor, nach dem Abitur im Ausland zu studieren. Dafür benötige ich auf jeden Fall gute Sprachkenntnisse. Vielleicht suche ich mir danach im europäischen Ausland eine Arbeitsstelle. Dafür muss ich natürlich fit in Sprachen sein."
    Stefanie Jüngling:
    "Ich glaube, dass Englisch in meiner beruflichen Zukunft eine gewisse Rolle spielen wird. Andere Sprachen wie beispielsweise Französisch werde ich wohl nur im privaten Bereich verwenden können."
    Sarah Neuschl:
    "Ja, davon bin ich überzeugt. Schon jetzt sind Sprachkenntnisse für mich sehr wichtig, da ich viele ausländische Bekannte und Freunde habe. Außerdem möchte ich ein Jahr lang in den USA studieren - ohne Englisch-Kenntnisse geht das nicht."
    (Nach: abi. Berufswahl-Magazin, Heft 10/1999, S. 15)

    Worterklärung:
  • unheimlich - Adj./Adv. - Bed.: vor allem gesprochene Sprache: sehr


  • (1) Vervollständigen Sie die Tabelle.

    Name wichtig Grund
    Kristina Beijer wichtig nach Abitur Studium im Ausland
    Krystian Hipp ... ...
    Fabio Camastra ... ...
    Stefanie Jüngling ... ...
    Sarah Neuschl ... ...

    Lösung

    (2) Beantworten Sie die Frage, warum Fremdsprachen in der beruflichen Zukunft der Studenten eine Rolle spielen werden.
    (3) Schreiben Sie selbst Ihre Meinung zu der Umfrage.

    7. Beantworten Sie die Frage mithilfe der Informationen aus dem Schaubild: Weshalb haben Sie sich für das Wohnen im Wohnheim entschieden?


    (Quelle: SpiegelEi - Magazin des Studentenwerks Dresden. Ausgabe 4/2011, S. 2)

    Beispiel:
    73 Prozent der Studenten haben sich für das Wohnen im Wohnheim entschieden, ...


    Warum haben Sie sich für Ihre Wohnung in Zittau (Wohnheim, WG, eigene Wohnung, ...) entschieden?

    8. Vervollständigen Sie die Satzfragmente sinnvoll.
    Notieren Sie zunächst die Information.

    1 Wegen Bauarbeiten Sperrung der Straße Wegen Bauarbeiten musste die Straße gesperrt werden.
    2 Wegen Sicherheitsmängeln ... ...
    3 Wegen einer EDV-Systemumstellung ... ...
    4 Wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ... ...
    5 Aufgrund eines Software-Fehlers in der Bank ... ...
    6 Aufgrund leerer öffentlicher Kassen ... ...
    7 Infolge des Unwetters ... ...
    8 Wegen Inventur ... ...
    9 Infolge eines Verkehrsunfalls ... ...
    10 Infolge einer schweren Erkrankung ... ...

    9. Ein Praktikum in den USA: Ziel oder Grund?

    Verbinden Sie die Informationen sinnvoll mithilfe eines Final- oder Kausalsatzes.
    Ich habe mich für ein Praktikum in den USA entschlossen
    (1) Ich will die US-amerikanische Arbeitswelt erleben.
    (2) Ein Praktikum in den USA bietet die Möglichkeit, erste Berufserfahrungen zu sammeln.
    (3) Die USA sind eine der wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt.
    (4) Ich möchte meine Englischkenntnisse in der Praxis vertiefen.
    (5) Ich habe nach dem 2. Semester acht Wochen Zeit und möchte nicht nur Urlaub machen.
    (6) Ich möchte den "American Way of Life" kennen lernen.
    (7) Ein Praktikum in den USA bringt später viele Pluspunkte bei der Arbeitssuche.
    (8) Ich wollte immer schon mal ein nichteuropäisches Land kennen lernen.


    Fragen:
    (1) Welche Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt man in einem Mathematikstudium?
    (2) Welche Voraussetzungen sind nötig, um Mathematik studieren zu können?
    (3) Wann kann ein Mathematikstudium begonnen werden?
    (4) Wie wird der Stoff der Vorlesungen in den Übungen vertieft?
    (5) Welche Lehrveranstaltungen hat man im ersten und zweiten Semester?

    Text: Allgemeine Informationen zum Mathematikstudium
    In einem Mathematikstudium erwirbt man nicht nur Fachkenntnisse und lernt typische mathematische Methoden kennen, die heute in Technik und Wirtschaft unentbehrlich sind, sondern man erwirbt auch Fähigkeiten, die in vielen Berufsbereichen sehr gefragt sind, wie z.B. analytisches Denkvermögen, kreatives und systematisches Herangehen an komplexe Probleme sowie eine exakte Arbeitsweise. Das und sinkende Absolventenzahlen führen zu einer immer weiter steigenden Nachfrage nach Mathematikern durch die Unternehmen. Vor allem aber ist die Mathematik ein faszinierendes Gebiet, dessen Studium eine hochinteressante und reizvolle Beschäftigung darstellt.
    Die einzige formale Voraussetzung für ein Mathematikstudium ist das Abitur, es gibt für Mathematik keine weiteren Zulassungsbeschränkungen (Numerus clausus). Eine wichtige persönliche Voraussetzung ist natürlich Interesse und Spaß an der Mathematik, auch eine gewisse Begabung ist natürlich nötig.
    Ein Mathematikstudium kann sowohl zu einem Wintersemester als auch zu einem Sommersemester begonnen werden. Einführende Veranstaltungen in einem Nebenfach oder in einem zweiten Unterrichtsfach werden allerdings manchmal nur in einem Wintersemester angeboten. Das Studium des Unterrichtsfachs Mathematik für ein Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen ist allerdings auf den Studienbeginn zu einem Wintersemester ausgerichtet.
    Das Studium besteht im Wesentlichen aus der Teilnahme an drei verschiedenen Typen von Lehrveranstaltungen:
    Vorlesungen: Hier werden von einem Dozenten die wichtigsten Stoffinhalte vermittelt.
    Übungen: In den Übungen wird der Stoff, der in den Vorlesungen behandelt wurde, vertieft. Dazu wird in der Vorlesung einmal pro Woche ein Übungsblatt ausgeteilt, das dann von den Studenten selbstständig bearbeitet oder in Gruppenarbeit bearbeitet wird. Die Lösungen der Aufgaben werden dann abgegeben und von den Übungsleitern - meist älteren Studenten - korrigiert. Die korrigierten Aufgabenblätter werden dann in kleinen Gruppen besprochen. Die Teilnahme an den Übungen ist für das Verständnis des Stoffes unbedingt notwendig, letztlich kann man Mathematik und ihre Arbeitsmethoden nur durch "Selbermachen" lernen.
    Seminare: Seminare sind Arbeitsgruppen, in denen die Teilnehmer selbst Referate halten und so sich und anderen den Stoff vermitteln.
    Daneben gibt es auch noch ergänzende Lehrangebote, wie z.B. Tutorien und Sprechstunden der Dozenten und Assistenten.
    In den ersten beiden Semestern hört man normalerweise zwei Vorlesungen: Analysis I und Lineare Algebra I. Jede dieser Vorlesungen findet zweimal pro Woche statt und dauert je zwei Stunden. Zu diesen beiden Vorlesungen findet je eine Übungsstunde statt, die jeweils 2 Stunden dauert. Insgesamt ergeben sich so 12 Stunden pro Woche. Je nach Studiengang kommen dazu noch Veranstaltungen in den Nebenfächern.
    (Nach: http://www.mathematik.uni-muenchen.de/studium/allgemein/index.html)

    Lösung

    Ratschlag/Rat/Empfehlung/Tipp

    Beispiele:
    (1) Ich empfehle dir, mit der Prüfungsvorbereitung rechtzeitig zu beginnen.
    (2) Sieh doch im Wörterbuch nach, wenn du das Wort nicht verstehst.
    (3) Du solltest an dem Tutorium teilnehmen, um den Stoff zu wiederholen.

  • Informieren Sie sich über die sprachlichen Mittel für Empfehlungen/Ratschläge/Tipps.


  • 1. Geben Sie neuen Kommilitonen Ratschläge. Verwenden Sie sprachliche Mittel wie sofort, so schnell wie möglich, gleich, zuerst. Welche Verben müssen Sie verwenden?

    eine Wohnung zuerst Verb: suchen
    eine Krankenversicherung sofort Verb: ...
    günstige Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt so schnell wie möglich Verb: ...
    Stundenplan ... Verb: ...
    Stadtbibliothek ... Verb: ...
    gutes Wörterbuch ("Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache") ... Verb: ...
    lukrativen Nebenjob ... Verb: ...
    gemütliche Studentenkneipe ... Verb: ...

    2. Ihr Kommilitone ist durch die Mathematik-Prüfung gefallen. Geben Sie ihm Ratschläge, was er für die Wiederholungsprüfung beachten muss.

    (1) Ordnen u. Systematisierung des Stoffs
    (2) Konzentration auf das Wesentlichste
    (3) Wiederholung des Stoffs nicht wenige Tage vor Prüfung
    (4) Verteilung der Wiederholung auf längere Zeit
    (5) Benutzung von Lernhilfen, z.B. Computerprogrammen
    (6) vor Prüfung genügend Schlaf, keinen Alkohol
    (7) Bitte um Konsultation bei Professor

    3. Einige Strategien gegen die Prüfungsangst: Formulieren Sie mithilfe der Informationen Ratschläge gegen die Prüfungsangst.

    (1) Nicht mehr als 60 Minuten hintereinander lernen. Danach immer zehn Minuten Pause machen. Dann den Stoff wiederholen.
    (2) Vielen hilft es, den Stoff im Rollenspiel mit einem Partner zu festigen.
    (3) Autogenes Training kann man in einem Volkshochschulkurs oder mit einer CD lernen.
    (4) Zwischen den Lerneinheiten immer ausreichend Freizeit möglichst an der frischen Luft einplanen.
    (5) Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, wenig Alkohol und Nikotin sorgen dafür, dass der Kreislauf nicht unnötig belastet und der Kopf leer wird.
    (6) Tee hält besser fit als Kaffee.
    (7) Am letzten Tag vor der Prüfung nichts Neues mehr dazulernen. Spazieren gehen, den Kopf ordnen, sich Mut machen.
    (Nach: Welt am Sonntag vom 8. Februar 2009, S. 62)

    4. Zehn Geld-Tipps für Studenten
    Die folgende Liste zeigt einige feste Ausgaben für Studenten in alphabetischer Reihenfolge.
    Geben Sie Studenten Empfehlungen, wie sie Geld sparen können.

    (1) Auto fahren (falls Sie ein Auto besitzen)
    Empfehlungen: Du solltest nicht allein im Auto nach Hause fahren! Suche dir Mitfahrer! Außerdem rate ich dir, eine Fahrgemeinschaft zu bilden.
    (2) Essen und Trinken
    Empfehlungen: regelmäßig Mensa; Großeinkauf von billigen Lebensmitteln im Supermarkt; Lebensmittel von zu Hause
    (3) Hobby und Freizeit
    Empfehlungen: Ermäßigungen in Kinos u. Museen durch Vorlage des Studentenausweises
    (4) Kleidung
    Empfehlungen: Einkauf in Secondhand-Shops; Schnäppchen bei Sonderangeboten
    (5) Lehrmaterialien
    Empfehlungen: Kopien; Bücher und CD-ROMs untereinander ausleihen
    (6) Miete
    Empfehlungen: Bewerbung um Wohnheimplatz; Suche nach passender WG
    (7) Öffentliche Verkehrsmittel
    Empfehlungen: preisgünstiges Semesterticket; Fahrrad
    (8) Telefon und Handy:
    Empfehlungen: Vergleich der Gebühren der verschiedenen Anbieter; Prepaid-Karten
    (9) Versicherungen:
    Empfehlungen: Vergleich der Angebote der Versicherungsunternehmen
    (10) Zeitungen und Zeitschriften:
    Empfehlungen: Sonderkonditionen der Verlage; Bewerbung um Gratis-Abonnement
    (Nach: abi. Berufswahl-Magazin, Heft 6+7/2002, S. 11)

    5. Wichtige Ratschläge für Schüler im Schulbusverkehr

    Geben Sie Schülern Empfehlungen, wie sie sich an der Haltestelle und im Bus verhalten sollen. Verwenden Sie Aufforderungssätze.
    (1) rechtzeitig an der Haltstelle sein
    (2) während der Fahrt: sitzen bleiben, bei Stehplätzen an einer Haltestange festhalten
    (3) nicht drängeln beim Aus- und Einsteigen
    (4) nach dem Aussteigen: erst Bus abfahren lassen, dann Straße überqueren
    (5) nahegelegene Fußgängerüberwege nutzen
    (6) im Bus nicht andere Fahrgäste stören
    (7) Taschen nicht auf Polstersitze stellen
    (8) Abfälle nicht auf den Boden, sondern in Abfallbehälter werfen

    6. Umfrage in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 09.11.2003, S. 332: Wo sollte das Rauchen vollständig verboten sein?
    Formulieren Sie selbst mithilfe des Modalverbs sollen Empfehlungen, wo das Rauchen verboten werden sollte. Begründen Sie Ihre Empfehlung.


    Beispiel:
    In Krankenhäusern sollte das Rauchen vollständig verboten sein/werden, denn ...

    7. "Jeden Tag ein bisschen fitter" - Unsere Tipps für mehr Gesundheit im Alltag!
    Formulieren Sie Ratschläge für Ihre Kommilitonen.


    (Nach: Unicum Magazin, S. 16)

    Ratschlag 1:
    Ihr solltet Studentenfutter statt Schokolade und Chips essen.
    Ratschlag 2:
    Ich rate euch, ... .


    Der Konjunktiv II

  • Wiederholen Sie die Konjugation der starken und der schwachen Verben.


  • Bildung:

    REGEL BEISPIEL
    Präteritum-Form des Verbs + e + Endung du machtest
    bei starken Verben: Umlaut (bei a,o,u) er käme
    Präteritum/Perfekt/Plusquamperfekt werden mit dem Hilfsverb haben/sein gebildet er hätte gelesen
    er wäre gekommen

    Besonderheiten in der Verwendung:

    REGEL BEISPIEL
    Vor allem in der gesprochenen Sprache wird für den Konjunktiv II im Präsens und im Futur zunehmend die Form würde + Infinitiv verwendet. er käme ® er würde kommen
    aber: nicht bei Hilfsverben er muss lesen ® er müsste lesen; nicht: *er würde lesen müssen
    Der Konjunktiv II der regelmäßigen (schwachen) Verben stimmt mit dem Indikativ Präteritum überein. Zur Verdeutlichung des Konjunktiv II kann dann die Form würden+Infinitiv in der Gegenwart und in der Zukunft verwendet werden. ich kaufte ® ich würde kaufen
    Manchmal klingen die "normalen" Formen der starken Verben (besonders mit ö und ü) archaisch, sie werden dann, vor allem in der gesprochenen Sprache, durch würden + Infinitiv ersetzt. lügen: er log ® er löge ® er würde lügen

    Funktionen (Auswahl):

    REGEL BEISPIEL
    Ausdruck einer irrealen Bedingung in der Gegenwart Wenn ich einen deutschen Freund hätte, würde ich schneller Deutsch lernen.
    Ausdruck einer irrealen Bedingung in der Zukunft (mit Temporalbestimmung) Vielleicht würden wir im nächsten Sommer sogar verreisen.
    Ausdruck einer irrealen Bedingung in der Vergangenheit Wenn ich für die schriftliche Abschlussklausur gelernt hätte, wäre ich nicht durch die Prüfung gefallen.
    Wünsche, von denen der Sprecher aber weiß, dass sie nicht erfüllt werden können - Gegenwart Käme der Bus doch endlich!
    Wenn der Bus doch endlich käme!
    Wünsche, von denen der Sprecher aber weiß, dass sie nicht erfüllt werden können - Zukunft (mit Temporalbestimmung) Könnten wir doch schon morgen in den Urlaub fahren!
    Wenn wir doch schon morgen in den Urlaub fahren könnten!
    Wünsche, von denen der Sprecher aber weiß, dass sie nicht erfüllt werden können - Vergangenheit Hätte ich bloß gestern besser gelernt!/Wären wir doch gestern Abend nicht so lange im Studentenclub gewesen!
    Wenn ich bloß gestern besser gelernt hätte!/Wenn wir doch gestern Abend nicht so lange im Studentenclub gewesen wären!
    Vermutungen Es könnte sein, dass er krank ist.
    Höflichkeitsformen Gib mir das Buch! - Würdest du mir bitte das Buch geben?
    Wann ist die Bibliothek geöffnet? - Könnten Sie mir bitte sagen, wann die Bibliothek geöffnet ist?
    Geben Sie mir einen "Spiegel"! - Ich hätte gern einen "Spiegel".
    Empfehlungen Du solltest dich besser vorbereiten.
    An deiner Stelle wäre ich vorsichtiger.
    Vorwürfe Sie hätten sich besser vorbereiten müssen.
    Erstaunen Ich hätte nicht gedacht, dass du jetzt schon kommst.

    Für irreale Wunschsätze werden die Partikel doch, nur, bloß oder wenigstens verwendet.

    1. Stellen Sie sich vor, ein Freund oder eine Freundin aus Ihrer Heimatstadt würde Sie in Ihrem Studienort besuchen. Was würden Sie ihm/ihr zeigen? Wohin würden Sie mit ihm/ihr gehen? Begründen Sie Ihre Meinung.

    2. Was würden Sie machen, wenn Sie morgen keinen Unterricht hätten?

    3. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn ...

    (1) im Fahrstuhl stecken bleiben - ...
    (2) kein Handy - ...
    (3) eine Sprache im Schlaf lernen - ...
    (4) einen deutschen Freund - ...
    (5) Professor sein - ...
    (6) der deutsche Bundeskanzler sein - ...

    4. Ergänzen Sie die Verben in den richtigen grammatischen Formen

    Wenn die Haifische Menschen wären
    "Wenn die Haifische Menschen (sein)", (fragen) ein kleines Mädchen Herrn K., "(sein) sie dann netter zu den kleinen Fischen?" "Sicher", (antworten) Herr K. "Wenn die Haifische Menschen (sein), (bauen) sie im Meer für die kleinen Fische große Kästen mit viel Nahrung darin, sowohl Pflanzen als auch Tieren. Sie (sorgen) dafür, dass die Kästen immer frisches Wasser (haben). Wenn sich ein Fischlein die Flosse (verletzen), dann (machen) sie ihm sofort einen Verband, damit es nicht zu schnell (sterben). Damit die Fischlein nicht (traurig werden), (geben) es manchmal große Wasserfeste, denn lustige Fischlein (schmecken) besser als traurige. Es (geben) natürlich auch Schulen in den großen Kästen. In diesen Schulen (lernen) die Fischlein, wie man in den Rachen der Haifische (schwimmen). Sie (brauchen) zum Beispiel Geografie, damit sie die großen Haifische (finden können). Man (beibringen) in der Schule den Fischlein, dass ihre Zukunft nur (gesichert sein), wenn sie gehorsam (lernen). Wenn die Haifische Menschen (sein), (führen) sie natürlich auch gegeneinander Kriege, um fremde Fischkästen und fremde Fischlein zu (erobern). Sie (lehren) die Fischlein, dass zwischen ihnen und den Fischlein anderer Haifische ein riesiger Unterschied (bestehen). Auch eine Religion (geben) es da, wenn die Haifische Menschen (sein). Sie (lehren), dass die Fischlein erst im Bauch der Haifische richtig (zu leben beginnen). Kurz, es (geben) erst eine Kultur im Meer, wenn die Haifische Menschen (sein)."
    (Nach Bertolt Brecht: Geschichten von Herrn Keuner; gekürzt)

    Lösung

    5. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär' ...

    (1) musikalisch sein ® in einer Rockband spielen
    (2) malen können ®
    (3) viel Geld haben ®
    (4) Wetter ändern können ®
    (5) ich du sein ®
    (6) ein Auto haben ®

    6. Wie heißen die ersten Verse des Volksliedes als irreale Bedingungen?

    REAL IRREAL
    Ich bin kein kleiner Vogel. ...
    Ich habe auch nicht zwei Flügel. ...
    Ich fliege nicht zu dir. ...

    ® "Wenn ich ..."

    7. Geben Sie irreale Bedingungen an, bei denen die Ereignisse nicht passiert wären.
    Entscheiden Sie zuerst: Welche Aussage ist real und welche Aussage ist irreal?

    (1) Als Kind hat er viele gefährliche Situationen erlebt, deshalb ist er jetzt so ängstlich.
    (2) Weil er als Kind einen Autounfall hatte, hat er heute große Angst vor dem Auto fahren.
    (3) Als Kind hat ihn bei Gewittern niemand beruhigt, deshalb gerät er heute bei Gewittern schnell in Panik.
    (4) Weil seine Eltern den ganzen Tag gearbeitet haben, war er als Junge viel allein.
    (5) In der Schule hat er oft schlechte Zensuren bekommen, deshalb machte ihm das Lernen wenig Spaß.
    (6) Da er so ängstlich ist, geht er selten aus und hat wenig Kontakt zu anderen Menschen.

    8. Drücken Sie die folgenden Aussagen als Wünsche aus, Sie wissen jedoch, dass diese Wünsche kaum in Erfüllung gehen werden. Beachten Sie die Verwendung der Modalverben.

    (1) Ich möchte nach dem Studium sofort ins Ausland gehen.
    (2) Ich möchte sechs Richtige im Lotto haben.
    (3) Ich möchte nach der Operation sofort wieder gesund werden.
    (4) Ich möchte Auto fahren können.
    (5) Ich habe den Einstufungstest nicht bestanden, so kann ich nicht am Studienkolleg studieren.
    (6) Das Semester ist noch nicht zu Ende.
    (7) Ich bin kein Millionär.

    9. Mithilfe des Konjunktiv II lassen sich auch
    a) Fragen höflicher stellen
    b) Aufforderungen, Bitten bzw. Wünsche höflicher formulieren
    c) Feststellungen vorsichtiger ausdrücken.

    Stellen Sie diese sprachlichen Mittel zusammen.

    FRAGEN AUFFORDERUNGEN/BITTEN/
    WÜNSCHE
    NEGATIVE FESTSTELLUNGEN
    Könnten Sie mir (bitte) sagen, ... Würden Sie (bitte) ... Ich würde sagen, ...
    ... ... ...

    10. Wo können Sie die folgenden Aussagen verwenden bzw. hören? Sagen Sie es höflicher.

    (1) Bringen Sie mir mal schnell einen Pott Kaffee!
    (2) Ich möchte sofort ein Stück Apfelkuchen mit Schlagsahne haben!
    (3) Fahren Sie mich sofort zum Bahnhof!
    (4) Lassen Sie alles einpacken und zu mir nach Hause bringen!
    (5) Wann hat Professor Klein Sprechzeit?
    (6) Ihre Meinung ist wieder einmal total falsch!
    (7) Tauschen Sie diesen Mantel um?
    (8) Ich will ein neues Fahrrad!
    Die Komparation der Adjektive

    1. Positiv

    Bildung

    Stamm des Adjektivs warm

    Verwendung und Bedeutung

    Adjektiv-Attribut zu einem Substantiv Nennung der Eigenschaft des Substantivs ein warmer Sommer
    Adverbialbestimmung zu einem Verb Nennung der Eigenschaft einer Handlung Die Sonne scheint heiß.
    Vergleich von 2 Sachen Beide Sachen haben eine gleiche Eigenschaft. Jan ist so alt wie Per.
    Vergleich von 2 Sachen Beide Sachen haben keine gleiche Eigenschaft.
    (Verneinung der Gleichheit)
    Jan ist nicht so alt wie Per.

    2. Komparativ

    Bildung

    Stamm des Adjektivs + -er schöner

    Verwendung und Bedeutung

    Adjektiv-Attribut zu einem Substantiv Vergleich von 2 Werten
    Ein Wert ist größer als der andere.
    Ich habe ein größeres Auto als du.
    Adverbialbestimmung zu einem Verb Vergleich von 2 Werten
    Ein Wert ist größer als der andere.
    Mein Auto fährt schneller als deins.

    3. Superlativ

    Bildung

    Stamm des Adjektivs + -st schönst
    ® am schönsten
    ® der/die/das schönste

    Verwendung und Bedeutung

    Adjektiv-Attribut zu einem Substantiv Vergleich von mehreren Werten
    ® Ein Wert steht an der Spitze.
    Ich habe das größte Auto.
    ® Es ist größer als alle anderen.
    Adverbialbestimmung zu einem Verb Vergleich von mehreren Werten
    ® Ein Wert steht an der Spitze.
    Mein Auto fährt am schnellsten.
    ® Es fährt schneller als alle anderen.

  • Was ist zu beachten, wenn Sie mehr oder weniger als Attribute verwenden?

  • Was ist zu beachten, wenn Sie den Superlativ als Attribut verwenden?


  • 1. Bilden Sie die Komparationsformen der Adjektive. Welche Besonderheiten gibt es bei der Bildung?

    1
    2
    3
    4
    5
    6
    7
    8
    9
    reich, schwer, sauber, ängstlich, sicher, früh, wichtig, wenig arm, dumm, jung, lang, scharf, warm hoch, groß, nahe, klar, gesund, froh, nass dunkel, flexibel, schlecht, kalt, laut, leicht, spät, weit, heiß, teuer, müde, stolz, frisch, leise gut, oft, gern, viel schwarz, rot, gelb, beige, lila blind, taub, stumm, tot, schwanger, schriftlich, verheiratet rund, quadratisch, eiförmig, elliptisch

    Gruppe 1: keine Besonderheiten, regelmäßige Bildung der Komparativformen
    Gruppe 2: ...
    Gruppe 3: ...
    Gruppe 4: ...
    Gruppe 5: ...
    Gruppe 6: ...
    Gruppe 7: ...
    Gruppe 8: ...
    Gruppe 9: ...

    2. Der Komparativ und der Superlativ können auch außerhalb von Vergleichen verwendet werden.
    (1) Was ist bei den Bedeutungen dieser Komparativformen zu beachten?

    - ein älterer Mann
    - ein jüngerer Mann
    - eine größere Stadt
    - eine kleinere Stadt
    - eine kürzere Strecke
    - ein längerer Weg

    (2) Was bedeuten diese Superlativformen?

    - Wir hatten in den Ferien schönstes Wetter.
    - Im PC-Pool arbeiten wir an modernsten Computern.
    - Mit den besten Grüßen aus Zittau.

    3. Unterschiede zwischen Frauen und Männern
    Welche Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen? Formulieren Sie Sätze, in denen Sie Adjektive im Komparativ verwenden.

    Beispiele:
    - biologisch: Größe, Gewicht, Körperkraft, ...
        ® Männer sind meistens größer als Frauen.
    - Arbeitsteilung in der Familie: Arbeit im Haushalt, Pflege des Autos, ...
        ® Frauen arbeiten in der Regel häufiger im Haushalt als Männer.
    - Interessen: Fußball, ...
        ® ...
    - Beruf; ...
        ®

    4. Welche der folgenden Sätze sind grammatisch korrekt und welche sind grammatisch falsch? Korrigieren Sie die falschen Sätze.

    (1) Die Gewinne der Firma waren höher als wie die Verluste.
    (2) Es ist bekannt, dass die afrikanischen Sportler zu den am besten in der Welt gehören.
    (3) Im letzten Monat habe ich mehr gearbeitet als in diesem Monat.
    (4) Die Leistungen des Sportlers waren fast so gut als im Jahr zuvor.
    (5) Frankreich hat mehrere Einwohner als Griechenland.
    (6) Gestern Abend warst du wieder die schönste von allen angezogen.
    (7) Dein neues Auto ist nicht so bequem wie dein altes.
    (8) Unser Freund Thomas hat in diesem Sommer am längsten Reise von uns allen gemacht.

    5. Überprüfen Sie Ihre Landeskunde-Kenntnisse. Setzen Sie den Komparativ oder den Superlativ ein.

    (1) Welche Stadt ist (klein): Düsseldorf oder Mainz?
    (2) Welcher Fluss ist (lang): der Rhein oder die Donau?
    (3) Welches ist (groß) Stadt in Deutschland?
    (4) Welche Stadt hat (viel) Einwohner: Hamburg oder Köln?
    (5) In welcher Stadt gibt es (viel) Banken in Deutschland?
    (6) Kennen Sie (alt) Universitätsstadt in Deutschland?
    (7) Welcher Berg ist (hoch): die Zugspitze oder der Fichtelberg?
    (8) Welche Stadt ist (alt): München oder Köln?
    (9) Wer ist (bekannt) Politikerin in Deutschland?

    6. Wie soll das gehen? Der Superlativ kann auch durch den Komparativ ausgedrückt werden.
    Überlegen Sie zuerst, was der Superlativ in den Beispielen bedeutet. Wie kann die gleiche Bedeutung durch den Komparativ ausgedrückt werden? Womit muss verglichen werden?

    (1) China ist das Land mit den meisten Einwohnern. ® China hat ...
    (2) Russland ist das Land mit der größten Fläche. ®
    (3) Der Nil ist der längste Fluss der Erde. ®
    (4) Die Antarktis ist das kälteste Gebiet der Erde. ®
    (5) Das "Tal des Todes" ist die wärmste Region der Erde. ®
    (6) Der Äquator ist die Zone mit den höchsten Niederschlägen. ®
    (7) Der Marianengraben ist die tiefste Stelle in den Weltmeeren. ®
    (8) La Paz ist die höchste Hauptstadt der Erde. ®
    (9) Der Mount Everest in Nepal ist der höchste Berg der Erde. ®

    7. Kleine Männer in der Wissenschaft

    Entscheiden Sie,
    1. ob der Positiv, Komparativ oder Superlativ der [Adjektive]
    2. ob das Vergleichswort [als] oder [wie]
    3. ob bei einem Vergleich das Vergleichswort so
    verwendet werden muss.

    (1) Im Durchschnitt bevorzugen Frauen Männer, die mindestens fünf Zentimeter [groß] sind [als/wie] sie selbst.
    (2) [Klein] Männer sind auch [treu], wie eine Untersuchung der Syracuse University New York zeigte. [Groß] Männer wechseln dagegen ihre Partnerinnen [oft] durch [jung] Frauen aus.
    (3) Wissenschaftler haben errechnet, dass [klein] Männer zehn Prozent [wenig] verdienen [als/wie] [groß] Männer. [Hässlich] Menschen sollen nach einer Studie sogar 15 Prozent [wenig] bekommen.
    (4) Absolventen der University of Pitsburg, die [groß] [als/wie] 1,82 Meter sind, erhalten im Durchschnitt ein 12 Prozent [hoch] Anfangsgehalt [als/wie] ihre [klein] Kommilitonen.
    (5) Im Jahr 1980 war die Hälfte aller Chefs der 500 [groß] Firmen der Welt 1,82 Meter oder [groß].
    (6) Ein Steinzeit-Mann war im Durchschnitt 1,79 Meter [groß], d.h. er war [groß] [als/wie] die Männer heute.
    (7) Männer unter 1,70 Meter haben doppelt [oft] Bluthochdruck [als/wie] Männer über 1,80 Meter.
    (8) Bei fast allen US-Präsidentenwahlen des 20. Jahrhunderts gewann der [groß] der beiden Kandidaten. Nur sieben der 43 US-Präsidenten waren [klein] [als/wie] die zu ihrer Zeit herrschende Durchschnittsgröße.
    (9) Frauen und kleine Männer frieren durchschnittlich fünf Grad [früh] [als/wie] [groß] Männer. Der Grund dafür ist das ungünstige Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpervolumen, denn ein [klein] Körper strahlt [viel] Wärme ab [als/wie] ein [groß] Körper.
    (10) [Klein] Männer sind [umweltfreundlich], weil sie [wenig] Nahrung, Wasser und Energie [als/wie] [groß] Männer verbrauchen.
    (Nach: Welt am Sonntag vom 5. März 2006, S. 88)

    8. Formulieren Sie mithilfe der Informationen aus der Tabelle sinnvolle Sätze über die fünf Sportler.

    NAME GRÖSSE GEWICHT ERGEBNIS IM 100-m-LAUF
    Ronny Förster 1,78 m 72 kg 13,4 Sek.
    Peter Selle 1,84 m 89 kg 16,2 Sek.
    Markus Hallmann 1,62 m 52 kg 15,8 Sek.
    Christian Heinrich 1,64 m 91 kg 18,5 Sek.
    Tobias Weickelt 1,93 m 90 kg 13,5 Sek.

    Aussagen:
    (1) Ronny Förster läuft über 100 m ... .
    (2) Markus Hallmann ist der ... der fünf Sportler.
    (3) Ronny Förster ist 14 cm ... .
    (4) Christian Heinrich läuft ... von allen fünf Sportlern.
    (5) Tobias Weickelt ist der ... .
    (6) Peter Selle wiegt 2 kg ... .
    (7) Christian Heinrich ist der ... .

    9. Schreiben Sie aus dem Text "Deutsche essen gern billig" alle Adjektive (wenn möglich mit dem jeweiligen Substantiv) heraus, auch wenn sie als Adverb verwendet werden..
    Entscheiden Sie, ob sie kompariert werden können und wenn ja, komparieren Sie sie.
    Verbinden Sie jedes Adjektiv mit mindestens einem neuen Substantiv.

    Deutsche essen gern billig
    Für die Deutschen muss Essen zuallererst eines sein: günstig. Mehr als die Hälfte aller in einer Studie befragten Personen sagten, für sie seien beim Einkauf die Kosten entscheidend. Für 49 Prozent hat dagegen Qualität oberste Priorität. Nirgendwo sonst in Europa achten heimische Kunden in Supermärkten und Discountern so penibel auf den Preis. Zu den sparsamen Nationen zählen neben Deutschland noch Polen und Frankreich. Italiener und Russen achten dagegen stärker auf Qualität. Der Wunsch deutscher Verbraucher nach Qualität nimmt aber zu. Doch was heißt das eigentlich - Qualität? Fast 96 Prozent der Bundesbürger haben darauf eine einfache Antwort: "Es muss schmecken." Erst danach kommt es auf gesundheitliche Unbedenklichkeit, Frische und appetitliches Aussehen an. Noch deutlich unwichtiger sind regionale Herkunft der Lebensmittel und Bio-Qualität.
    (Nach: Sächsische Zeitung vom 8./9.10.2011, S. 1)

    ADJEKTIV
    (MIT SUBSTANTIV)
    KOMPARATIV SUPERLATIV BEDEUTUNG NEUE SUBSTANTIVE
    günstiges Essen günstigeres Essen das günstigste Essen hier: preiswert, billig ein günstiges Handy, ein günstiger Urlaub
    ... .. ... ... ...


    Vergleichen - Der Komparativsatz

    Beispiele:
    (1a) Das Wetter ist so schön, wie ich es mir vorgestellt habe.
    (1b) Die Landschaft hier ist so (schön), wie ich sie mir vorgestellt habe.
    (1c) Die Landschaft hier ist schön, wie ich sie mir vorgestellt habe.
    (2a) Es ist hier nicht so warm, wie ich es mir vorgestellt habe.
    (2b) Es ist hier nicht so (warm/schön), wie ich es mir vorgestellt habe.
    (3a) Das deutsche Essen schmeckt besser, als ich gedacht habe.
    (3b) Die Menschen in Zittau sprechen anders, als wir es in der Schule gelernt haben.
    (4a) Er benimmt sich (so) arrogant, als ob er hier der Chef wäre.
    (4b) Er benimmt sich (so), als wäre er hier der Chef.
    (5) Er benimmt sich arrogant wie ein Chef.
    (6) Wie benimmt er sich?

  • Informieren Sie sich über den Komparativsatz.


  • 1. So habe ich mir das (nicht) vorgestellt! Begründen Sie Ihre Meinung.
    Verwenden Sie die Verben: denken, glauben, hören, sagen, lesen
    Suchen Sie zuerst Adjektive, die Sie verwenden können.

    Beispiel: deutsche Sprache - schwer/kompliziert/leicht/...
    ® Die deutsche Sprache ist schwerer, als ich gedacht hatte, denn es gibt sehr viele Ausnahmen in der Grammatik.

    (1) Leben im Studentenwohnheim - langweilig/abwechslungsreich/...
    (2) Essen in der Mensa - ...
    (3) Leute auf der Straße - ...
    (4) Lehrer im Studienkolleg - ...
    (5) junge Männer in der Disko - ...
    (6) junge Mädchen in der Gruppe - ...

    2. Männer über Frauen
    Bilden Sie Komparativsätze.

    Beispiel: Sie sieht aus wie 17.
    ® Sie sieht aus, als ob sie 17 wäre.

    (1) Sie sieht aus wie eine berühmte Schauspielerin.
    (2) Sie ist so blond wie eine Schwedin.
    (3) Sie ist charmant wie eine Polin.
    (4) Sie hat Temperament wie eine Spanierin.
    (5) Sie ist so fleißig wie eine Chinesin.

    3. Typisch Klischee!
    Ergänzen Sie die Klischeevorstellungen in Form von Komparativsätzen.
    Beispiel: Er isst jeden Tag zum Mittag Spagetti, als ob er ein Italiener wäre.

    (1) Wenn er etwas macht, dann macht er es so perfekt, ...
    (2) Er fährt so oft mit seiner Familie im Wohnwagen nach Tschechien, ...
    (3) Er fährt so gut Ski, ...
    (4) Er trinkt zu jedem Essen eine Flasche Rotwein, ...
    (5) Er kommt zu jeder Verabredung so unpünktlich, ...
    (6) Er hat so viel "schwarzen Humor", ...
    (7) Er beginnt erst um 22 Uhr Abendbrot zu essen, ...

    4. Frauen über Männer
    Bilden Sie Komparativsätze.
    Verwenden Sie die Verben sich benehmen, sich verhalten, tun, sich aufführen, sich gebärden

    Beispiel: Sie wissen immer alles besser.
    ® Sie gebärden sich so, als ob sie immer alles besser wüssten.

    (1) Sie haben immer Recht.
    (2) Sie sind die Größten.
    (3) Ohne sie läuft überhaupt nichts.
    (4) Sie sind unwiderstehlich.

    5. Was passt zusammen?

    Johanna sieht aus, echt sein
    Die Blumen auf dem Gemälde sehen aus, gleich regnen
    Der schiefe Turm von Pisa sieht aus, krank sein
    Es sieht aus, jeden Moment umfallen
    Ich bin so müde, etwas Wichtiges vergessen haben
    Er tut so, erst gestern gewesen sein
    Mir ist, mich nicht gesehen haben
    Ich kann mich an alles so genau erinnern, drei Nächte nicht geschlafen haben

    6. Ergänzen Sie die Sätze.

    (1) "Hast du alles geschafft, was du dir vorgenommen hattest?" - "Ja, ich habe sogar ..."
    (2) "Ich glaube, ich habe diesen Mann schon einmal gesehen. Und du?" - "Mir kommt es auch so vor, ..."
    (3) "Haben Sie Hunger?" - "Nein, warum?" - "Sie haben eben ein Gesicht gemacht, ..."
    (4) "Ich hatte mir die Aufgabe ganz einfach vorgestellt. In Wirklichkeit aber war sie ..."
    (5) "War Ihr Urlaub schön?" - "Ja, er war sogar ..."
    (6) "Vielleicht weiß Thomas Bescheid?" - "Ja, er redet ..."
    (7) "Viele behaupten, die Führerscheinprüfung ist schwierig." - "Meiner Meinung nach ist sie gar nicht ..."
    Bedingung - Der Konditionalsatz

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die dargestellten Aussagen inhaltlich zu verbinden.


    Dazu gehören:
    1. eine Begründung nennen:
    A - 1: Weil er die Sprache nicht beherrscht, hat er keinen Erfolg im Studium.
    B - 2: Weil er die Sprache schlecht beherrscht, hat er nur geringen Erfolg im Studium.
    C - 3: Weil er die Sprache gut beherrscht, hat er großen Erfolg im Studium.
    D - 4: Weil er die Sprache perfekt beherrscht, hat er hervorragenden Erfolg im Studium.

    2. eine Bedingung nennen:
    A - 1: Wenn er die Sprache nicht beherrscht, hat er keinen Erfolg im Studium.
    B - 2: ...
    C - 3: ...
    D - 4: Wenn er die Sprache perfekt beherrscht, hat er hervorragenden Erfolg im Studium.

    Beispiele für den Konditionalsatz:
    (1) Man hat keinen Erfolg im Studium, wenn man eine Sprache nicht beherrscht.
    (2) Wenn man eine Sprache nicht beherrscht, hat man keinen Erfolg im Studium
    (3) Beherrscht man eine Sprache nicht, hat man keinen Erfolg im Studium.
    (4) Falls es morgen regnet, fällt das Sportfest aus.
    (5) Schüler von weiterführenden allgemeinbildenden Schulen haben einen Anspruch auf Förderung nach dem BAföG, sofern sie nicht bei den Eltern wohnen und verheiratet sind.
    (6) Bei Regen fällt das Sportfest morgen aus.
    (7) Unter welchen Bedingungen können ausländische Studenten BAföG erhalten?

  • Informieren Sie sich über den Konditionalsatz.


  • 1. Verbinden Sie beide Aussagen mithilfe eines Konditionalsatzes. Achten Sie auf die logische Reihenfolge der Aussagen, die Tempusformen der Verben und die Negation der Aussagen.

    (1) Dieser Punkt der Tagesordnung ist erledigt. - Wir können zum nächsten Punkt übergehen.
    (2) Ich gebe eine große Party. - Ich bestehe die Feststellungsprüfung.
    (3) Wir ändern den Plan. - Sie sind damit einverstanden.
    (4) Man hat viel Geld. - Man findet leicht Freunde.
    (5) Ich habe die schriftliche Deutschprüfung der FSP bestanden. - Ich erreiche mehr als 50 Prozent.
    (6) Ich kann alle Fächer an Hochschulen in Deutschland studieren. - Ich bestehe den TestDaF in allen Teilen mit der Stufe 4.
    (7) Du musst mir bei der Hausarbeit helfen. - Ich werde nicht rechtzeitig fertig.

    2. Was können Sie machen, wenn ...

    (1) Vorbereitung auf eine Prüfung – Bibliothek
    (2) E-Mails schreiben – Internet-Café
    (3) Sport – Anmeldung in Sportverein
    (4) Babysitter brauchen – zuerst Kommilitonen fragen
    (5) eine Frage - zum Gruppenberater gehen
    (6) im Unterricht etwas nicht verstehen - ...
    (7) das Essen in der Mensa wieder einmal nicht schmeckt - ...

    3. Welche Möglichkeiten gibt es?

    (1) Wenn ich Geld brauche, ...
    (2) Wenn ich abends vom Studieren genug habe, ...
    (3) Wenn ich wieder einmal verschlafen habe, ...
    (4) Wenn ich die Mathematikaufgaben nicht lösen kann, ...
    (5) Wenn ich mich entschuldigen will, dass ich nicht zum Unterricht kommen kann, ...

    4. Verbalisieren Sie.

    (1) Bei einer Teilnahme an dem wissenschaftlichen Kongress in Leipzig erhalten Sie neue Informationen über die Nutzung des Internet.
    (2) Bei Problemen mit der neuen deutschen Rechtschreibung sollten Sie auf jeden Fall im Duden nachschlagen.
    (3) Sie müssen bei einer Entscheidung für eine Sprachreise nach England einen Teil der Gebühren sofort bezahlen.
    (4) Bei der Vorbereitung eines Referats ist es wichtig, daran zu denken, wer die späteren Zuhörer sein werden.

    5. Gründe für einen Studienabbruch: Verbinden Sie die beiden Aussagen mithilfe eines Konditionalsatzes. Achten Sie auf passende Modalverben.

    Aussage I Aussage II
    Studium an Uni zu theoretisch Wechsel an FH
    Studium zu unstrukturiert bei Studienberatung informieren; ggf. Wechsel in Bachelor-Fach
    Studium an FH zu praktisch Wechsel an Uni
    Studieninhalte mangelhaft Wechsel des Studienortes
    Probleme mit der Studienfinanzierung Beratung beim Studentenwerk; Infos zur Studienfinanzierung, über Stipendien u. Bildungskredite
    Prüfungs- u. Redeangst psychologische Beratung
    Motivationsprobleme Gründe erforschen; ggf. Wechsel des Studienfachs bzw. Alternativen zum Studium

    (Nach: abi. Heft 2/2006, S. 7)


    Verhältnis - Der Proportionalsatz


    Beispiel:
    (1) Je besser man die Sprache beherrscht, desto größer ist der Erfolg im Studium.
    (2) Bei einer besseren Beherrschung der Sprache ist der Erfolg im Studium umso größer.

  • Informieren Sie sich über den Proportionalsatz.


  • 1. Stimmt das inhaltlich?
    Korrigieren Sie die Sätze, mit denen Sie nicht einverstanden sind.

    (1) Je älter man ist, desto leichter lernt man eine Fremdsprache.
    (2) Je mehr Fremdsprachen man beherrscht, umso langsamer lernt man eine neue.
    (3) Je weniger Sprachregeln man kennt, desto besser spricht man.
    (4) Je mehr grammatische Regeln es gibt, desto mehr Ausnahmen gibt es auch.
    (5) Je schlechtere Zensuren man bekommt, desto mehr strengt man sich an.
    (6) Je längere und kompliziertere Sätze ein Sprecher bildet, desto besser versteht man ihn.
    (7) Je besser Lehrbücher sind, umso weniger Probleme hat man beim Lernen.

    2. Es wird Frühling.
    Bilden Sie Proportionalsätze.
    Die Sonne scheint oft und es wird warm. ® Je öfter die Sonne scheint, desto wärmer wird es.

    (1) Morgens ist es hell und das Aufstehen fällt leicht.
    (2) Es wird warm, deshalb ziehen wir wenig an.
    (3) Die Sonne scheint lange und viele Blumen beginnen zu blühen.
    (4) Viele Bäume bekommen Blätter und die Stadt sieht freundlich aus.
    (5) Die Temperatur steigt und man sieht viele Motorräder.
    (6) Im Wald wird es wieder schön und viele Menschen gehen dort spazieren.
    (7) Wenn die Mädchen hübsch sind, sehen ihnen viele Männer nach.

    3. Wie würden Sie die begonnenen Sätze ergänzen?

    (1) Je länger man im Ausland lebt, ...
    (2) Je schneller man sich im fremden Land einlebt, ...
    (3) Je mehr Freunde man hat, ...
    (4) Je mehr Post man bekommt, ...
    (5) Je seltener eine Briefmarke ist, ...
    (6) Je älter man wird, ...
    (7) Je jünger man ist, ...

    4. Verbinden Sie beide Aussagen mithilfe eines Proportionalsatzes.

    (1) Wir halten uns lange im Ausland auf. Wir lernen die Sprache gut.
    (2) Die Studenten sprechen wenig in der Muttersprache. Sie lernen schnell in der Fremdsprache zu denken.
    (3) Sie lesen viele deutsche Bücher. Ihr Wortschatz wird umfangreich.
    (4) Ich wiederhole die neuen Wörter oft. Ich präge sie mir fest ein.
    (5) Du lernst fleißig. Deine Leistungen in Mathematik werden gut.

    5. Lernregeln für Erwachsene.
    Geben Sie einem Kommilitonen Ratschläge für das Lernen. Welche Adjektive sollten Sie verwenden?
    Beispiel:
    den Lernstoff ordnen und systematisieren - sich auf das Wesentliche konzentrieren
    ® Je besser/sinnvoller/effektiver du den Lernstoff ordnest und systematisierst, umso stärker/besser kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren.

    (1) das Gelernte wiederholen - vergessen
    (2) das Gelernte anwenden - das Wissen festigen
    (3) sich auf eine Prüfung vorbereiten - Ergebnis
    (4) die Wiederholungen vor einer Prüfung verteilen - Lernerfolg
    (5) lernen - behalten und sich daran erinnern

    Nominalisieren Sie die Sätze.
    Beispiel:
    Bei einer sinnvolleren Ordnung und Systematisierung des Lernstoffs kannst du dich umso besser auf das Wesentliche konzentrieren.

    Erfahrungen bei der sprachlichen Vorbereitung auf ein Studium

    Schreiben Sie Ihrem Freund/Ihrer Freundin zu Hause einen Brief, in dem Sie über Ihre ersten Erfahrungen bei der sprachlichen Vorbereitung auf das Studium berichten. Verwenden Sie dabei die folgende Gliederung
    1. Erfahrungen beim Lernen der deutschen Sprache
    1.1. Unterricht
    Vergleichen Sie den Unterricht zu Hause in der Schule und im Studienkolleg.
    1.2. Selbststudium
    Beschreiben Sie, wie Sie Ihr Selbststudium organisieren.
    2. Anwendung außerhalb des Unterrichts
    2.1. Begründen Sie, warum es wichtig ist, außerhalb des Unterrichts Deutsch zu üben.
    2.2. Berichten Sie über Situationen, in denen Sie die deutsche Sprache anwenden müssen.
    Berichten Sie, was Sie beim Sprachenlernen künftig anders machen wollen/müssen
    Wortbildung - Verben mit dem Präfix ver-

    Man unterscheidet einfache, präfigierte und zusammengesetzte Verben.

    VERB BEISPIELE PROBLEME
    einfache Verben gehen, arbeiten, vergessen Unterscheidung stark - schwach
    präfigierte Verben bearbeiten, vertauschen, weggehen, übersetzen Unterscheidung trennbar - untrennbar
    zusammengesetzte Verben spazieren gehen, sitzen bleiben, Rad fahren, schwarz malen Unterscheidung Getrennt- und Zusammenschreibung

  • Was versteht man unter einer Präfixbildung? Informieren Sie sich zum Thema Wortbildung.


  • Mithilfe des Präfixes ver- können eine Vielzahl von neuen Verben mit verschiedenen Bedeutungen gebildet werden.

    1. Adjektive
    Bilden Sie mithilfe der Adjektive Verben, indem Sie das Präfix ver- verwenden. Wer/Was kann (man) ...? Was bedeuten die Verben?
    Beachten Sie, dass manchmal der Komparativ des Adjektivs verwendet werden muss.

    ADJEKTIV VERB BEISPIEL
    alt veralten Lexika veralten schnell.
    = Sie werden schnell alt (und können nicht mehr verwendet werden).
    dunkel verdunkeln Der Professor verdunkelt den Seminarraum.
    = Er macht ihn dunkel (, damit man das Bild an der Tafel besser sehen kann).
    arm ... ...
    groß ... ...
    schlecht ... ...
    gut ... ...
    kurz ... ...
    lang ... ...
    stark ... ...
    viel ... ...
    langsam ... ...
    flüssig ... ...
    einsam ... ...
    stumm ... ...
    dünn ... ...
    breit ... ...
    einheitlich ... ...
    allgemein ... ...
    anschaulich ... ...

    Achtung Ausnahmen!
    frisch, hoch, leicht, schwer, warm

    Was bedeutet das?
    verschlimmbessern

    2. Zahlen
    Bilden Sie mithilfe von Zahlen Verben. Was bedeuten die Verben? Welche Zahlen können Sie verwenden? Bilden Sie mit den Verben kurze Sätze.

    ZAHL ADJEKTIV VERB BEISPIEL
    3 dreifach (sich) verdreifachen Die Zahl der marokkanischen Studenten am Studienkolleg hat sich in den letzten drei Jahren verdreifacht.
    4 ... ... ...

    Was müssen Sie bei der Zahl 2 beachten?

    3. Substantive
    Bilden Sie mithilfe der Substantive Verben, indem Sie das Präfix ver- verwenden. Was bedeuten die Verben? Bilden Sie mit diesen Verben Wortgruppen.

    MATERIAL VERB BEISPIEL
    das Chrom verchromen ein Metallrohr verchromen
    das Gold ... ...
    das Silber ... ...
    das Eis ... ...
    das Glas ... ...
    der Schmutz ... ...
    der Schrott ... ...
    das Kabel ... ...

    4. Verben
    Unter welcher Bedingung hätten sie das nicht falsch gemacht? Verwenden Sie Konditionalsätze.
    Achten Sie darauf, dass diese Verben reflexiv oder nicht reflexiv sein können.

    VERB ver- + Verb BEDEUTUNG BEDINGUNG
    schreiben sich verschreiben ein Wort falsch schreiben Wenn ich mich besser konzentriert hätte, hätte ich mich nicht verschrieben.
    rechnen ... ... ...
    zählen ... ... ...
    sprechen ... ... ...
    laufen ... ... ...
    tippen ... ... ...
    gießen ... ... ...
    gucken ... ... ...
    hören ... ... ...
    salzen ... ... ...
    legen ... ... ...

    5. Verben/Substantive
    Bilden Sie aus den Verben bzw. Substantiven Verben mit dem Präfix ver- und mithilfe dieser Verben kurze Wortgruppen.

    VERB/SUBSTANTIV VERB BEISPIEL
    rosten
    der Rost
    verrosten Metall verrostet
    blühen ... ...
    brennen ... ...
    glühen ... ...
    brauchen ... ...
    das Blut ... ...
    der Hunger ... ...
    der Durst ... ...
    der Dunst ... ...
    der Dampf ... ...

    6. Verben
    Bilden Sie Verben mit dem Präfix ver- und mithilfe dieser Verben kurze Wortgruppen. Nennen Sie ein Beispiel?

    VERB ver- + Verb BEISPIEL
    mieten vermieten eine Wohnung vermieten
    leihen ... ...
    pachten ... ...
    pumpen ... ...
    borgen ... ...

    7. Welche Probleme gibt es bei den folgenden Verben? Was bedeuten diese Verben? Kennen Sie weitere Verben?

    veräußern, verbieten, verdauen, verfassen, vergessen, verheeren, verlieren, verletzen, vermuten

    Abschlussübung:
    Ergänzen Sie die folgende Tabelle.

    VERB SUBSTANTIV BILDUNGSREGEL BEDEUTUNG BEISPIEL
    verallgemeinern die Verallgemeinerung ver- + Adjektiv (Komparativ): allgemeiner + -en etwas allgemeiner "machen" die konkreten Aussagen verallgemeinern
    verbrauchen ... ... ... ...
    verbreitern ... ... ... ...
    verdeutlichen ... ... ... ...
    vereinfachen ... ... ... ...
    verkaufen ... ... ... ...
    sich verlaufen ... ... ... ...
    verlinken ... ... ... ...
    veröffentlichen ... ... ... ...
    (sich) versammeln ... ... ... ...
    verschlafen ... ... ... ...
    verschmutzen ... ... ... ...
    (sich) versichern ... ... ... ...
    verstummen ... ... ... ...
    vervollständigen ... ... ... ...
    verwenden ... ... ... ...
    erblinden ... ... ... ...
    sich verspäten ... ... ... ...


    Vorlesungsfreie Zeit für Studenten

    Lesen Sie den Text nach der Methode des Leseverstehens und beantworten Sie anschließend die Fragen in vollständigen Sätzen.

    Vorlesungsfreie Zeit für Studenten
    Die Zeit zwischen den Semestern bedeutet an Hochschulen nicht unbedingt Ferien für die Studenten, obwohl dafür oft der Begriff "Semesterferien" verwendet wird. Die richtige Bezeichnung aber ist "vorlesungsfreie Zeit". Natürlich haben die Mitarbeiter der Hochschule und auch die Studenten in dieser Zeit keinen Urlaub. In der vorlesungsfreien Zeit finden in einigen Fächern sogar Pflichtveranstaltungen statt. In den Naturwissenschaften z.B. müssen die Studenten in dieser Zeit Praktika absolvieren oder an Exkursionen teilnehmen.
    Aber auch in den meisten anderen Fachbereichen wird erwartet, dass die Studenten während der vorlesungsfreien Zeit nicht nur Ferien machen, sondern arbeiten. Mit arbeiten ist natürlich nicht jobben gemeint, sondern das Lesen von Fachliteratur oder die Anfertigung schriftlicher Haus- oder Prüfungsarbeiten. Die vorlesungsfreie Zeit ist an den Universitäten ziemlich lang: drei Monate zwischen Sommer- und Wintersemester und zwei Monate zwischen Winter- und Sommersemester. An den Fachhochschulen ist die vorlesungsfreie Zeit allerdings kürzer. Hier betragen die Semesterpausen in der Regel zwei Monate im Sommer und einen Monat im Winter. An den Fachhochschulen finden in dieser Zeit aber im Unterschied zu den Universitäten keine Lehrveranstaltungen statt.
    Natürlich ist es für die Studenten nicht verboten, in der vorlesungsfreien Zeit Ferien zu machen. Wer das Semester mit einigen Prüfungen geschafft hat, braucht auch Erholung. Natürlich hängt es vor allem von der finanziellen Lage der Studenten ab, ob sie in den Urlaub fahren können oder jobben müssen.
    Auslandsjobs sind eine gute Möglichkeit, Urlaub und Geldverdienen miteinander zu verbinden. Auslandsjobs werden von der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Frankfurt/Main organisiert. Man kann sich darüber in der Broschüre "Jobben im Ausland 2005" informieren, die man in allen Arbeitsämtern finden kann.

    Fragen zum Text:

    1. Was haben die Studenten naturwissenschaftlicher Fächer in der vorlesungsfreien Zeit zu tun?
    2. Was bedeutet arbeiten in der vorlesungsfreien Zeit?
    3. Wie lange dauert die vorlesungsfreie Zeit an Universitäten und an Fachhochschulen?
    4. Wovon hängt es ab, ob Studenten in der vorlesungsfreien Zeit verreisen können?
    5. Wer organisiert Auslandsjobs?
    6. Wo kann man sich über Auslandsjobs informieren?

    Lösungen
    Wortschatz - Studienfächer (eine kleine Auswahl)

    Vervollständigen Sie die Tabelle. Finden Sie noch weitere Studienfächer.

    STUDIENFACH ADJEKTIV PERSON, DIE SICH DAMIT BESCHÄFTIGT WOMIT BESCHÄFTIGT SICH DIE PERSON?
    die Philosophie philosophisch der Philosoph
    die Philosophin
    Sinn des menschlichen Lebens
    ... pädagogisch ... ...
    ... journalistisch ... ...
    ... naturwissenschaftlich ... ...
    ... wirtschaftswissenschaftlich ... ...
    ... mathematisch ... ...
    ... physikalisch ... ...
    ... biologisch ... ...
    ... zoologisch ... ...
    ... geographisch ... ...
    ... medizinisch ... ...
    ... germanistisch ... ...
    ... slawistisch ... ...
    ... anglistisch ... ...
    ... theologisch ... ...
    ... juristisch ... ...

    Lösung

    Der Objektsatz

    Beispiele:

    (1a) Er versteht den Ärger der Studenten.
            SN Verb OA.
    (1b) Er versteht, dass sich die Studenten ärgern.
            Dass sich die Studenten ärgern, versteht er.
    (1c) Er versteht Michaels Ärger.
    (1d) Er versteht Thomas' Ärger.
    (1e) Was versteht er?

    (2a) Sie denken an die Vorbereitung der Exkursion.
            SN Verb OPräposition.
    (2b) Sie denken daran, dass sie die Exkursion vorbereiten.
    (2f) Sie denken daran, die Exkursion vorzubereiten.
            Daran, die Exkursion vorzubereiten, denken sie.
    (2e) Woran denken sie?

    (3b) Ich kann (es) verstehen, dass sich Michael ärgert.
    (3g) Ich lehne es ab, mit ihm zusammenzuarbeiten.
    (3e) Was lehne ich ab?

    (4a) Er fragte mich: "Kannst du heute kommen?"
    (4b) Er fragte mich, ob ich heute kommen könne/kann.
            Ob ich heute kommen kann, fragte er mich.
    (4e) Was fragte er mich?

    (5a) Er fragte mich: "Warum kannst du nicht kommen?"
    (5b) Er fragte mich, warum ich nicht kommen könne/kann.
            Warum ich nicht kommen kann, fragte er mich.
    (5e) Was fragte er mich?

  • Informieren Sie sich über den Objektsatz.


  • 1. Ergänzen Sie die Sätze.

    (1) Kommt er heute nach dem Unterricht? Ich kann dir nicht sagen, ...
    (2) Wo hat er denn das Wörterbuch hingelegt? Ich habe keine Ahnung, ...
    (3) Hat er die Prüfung bestanden? Er erfährt erst nächste Woche, ...
    (4) Wie konnte denn das passieren? Ich frage mich auch, ...
    (5) Wohin ist sie denn gestern Abend gegangen? Ich möchte auch gern wissen, ...
    (6) Bekommt Thomas den Job? Er ist noch nicht sicher, ...
    (7) Wird er das tun? Ich kann dir nicht sagen, ...
    (8) Mit welchem Zug kommt er? Er hat mir leider nicht gemailt, ...

    2. Ergänzen Sie die Nebensätze.

    (1) Ich möchte gerne wissen, ........ er zu unserem Vorschlag sagen wird.
    (2) Ist er damit einverstanden? Ich weiß nicht, ...
    (3) Was denkt er darüber? Ich weiß noch nicht, ...
    (4) Ist das so richtig? Ich bin nicht ganz sicher, ...
    (5) Wozu dient dieses Gerät? Ich weiß nicht, ...
    (6) Warum tun sie das denn nicht? Ich werde Ihnen erklären, ...
    (7) Werden Sie heute noch fertig? Es spielt keine Rolle, ...

    3. Entscheiden Sie: ob oder dass? Achten Sie auf Signalwörter im Text.

    (1) Ich weiß nicht, ...... er das wirklich getan hat. Was meinen Sie? Ich kann Ihnen sagen, ...... er es getan hat oder nicht. Ich weiß sogar, ...... er es mit Absicht getan hat.
    (2) Ich bin sicher, ...... er uns gerne helfen würde. Die Frage ist nur, ...... er es auch kann.
    (3) Glaubst du, ...... er Recht hat? Es ist schwer zu sagen, ...... er Recht hat.
    (4) Es ist fraglich, ...... er das tut. Ich bin sicher, ...... er das tun wird.
    (5) Ich weiß nicht, ...... er heute noch kommt, aber ich weiß, ...... er kommen will.
    (6) Mir ist nicht bekannt, ...... sie schon abgereist ist. Ich weiß nur, ...... sie abreisen wollte.
    (7) Ich bin sicher, ...... Paul informiert ist. Er kann uns sagen, ...... das Konzert um 8 Uhr beginnt oder erst um 9 Uhr.
    (8) ...... er es schafft, ist ungewiss. Fest steht jedenfalls, ...... er es nicht leicht haben wird.
    (9) Der Bahnbeamte kann uns sicher sagen, ...... der Zug vom Bahnsteig drei oder Bahnsteig vier abfährt.
    (10) ...... diese Information stimmt, kann ich Ihnen nicht mit Sicherheit sagen.
    (11) Ich habe keine Ahnung, ...... Frau Schmidt noch im Hause ist. Aber die Sekretärin weiß bestimmt, ...... sie noch hier ist oder schon zu Hause.
    (12) Es ist nicht sicher, ...... er mit unserem Vorschlag einverstanden ist.

    4. Formen Sie die Objektsätze mit dass in Objektsätze ohne Konjunktion um (uneingeleitete Nebensätze). Wann ist das möglich?
    Der jeweils erste Satz beschreibt nur die Situation. Verwenden Sie diesen Satz, um Ihre Meinung zu begründen.

    (1) Er hat nur die Straßenbahn verpasst.
    Ich bin sicher, dass er gleich kommt, weil ... .
    (2) Er ist eigentlich sehr zuverlässig.
    Ich denke, dass er sich nur ein bisschen verspätet hat, ....
    (3) Er sah gestern sehr schlecht aus.
    Ich glaube, dass er krank ist, ....
    (4) Er hatte Halsschmerzen.
    Ich nehme an, dass er heute zum Arzt gegangen ist, ....
    (5) Er interessiert sich nicht für Sport.
    Ich vermute, dass er keine Lust hat zu kommen, ....

    5. Verbalisieren Sie.

    (1) Die Mitarbeiter begannen die Reparatur der defekten Geräte.
    (2) Die Universität Greifswald plant die Einführung einer Rückmeldegebühr von voraussichtlich 6 Euro pro Semester.
    (3) Die Hochschulleitung kündigt die Verringerung der Stoffmenge in den Bachelorstudiengängen an.
    (4) Der AStA fordert den Rücktritt des Präsidenten der Universität Frankfurt.

    6. Verbalisieren Sie.

    (1) Die Aufgabe in der Abschlussprüfung bestand in der Lösung von vier leichten mathematischen Gleichungen.
    (2) Die Studenten des Kurses freuen sich schon auf den Urlaub zu Weihnachten.
    (3) Ich freue mich noch heute über deinen gestrigen Besuch.
    (4) Viele Vereine in der Welt kämpfen gegen die Verschmutzung der Umwelt in vielen Regionen der Erde.
    (5) Alice Schwarzer kämpft für die Gleichberechtigung der Frauen mit den Männern.
    (6) Peter klagt über Schmerzen im rechten Handgelenk.
    (7) Die Fahrgäste rechnen mit einer baldigen Beendigung des Streiks der Busfahrer.
    (8) Die Partei der Grünen sprach sich gegen eine Erhöhung der Steuern aus.
    (9) Das Publikum im Theater wartete geduldig auf den Beginn der Vorstellung.
    (10) Viele Menschen glauben auch heute noch an eine Überlegenheit der Männer.

    7. Nominalisieren Sie.

    (1) Die meisten ausländischen Studenten können sich darauf verlassen, dass sie ihre Eltern finanziell unterstützen.
    (2) Viele Menschen fürchten sich davor, dass sie schwer erkranken.
    (3) Der Professor informiert in der Vorlesung darüber, dass sich die Termine für die Prüfung geändert haben.
    (4) Im Kolloquium haben die Studenten darüber diskutiert, dass die Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern verbessert werden müssen.
    (5) Sein Zimmernachbar hat ihm dafür gedankt, dass er ihm bei der Vorbereitung der Party geholfen hat.
    (6) Robert beschäftigt sich in seiner Freizeit gerne damit, Tiere in der Natur zu beobachten.
    (7) Die Studenten im Vorkurs haben sich noch nicht daran gewöhnt, dass die Lernbedingungen an einer deutschen Hochschule neu sind.

    8. Ergänzen Sie zu den Verben mit Präpositionen
    - ein Subjekt (Wer macht es?)
    - ein Objekt, das verbalisiert werden kann.
    Bilden Sie kurze Sätze.

    Subjekt Verb Präposition Objekt Satz Verbalisierung
    Chemiestudenten hoffen aufA Verbesserung der Bedingungen im Labor Die Chemiestudenten hoffen auf eine Verbesserung der Bedingungen im Labor. Die Chemiestudenten hoffen darauf, dass sich die Bedingungen im Labor verbessern.
    ... zweifeln anD ... ... ...
    ... denken anA ... ... ...
    ... achten aufA ... ... ...
    ... sich freuen aufA ... ... ...
    ... sich entschuldigen fürA ... ... ...
    ... sich interessieren fürA ... ... ...
    ... sich beschäftigen mitD ... ... ...
    ... sich ärgern überA ... ... ...
    ... abhängen vonD ... ... ...
    ... raten zuD ... ... ...

    Aufgabe
    Lösung

    9. Das können Sie an den Türen des Studienkollegs lesen. Bilden Sie einen Objektsatz.

    Beim Verlassen der Räume denken Sie bitte an:
    - Licht ausschalten
    - Türen schließen
    - Fenster schließen

    Mit POL macht das Lernen Spaß

    Lesen Sie den Text "Mit POL macht das Lernen Spaß" und machen Sie sich Notizen. Beantworten Sie mithilfe Ihrer Notizen Fragen, die Sie nach dem Lesen bekommen, in vollständigen Sätzen.

    Mit POL macht das Lernen Spaß
    An einer Reihe von Universitäten in Deutschland wird seit kurzem von einigen studentischen Arbeitsgruppen eine neue Lernform erprobt. Man nennt diese Lernform "Problemorientiertes Lernen", oder kurz POL. Beim POL erarbeitet zuerst der Tutor zusammen mit der Gruppe eine praxisrelevante Studienaufgabe. In einem zweiten Schritt werden die unbekannten Begriffe dieser Studienaufgabe geklärt. Anschließend werden Ideen und Vorschläge gesammelt, wie die Aufgabe gelöst werden kann, wobei eine wichtige Rolle spielt, dass in diesem Schritt das Vorwissen der Lerners z.B. durch Brainstorming aktiviert wird. Anschließend werden im nächsten Schritt die Lernziele definiert. Die Arbeitsgruppe muss dann zu Hause recherchieren und versuchen, Lösungen zu finden. Während der Lösung der Studienaufgabe hat der Tutor nur die Aufgabe, darauf zu achten, dass die Termine für die Lösung der Studienaufgabe eingehalten werden. Mehr darf er nicht tun und mehr kann er in der Regel auch nicht tun. Denn beim POL lernt die Gruppe allein und selbstbestimmt, d.h. sie erreicht die Lernziele durch Spekulationen und durch Diskussionen.
    Das Besondere beim POL besteht auch darin, dass die Studierenden die Grenzen ihres Fachgebiets verlassen und dadurch interdisziplinär arbeiten. Das trainiert das Denken, es kostet aber auch viel Zeit. Fünf bis sechs Stunden zusätzlich zum normalen Lernprogramm benötigen die Studierenden wöchentlich, um sich auf die POL-Seminare vorzubereiten, in denen die im Selbststudium gefundenen Lösungen der Studienaufgabe diskutiert werden.
    POL ist zurzeit noch eine freiwillige Arbeitsform, die die "normalen" Lehrveranstaltungen nur begleitet, nicht aber ersetzen kann. Außer dem hohen Zeitaufwand gibt es aber gegenwärtig noch einen zweiten Nachteil des POL: Nur durch POL kann man den Lehrstoff eines Fachgebietes (z.B. der Medizin oder der Slawistik) nicht lernen. Es wird auch weiterhin Vorlesungen und traditionelle Seminare, Übungen und Praktika geben, das POL dient zur Unterstützung und Erweiterung dieser Lernformen. Es gibt aber in Europa schon Universitäten (z.B. in den Niederlanden), die ihre gesamten Lehrveranstaltungen auf POL umgestellt haben.
    Den beiden Nachteilen des POL stehen eine Reihe von Vorteilen gegenüber. POL befähigt die Studierenden zu lebenslangem Lernen. Es stärkt die Kommunikationsfähigkeit der Studierenden. Außerdem macht es mehr Spaß als traditionelle Lernformen, weil sich die Studierenden die Lernziele selbst stellen können und bei der Bearbeitung der Problematik mehr Verantwortung übernehmen müssen. Und schließlich motiviert POL stärker zum interdisziplinären Lernen über die eigenen Grenzen des Faches hinaus. Allerdings liegt hier noch ein weiterer Nachteil des POL: Der Tutor kann bei Fragen, die nicht das eigene Fachgebiet betreffen, oftmals nicht helfen.

    Übungen zu den Verben:

    1. Ergänzen Sie die Tabelle.

    Verb Stammformen Substantiv Bedeutung Beispiel
    erproben erprobte
    erprobt haben
    die Erprobung etwas testen, ob es funktioniert Das Verkehrsunternehmen will neue Tickets für Schüler erproben.
    erarbeiten ... ... ... ...
    klären ... ... ... ...
    aktivieren ... ... ... ...
    definieren ... ... ... ...
    recherchieren ... ... ... ...
    einhalten ... ... ... ...
    spekulieren ... ... ... ...
    diskutieren ... ... ... ...
    trainieren ... ... ... ...
    begleiten ... ... ... ...
    ersetzen ... ... ... ...
    unterstützen ... ... ... ...
    erweitern ... ... ... ...
    umstellen ... ... ... ...
    befähigen ... ... ... ...
    stärken ... ... ... ...
    motivieren ... ... ... ...
    betreffen ... ... ... ...

    2. Setzen Sie in den folgenden Sätzen die korrekten Verben ein.
    (1) Ich habe während meines Studiums in München tagelang in der Staatsbibliothek .................... .
    (2) Der Hamburger Bildungsserver hat sein Angebot von sieben auf neun Sprachen .................... .
    (3) Die neue Bestimmung .................... Studenten unter 25 Jahren.
    (4) An der Kinder-Uni .................... die jungen Teilnehmer freiwillig nach jeder Vorlesung Bilder, Briefe usw.
    (5) Das außerschulische Lernen soll die Jugendlichen bereits frühzeitig wieder .................... und ihnen Perspektiven aufzeigen.
    (6) Wenn Aufgaben einem ausländischen Schüler unklar sind, müssen zuerst die unbekannten Begriffe .................... werden.
    (7) Wenn Sie in Deutsch bereits ein sehr hohes Niveau erreicht haben und spezielle Arbeitsformen im Studium .................... möchten, empfehlen wir Ihnen den Besuch eines Fachkurses.
    (8) Dem Autor des Buchs gelingt es in einigen Fällen, das Wissen der Leser zu .................... .
    (9) Wissenschaftler und Studenten der TU Dresden .................... aktuelle Forschungsergebnisse aus den Gebieten Optik und Lasertechnik.
    (10) Tutoren .................... die Dozenten bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Lehre.
    (11) Bei der Methode des Brainstorming wird zuerst das Problem vorgestellt und die wichtigsten Begriffe werden .................... .
    (12) Man muss zuerst das Programm von Englisch auf Deutsch ...................., um die Anweisungen verstehen zu können.
    (13) Der Service .................... Studenten dazu, sowohl per Internet als auch per WAP ihre Klausur-Ergebnisse abzufragen.
    (14) Die Prüfungskommission ist dafür verantwortlich, dass die Studenten die Termine für die Abgabe der Masterarbeit .................... .
    (15) Das Skript im Internet kann weder den Besuch der Vorlesung noch die Lektüre eines Lehrbuchs .................... .
    (16) Ein Verhaltenstraining .................... das Selbstvertrauen bei unsicheren und ängstlichen Menschen.
    (17) Beispielprogramme und Übungsaufgaben .................... die Lehrveranstaltung.
    (18) Es kann nur .................... werden, welche Themen Bestandteil der Prüfung sein werden.

    Lösung

    Fragen zum Text:

    1. Was bedeutet die Abkürzung POL?
    2. Welche Aufgaben hat der Tutor beim POL?
    3. Was bedeutet "selbstbestimmtes Lernen" beim POL?
    4. Worin bestehen die Nachteile des POL?
    5. Was sind dagegen die Vorteile des POL?
    6. Aus welchen zeitlichen Schritten besteht die Arbeit beim POL?
        Notieren Sie diese Schritte in nominaler Form.

    Unterscheiden Sie zwischen sprachlichen Mitteln einer Aufzählung und den sprachlichen Mitteln einer zeitlichen Reihenfolge.

    1. Sprachliche Mittel für eine Aufzählung können Sie z.B. verwenden, wenn Sie mehrere
    Aufgaben, Funktionen, Vorteile, Nachteile, Ursachen, Folgen
    nennen müssen.

    2. Sprachliche Mittel für eine zeitliche Reihenfolge können Sie verwenden, wenn Sie
    mehrere Handlungen nennen, die nacheinander geschehen.

    Lösungshilfe


    Wie funktioniert eine chinesische Tastatur?
    Wer eine chinesische Zeitung lesen will, muss etwa 3.500 Schriftzeichen kennen. Aber nicht nur das Entziffern der Schrift will gelernt sein, auch das Eintippen der Zeichen in den Computer erfordert Übung. Chinesische Computertastaturen sehen genauso aus wie unsere, sie sind international genormt. Das heißt, am Computer benutzen auch die Chinesen die arabischen Ziffern (1, 2, 3, ...) und das lateinische Abc. Um eines ihrer Schriftzeichen einzugeben, tippen sie ein Wort in etwa so ein, wie es ausgesprochen wird. Die Regeln dieser Laut-Umschrift muss jeder vorher lernen. Die Metropole Shanghai beispielsweise wird "shang-hai" geschrieben. Eine Software, die mittlerweile auf allen Microsoft-Office-Versionen zu finden ist, listet alle chinesischen Wörter auf, die "shang-hai" ausgesprochen werden. Denn je nach Tonlage bezeichnet das Wort entweder die Stadt Shanghai, oder es bedeutet "verletzen". Die aufgelisteten Wörter tragen Nummern, mit denen man das gewünschte Zeichen auswählen kann. Wer die chinesische Metropole Shanghai eingeben will, drückt in diesem Fall die Nummer "1".
    Moderne Computerprogramme erkennen aus dem Kontext, welches Wort gesucht wird und geben es als erste Auswahlmöglichkeit an. "Mit ein bisschen Übung kann man einen chinesischen Text auf diese Weise etwa gleich schnell schreiben wie einen deutschen", sagt Juniorprofessor Andreas Guder vom Institut für Interkulturelle Kommunikation der Universität Mainz. Denn: Das Chinesische ist eine relativ "kurze" Sprache; ein chinesischer Satz hat etwa ein Drittel weniger Silben als ein deutscher. Ein Schriftzeichen repräsentiert in der Regel eine gesprochene Silbe. Die meisten Wörter des modernen Chinesisch sind zweisilbig - das heißt, sie bestehen aus zwei Schriftzeichen.
    (Nach: P.M., Heft7/2005, S. 57)

    Worterklärungen:

  • entziffern - V: entzifferte/entziffert haben - S: die Entzifferung - Bed.: etwas lesen, was schwer zu lesen ist
  • genormt - Partitip II - V: normen - S: die Norm - Bed.: eine Norm haben
  • in etwa - Adv. - Bed.: ungefähr
  • auflisten - V: listete auf/aufgelistet haben - S: Auflistung - Bed.: eine Liste schreiben
  • repräsentieren - V: repräsentierte/repräsentiert haben - Bed.: verkörpern, darstellen


  • Aufgaben:

    1. Notieren Sie die Schritte, wie man auf dem Computer Chinesisch schreiben kann.
    2. Verbinden Sie die Informationen mit geeigneten sprachlichen Mitteln.
    3. Notieren Sie die Informationen, die Sie über die chinesische Schrift bekommen.
    4. Stellen Sie die chinesische Schrift kurz vor.

    Lösung
    Die Folge - Der Konsekutivsatz

    Beispiele:
    Geschehen I: Thomas ist krank.
    Geschehen II: Er muss heute zum Arzt gehen.

    (1) Weil Thomas krank ist, muss er heute zum Arzt gehen. ® Betonung der Ursache
    (2) Thomas ist krank, sodass er heute zum Arzt gehen muss. ® Betonung der Folge

    (3a) Thomas ist krank, sodass er zum Arzt gehen muss.
    (3b) Thomas ist so krank, dass er zum Arzt gehen muss.

    (4a) Thomas hat so hohes Fieber, dass er zu Hause bleiben muss.
    (4b) Thomas hat solches Fieber, dass er zu Hause bleiben muss.

    (5a) So krank ist Thomas, dass er zum Arzt gehen muss.
    (5b) (Dass er zum Arzt gehen muss, so krank ist Thomas.)

    Geschehen I: Manche Menschen versprechen etwas.
    Geschehen II: Sie halten ihr Versprechen.
    Geschehen III: Sie halten ihr Versprechen nicht.

    (6a) Manche Menschen versprechen etwas, ohne dass sie ihr Versprechen halten.
    (6b) Manche Menschen versprechen etwas, ohne ihr Versprechen zu halten.

  • Informieren Sie sich über den Konsekutivsatz.


  • 1. Bilden Sie Konsekutivsätze. Entscheiden Sie zuerst: Welche Aussage bezeichnet die Ursache, welche die Folge.

    (1) Komma in diesem Satz nicht obligatorisch - weglassen
    (2) Urlaubsreise nach Italien verschieben - Prüfung erst zwei Wochen später
    (3) alle Studenten mathematisches Problem verstanden - nächstes Thema
    (4) alle Studenten mit Vorschlag einverstanden - Diskussion nicht nötig
    (5) Dolmetscher nicht gebraucht - ausländischer Gastprofessor gut Deutsch
    (6) Exkursion lieber nach Meißen - meisten Studenten kennen Dresden schon sehr gut

    URSACHE FOLGE SATZ
    Komma in diesem Satz nicht obligatorisch weglassen Das Komma ist in diesem Satz nicht obligatorisch, sodass man es weglassen kann. / ..., sodass es weggelassen werden kann.

    2. Da Konsekutivsätze Ursache-Folge-Beziehungen darstellen, ist es möglich, aus Konsekutivsätzen Kausalsätze zu bilden.
    Bilden Sie Kausalsätze.

    (1) Im PC-Pool stehen nur 15 Computer, sodass die Gruppe geteilt werden muss.
    (2) Das Lehrbuch war in der Hochschulbibliothek ausgeliehen, sodass ich das Kapitel über "Nachfrage und Angebot" nicht durcharbeiten konnte.
    (3) Jan hat heute Nachmittag einen Arzttermin, sodass er nicht an der Exkursion nach Dresden teilnehmen kann.
    (4) Angestellte einer Universität in Rom haben Prüfungsaufgaben verkauft, sodass sich die Studenten gezielt auf die Prüfung vorbereiten konnten.
    (5) Leider sind die Schränke in der Bibliothek nicht groß genug, sodass nicht alle Taschen dort Platz finden.
    (6) Der Student hatte die Transformationsregeln nicht verstanden, sodass er den Tutor bitten musste, ihm zu helfen.

    3. Verbinden Sie beide Aussagen sinnvoll mithilfe eines Nebensatzes.

    (1) Latein ist eine Wissenschaftssprache in Europa. - Ein Medizin-Studium ist ohne Latein-Kenntnisse nicht möglich.
    (2) Studenten sollten an Sprachkursen teilnehmen, die vom British Council anerkannt sind. - Die Kurse werden ständig überprüft.
    (3) Für Studenten, die die englische Sprache schon gut beherrschen, sind Fachkurse interessanter. - Diese Kurse bestehen sowohl aus Sprachunterricht als auch aus Vorlesungen und Seminaren zu bestimmten Themen.
    (4) Kurse an der Universität Cambridge sind für die meisten Studenten nicht geeignet. - Die Kurse kosten etwa 1.500 Euro pro Woche.
    (5) Am besten liest man bei einem Fachbuch zuerst das Vorwort. - Der Autor hat dort geschrieben, warum er das Buch geschrieben hat und welche Hauptpunkte es enthält.
    (6) Benutzen Sie bei einem Vortrag Gestik und Mimik. - Gestik und Mimik bringen Leben in einen Vortrag.
    (7) Es ist besonders wichtig, sich vor dem Beginn eines Studiums zu orientieren. - Die jungen Menschen studieren nicht in ihrem Heimatort, sondern in einer unbekannten Stadt.
    (8) Während des Studiums ist es wichtig, Lernen und Freizeit systematisch zu planen. - An Hochschulen müssen die Studenten selbst entscheiden, wie und wann sie lernen wollen.

    4. Nennen Sie Folgen.

    (1) Sie konnten nicht an der Prüfungsvorbereitung teilnehmen.
    (2) Alle Wörterbücher waren in der Bibliothek ausgeliehen.
    (3) Ich habe die DSH-2 nicht geschafft.
    (4) Der Student hatte in seinem Heimatland schon den TestDaF Stufe 4 geschafft.
    (5) Ich habe zu Hause keinen Internetzugang.
    (6) Der Student ist auf der Fahrt zum Wohnheim mit dem Fahrrad gestürzt.
    (7) Unser Mathematik-Professor ist in dieser Woche krank.
    (8) Die bulgarische Studentin hat große Angst vor dem Fliegen.

    Die unerwartete Folge - Der Konzessivsatz

    Beispiele:

    (1) Ein PC ist größer als ein Notebook. Ein PC ist auch leistungsfähiger als ein Notebook.
    ® Ein PC ist größer als ein Notebook, sodass er auch leistungsfähiger als ein Notebook ist.
    ® Weil ein PC größer als ein Notebook ist, ist er auch leistungsfähiger als ein Notebook.

    (2) Ein PC ist größer als ein Notebook. Ein PC ist nicht unbedingt leistungsfähiger als ein Notebook.
    (2a) ® Ein PC ist größer als ein Notebook, ohne dass er unbedingt leistungsfähiger sein muss.
            Ein PC ist größer als ein Notebook, ohne unbedingt leistungsfähiger zu sein.
    (2b) ® Obwohl ein PC größer ist als ein Notebook, ist er nicht unbedingt leistungsfähiger.
    (2c) ® Auch wenn ein PC größer als ein Notebook ist, ist er nicht unbedingt leistungsfähiger.
    (2d) ® Ein PC ist größer als ein Notebook, trotzdem ist er nicht unbedingt leistungsfähiger.
    (2e) ® Ein PC ist zwar größer als ein Notebook, aber er ist nicht unbedingt leistungsfähiger.
            Zwar ist ein PC größer als ein Notebook, er ist aber nicht unbedingt leistungsfähiger.
    (2f) ® Trotz seiner Größe ist ein PC nicht unbedingt leistungsfähiger als ein Notebook.

  • Informieren Sie sich über den Konzessivsatz.


  • 1. Verbinden Sie zunächst beide Aussagen mithilfe eines Konsekutivsatzes.
    Ändern Sie dann die 2. Aussage so ab, dass Sie einen Konzessivsatz bilden können.
    (1) Alle Teilnehmer des Kongresses kommen aus Deutschland. ® Auf dem Kongress wird nur Deutsch gesprochen.
    ® Alle Teilnehmer des Kongresses kommen aus Deutschland, sodass auf dem Kongress nur Deutsch gesprochen wird.
    ® Obwohl alle Teilnehmer des Kongresses aus Deutschland kommen, wird auf dem Kongress Englisch gesprochen.

    (2) Er hat an einem Intensivkurs vor dem Studium teilgenommen. ® Er beherrscht die englische Sprache perfekt.
    (3) Ich musste in dem Nebenjob im Supermarkt von 7 bis 22 Uhr arbeiten. ® Ich habe viel Geld verdient.
    (4) Er hat sich vorige Woche beim Fußballspiel den Fuß verletzt. ® Er kann morgen beim Studenten-Turnier nicht mitspielen.
    (5) Man sagt, dass die ersten Wochen am Studienkolleg am schwersten sind. ® Ich hatte große Probleme in Deutsch und Mathematik.
    (6) Er interessiert sich sehr für italienische Kunst und Kultur. ® Er ist in den Semesterferien vier Wochen nach Florenz gefahren.
    (7) Das Essen in der Mensa ist preiswert und schmeckt sehr gut. ® Sie gehen jeden Tag in der Mensa Mittag essen.
    (8) Studenten in Bayern müssen seit dem Sommersemester 2007 Studiengebühren bezahlen. ® Die Studienbedingungen haben sich seitdem sehr verbessert.
    (9) Der Lehrer hat darauf hingewiesen, dass in der Prüfung ein deutsches Wörterbuch verwendet werden kann. ® Alle Studenten haben ein Wörterbuch mitgebracht.

    2. Verbinden Sie die beiden Aussagen mithilfe der angegebenen sprachlichen Mittel. Nennen Sie zuerst die logische Folge und bilden Sie einen Konsekutivsatz.

    AUSSAGE I LOGISCHE FOLGE AUSSAGE II SPRACHL. MITTEL
    Ich habe den Artikel aufmerksam gelesen. Ich habe alles verstanden. Ich habe ihn nur halb verstanden. trotzdem
    Das Wetter im Urlaub war schlecht. ... Er ist jeden Tag Rad gefahren. obwohl
    Sie ist noch jung und unerfahren. ... Sie erfüllt ihre Aufgaben als Sekretärin schon sehr gut. auch wenn
    Die Reise war sehr anstrengend. ... Sie hat mir viel Freude gemacht. auch wenn
    sehr große Materialprobleme ... Einhaltung der Termine durch die Firma trotz
    starker Regen ... Fortsetzung des Sportfestes trotzdem
    Ich laufe sehr schnell. ... Ich brauche für den Weg zum Lehrgebäude mehr als eine Stunde. ?
    Sie scheinen sehr kompliziert zu sein. ... Die grammatischen Aufgaben konnten schnell gelöst werden. ?
    Deutsche Gymnasiasten lernen mehrere Jahre die englische Sprache. ... Die Englisch-Kenntnisse bei deutschen Studenten sind schlecht. ?


    Lesen Sie den Text und beantworten Sie die folgenden Fragen in vollständigen Sätzen.

    Exotische Fremdsprachen
    Gute Fremdsprachenkenntnisse gehören heute zu den wichtigsten Zusatzqualifikationen für Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure. Während die englische Sprache schon eine Grundvoraussetzung ist, können viele Studenten neben ihrem Studium an ihren Hochschulen Französisch, Spanisch oder Italienisch lernen bzw. ihre Kenntnisse in diesen Sprachen verbessern. Das Angebot in diesen Sprachen ist meistens recht groß und bietet sowohl dem Anfänger als auch dem Fortgeschrittenen gute Möglichkeiten, seine Sprachkenntnisse zu erweitern.
    Schwieriger ist es allerdings bei den exotischen Sprachen wie Chinesisch, Japanisch oder Arabisch. Diese Sprachen werden kaum oder gar nicht an den Universitäten für Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure angeboten, da einerseits das Interesse der Studenten zu gering ist und andererseits der Zeitaufwand zum Erlernen dieser Sprachen einfach viel zu groß ist.
    Wer aber einen längeren Aufenthalt in einem dieser Länder plant oder wer in ständigem Kontakt zu diesen Ländern steht, hat die Möglichkeit, am Landesinstitut für arabische Sprache in Bochum zu lernen. An diesem Institut wird neben Arabisch noch Japanisch, Chinesisch und Russisch unterrichtet.
    Die Kurse sind so aufgebaut, dass sie sich sowohl an den Anfänger ohne Vorkenntnisse als auch an Fortgeschrittene wenden. Das Institut verwendet hauptsächlich selbst erarbeitete Lehrmaterialien, die auf die wichtigsten Alltagssituationen, wie z.B. Bestellungen in Restaurant, auf dem Postamt oder die Ankunft im Hotel, ausgerichtet sind. Dabei wird hauptsächlich die gesprochene Sprache berücksichtigt. Durch den großen Umfang des Stoffes, der innerhalb eines Kurses durchgenommen wird, ist es unmöglich, das Erlernte für längere Zeit zu behalten. Deshalb muss man auch nach dem Kurs das Erlernte ständig wiederholen, da der nachfolgende Kurs das Wissen des vorherigen Kurses voraussetzt. Diese aufbauenden Kurse folgen dann in Abständen von mehreren Monaten, sodass also genügend Zeit zwischen den Kursen vorhanden ist, das Gelernte zu Hause gewissenhaft zu wiederholen und zu vertiefen. Die Teilnehmerzahl der Kurse ist auf ca. 16 Teilnehmer pro Kurs begrenzt. Unterrichtet wird sowohl von Muttersprachlern, die perfekt Deutsch sprechen, als auch von Deutschen, die lange Zeit in dem Land gelebt haben und die die Fremdsprache sehr gut beherrschen.
    Da an dieses Institut ein Internat angeschlossen ist, in dem die meisten Kursteilnehmer wohnen, werden schnell Lerngruppen gebildet. Das Internat und die Unterrichtsräume befinden sich im selben Gebäude. Darüber hinaus bietet eine angeschlossene Bibliothek Gelegenheit, sich einen Überblick über Land und Kultur zu verschaffen oder sich einfach Tageszeitungen und Zeitschriften in der jeweiligen Sprache auszuleihen.

    Fragen:

    1. Warum gibt es an den deutschen Hochschulen nur wenig Möglichkeiten Chinesisch zu erlernen?
    2. Wer sollte z.B. die chinesische Sprache lernen?
    3. Welche Lehrer unterrichten am Institut in Bochum?
    4. Was für Situationen stehen im Mittelpunkt des Unterrichts?
    5. Was für Lernbedingungen haben die Kursteilnehmer außerhalb des Unterrichts?
    6. Welche Funktionen haben die Wiederholungen im Unterricht in Bochum?

    Lösung
    Das Partizip I und II als Attribut

    PARTIZIP BILDUNG VERWENDUNG BEDEUTUNG
    Partizip I ... ... ...
    Partizip II ... ... ...

    Lösung

    1. Ergänzen Sie die Partizipien I oder II. Erklären Sie die unterschiedlichen Bedeutungen der Wortgruppen.

    (1) prüfen ® der ... Professor - der ... Student
    (2) lesen ® ein ... Student - die ... Zeitung
    (3) sinken ® ein ... Schiff - ein ... Schiff

    Sprichwort!
    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

    (4) behandeln ® der ... Arzt - die ...
    (5) zerstören ® ein ... Orkan - die ...
    (6) abschließen ® die ... Zusammenfassung - ein ... Studium
    (7) sich verstärken ® die ... Schmerzen - die ... Anstrengungen

    2. Entscheiden Sie: Partizip I oder Partizip II (Oder ist beides möglich?)

    (1) der (stören) Student ® der störende Student ® Das ist ein Student, der (im Unterricht) stört.
    (2) die (schälen) Zwiebel ®
    (3) das (parken) Auto ®
    (4) die (steigen) Preise ®
    (5) die (zunehmen) Zahl der marokkanischen Studenten ®
    (6) (fließen) Wasser ®
    (7) ein (sich streiten) Ehepaar im Restaurant ®
    (8) eine (miauen) Katze vor dem Fenster ®
    (9) ein (verletzen) Fußballspieler ®
    (10) ein (funktionieren) PC im Unterrichtsraum ®
    (11) ein (hupen) Autofahrer an der Kreuzung ®
    (12) der (schweigen) Mann ®

    3. Oft verwendete Formulierungen
    Sagen Sie es mit anderen Worten. Verwenden Sie das Partizip I oder II.

    (1) in diesem Semester ®
    (2) im nächsten Semester ®
    (3) im letzten Sommer ®
    (4) im nächsten Text ®
    (5) in den letzten Wochen ®
    Beantworten Sie die Frage: Wie bereite ich mich auf ein Technikstudium vor?
    Lesen Sie dazu den Text. Notieren Sie
    (1) die Möglichkeiten der Studienvorbereitung
    (2) die Informationen zu diesen Vorbereitungsmöglichkeiten.

    Beispiel:
    (1) Selbstinformation
    ® berufskundliche Informationsmappen, Studienführer; Berufsinformationszentrum (BIZ)
    (2) Berufsberatung beim Arbeitsamt
    ®

    Studienvorbereitung: Wissenslücken schließen
    Wer nicht schon zu Beginn seines Studiums ins Schleudern geraten möchte, der sollte sich über die Anforderungen in dem gewählten Studienfach genauestens informieren. Neben verschiedenen Materialien zur Selbstinformation, wie beispielsweise berufskundliche Informationsmappen oder Studienführer – beides findet man übrigens im Berufsinformationszentrum (BIZ) -, ist hier vor allem die persönliche Beratung eine wertvolle Hilfe.
    Die erste Anlaufstelle, wenn es um eine persönliche Beratung in Sachen Studium und Beruf geht, ist die Berufsberatung für Abiturienten und Hochschüler beim Arbeitsamt. Um einen Termin zu vereinbaren, rufen Sie einfach bei Ihrem Arbeitsamt an. Im Beratungsgespräch erfahren Sie, welche Studienfächer zu Ihren Interessen und Stärken passen. Ihre Berufsberaterin bzw. Ihr Berufsberater sagt Ihnen auch, welche Anforderungen in den verschiedenen Technikstudiengängen gestellt werden und hilft Ihnen auch herauszufinden, ob Sie diese erfüllen können. Des Weiteren bekommen Sie hier Anregungen und Tipps, wie Sie sich für ein Hochschulstudium fit machen können. Auch über Informationsveranstaltungen, wie etwa Abituriententage an Hochschulen oder Vorträge über spezielle Studienfachrichtungen, werden Sie hier informiert.
    Eine weitere wichtige Anlaufstelle ist die Zentrale Studienberatung, die es an nahezu jeder Hochschule gibt. Adresse beim Studentensekretariat erfragen! Dort können nicht nur Studierende, sondern auch Schüler allgemeine Informationen über Studienfächer und deren Inhalte bekommen. Detailliertere Auskünfte über die Anforderungen in den einzelnen Studienfächern erhält man von der Fachstudienberatung. Diese wird meist direkt am entsprechenden Fachbereich von einem Hochschullehrer abgehalten. Termin und Ort stehen im Studienführer der Hochschule unter dem speziellen Fach oder können bei der Zentralen Studienberatung erfragt werden.
    Wer seine Startposition für ein ingenieurwissenschaftliches Studium verbessern möchte, der sollte sich nicht nur gründlich über Studieninhalte, -schwerpunkte und –anforderungen informieren, sondern kann ganz konkret etwas zur fachlichen Vorbereitung tun. So bieten viele Fachhochschulen Vorkurse für Mathematik an; Universitäten und Gesamthochschulen haben Vor- und Brückenkurse für Naturwissenschaften und Mathematik im Programm. Die Vorkurse sind von unterschiedlicher Dauer (eine bis mehrere Wochen) und finden jeweils vor Semesterbeginn statt. Sie richten sich gezielt an Studienanfänger. In Brückenkursen erwerben Studierende mit Fachhochschulreife die für bestimmte Studienabschlüsse vorausgesetzte fachgebundene Hochschulreife. Brückenkurse stehen ebenfalls Studienanfängern offen. In beiden Kursarten kann man seine Vorkenntnisse in Mathematik beziehungsweise in einer Naturwissenschaft erweitern und eventuell vorhandene Wissenslücken beseitigen. Fragen Sie bei der entsprechenden Fakultät Ihrer Wunschhochschule oder bei den Berufsberatern für Abiturienten und Hochschüler des Arbeitsamtes nach, ob und wo diese Kurse angeboten werden. ...
    Die FernUniversität Hagen zum Beispiel bietet Vor- und Brückenkurse an. In diesem Fall sind es Fernkurse, bei denen die Teilnehmer Materialien zugeschickt bekommen und damit zu Hause arbeiten. So gibt es beispielsweise den "Mathematischen Vorkurs zur Elektrotechnik und Physik", der helfen soll, die anfänglichen mathematischen Schwierigkeiten beim Studium in den entsprechenden Fächern zu überwinden. Er zeichnet sich durch eine starke Anwendungsorientierung aus und behandelt Gebiete wie etwa Lineare Gleichungssysteme, Komplexe Zahlen, Differential- und Integralrechnung.
    (abi Berufswahl-Magazin, Heft 6+7/1997, S. 17)

    Beratungsstellen - Hilfe in der Not

    Informieren Sie sich: Zu welcher Beratungsstelle gehen Sie, wenn Sie
    1. mit der Bewertung einer Prüfungsklausur nicht einverstanden sind und mit dem Einspruch beim Professor keinen Erfolg haben?
    2. nicht mehr in einem Zimmer im Studentenwohnheim wohnen wollen?
    3. ein Semester an einer ausländischen Partneruniversität studieren wollen?
    4. Sie einen Ferienjob suchen?
    5. ein Zimmer in einem Studentenwohnheim suchen?
    6. Informationen über Diskussionsrunden für Studentinnen suchen?
    7. selbst keinen Praktikumsplatz für das Praktikumssemester gefunden haben?
    8. schon eine Woche vor einer Prüfung so große Angst haben, dass Sie nicht mehr schlafen können?
    Begründen Sie Ihre Entscheidung.

    Während eines Studiums können die unterschiedlichsten Fragen auftauchen. Hier die wichtigsten Anlaufstellen auf einen Blick.
    Akademisches Auslandsamt: Zuständig für alle Fragen, die einen Studienaufenthalt im Ausland betreffen
    Amt für Ausbildungsförderung: Hier sitzen die Spezialisten für eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG.
    Arbeitsvermittlung (Job-Zeitarbeit-Vermittlung): Vermittlungsstelle des Arbeitsamtes für zeitlich befristete Jobs
    Beauftragter für Behindertenfragen: studienvorbereitende, studienbegleitende und berufsvorbereitende Beratung für Leute mit Behinderung oder chronischer Krankheit
    Berufsberatung für Abiturienten beim Arbeitsamt und Hochschulteam: Unterstützung bei Fragen der Studien- und Berufswahl, bei Studienfachwechsel, Studienabbruch und Qualifizierung für den Arbeitsmarkt
    Fachstudienberatung: an Fakultäten oder Fachbereichen angesiedelte Stelle, die bei fachspezifischen Problemen und Fragen weiterhilft
    Frauenbeauftragte: Hier erhalten Studentinnen Informationen über Frauengruppen sowie frauenbezogene Veranstaltungen und Arbeitskreise an der Hochschule.
    Praktikantenamt: Erteilt Auskünfte über die Bedingungen von vorgeschriebenen Praktika und hilft bei der Suche nach Praktikumsstelle
    Psychotherapeutische Beratung: Hilft bei psychisch oder seelisch bedingten Lebens- und Studienproblemen wie beispielsweise Kontakt- und Prüfungsängsten, Selbstwertkrisen oder Schwierigkeiten in Partnerschaft und Familie
    Rechtsberatung: Service des Studentenwerks, bietet Studierenden kostenlose Beratung bei juristischen Problemen
    Sozialberatung: Service des Studentenwerks bei Fragen zur Sicherung des Lebensunterhaltes, zur Kinderbetreuung und zur Lebensplanung im Allgemeinen; informiert über die sozialen Einrichtungen des Studentenwerks wie Kinderkrippen, Krabbelstuben und Kindertagesheime
    Studienberatung: Die Allgemeine oder die Zentrale Studienberatung unterstützt bei Studienwahl und -planung und hilft bei der Bewältigung von Anlaufschwierigkeiten.
    Wohnheimverwaltung: Diese Stelle vergibt Wohnheimplätze; die Studentenwohnheime werden vom Studentenwerk unterhalten.
    Zimmervermittlung: Einrichtung des Studentenwerks, die Privatzimmer und Wohnungen an Studierende vermittelt
    (Nach: abi. Berufswahl-Magazin, Heft 2/2002, S. 21)


    Fachhochschulen in Berlin
    Neben den drei großen Universitäten - der Freien Universität, der Humboldt-Universität sowie der Technischen Universität - gibt es in Berlin auch eine ganze Reihe von Fachhochschulen und kleineren Hochschulen. Die Fachhochschulen haben sich vor allem auf ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge spezialisiert.
    Die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft, kurz die FHTW, ist die größte Berliner Fachhochschule. Fast 8.000 junge Menschen studieren hier in den Bereichen Technik, Informatik, Wirtschaft, Kultur und Gestaltung. Mit rund 30 Studiengängen ist das Angebot der FHTW Berlin bemerkenswert vielfältig. Das Spektrum reicht von einer Vielzahl von klassischen FH-Disziplinen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik bis zu innovativen Fächern wie Umwelttechnik, Wirtschaftsrecht oder Internationale Medieninformatik.
    Der gute Ruf der FHTW erklärt sich aus ihrem vielseitigen Studienangebot, der Lehre in kleinen Gruppen und der modernen Ausstattung der Labore. Fester Bestandteil des Studiums sind auch Fächer wie Präsentationstraining und Fremdsprachen. Und wer einen Teil des Studiums im Ausland absolvieren möchte, kann die Kontakte der FHTW zu über 100 Hochschulen weltweit nutzen.
    Das breiteste ingenieurwissenschaftliche Angebot der Berliner Fachhochschulen bietet die Technische Fachhochschule Berlin. Ihre 7.000 Studierenden können zwischen mehreren Dutzend Studiengängen wählen. Praxisnahe Lehre und Forschung werden hier groß geschrieben. "Wir lehren Zukunft" ist das Motto der Fachhochschule: Neueste Technologie und Multimedia gehören zum Studienalltag. Auch auf internationaler Ebene ist die TFH konkurrenzfähig. Besonders deutlich wird dies seit 1998 durch die Angebote an Masterstudiengängen, wie International Technology Transfer Management oder Computational Engineering.
    Eine der größten Spezialhochschulen für Wirtschaftswissenschaften in Deutschland ist schließlich die Fachhochschule für Wirtschaft Berlin. Den Kern ihres Studienangebots bildet der Studiengang Wirtschaft. Praxisorientierte Zusatzprogramme und Aufbaustudiengänge ergänzen das Standardangebot. Die starke internationale Ausrichtung der Studiengänge sowie die Ausbildung zum Master of Business Administration (MBA) tragen zur Reputation der FHW Berlin wesentlich bei. Derzeit sind rund 3.000 Studierende aus über 60 Ländern an der FHW immatrikuliert.
    Die private Europäische Wirtschaftshochschule ist mit rund 140 Studierenden die kleinste Hochschule der Stadt, sie gehört jedoch zu einem Verband von Hochschulen in ganz Europa. Für den Studiengang Internationale Betriebswirtschaftslehre braucht man allerdings das Vordiplom einer Universität oder ein FH-Diplom, für die MBA-Programme einen Studienabschluss und mehrere Jahre Berufserfahrung. Auch die private Steinbeis-Hochschule spezialisiert sich auf weiterführende Studienmöglichkeiten im Wirtschaftsbereich. Sie wurde erst 1998 gegründet und hat derzeit rund 200 Studierende.
    (Nach: abi. Berufswahl-Magazin, Heft 11/2000, S. 28-29)

    Wichtiger Wortschatz!
    eine Reihe von; eine Vielzahl von; eine Anzahl von; eine Menge von; eine Gruppe von; eine Schar von


    Aufgabe:

    Stellen Sie die Informationen über die Berliner Hochschulen in der folgenden Tabelle zusammen.

    Hochschule Studenten Bereiche/Studiengänge/Fächer weitere Informationen
    FH für Technik und Wirtschaft (FHTW) ... ... ...
    Technische Fachhochschule ... ... ...
    Fachhochschule für Wirtschaft ... ... ...
    Europäische Wirtschaftshochschule ... ... ...
    Steinbeis-Hochschule ... ... ...

    Lösung

    Bedingung - Der uneingeleitete Konditionalsatz

    Beispiel:
    (1) Wenn man einen Begriff nicht versteht, kann man in einem Lexikon nachsehen.
    ® Versteht man einen Begriff nicht, kann man in einem Lexikon nachsehen.

  • Informieren Sie sich über den Konditionalsatz.


  • 1. Deutsche Sprichwörter
    Drücken Sie die Konditionalsätze mithilfe der Konjunktion "wenn" aus.
    Erklären Sie die allgemeine Bedeutung der Sprichwörter.

    (1) Willst du stark sein, so erkenne deine Schwächen.
    (2) Kommt Zeit, kommt Rat.
    (3) Hast du was, so bist du was.
    (4) Fehlt das Brot im Haus, zieht der Frieden aus.
    (5) Willst du die Tochter han (= haben), sieh vorher die Mutter an.

    2. Bilden Sie Sprichwörter mithilfe eines eingeleiteten bzw. uneingeleiteten Konditionalsatzes. Achten Sie auf die Reihenfolge der Aussagen.

    (1) Der Bauer hat sein Brot. Auch der Städter leidet keine Not.
    (2) Geld ist die Braut. Die Ehe wird selten gut.
    (3) Du hast etwas falsch gemacht. Die Feinde loben dich.
    (4) Der Hahn kräht auf dem Mist. Das Wetter ändert sich oder es bleibt, wie es ist.
    (5) Die Gesetze schweigen. Die Waffen sprechen.
    (6) Der Hund bellt. Sie kläffen alle.
    (7) Zwei tun das gleiche. Es ist nicht das gleiche.

    Wortschatz!
    Verben für Lautäußerungen von Tieren:
    der Hahn ® krähen
    das Huhn ® gackern
    der Hund ® bellen
    die Katze ® miauen
    der Vogel ® zwitschern
    die Maus ® piepsen

    Suchen Sie noch weitere Verben.
    Das erweiterte Attribut

  • Informieren Sie sich über das erweiterte Attribut.


  • Stellen Sie an den folgenden Beispielen die Struktur und die Bedeutung der erweiterten Attribute dar.

    (1) Die aus dem Ausland kommenden Austauschstudenten studieren meistens in der Hauptstadt Riga.
    (2) Spanisch zählt zu den nach Englisch am häufigsten genutzten Fremdsprachen.
    (3) Im September müssen die an den verschiedenen Universitäten unterschiedlich hohen (?) Studiengebühren bezahlt werden.

    Umformung von erweiterten Attributen in Relativsätze

    (1) Die aus dem Ausland kommenden Austauschstudenten studieren meistens in der Hauptstadt Riga.
    ® Die Austauschstudenten, die aus dem Ausland kommen, studieren meistens in der Hauptstadt Riga.
    (2) Spanisch zählt zu den nach Englisch am häufigsten genutzten Fremdsprachen.
    ® Spanisch zählt zu den Fremdsprachen, die nach Englisch am häufigsten genutzt werden.
    (3) Im September müssen die an den verschiedenen Universitäten unterschiedlich hohen (?) Studiengebühren bezahlt werden.
    ® Im September müssen die Studiengebühren, die an den verschiedenen Universitäten unterschiedlich hoch sind, bezahlt werden.

    1. So kann man es genauer ausdrücken.
    Erweitern Sie die Attribute mithilfe der Wörter bzw. Wortgruppen.
    Formen Sie die entstandenen erweiterten Attribute in Relativsätze um.

    (1) die spielenden Kinder ® auf der Straße; mit dem Ball
    ® die auf der Straße mit dem Ball spielenden Kinder
    ® die Kinder, die auf der Straße mit dem Ball spielen
    (2) der schreibende Student ® einen Brief; täglich; an seine Freundin
    (3) das bewunderte Schloss ® oft; von ausländischen Touristen; in Dresden
    (4) die gestiegenen Mensapreise ® stark; in der letzten Zeit
    (5) die ausgestellten Autos ® auf der Messe; von Japan
    (6) die gelösten Aufgaben ® in den letzten Jahren; von der Regierung

    2. Bilden Sie Sätze mit erweitertem Attribut.

    (1) Der Lebensrhythmus der Studenten wird in erster Linie durch das Studium bestimmt. Die Studenten studieren an deutschen Hochschulen.
    (2) Eine wichtige Rolle im studentischen Leben spielen Freizeitinteressen. Diese Freizeitinteressen sind mit Kunstrezeption, wie z.B. Theaterbesuche oder Musik hören, verbunden.
    (3) Immer mehr Studenten beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit wissenschaftlichen Problemen. Diese Probleme gehen über das eigene Studienfach hinaus.

    3. Formen Sie die erweiterten Attribute in Nebensätze um.

    (1) Die vor mehr als 1.000 Jahren in Kairo gegründete Al-Azhar-Universität besaß eine umfangreiche Büchersammlung.
    (2) Die in diesen Bibliotheken gesammelten Bücher waren vor allem juristische und theologische Werke.
    (3) Handschriften und über 100 Jahre alte Schriften können nur in den Lesesälen gelesen werden.
    (4) Außer der sich in der Universitätsstraße befindenden Hauptbibliothek verfügt die Staatsbibliothek noch über einige Außenstellen.
    (5) Nicht in Deutschland vorhandene Bücher können über die internationale Fernleihe bestellt werden.
    (6) Während der Völkerwanderung wurde oftmals über Jahrtausende angesammeltes Wissen für immer vernichtet.
    (7) Eine Bibliothek dient in erster Linie der Erfassung von im Buchhandel erschienener Literatur.
    (8) Eine Sonderform der Stadtbibliothek sind zu festen Zeiten einzelne Stadtteile anfahrende oder in ländlichen Gebieten als Ersatz für eine Stadtbibliothek fungierende Fahrbibliotheken.

    Übungsblatt

    Das Gerundivum

    Beispiele:
    (1) zu lösende Aufgaben = Aufgaben, die zu lösen sind = Aufgaben, die gelöst werden müssen/sollen
    (2) zu benutzende Hilfsmittel = Hilfsmittel, die benutzt werden sollten
    (3) auszuleihende Bücher = Bücher, die ausgeliehen werden können

    1. Beantworten Sie die Fragen mithilfe eines Relativsatzes und eines Modalverbs.

    Was sind
    (1) zu bauende Wohnhäuser? ® Zu bauende Wohnhäuser sind Wohnhäuser, ...
    (2) zu lesende Bücher? ®
    (3) zu reparierende Dächer? ®
    (4) zu öffnende Türen? ®
    (5) zu treffende Entscheidungen? ®
    (6) kaum zu vermeidende Staubbelästigungen? ®

    2. Bilden Sie Sätze mit dem Gerundivum.

    (1) Man sollte seine Kritik beachten. ® Das ist eine ...
    (2) Man darf diese Schwierigkeit nicht übersehen. ® Das ist eine ...
    (3) Man muss diese Behauptungen zurückweisen. ® Das sind ...
    (4) Man kann diese Mängel nicht beseitigen. ® Das sind ...

    3. Formen Sie das erweiterte Attribut in einen Relativsatz um.

    (1) Das ist ein nie wieder gut zu machender Fehler. ® Das ist ein Fehler, ...
    (2) Das sind sofort abzulehnende Forderungen. ®
    (3) Das sind nicht unbedingt zu berücksichtigende Anweisungen. ®
    (4) Das sind nicht zu unterschätzende Vorteile. ®
    (5) Das ist eine nur schwer zu beweisende Behauptung. ®
    (6) Das ist eine genau zu beachtende Anweisung. ®
    (7) Das ist eine nur im Labor nachzuweisende Infektion. ®

    4. Beantworten Sie die Fragen. Verwenden Sie in der Antwort das Gerundivum.

    (1) Konnte diese Entwicklung vorausgesehen werden? ® Nein, das war eine ...
    (2) Ist dieses Ziel schnell zu erreichen? ®
    (3) Waren die Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken? ®
    (4) Kann man dieses Risiko verantworten? ®
    (5) Brauchen diese Angaben nicht genau geprüft zu werden? ®
    (6) Können diese Vorurteile leicht genommen werden? ®

    5. Formen Sie Relativsätze in erweiterte Attribute um.

    (1) Saarländische Wissenschaftler erforschen eine Software, die einmal pro Monat überprüft werden muss.
    (2) Der Vorschlag der Kommission, der heute von uns geprüft werden muss, regelt Fragen des Prüfungsrechts.
    (3) Modernen Lampen, die am besten von einem Elektriker montiert werden sollten, sind erheblich teurer als traditionelle Glühlampen.
    (4) In einem Kinderzimmer verwendet man am besten Teppiche, die leicht gereinigt werden können.
    (5) Allein in Mitteleuropa leben 17 verschiedene Waldameisenarten, die oft nur schwer zu unterscheiden sind.

    Was kann an Stelle des "können"-Gerundivums verwendet werden?

    leicht zu überwindende Schwierigkeiten
    = Schwierigkeiten, die leicht zu überwinden sind
    = Schwierigkeiten, die leicht überwunden werden können
    = Schwierigkeiten, die sich leicht überwinden lassen
    = Schwierigkeiten, die überwindbar sind
    = überwindbare Schwierigkeiten

    6. Verwenden Sie Adjektive mit -bar.

    (1) ein nicht zu widerlegendes Argument
    (2) leicht zu mischende Flüssigkeiten
    (3) leicht vorauszusehende Entwicklungen
    (4) gut zu formendes Material
    (5) kaum zu lösende Aufgabe
    (6) ein nicht zu vermeidender Fehler
    (7) ein schwer zu lesender Text

    Lösen Sie die Aufgaben zum Gerundivum.

    Zeitliche Beziehungen zwischen Handlungen - Der Temporalsatz

    Allgemeines:
    Die Handlung im Nebensatz kann zur gleichen Zeit wie die Handlung im Hauptsatz erfolgen = Gleichzeitigkeit.
    Die Handlung im Nebensatz kann vor der Handlung im Hauptsatz erfolgen = Vorzeitigkeit.
    Die Handlung im Nebensatz kann nach der Handlung im Hauptsatz erfolgen = Nachzeitigkeit.

    Gleichzeitigkeit

  • Informieren Sie sich über die Temporalsätze der Gleichzeitigkeit.




  • Beispiele:
    (1a) Wenn Jan duscht, kocht Thomas Kaffee.
    (1b) Thomas kocht Kaffee, wenn Jan duscht.
    (2) Als Jan geduscht hat, hat Thomas Kaffee gekocht.
    (3) Wenn Jan duschen wird, wird Thomas Kaffee kochen.
    (4) Immer wenn Jan duscht, kocht Thomas Kaffee.
    (5) Während Jan duscht, kocht Thomas Kaffee.

    1. Ein typischer Morgen im Studentenheim
    Drücken Sie die Gleichzeitigkeit der Handlungen durch Temporalsätze aus.

    JAN THOMAS ZEIT
    duschen Kaffee kochen heute
    Zeitung holen sich waschen u. rasieren gestern
    Frühstückstisch decken Bett machen morgen
    Zeitung lesen Englisch-Vokabeln noch einmal ansehen jeden Tag
    Tisch abräumen mit Freundin telefonieren vorgestern
    ... ... täglich

  • Wodurch können Sie in einem Text erkennen, dass 2 Handlungen gleichzeitig ablaufen?


  • - sprachliche Mittel: ...
    - Tempus: ...
    - ...

    2. Was können Sie gleichzeitig tun? Was geht nicht?

    Handlung I Handlung II
    Fahrrad fahren
    am Computer spielen
    im Deutsch-Unterricht sitzen
    in der Badewanne baden
    im Lesesaal der Bibliothek lernen
    mit dem Bus fahren
    schlafen
    rauchen
    sprechen
    telefonieren
    Alkohol trinken
    Musik hören

    3. Eine typische Studentenfamilie
    Wie organisiert man das am besten? Was können der Vater und die Mutter gleichzeitig machen? Wählen Sie typische Tätigkeiten aus.

    Kind aus der Kita holen - Windeln waschen - Milch und Brot kaufen - Zeitung lesen - mit dem Kind spielen - sich auf ein Seminar vorbereiten - das Kind ins Bett bringen - Abendbrottisch decken - eine Fachzeitschrift lesen - vor dem Fernsehgerät sitzen und ein Bier trinken

  • Wie werden Temporalsätze der Gleichzeitigkeit nominalisiert?


  • Beispiele:
    (1) Als ich in Dresden ankam, wurde ich von meinem Freund begrüßt.
    ® Bei meiner Ankunft in Dresden wurde ich von meinem Freund begrüßt.
    (2) Wenn ich in Dresden ankomme, werde ich von meinem Freund begrüßt.
    ® Bei meiner Ankunft in Dresden werde ich von meinem Freund begrüßt.
    (3) Immer wenn ich in Dresden ankomme, werde ich von meinem Freund begrüßt.
    ® Bei meinen Ankünften in Dresden werde ich (immer) von meinem Freund begrüßt.
    (4) Während der Patient ins Krankenhaus gefahren wurde, hat sich sein Zustand verschlechtert.
    ® Während der Fahrt ins Krankenhaus hat sich der Zustand des Patienten verschlechtert.

    4. Nominalisieren Sie die Temporalsätze.

    (1) Als der Zug in Dresden abgefahren ist, hatte er schon eine halbe Stunde Verspätung.
    (2) Immer wenn er spricht, macht der ausländische Student noch viele grammatische Fehler.
    (3) Wenn er in sein Heimatland zurückkehrt, wird er fließend Deutsch sprechen.
    (4) Wenn es regnet, werden wir morgen zu Hause bleiben.
    (5) Ich habe einen Handschuh verloren, als ich aus dem Bus ausgestiegen bin.
    (6) Wenn er am Monitor arbeitet, muss er eine Brille tragen.
    (7) Die beiden haben sich kennen gelernt, während sie an der TU Dresden studiert haben.
    (8) Als er im vergangenen Jahr Berlin besucht hat, hat er sich natürlich das Reichstagsgebäude, den Sitz des Deutschen Bundestags, angesehen.
    (9) Wie alt war Cäsar, als er starb?
    (10) Während wir durch Dresden gebummelt sind, war die andere Gruppe im Hygiene-Museum.

    5. Verbalisieren Sie die nominalen Wortgruppen.

    (1) Bei seinem Studium an einer spanischen Universität musste Thomas monatlich eine Reihe von Gebühren bezahlen.
    (2) Bei der Teilnahme an einem Intensivkurs sollte man sich nur auf das Sprachen lernen konzentrieren.
    (3) Schon während der Prüfungsvorbereitung wird den meisten Studenten klar, dass sie durch intensive Arbeit Prüfungsstress vermeiden können.
    (4) Bei unseren Unterhaltungen sind wir selten der gleichen Meinung.
    (5) Man sollte während der Arbeit in der Bibliothek andere Benutzer des Lesesaals nicht stören.
    (6) Sie hat während ihres Studiums in Leipzig in einem Supermarkt gearbeitet.


    Vorzeitigkeit

    Im Text "Mit POL macht das Lernen Spaß" hatten Sie die Aufgabe, die zeitlichen Schritte der Methode POL darzustellen und dabei sprachliche Mittel für zeitliche Reihenfolgen zu verwenden:
    zuerst, danach, im Anschluss daran, ...
    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die zeitlichen Schritte mithilfe von Nebensätzen zu verbinden.

    Beispiel:
    1. Schritt: Erarbeitung einer praxisrelevanten Studienaufgabe durch Tutor und Gruppe
    2. Schritt: Klärung der unbekannten Begriffe der Studienaufgabe
    Verbindung durch einen Nebensatz:
    Nachdem der Tutor zusammen mit der Gruppe eine praxisrelevante Studienaufgabe erarbeitet hat, werden die unbekannten Begriffe der Studienaufgabe geklärt.

  • Informieren Sie sich über die Temporalsätze der Vorzeitigkeit.



  • Beispiele:
    (1a) Nachdem ich das Abitur abgelegt hatte, begann ich zu studieren.
    (1b) Ich begann zu studieren, nachdem ich das Abitur abgelegt hatte.
    (2) Als ich das Abitur abgelegt hatte, begann ich zu studieren.
    (3) (Immer) Wenn ich meine Arbeit geschafft hatte, beschäftigte ich mich mit meinem Hobby Kosmologie.
    (4) Wenn ich die Ausbildung beendet habe, arbeite ich als Kinderärztin.

  • Wie werden die Nebensätze nominalisiert?


  • (1) Nachdem ich die Ausbildung abgeschlossen hatte, begann ich zu studieren.
    ® Nach dem Abschluss meiner Ausbildung begann ich zu studieren.
    (2) Wenn ich meine Arbeit beendet hatte, beschäftigte ich mich meistens mit meinem Hobby Kosmologie.
    ® Nach dem Ende meiner Arbeit beschäftigte ich mich meistens mit meinem Hobby Kosmologie.
    (3) Wenn ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, beginne ich zu studieren.
    ® Nach dem Abschluss meiner Ausbildung beginne ich zu studieren.


    Nachzeitigkeit

  • Informieren Sie sich über die Temporalsätze der Nachzeitigkeit.



  • Beispiele:
    (1) Bevor ich mit der Promotion begann, arbeitete ich als Ingenieur.
    (2) Ehe ich als Ärztin arbeiten kann, muss ich noch zwei Jahre studieren.

  • Wie werden die Nebensätze nominalisiert?


  • (1) Bevor ich promovierte, arbeitete ich als Ingenieur.
    ® Vor meiner Promotion arbeitete ich als Ingenieur.
    (2) Ehe ich als Ärztin arbeiten kann, muss ich noch zwei Jahre studieren.
    ® Vor meiner Arbeit als Ärztin muss ich noch zwei Jahre studieren.

    1. Beantworten Sie die Frage mit Temporalsätzen.

    Wann kommst du heute zu mir?
    Ich muss erst
    (1) den Brief beantworten
    (2) den Vortrag beenden
    (3) die Klausur vorbereiten
    (4) Abendbrot essen
    (5) schlafen gehen

    2. Ein Ausflug vor einigen Wochen nach Dresden
    Verbinden Sie die Informationen mithilfe von Temporalsätzen.

    (1) Ankunft auf dem Hauptbahnhof - Frühstück bei McDonalds
    (2) Frühstück - Spaziergang durch die Prager Straße
    (3) Spaziergang - Besichtigung des Schlosses
    (4) Besichtigung - Führung durch das "Grüne Gewölbe"
    (5) Führung - Schifffahrt auf der Elbe
    (6) Schifffahrt - Heimfahrt vom Bahnhof Dresden-Neustadt

    3. Konntest du gestern gleich einschlafen? Achten Sie auf die Verwendung des Adverbs "erst".

    (1) Nein, ... (ein Glas Bier trinken)
    (2) ein paar Minuten Musik hören
    (3) einige Seiten in einem Krimi lesen
    (4) einen kurzen Spaziergang machen
    (5) Schlaftablette nehmen
    (6) sich durch ein paar Yoga-Übungen entspannen

    4. Verbalisieren Sie.

    (1) Nach Abschluss der 4. Klasse kam ich in eine andere Schule.
    (2) Nach dem Abitur machte ich eine längere Sprachreise nach Paris.
    (3) Nach meiner Rückkehr aus Paris absolvierte ich ein Praktikum in einer Firma.
    (4) Nach Beendigung des Praktikums begann ich mit dem Studium in Dresden.
    (5) Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums schrieb ich meine Dissertation.

    5. Empfehlen Sie: Was sollte man vorher tun?

    (1) Bevor man sich für einen Beruf entscheidet, sollte man ...
    (2) Bevor man sich zu einem Studium im Ausland entschließt, ...
    (3) Ehe man eine schriftliche Arbeit abgibt, ...
    (4) Bevor man mit dem Selbststudium beginnt, ...
    (5) Bevor man heiratet, ...
    (6) Ehe man sich scheiden lässt, ...

    6. Nominalisieren Sie die Temporalsätze aus der Aufgabe 5.

    7. Wo kann man das lesen? Kann man es auch anders sagen?

    (1) Mäntel und Taschen sind vor Betreten der Lesesäle an der Garderobe abzugeben!
    (2) Vor dem Verlassen des Labors sind die Arbeitsplätze sauberzumachen!
    (3) Vor dem Öffnen des Gerätes Netzstecker ziehen!
    (4) Vor Gebrauch schütteln!
    (5) Nicht öffnen, bevor der Zug hält!

    8. Bilden Sie aus den beiden Sätzen einen Satz. Achten Sie auf die richtigen Konjunktionen.
    Gibt es in den Sätzen "Signalwörter", die Ihre Entscheidung erleichtern?

    (1) Zuerst muss ich noch an der Tankstelle tanken. Danach können wir losfahren.
    (2) Er ging ins Bett. Vorher nahm er noch eine Schlaftablette.
    (3) Der alte Mann ging spazieren. Sein Hund begleitete ihn meistens.
    (4) Das Kind wurde von einem Auto überfahren. Es überquerte gerade die Straße.
    (5) Ich klingelte fast fünf Minuten an der Tür. Erst dann öffnete jemand.
    (6) Er bestellte sein Essen. Er hatte die Speisekarte aufmerksam gelesen.
    (7) Georg hatte einen Unfall. Er musste drei Stunden auf Hilfe warten.
    (8) Sie bestand die Abschlussprüfung. Danach bewarb sie sich um eine Stelle als Assistentin.

    9. Verbalisieren Sie die temporalen Satzteile.

    (1) Bei meinen Wanderungen in den Alpen entdeckte ich viele mir unbekannte Pflanzen und Tiere.
    (2) Zu Beginn der 2. Halbzeit schoss die Gastmannschaft ein Tor.
    (3) Beim Verlassen des Geschäfts verlor er sein Portmonee.
    (4) Vor seinem Chemiestudium war Peter Laborant.
    (5) Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Ingenieur in einem internationalen Unternehmen.
    (6) Wir sahen uns nach der Besichtigung des Schlosses noch ein Museum an.
    (7) Vor dem Schlafengehen trank er gern noch ein Glas Wein.
    (8) Zu Beginn des Frühlings lag auf den Bergen noch Schnee.
    (9) Bei unseren Diskussionen waren wir selten der gleichen Meinung.
    (10) Er musste vor Beginn seines Studiums noch ein Praktikum absolvieren.

    10. Nominalisieren Sie die Temporalsätze.

    (1) Immer wenn ich spazieren ging, dachte ich über meine Zukunft nach.
    (2) Kurz bevor die Spielzeit zu Ende war, schoss Messi noch das Siegtor.
    (3) Nachdem er sein Praktikum abgeschlossen hat, studiert er Maschinenbau.
    (4) Zahlreiche technische Probleme mussten gelöst werden, bevor man mit dem Bau der Leipziger U-Bahn beginnen konnte.
    (5) Bevor ich nach London abreisen kann, habe ich noch viel zu erledigen.
    (6) Als das Unglück geschah, befanden sich 20 Personen in dem Reisebus.
    (7) Wenn ich ihn nach seinen Plänen fragte, antwortete er meist nur allgemein.
    (8) Bevor er sich für ein Angebot entscheidet, prüft er die verschiedenen Angebote sehr genau.
    (9) Ich fahre zu dir, nachdem ich meine Eltern zu Hause besucht habe.
    (10) Glücklicherweise war sie ausgestiegen, kurz bevor der Bus verunglückte.

    Gleichzeitigkeit - Vorzeitigkeit - Nachzeitigkeit

    Ein Temporalsatz mit seit oder seitdem nennt einen Zeitpunkt in der Vergangenheit. Mit diesem Zeitpunkt beginnt der Zeitraum, der für den Hauptsatz gilt.
    Tempusformen:
    - gleiches Tempus in HS und NS: Im Nebensatz wird ein Prozess genannt.
    - z.B. NS Perfekt/Präteritum, HS Präsens: Im Nebensatz wird nur der Zeitpunkt genannt.

    Fragewort: Seit wann?

    Seitdem das Selbstlernzentrum geöffnet ist, nutzen die ausländischen Studenten fast täglich das Internet.
    Zeitpunkt in der Vergangenheit: Das Selbstlernzentrum wurde eröffnet (O) und ist seit dieser Zeit geöffnet (®).
    Hauptsatz: Zur gleichen Zeit (O) beginnen die ausländischen Studenten, fast täglich das Internet zu nutzen (®).

    Seitdem das Selbstlernzentrum geöffnet wurde, nutzen die ausländischen Studenten fast täglich das Internet.
    Zeitpunkt in der Vergangenheit: Das Selbstlernzentrum wurde eröffnet (O) (und ist seit dieser Zeit geöffnet) (®).
    Hauptsatz: Zur gleichen Zeit (O) beginnen die ausländischen Studenten, fast täglich das Internet zu nutzen (®).


    Seit der Öffnung des Selbstlernzentrums nutzen die ausländischen Studenten fast täglich das Internet.

  • Wie werden diese Nebensätze nominalisiert?


  • Der Temporalsatz mit solange bezeichnet eine Gleichzeitigkeit. Er nennt einen einmaligen Sachverhalt und drückt immer eine Dauer aus. Das Geschehen im Temporalsatz dauert genauso lange, wie das Geschehen im Hauptsatz.
    Fragewort: Wie lange? Wann?


    Das Grammatik-Übungsprogramm konnte im Selbststudium nicht eingesetzt werden, solange das Selbstlernzentrum geschlossen war.
    Hauptsatz: Das Grammatik-Übungsprogramm konnte im Selbststudium nicht eingesetzt werden.
    Temporalsatz: Das Selbstlernzentrum war geschlossen.


    Während der Schließung des Selbstlernzentrums konnte das Grammatik-Übungsprogramm im Selbststudium nicht eingesetzt werden.

  • Wie werden diese Nebensätze nominalisiert?


  • Der Temporalsatz mit bis bezeichnet ein Geschehen, das nach dem Geschehen des Hauptsatzes stattfindet.
    Fragewort: Bis wann?


    Es dauerte sehr lange, bis er die Regeln der Integration verstanden hat.
    Hauptsatz: Es dauerte sehr lange.
    Temporalsatz: Danach hat er die Regeln der Integration verstanden.


    Bis zum Verständnis der Regeln der Integration dauerte es sehr lange.

  • Wie werden diese Nebensätze nominalisiert?


  • Der Temporalsatz mit sooft bezeichnet ein sich wiederholendes Geschehen, zu dem gleichzeitig ein sich wiederholendes Geschehen im Hauptsatz stattfindet.
    Fragewort: Wann?


    Sooft er in Zittau ist/war, besucht(e) er seine Freundin.
    Temporalsatz: Er ist/war immer wieder in Zittau (nicht nur einmal).
    Hauptsatz: Er besucht(e) seine Freundin (immer wieder).


    Bei seinen Aufenthalten in Zittau besucht er seine Freundin.

  • Wie werden diese Nebensätze nominalisiert?


  • Zusammenfassung:

    / Vorzeitigkeit Gleichzeitigkeit Nachzeitigkeit
    Konjunktionen nachdem
    als
    wenn
    (immer) wenn
    seit
    wenn
    als
    (immer) wenn
    während
    seit
    solange
    sooft
    bevor
    ehe
    bis
    Präpositionen nach bei
    während
    seit
    vor
    bis

    Achtung!
    Beachten Sie folgende Probleme bei den Temporalsätzen.
    1. Achten Sie bei der Bildung von Temporalsätzen darauf, wann die Handlungen ablaufen.
    2. Achten Sie bei der Gleichzeitigkeit auf die Verwendung der Konjunktionen wenn und als.
    3. Beachten Sie, dass "gleiches Tempus" bei der Gleichzeitigkeit auch bedeuten kann: Perfekt - Präteritum bzw. Futur I - futurisches Präsens.
    4. Beachten Sie die Tempusfolge bei der Vorzeitigkeit.
    5. Beachten Sie dass die Konjunktionen wenn, als und während verschiedene Bedeutungen haben können.
    6. Beachten Sie die Sonderformen der Nominalisierung.

    Übungen:

    1. Perfekt oder Präsens? Begründen Sie.

    (1) Ich kenne ihn, seitdem ich in Deutschland (studieren).
    (2) Seitdem er mir einmal in einer schwierigen Situation (helfen), sind wir Freunde.
    (3) Leider sehen wir uns nur noch selten, seit er in Berlin (studieren).
    (4) Er hat sich sehr verändert, seit wir uns das letzte Mal (sehen).
    (5) Seit er eine Brille (tragen müssen), sieht er richtig intelligent aus.
    (6) Seitdem er (heiraten), schreibt er nur noch selten.
    (7) Seitdem ich seine Frau (kennen lernen), kann ich verstehen, dass er jeden Abend in die Kneipe geht.

    2. solange - bis
    Formen Sie die Sätze mit der Konjunktion solange in Nebensätze mit der Konjunktion bis um und umgekehrt.
    Verwenden Sie dazu die in den Klammern stehenden Wörter.



    (1) Die Eltern unterstützen ihre Kinder finanziell, solange sie kein eigenes Einkommen haben. (selbst verdienen)
    (2) Das Geld ist knapp, solange die Ausbildung dauert. (beendet sein)
    (3) Er kaufte Bücher, bis das Geld alle war. (reichen)
    (4) Er war sehr leistungsfähig, bis er krank wurde. (gesund sein)
    (5) Sie muss das Medikament nehmen, solange sie Fieber hat. (fieberfrei sein)
    (6) Der Mensch hofft, bis er stirbt. (leben)

    3. Bilden Sie Temporalsätze mit seitdem.

    (1) Er hat das Studium 1995 beendet. Seit dieser Zeit sucht er einen Job.
    (2) Wir haben einen neuen Chef. Seit dieser Zeit dürfen wir nicht mehr im Büro rauchen.
    (3) Er hatte einen Autounfall. Seit dieser Zeit kann er nicht mehr Fußball spielen.
    (4) Ich treibe wieder Sport, seither geht es mir besser.
    (5) Seine Frau hat ihn verlassen. Seit dieser Zeit trinkt er.

    4. Bilden Sie Temporalsätze mit solange.

    (1) Er hat noch Fieber. ® ..., muss er im Bett bleiben.
    (2) Jana telefoniert noch. ® ..., möchte ich sie nicht stören.
    (3) Ich habe nicht genug Geld. ® ..., kann ich diese Reise nicht machen.
    (4) Es regnet immer noch. ® Was machen wir, ...

    5. Verbalisieren Sie.

    (1) Zu Lebzeiten seines Vaters ging es seiner Familie noch gut.
    (2) In Abwesenheit des Chefs kann in dieser Sache nichts entschieden werden.
    (3) Sein ganzes Leben lang hat dieser Mann Zittau nicht verlassen.
    (4) Kleine Kinder kann man nicht allein lassen.
    (5) Für die Dauer seines Urlaubs ist er in der Firma nicht zu erreichen.
    (6) Während des Fluges nach London hatte das Mädchen Angst.
    (7) Diesen Unfall werde ich mein Leben lang nicht vergessen.
    (8) In seiner Gegenwart kann man nicht über Politik sprechen.

    6. Bilden Sie Temporalsätze mit bis.

    (1) Ich komme in zehn Minuten zurück. Wartest du auf mich?
    Gut, ....................
    (2) Haben Sie eine Wohnung gefunden?
    Ja, aber .................... (lange suchen)
    (3) Er suchte in drei Geschäften, .................... (das richtige Buch finden)
    (4) Ist der Wagen schon repariert?
    Nein, .................... (noch eine Stunde warten)
    (5) Ist Peter schon mit dem Studium fertig?
    Nein, .................... (noch drei Semester studieren)

    7. Verbalisieren Sie.

    (1) Bis zur Ankunft des Zuges vergingen noch zehn Minuten.
    (2) Die Kinder spielen bis zur Dunkelheit im Garten.
    (3) Bis zu ihrer Heirat lebte sie bei ihren Eltern.
    (4) Bis zur Abfahrt des Zuges standen wir auf dem Bahnsteig.
    (5) Bis zur Öffnung des Geschäfts mussten wir im Regen warten.
    (6) Bis zu seinem zehnten Lebensjahr lebte er auf dem Lande.
    (7) Der Bus war schon abgefahren und so mussten wir bis zum nächsten warten.
    (8) Der Außenminister blieb bis zum Ende der Konferenz in Paris.

    8. Ergänzen Sie beim Lesen die Konjunktionen und Präpositionen.

    War Albert Einstein ein Wunderkind?
    Albert Einstein war ein Spätentwickler. Es dauerte ziemlich lange, ........ er sprechen lernte. Seine Eltern dachten schon, dass er nicht normal ist.
    ........ er zuerst eine katholische Elementarschule in München besucht hatte, kam er ........ elf Jahren auf das Gymnasium.
    ........ er die Schule besuchen musste, empfand er sie als Zwang. Er sagte später, dass er durch die Methoden der Angst und Gewalt jede Freude am Lernen verloren hatte. In Literatur und Mathematik war er gut, da ihn diese Fächer interessierten. In anderen Fächern wie Sprachen und Geschichte machte er nichts, ja er tat nicht einmal so, als würde er sich damit beschäftigen. Entsprechend schlecht waren seine Leistungen. ........ er die Schule vorzeitig verlassen hatte, fühlte er sich zum ersten Mal frei.
    ........ 16 Jahren wollte er am Polytechnikum in Zürich ein naturwissenschaftliches Studium aufnehmen. ........ man dort zum Studium zugelassen wurde, musste man eine Aufnahmeprüfung ablegen. Diese bestand Albert Einstein nicht. Zwar war er in Mathematik viel besser als die meisten anderen Bewerber, aber in modernen Sprachen sowie in Zoologie und Botanik reichten seine Kenntnisse nicht.
    ........ er auf Empfehlung des Leiters des Polytechnikums, den Einsteins hervorragende mathematische Kenntnisse beeindruckt hatten, an einer Schweizer Schule das Versäumte in einem Jahr nachgeholt und das Reifezeugnis erhalten hatte, konnte er das Studium beginnen. Dort, wo er durchgefallen war, ........ er 16 war, wurde er ........ 34 Jahren Professor. Und ........ er 42 war, erhielt er den Nobelpreis für Physik.

    9. Erzählen Sie mithilfe der folgenden Wortgruppen etwas über Mozarts Kindheit.
    Drücken Sie die Zeitangaben durch verschiedene Temporalsätze aus.

    Wolfgang Amadeus Mozart

    * 27.1.1756 in Salzburg Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren.
    mit drei Jahren - Melodien auf dem Klavier Als er drei Jahre alt war, konnte er Melodien auf dem Klavier spielen.
    mit fünf Jahren - ein hervorragender Klavierspieler ...
    beim Klavierspiel - alles andere vergessen ...
    vor dem 6. Geburtstag - beginnen zu komponieren ...
    mit sechs Jahren - mit seiner Schwester erste Konzerte in München und Wien ...
    nach den ersten Konzerten - beide als Wunderkinder berühmt ...
    in jeder freien Stunde - Unterricht vom Vater im Klavier- und Geigespielen, im Lesen, Schreiben und Rechnen ...
    auf Konzertreisen - fast ganz Europa kennen lernen ...
    bis zum 25. Lebensjahr - 15 Jahre auf Reisen verbringen ...


    Verben mit dem Präfix be-

  • Was versteht man unter einer Präfixbildung? Informieren Sie sich zum Thema Wortbildung.


  • Wie können Verben mit dem Präfix be- gebildet werden?

    Beispiele:
    (1) antworten auf ® beantworten
    (2) die Grenze ® begrenzen
    (3) richtig ® berichtigen

    1. Woraus sind die Verben gebildet? Welche grammatischen Unterschiede stellen Sie fest? Bilden Sie kurze Sätze mit den Verben und den Informationen in den Klammern.

    Verb mit Präfix be- Verb mit Präposition Beispielsatz 1 Beispielsatz 2
    bedenken denken anA Politiker sollten auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt bedenken. Politiker sollten auch an die Situation auf dem Arbeitsmarkt denken.
    beachten ... (Komma zwischen Haupt- u. Nebensatz) ...
    befahren ... (Autobahn) ...
    beherrschen ... (alle Länder am Mittelmeer) ...
    behindern ... (Verkehr) ...
    bekämpfen ... (Ungerechtigkeit in der Welt) ...
    beklagen ... (Verlust von 3 Mrd. Euro) ...
    belächeln ... (Angst vor dem Zahnarzt) ...
    besiegen ... (Nationalmannschaft Marokkos) ...
    betrauern ... (Tod des Vaters) ...
    bewohnen ... (Appartement in München) ...

    2. Woraus wurden die Verben gebildet? Bilden Sie mit den Verben kurze Sätze in der grammatischen Form SN - Verb - OA.

    (1) bemalen
    (2) begrünen
    (3) beeinflussen
    (4) beschmutzen
    (5) bestrahlen
    (6) beurlauben
    (7) bewirten
    (8) bestärken
    (9) bestrafen
    (10) beurkunden

    3. Ergänzen Sie die passenden Verben.
    wohnen/bewohnen; reisen/bereisen; arbeiten/bearbeiten

    (1) Thomas ... mit seiner Familie in Leipzig.
    (2) Sein Vater war ein Jahr zuvor nach New York ..., um dort an der Kunstschule zu lehren.
    (3) Er ... einer barocke Villa mit 15 Zimmern.
    (4) Gabi Schulz (26) ... ihrer Dissertation schon seit einem halben Jahr.
    (5) Sie hat beinahe alle Länder der Welt ... .
    (6) Das BAföG-Amt hat bis gestern 118 Fälle ... .

    4. Verwenden Sie das Verb ohne Präfix be-. Achten Sie auf die Präpositionen.

    (1) Sie sollten den Brief der Ausländerbehörde möglichst schnell beantworten.
    (2) Der arabische Student hat die Großschreibung der Substantive nicht beachtet.
    (3) Es ist verboten, den Rasen zu betreten.
    (4) Radfahrer dürfen die Autobahn nicht befahren.
    (5) Ich bezweifle die Richtigkeit seiner These.
    (6) Man sollte nichts beurteilen, was man nicht genau kennt.
    (7) In der Beratung haben wir zuerst die organisatorischen Fragen besprochen.

    5. Wer macht das? Wie heißen die Berufe?

    (1) Fotos belichten
    (2) beim Buchkauf beraten
    (3) Kinder beaufsichtigen
    (4) die Gäste bedienen
    (5) den Autofahrer belehren
    (6) die Blumen begießen
    (7) den Kranken behandeln
    (8) die Geschäfte beliefern
    (9) den Fehler berichtigen
    (10) die Sterne beobachten
    Mittel - Der Instrumentalsatz

    Beispiele:
    (1a) Der Text kann noch einmal auf richtige Orthographie überprüft werden, indem ein Rechtschreibprogramm eingesetzt wird.
    (1b) Indem ein Rechtschreibprogramm eingesetzt wird, kann der Text noch einmal auf richtige Orthographie überprüft werden.
    (2a) Der Text kann dadurch noch einmal auf richtige Orthographie überprüft werden, dass ein Rechtschreibprogramm eingesetzt wird.
    (2b) Dadurch, dass ein Rechtschreibprogramm eingesetzt wird, kann der Text noch einmal auf richtige Orthographie überprüft werden.
    (3a) Durch den Einsatz eines Rechtschreibprogramms kann der Text noch einmal auf richtige Orthographie überprüft werden.
    (3b) Mithilfe eines Rechtschreibprogramms kann der Text noch einmal auf richtige Orthographie überprüft werden.
    (3c) Mit einem Rechtschreibprogramm kann der Text noch einmal auf richtige Orthographie überprüft werden.
    (4) Wie/Wodurch/Womit kann der Text noch einmal auf richtige Orthographie überprüft werden.

  • Informieren Sie sich über den Instrumentalsatz.


  • 1. Wie kann man sich am besten informieren? Verwenden Sie Instrumentalsätze.

    (1) über das aktuelle Tagesgeschehen ® Videotext im Fernsehen
    (2) über das kulturelle Angebot einer Stadt ® Homepage der Stadt im Internet
    (3) über das Land, in dem man studieren möchte ® ?
    (4) über neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Informatik ® ?
    (5) über Studienmöglichkeiten im Ausland ® ?
    (6) über die Anforderungen des TestDaF ® ?
    (7) über die Literatur, die es zu einem bestimmten Fachgebiet gibt ® ?

    2. Unterstreichen Sie alle präpositionalen Wortgruppen mit durch. Formen Sie sie in Instrumentalsätze um (= Verbalisierung).

    (1) Durch die Systematisierung und Speicherung von Informationen sind die Computer eine große Hilfe für uns geworden.
    (2) Die Arbeit in den Bibliotheken konnte durch die Verwendung von Computern effizient gemacht werden.
    (3) Durch den Einsatz von Computern bei monotoner geistiger Arbeit können wir mehr Zeit für kreative Tätigkeiten gewinnen.
    (4) Der Arbeitsplatz im Büro wurde durch den Einsatz des PCs gründlich verändert.
    (5) Durch die Verwendung von Computern können neue Erzeugnisse bedeutend schneller und billiger entwickelt werden.
    (6) Durch den Einsatz von Computern in der Medizin wird die Diagnose von Krankheiten erleichtert.

    3. Nominalisieren Sie die Nebensätze.

    (1) Der Politiker wurde dadurch zum Präsidenten gewählt, dass ihn mehrere Parteien unterstützten.
    (2) Dadurch, dass er zu lange zögerte, verpasste er die günstige Gelegenheit.
    (3) Er konnte sein Ziel nur dadurch erreichen, dass er sich sehr anstrengte.
    (4) Sie schalten das Gerät ein, indem Sie auf diesen Knopf drücken.
    (5) Er konnte sein Projekt nur dadurch verwirklichen, dass ihm seine Freunde halfen.

    4. Verbinden Sie beide Aussagen mithilfe eines Instrumentalsatzes. Entscheiden Sie zuerst, was ist das Ziel und was ist das Mittel zur Erreichung dieses Ziels.

    (1) Arbeitnehmer können sich direkt am Arbeitsplatz weiterbilden - Einsatz von Methoden des E-Learning
    (2) über E-Mails, Chats und Videokonferenzen mit anderen Lernenden diskutieren - Risiko der Vereinsamung vor dem Computer begrenzen
    (3) zu starke Konzentration auf Computer und Internet vermeiden - auch Offline-Materialien wie Lehrbücher oder Videos im Unterricht nutzen
    (4) Studierende können individuelles Pensum mit eigenen Tempo erledigen - Einteilung des Lernstoffs in abgeschlossene Einheiten
    (5) Zusammenschluss von 16 FHs und 9 Unis zu Virtueller Hochschule Bayern - Nutzung der Erfahrungen mehrerer Hochschulen

    5. Umfrage zum Thema: Welche Erfahrungen haben Sie mit E-Learning?

    Nina Kämpf:
    "Ich habe einen Computer mit Internetanschluss. Mit Lernprogrammen hatte ich aber bis jetzt noch nichts zu tun. Zum Lernen brauche ich sie nicht. Das Internet nutze ich meistens, um Informationen für Referate und Hausarbeiten zu suchen. Ansonsten lerne ich lieber mit Büchern."
    Benjamin Seifert:
    "Ich habe außerhalb der Schule schon einmal ein Sprachlernprogramm ausprobiert, um meine Spanischkenntnisse aufzufrischen. Das Programm fand ich recht gut, vor allem, wenn man schon Vorkenntnisse hat. Man kann damit Sätze bilden oder Vokabeln abfragen. Dass Neue Medien in der Schule stärker eingesetzt werden, wird unumgänglich sein. Ich glaube aber nicht, dass E-Learning klassische Medien wie das Schulbuch ersetzen wird."
    Amelie Fuchs:
    "Ich ließ Englisch-Vokabeln vom Computer abfragen. Das fand ich nicht schlecht. Der Computer ist eine gute Kontrolle beim Lernen. Die Karten mit den Vokabeln wurden per Zufallsprinzip abgerufen. Sonst arbeite ich lieber mit Büchern. Da hat man etwas zum Anfassen."
    Valentin Conrad:
    "Ich arbeite gerne mit dem Computer. Für Mathematik, Physik und Chemie gibt es sehr gute Lernprogramme, die sich gut zum eigenständigen Lernen eignen. Damit kann ich Versuche durchführen, die in der Schule so nicht möglich sind. Praktische Laborversuche sind aber nach wie vor wichtig, weil man nur so einen Bezug zum Thema bekommt."
    Magdalena Szostak:
    "Ich nutze den Computer vor allem zum Erstellen von Texten oder Tabellen. Zum Lernen bevorzuge ich aber Bücher. Da weiß ich, wer der Verfasser ist und wo ich Informationen finden kann. In der Schule gehe ich auch ins Internet, um bestimmte Themen zu recherchieren. Ein Lernprogramm habe ich aber noch nie ausprobiert."
    Marcus Geck:
    "Ich habe mal versucht, mit einem interaktiven Programm Französisch zu lernen, doch das fand ich nicht so toll. Es war mir zu oberflächlich und der Stoff war ganz anders strukturiert als in Schulbüchern. Zu Hause arbeite ich gerne mit der "Digitalen Bibliothek". Dort kann man zum Beispiel Orginalwerke von Philosophen oder deutschen Klassikern im Internet abrufen und auch direkt im Programm arbeiten. Im Unterricht finde ich eine gesunde Mischung aus alten und neuen Medien sinnvoll."
    (Nach: abi. Berufswahl-Magazin, Heft 4/2003, S. 16-17)

    Wichtiger Wortschatz!
    abfragen; abrufen; auffrischen; sich eignen für; erstellen; bevorzugen; ausprobieren

    Stellen Sie die Informationen zusammen zur Beantwortung der Frage: Wie lernen die Studenten?
    Antworten Sie mithilfe von Instrumentalsätzen.

    NAME METHODE SATZ
    Nina Kämpf - Nutzung des Internets zur Suche nach Informationen für Referate und Hausarbeiten
    - lieber Lernen mit Büchern
    Nina Kämpf lernt, indem sie das Internet nutzt, um nach Informationen für Referate und Hausarbeiten zu suchen. Außerdem lernt sie, indem ...
    Benjamin Seifert - ... - ...
    Amelie Fuchs - ... - ...
    Valentin Conrad - ... - ...
    Magdalena Szostak - ... - ...
    Marcus Geck - ... - ...

    Lösung

    6. Umfrage zum Thema: Wie lernen Sie am besten?

    Julia Hein (Lehramt Deutsch/Kunst, TU Dresden, 7. Semester):
    "Ich suche mir zu bestimmten Themen verschiedene Bücher in der SLUB, schaue mir unterschiedliche Expertenmeinungen zu bestimmten Themengebieten an, schreibe aber auch mal meine Aufzeichnungen ab, um das Wissen noch besser zu festigen."
    Filip Bezold (Abfallwirtschaft, TU Dresden, 1. Semester):
    "Ich lerne am besten mit viel Ruhe. Die Atmosphäre in der SLUB gefällt mir dafür gut, vor allem in der Zweigbibliothek Drepunct ist man relativ ungestört."
    Julia Horn (Germanistik BA, TU Dresden, 5. Semester):
    "Ich schreibe alles auf Karteikarten, die ich dann auswendig lerne. Meist spreche ich das Gelernte noch mit Freunden oder Kommilitonen durch. Manchmal tippe ich auch alles in den Computer ein, um so noch einmal zu wiederholen."
    Alexander Endrullat (Malerei/Grafik, HfbK Dresden, 3. Semester):
    "Ich lese mir erst alles durch, mache dann Notizen, die ich danach auf ihren Sinngehalt überprüfe. Nach zwei bis drei Tagen schaue ich mir dann nochmal alles an."
    (Nach: adrem vom 14.10.2009, S. V)

    Stellen Sie die Informationen zusammen zur Beantwortung der Frage: Wie lernen sie am besten?
    Antworten Sie mithilfe von Instrumentalsätzen.

    NAME METHODE SATZ
    Julia Hein (Lehramt Deutsch/Kunst, TU Dresden, 7. Semester) - zu bestimmten Themen Bücher in SLUB suchen
    - unterschiedliche Expertenmeinungen zu bestimmten Themengebieten anschauen
    - Aufzeichnungen abschreiben, Ziel: Wissen festigen
    Julia Hein, die an der TU Dresden im 7. Semester Deutsch/Kunst auf Lehramt studiert, studiert am besten, indem sie zu bestimmten Themen Bücher in der SLUB sucht und unterschiedliche Expertenmeinungen zu bestimmten Themengebieten anschaut. Außerdem studiert sie, indem sie ihre Aufzeichnungen abschreibt, um ihr Wissen zu festigen.
    Filip Bezold (Abfallwirtschaft, TU Dresden, 1. Semester) - ... - ...
    Julia Horn (Germanistik BA, TU Dresden, 5. Semester) - ... - ...
    Alexander Endrullat (Malerei/Grafik, HfbK Dresden, 3. Semester) - ... - ...

    Lösung
    Bibliotheken

    1. ..........
    Das Wort "Bibliothek" kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet "Ort, an dem Bücher aufbewahrt werden". Bibliotheken oder Büchereien haben die Aufgabe, Bücher zu sammeln, zu systematisieren und sie den Nutzern zur Verwendung bereitzustellen. Man unterscheidet wissenschaftliche Bibliotheken, die vor allem Literatur für Forschung, Studium und geistige Tätigkeit sammeln, von allgemeinen Bibliotheken, die Literatur aus allen Gebieten sammeln. Weiterhin werden Präsenzbibliotheken von Ausleihbibliotheken unterschieden. In Präsenzbibliotheken ist die Benutzung der Bücher nur in den Räumen der Bibliothek möglich, bei Ausleihbibliotheken können die Bücher nach Hause entliehen werden. Durch Fernleihe besteht die Möglichkeit, Bücher, die in einer Bibliothek nicht vorhanden sind, aus anderen Bibliotheken kommen zu lassen.
    2. ..........
    Zu den ältesten Bibliotheken gehören babylonische Sammlungen von Tontafeln, z.B. in Ninive. Sie wurden bereits um 1000 v.u.Z. angelegt. Die bedeutendste Bibliothek des Altertums war die Bibliothek in Alexandria, in der über 700.000 Schriftrollen gesammelt wurden. Im Jahre 47 v.Chr. sind diese Zeugnisse der antiken Literatur und Wissenschaft durch eine Brandkatastrophe vernichtet worden. Im Mittelalter entstanden vor allem in Klöstern umfangreiche Bibliotheken. Das Kloster im schweizerischen St. Gallen war vom 9. bis zum 11. Jahrhundert ein mittelalterliches Zentrum für Kunst und Wissenschaft mit einer umfangreichen Klosterbibliothek. Im 13. Jahrhundert entwickelten sich die ersten Universitäts-Bibliotheken (z.B. Paris 1257). Aus den fürstlichen Bibliotheken in Schlössern entwickelten sich im 16. Jahrhundert die ersten Staats- und Landes-Bibliotheken (Wien 1526, Dresden 1556, Berlin 1661). Ab 1850 traten neben die wissenschaftlichen auch allgemeine, öffentliche Bibliotheken, so genannte Volksbibliotheken, die die Aufgabe hatten, jedem Bürger Zugang zur Literatur zu verschaffen.
    3. ..........
    Namhafte Vertreter des deutschen Buchhandels erklärten sich 1848 bereit, der in Frankfurt am Main tagenden Nationalversammlung ihre Verlagswerke für eine Handbibliothek der Parlamentarier zur Verfügung zu stellen. Daraus entstand die Idee, eine "Reichsbibliothek" aufzubauen - also eine Nationalbibliothek der Deutschen -, welche aber aufgrund der nachfolgenden politischen Ereignisse nicht realisiert werden konnte. Der Bestand der "Reichsbibliothek" (4.600 Bände) gelangte vom ursprünglichen Standort, der Paulskirche in Frankfurt, 1855 in das Germanische Nationalmuseum nach Nürnberg.
    Die Stadt Leipzig, Mittelpunkt des Buch- und Verlagswesens im Deutschen Reich, das Königreich Sachsen und der Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig schlossen 1912 einen Vertrag über die Gründung der Deutschen Bücherei mit Sitz in Leipzig. Aufgabe der Deutschen Bücherei war, die gesamte vom 1. Januar 1913 an erscheinende deutsche und fremdsprachige Literatur des Inlandes und deutschsprachige Literatur des Auslandes zu sammeln, bibliographisch zu verzeichnen und unentgeltlich der Benutzung zur Verfügung zu stellen. In den Kriegsjahren 1914 bis 1916 entstand die Deutsche Bücherei, deren 120 m langes Gebäude am 2. September feierlich eingeweiht wurde. Die Sammelgrundsätze werden ab 1941 auch auf Übersetzungen deutscher Werke in fremde Sprachen, fremdsprachige Werke über Deutschland (Germanica), Musikalien und Kunstblätter erweitert.
    Nach den Luftangriffen auf Leipzig (1943) und Brandschäden an der Deutschen Bücherei wurde das Haus ab Januar 1944 für die Benutzung geschlossen. Rund 1,6 Millionen Bände wurden ausgelagert. Im November 1945 wird die Deutsche Bücherei wieder eröffnet. Die "Deutsche Nationalbibliographie" erscheint seit 1946 wieder in Leipzig.
    Mit der Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen verliert allerdings die Deutsche Bücherei ihre Position als einzige zentrale Archivbibliothek Deutschlands. In den Westsektoren Deutschlands wird die Neugründung einer deutschen Archivbibliothek mit Sitz in Frankfurt am Main initiiert. Die Stadt Frankfurt sagt zu, die geplante Archivbibliothek mit personellen und finanziellen Mitteln zu unterstützen. Die amerikanische Militärregierung gibt ihre Zustimmung. Die Bibliothek erhält am 4. November 1946 offiziell den Namen "Deutsche Bibliothek". Damit existieren in Deutschland zwei Bibliotheken, die die jeweilige Aufgabenstellung und Funktion einer Nationalbibliothek für die spätere DDR und die Bundesrepublik Deutschland übernehmen. Es erscheinen zwei Nationalbibliographien, die inhaltlich nahezu identisch sind.
    1955 wird die Pflichtablieferung von Druckerzeugnissen an die Deutsche Bücherei für die DDR durch eine Anordnung geregelt. 1966 beginnt die Deutsche Bibliothek in Frankfurt am Main, ihre Bibliographien mithilfe der EDV zu erstellen, fünf Jahre später beginnt auch die Deutsche Bücherei in Leipzig, die Deutsche Nationalbibliographie mithilfe der EDV herzustellen. 1982 werden in Leipzig die neu errichteten Magazintürme der Deutschen Bücherei zur Lagerung der Bücher eingeweiht, weil die alten Lager die Menge der Bücher nicht mehr aufnehmen konnten. Die neuen Magazine sind mithilfe eines Transporttunnels mit dem Hauptgebäude verbunden. Die Bibliothek hat einen Gesamtbestand von 4,3 Millionen Bänden.
    Mit der Einigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 werden die Deutsche Bücherei und die Deutsche Bibliothek zu der neuen Institution, "Die Deutsche Bibliothek", zusammengefasst. 1997 zieht die ehemalige Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main in ihr neues Gebäude um. Am 14. Mai wird der Neubau offiziell eingeweiht.
    4. ..........
    Die Bestände der Deutschen Bibliothek umfassen gegenwärtig etwa 19 Mio. Einheiten, 10,2 Millionen befinden sich in Leipzig, 8,4 Millionen in Frankfurt/Main und knapp 1 Million im Musikarchiv Berlin. Zu den Beständen gehören Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Musikalien, Tonträger (Kassetten, Schallplatten, CDs, CD-ROMs, DVDs, Video-Kassetten), Handschriften, Karten usw.
    5. ..........
    Wer eine größere wissenschaftliche Bibliothek betritt, ohne zu wissen, was ein OPAC ist (ein Online Public Access Catalog) und wie man ihn benutzt, hat dort schon seit Jahren eigentlich nichts mehr zu suchen, im eigentlichen Sinn des Wortes - er findet dort nämlich nichts mehr. Wer aber damit umzugehen versteht, kann sich den Gang in die Bibliothek in vielen Fällen sparen und schon an seinem Arbeitsplatz oder zu Hause online ermitteln, wo das gesuchte Werk steht - in seiner Universitätsbibliothek oder in Houston, Texas.
    Jede Bibliothek ist nur so gut wie ihre Kataloge. Sie könnte wertvolle Bücherschätze besitzen, ohne Kataloge, die sie erschließen und genau zu der Stelle im Regal führen, wo sie stehen, wären sie so gut wie nicht existent. Seit Mitte der 70er-Jahre erfassen immer mehr Bibliotheken ihre neuen Bücher in maschinenlesbarer Form. In fast allen Katalogen endet irgendwann der traditionelle Zettelkatalog und es beginnt ein neuer mit maschinenlesbaren Daten. Seit Mitte der 80er-Jahre stehen sie dem Benutzer meist in Form von Mikrofiches, dann immer öfter als OPAC auf dem Bildschirm zur Verfügung. Die OPACs sind in zunehmendem Maße auch online von jedem Computer mit Web-Anschluss aus zugänglich.
    Die Deutsche Bibliothek in Frankfurt, die seit 1990 mit der Deutschen Bücherei in Leipzig vereint ist, hat ihren gesamten Katalog in computergerechte Datensätze verwandelt, die Deutsche Bücherei Leipzig knapp ein Drittel. Beide OPACs stehen seit 1995 im Internet. Das heißt, jeder kann heute jede deutsche Publikation seit 1990, jede westdeutsche seit 1946 und einen Teil der älteren Literatur des 20. Jahrhunderts online bibliographieren.
    (Abschnitt 5 nach: Dieter E. Zimmer: Die Bibliothek der Zukunft. Ullstein Taschenbuchverlag, München 2001, S. 120ff.)

    Worterklärungen:

    2. Abschnitt:
  • babylonisch - Adj./Adv. - S: Babylon - Bed.: aus Babylon stammend
  • Tontafel - S: die;-;-n - Zus.: Tafel - Bed.: historische Schreibtafel aus dem Material Ton
  • Altertum - S: das;-s;kein Plural in dieser Bedeutung - Bed.: der Zeitraum zwischen Frühgeschichte und Mittelalter, d.h. Mitte des 4. Jahrtausend v. Chr. bis 6./7. Jahrhundert
  • Schriftrolle - S: die;-;-n - Zus.: Rolle - Bed.: historisches Schriftstück aus Papyrus oder Pergament, das zur besseren Benutzung gerollt wurde
  • Kloster - S: das;-s;-Klöster - Bed.: ein kirchliches Gebäude, in dem Mönche oder Nonnen leben
  • fürstlich - Adj./Adv. - S: der Fürst - Bed.: wie ein Fürst (hoher Adelstitel)
  • Schloss - S: das;-es;-Schlösser - Bed.: ein großes Gebäude, in dem Könige, Fürsten leben
  • Musikalie - S: die;-;-n - Bed.: gedruckte Noten und Texte zum Musizieren


  • 3. Abschnitt:
  • namhaft - Adj. - Bed.: berühmt, bekannt, bedeutend
  • einweihen - V: weihte ein/eingeweiht haben - S: die Einweihung - Bed.: ein Gebäude offiziell eröffnen
  • Luftangriff - S: der;-s;-e - Zus.: Angriff - Bed.: der Angriff auf Gebäude, eine Stadt im Krieg mit Flugzeugen
  • Brandschaden - S: der;-s;-schäden - Zus.: Schaden - Bed.: der Schaden an einem Gebäude durch Feuer
  • auslagern - V: lagerte aus/ausgelagert haben - S: die Auslagerung - Bed.: an einen anderen Ort bringen und dort deponieren


  • Aufgaben:

    1. Abschnitt:
    1. Lesen Sie den 1. Abschnitt global und bilden Sie eine nominale Überschrift zu dem Abschnitt.

    Wichtiger Wortschatz!
    leihen; sich leihen; verleihen; ausleihen; entleihen

    Lösung

    2. Erklären Sie die Begriffe.
    (1) Bibliothek
    (2) wissenschaftliche Bibliothek
    (3) allgemeine Bibliothek
    (4) Präsenzbibliothek
    (5) Ausleihbibliothek
    (6) Fernleihe

    BEGRIFF VERB OBERBEGRIFF ERKLÄRUNG SATZ
    die Bibliothek sein der Ort Aufbewahrung von Büchern
    Sammelung, Systematisierung von Büchern
    Bereitstellung zur Verwendung für Nutzer
    Eine Bibliothek ist ein Ort, wo Bücher aufbewahrt werden. Biblioteken haben die Aufgabe, Bücher zu sammeln und zu systematisieren sowie sie für die Verwendung durch die Nutzer bereitzustellen.
    die wissenschaftliche Bibliothek verstehen unter ... ... ...
    die allgemeine Bibliothek bezeichnen als ... ... ...
    die Präsenzbibliothek sich handeln um ... ... ...
    die Ausleihbibliothek verstehen unter ... ... ...
    die Fernleihe bezeichnen als ... ... ...

    Lösung

    2. Abschnitt:
    1. Lesen Sie den 2. Abschnitt global und bilden Sie eine nominale Überschrift zu dem Abschnitt.

    Lösung

    2. Lesen Sie den Abschnitt detailliert und stellen Sie eine Chronik der Entstehung von Bibliotheken zusammen.

    ZEIT INFORMATION
    1000 v.u.Z. babylonische Sammlungen von Tontafeln (Ninive)
    47 v.u.Z. ...

    Lösung

    3. Berichten Sie mithilfe Ihrer Notizen über die Gründungen von Bibliotheken.

    3. Abschnitt:
    1. Lesen Sie den 3. Abschnitt global und bilden Sie eine nominale Überschrift zu dem Abschnitt.

    Lösung

    2. Lesen Sie den Abschnitt detailliert und stellen Sie eine Chronik der Deutschen Bücherei zusammen.

    ZEIT INFORMATION
    1848 Idee einer Reichsbibliothek ® keine Realisierung wegen polit. Ereignisse
    ...

    Lösung

    3. Berichten Sie mithilfe Ihrer Notizen über die Deutsche Bücherei.

    4. Abschnitt:
    1. Lesen Sie den 4. Abschnitt global und bilden Sie eine nominale Überschrift zu dem Abschnitt.

    Lösung

    2. Notieren Sie alle Bestände/Medien, die in dem Abschnitt genannt werden. Erklären Sie kurz ihre Bedeutung und notieren Sie, wer diese Bestände in der Bibliothek wofür nutzen könnte.

    MEDIUM ERKLÄRUNG NUTZUNG
    das Buch gebundene Publikation mit fachlichem oder belletristischem Inhalt alle Nutzer: Informationen
    die Zeitung ... ...

    Lösung

    3. Schreiben Sie die wesentlichen Merkmale der folgenden Publikationsformen auf. Informieren Sie sich auch in einem Wörterbuch. Beschreiben Sie dann die Publikationen in jeweils einem Satz.
    (1) Lehrbuch -
    (2) Monographie -
    (3) Biographie -
    (4) Bibliographie -
    (5) Lexikon -
    (6) Kompendium -
    (7) Enzyklopädie -
    (8) Sammelwerk -
    (9) Wörterbuch -

    Lösung

    5. Abschnitt:
    1. Lesen Sie den 5. Abschnitt global und bilden Sie eine nominale Überschrift zu dem Abschnitt.

    Lösung

    2. Notieren Sie die Informationen zum OPAC. Schreiben Sie mithilfe Ihrer Notizen eine Information an einen Kommilitonen.

    Lösung


    Attributsätze

  • Welche Aufgabe hat ein Attributsatz?

  • Wiederholen Sie die Deklination der Relativpronomen.


  • 1. Setzen Sie die fehlenden Relativpronomen ein.

    (1) In der Regel hat eine Publikation in einer Bibliothek eine Standortnummer, durch ..... der Ort dieser Publikation leicht gefunden werden kann.
    (2) In der Antike besaßen bereits die Ägypter Büchersammlungen, aus ..... uns die bis 1866 v.u.Z. datierbaren Papyrusrollen bekannt sind.
    (3) In einer Universitätsbibliothek werden Zeitschriften in einem speziellen Zeitschriftenlesesaal bereitgestellt, in ..... aktuelle Hefte und ältere Jahrgänge von Fachzeitschriften zu finden sind.
    (4) In den meisten Universitätsbibliotheken werden große Teile der Bestände im Magazin aufbewahrt, ..... für das Publikum unzugänglich ist.
    (5) Fachbibliotheken werden auch als Dienstleistungseinrichtungen bezeichnet, ..... Dienstleistung im Beschaffen und Verwalten von Informationen in einem Unternehmen in der Wirtschaft oder in einer Forschungseinrichtung liegt.
    (6) Eine Schulbibliothek wird auch als "zensurenfreier Lernraum" verstanden, ... ein außerschulisches Lernen möglich machen soll.
    (7) Klassenraumbibliotheken sind Bibliotheken, ..... Bestände sich in einem Klassenzimmer befinden und zumeist von der jeweiligen Klasse betreut werden.
    (8) Die Bibliothek ist eine Präsenzbibliothek, in ..... über 925.000 Bände zur Nutzung bereit stehen.

    2. Aus der Geschichte der Bibliotheken:
    Verbinden Sie beide Sätze, indem Sie den 2. Satz zu einem Attributsatz eines Substantivs im 1. Satz umformen.

    (1) Die Sammlung in der assyrischen Stadt Ninive umfasste etwa 10.000 Tontafeln. Auf diesen Tontafeln finden sich zirka 1.500 Texten in Keilschrift.
    (2) Die Keilschriften auf den gefundenen Tontafeln liefern wichtige Informationen über längst vergangene Epochen. Die Keilschriften konnten ab 1850 entziffert werden.
    (3) In der Stadt Hermepolis wurde in der Zeit des so genannten "Neuen Reiches" der Ägypter (1570 bis 715 v.u.Z.) eine Bibliothek eingerichtet. Die Schriften dieser Bibliothek durften vermutlich ausschließlich Priester nutzen.
    (4) In Alexandria befand sich eine Forschungsstätte, das so genannte "Museion". An diesem Museion arbeiteten rund hundert vom König bezahlte Forscher und Gelehrte.
    (5) Ein Priester leitete das "Museion". Er war vom König eingesetzt.
    (6) Julius Caesar konnte seinen Plan einer großen öffentlichen Bibliothek in Rom nicht verwirklichen. Zu diesem Plan hatte ihn wahrscheinlich das Vorbild in Alexandria angeregt.
    (7) Nach dem Untergang des Römischen Reiches wurden die Bibliotheken hauptsächlich von Klöstern geführt. Die Mönche dieser Klöster beherrschten die Schreibkunst.
    (8) Als "Kollegien-Bibliotheken" werden besondere Bibliotheken in Schulen bezeichnet. In diesen Schulen wohnten die Professoren und ihre Studenten zusammen.


    Wiederholung: Modalverben

    Aufgaben:

    1. Sagen Sie die Sätze anders, indem Sie statt der Modalverben andere sprachliche Strukturen mit der gleichen Bedeutung verwenden und umgekehrt.

    Aus der Broschüre "Pfadfinder 2009/2010" des Studentenrats der Hochschule Zittau/Görlitz:
    Durch die zwei Hochschulstandorte ist die Bibliothek geteilt. Es kann sein, dass das gewünschte Buch nicht in deiner Bibliothek vor Ort ist. Es besteht natürlich trotzdem die Möglichkeit, diese Bücher auszuleihen. Einfach im Internet über den WebOPAC den Buchtitel vorbestellen, sobald das Buch am Standort eingetroffen ist, bekommst du eine Infomail von der Bibliothek und du kannst es dir abholen. Seit Kurzem besteht auch die Möglichkeit, Bücher selbst zu verbuchen, beim Zurückgeben funktioniert das allerdings noch nicht. Die Leihdauer für die Bücher beträgt einen Monat. Diese Ausleihzeit kann natürlich auch verlängert werden. Für eine Verlängerung müsst ihr noch nicht einmal in die Bibliothek gehen, sondern ihr könnt sie gleich übers Internet erledigen (WebOPAC). Wenn das einmal nicht klappt, kann es daran liegen, dass das Buch vorbestellt wurde. Dann müsst ihr es abgeben. Die Bibliothek in Zittau sowie in Görlitz befindet sich im Mensagebäude. Die Öffnungszeiten könnt ihr den aktuellen Aushängen entnehmen. Auch im Internet auf der Webseite der Bibliothek sind die Öffnungszeiten zu finden.

    2. Sagen Sie die Sätze anders, indem Sie Modalverben verwenden. Verbalsieren Sie die nominalen Wortgruppen in den Sätzen - wenn es möglich ist.

    Aus der Benutzungsordnung der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
    1. Mäntel, Schirme und Taschen sind vor Betreten der Benutzungsräume an der Garderobe abzugeben.
    2. Der Benutzungsausweis und alle mitgeführten Materialien sind beim Betreten und Verlassen der Deutschen Nationalbibliothek an der Eingangskontrolle unaufgefordert vorzuzeigen.
    3. Die entliehenen Werke sind bei Aushändigung auf etwa vorhandene Schäden zu überprüfen und festgestellte Mängel sofort anzuzeigen.
    4. Bestellungen, die nicht über den Online-Katalog ausgelöst werden können, sind an der Informationstheke aufzugeben.
    5. Für eine Vorbestellung ist der mit dem Bearbeitungsstempel "In Benutzung" versehene Bestellzettel zu hinterlegen.
    6. Namens- und Anschriftenänderungen sind der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig umgehend anzuzeigen.
    7. Mobiltelefone sind in den Benutzungsbereichen (Lesesäle, Bücherausgabe, Katalogräume, Ausstellungsräume) auszuschalten.
    8. Für die Einnahme von Speisen und Getränken sind die Räume der Cafeteria zu nutzen.
    9. Bestände der Handbibliothek sind nach der Benutzung wieder ordnungsgemäß einzustellen.
    10. Führungen durch die Bibliothek sind beim Bereich Öffentlichkeitsarbeit voranzumelden.

    Worterklärungen:
  • unaufgefordert - Adj./Adv. (v.a. Adv.) - Bed.: ohne eine besondere Aufforderung
  • Aushändigung - S: die;-;-en - V: aushändigen - Bed.: jemandem etwas geben, der das Recht hat, es zu bekommen
  • anzeigen - V: zeigte an/angezeigt haben - S: die Anzeige - Bed.: hier: etwas mitteilen
  • auslösen - V: löste aus/ausgelöst haben - S: die Auslösung - Bed.: etwas bewirken
  • Theke - S: die;-;-n - Bed.: hier: ein Schalter, wo man bedient werden kann
  • versehen - V: versah/versehen haben - Bed.: beschrieben, bedruckt
  • hinterlegen - V: hinterlegte/hinterlegt haben - S: die Hinterlegung - Bed.: etwas zur Aufbewahrung abgeben
  • umgehend - Adj./Adv. (nicht Partizip I) - Bed.: sofort
  • Einnahme - S: die;-;-n - V: einnehmen - Bed.: hier: essen und trinken
  • ordnungsgemäß - Adj./Adv. - Sy: vorschriftsmäßig - Bed.: so, wie es der Ordnung/Regel entspricht

  • Gegenüberstellen - Der Adversativsatz

    Beispiele:
    (1a) Während die ersten Rechner nur einige tausend Rechenoperationen in der Sekunde schafften, entwickelt man heute bereits Computer mit einer Leistungsfähigkeit von mehr als einer Billiarde Operationen pro Sekunde.
    (1b) Heute entwickelt man bereits Computer mit einer Leistungsfähigkeit von mehr als einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde, während die ersten Rechner nur einige tausend Operationen in der Sekunde schafften.
    (2) Die ersten Rechner schafften nur einige tausend Rechenoperationen in der Sekunde, aber heute entwickelt man Computer mit einer Leistungsfähigkeit von mehr als einer Billiarde Operationen in der Sekunde.
    (3) Die ersten Rechner schafften nur einige tausend Rechenoperationen in der Sekunde, heute aber entwickelt man Computer mit einer Leistungsfähigkeit von mehr als einer Billiarde Operationen in der Sekunde.
    (4) Die ersten Rechner schafften nur einige tausend Rechenoperationen in der Sekunde, heute jedoch/dagegen entwickelt man Computer mit einer Leistungsfähigkeit von mehr als einer Billiarde Operationen in der Sekunde.
    (5) Im Gegensatz zu den ersten Rechnern, die nur einige tausend Rechenoperationen in der Sekunde schafften, entwickelt man heute Computer mit einer Leistungsfähigkeit von mehr als einer Billiarde Operationen in der Sekunde.

  • Informieren Sie sich über den Adversativsatz.


  • 1. Drücken Sie die Gegensätze durch Adversativsätze aus.

    (1) Die ersten Rechner waren so groß wie ein Wohnzimmer. Heutige Computer können auf dem Schreibtisch stehen.
    (2) Kinder werden heute im Allgemeinen mit dem Computer groß. Ihre Großeltern haben oft noch Probleme mit der neuen Technik.
    (3) Für die Arbeit mit dem Computer braucht man bis jetzt eine künstliche Sprache. Der Computer des 21. Jahrhunderts soll die gesprochene Sprache verstehen können.
    (4) Bei Buch und Radio müssen sprachliche Informationen durch Bilder aus unserer Fantasie ergänzt werden. Bei Video werden uns die Bilder ebenso wie beim Fernsehen vorgegeben.
    (5) Videos und DVDs spielen in der Schule als Lernmedium eine positive Rolle. Der unkontrollierte Gebrauch dieser Medien zu Hause ist für Kinder und Jugendliche nicht ungefährlich.
    (6) Medien wie Film und Fernsehen können im Prinzip nur Informationen geben. Neue Medien wie Kabelfernsehen und Videotext machen auch den Dialog zwischen den Teilnehmern möglich.
    (7) Die Bücher einer Universitätsbibliothek benötigen ein großes Gebäude. Die gleiche Informationsmenge auf CD-ROM würde in einem Wohnzimmer Platz finden.

    2. Formulieren Sie Adversativsätze.

    (1) traditionelle Textverarbeitung mit Kugelschreiber und Papier sehr zeitaufwändig « Verarbeitung von Texten mithilfe eines Textverarbeitungsprogramms in kürzester Zeit
    (2) mit Kugelschreiber und Papier kann jeder arbeiten « für Textverarbeitungsprogramm "Bedienersprache"
    (3) Literatursuche mithilfe von Bibliographien sehr schwierig « Literatursuche mithilfe eines elektronischen Katalogs in wenigen Minuten
    (4) statistische Untersuchungen ohne Computer sehr lange « gleichzeitige Bearbeitung großer Mengen von Daten mit Kalkulationsprogrammen

    3. Informieren Sie sich im Internet (oder in Wörterbüchern) über die regionalen Unterschiede der deutschen Sprache. Stellen Sie die Aussagen mithilfe von Adversativsätzen gegenüber.

    Wie nennt man ... Wo? Wo?
    eine Person, die beruflich Tiere schlachtet und Wurst herstellt in Süddeutschland in Ostdeutschland
    ein (z.B. mit Wurst oder Käse) belegtes Butterbrot in Berlin in Sachsen
    eine kleine, runde Frucht mit gelber Schale und einem relativ großen Kern in Norddeutschland in Österreich
    die Abschlussprüfung an einem Gymnasium in Westdeutschland in der Schweiz
    ein Brötchen in Süddeutschland in Berlin
    ein Mädchen, das einen Beruf lernt in Deutschland in der Schweiz
    ein Sportler, der bei einem Fußballspiel im Tor steht in Deutschland in der Schweiz
    eine Speise aus Kartoffelteig in Form einer Kugel in Norddeutschland in Thüringen
    eine Pflanze, deren Wurzel als scharfes Gewürz verwendet wird in Deutschland in Österreich

    Kennen Sie noch weitere Beispiele?

    4. Was wird hier gegenübergestellt? Notieren Sie die beiden Aussagen. Ist es möglich, die beiden Aussagen mithilfe der Konjunktion während zu verbinden?

    (1) Im Gegensatz zu ihren Kommilitonen aus Westeuropa können sich lettische Studenten oftmals nur ein kleines Mehrbettzimmer am Rande der Hauptstadt Riga leisten.

    AUSSAGE I AUSSAGE II
    lettische Studenten: nur kleines Mehrbettzimmer am Rand der Hauptstadt Riga westeuropäische Studenten: besseres Zimmer (im Zentrum der Hauptstadt)

    (2) In Lettland wird im Gegensatz zu Litauen ein großer Teil der Vorlesungen nur in der Landessprache oder in Russisch angeboten.
    (3) Im Gegensatz zu Deutschland müssen an lettischen Hochschulen hohe Studiengebühren (950 - 2.700 Euro) bezahlt werden.
    (4) ERASMUS-Studenten müssen im Gegensatz zu normalen Studenten keine Studiengebühren bezahlen.
    (5) Im Gegensatz zu deutschen Universitäten herrscht an lettischen Universitäten oft Anwesenheitspflicht in den Lehrveranstaltungen.
    (6) Im Gegensatz zu Deutschland können an lettischen Universitäten auch Absolventen von Fachhochschulen promovieren.
    (7) Im Gegensatz zur Hauptstadt Riga gibt es in den kleineren Städten nur wenige, zumeist kleinere Hochschulen mit einem eingeschränkten Studienangebot.

    5. Informatikstudium im direkten Vergleich

    Hochschule Universität Fachhochschule
    Studiengänge Allg. I.; Angewandte I.; Techn. I.; Wirtschafts-I.; Linguistische I.; Kultur-I. Allg. I.; Angewandte I.; Techn. I.; Wirtschafts-I.; Industrie-I.; Medizinische I.
    Studiendauer Regelstudienzeit: 8-10 Sem.; durchschn. ca. 13 Sem. i.d.R. 8 Sem.
    Vorpraktikum nicht erforderlich i.d.R. Vor- oder Berufspraktikum obligatorisch
    Praxiskontakte empfohlen 1-2 Praxissemester ins Studium integriert
    Kurzcharakteristik viel Theorie starker Praxisbezug
    Studienstruktur nach Grundstudium persönliche Studiengestaltung; viele Wahlmöglichkeiten im Hauptstudium organisiertes Grund- u. Hauptstudium; im HS Spezialisierung auf prakt. Anwendungsgebiete
    Lernsituation Vorlesungen u. Seminare mit vielen Teilnehmern; wenige, aber harte Prüfungen "verschulter" Studienbetrieb in kleinen Gruppen; intensive Betreuung; ständige Leistungskontrollen
    Diplomarbeit i.d.R. wiss.-theoret. Thema meist in Kooperation mit Unternehmen, praxisbezogen
    Promotion Möglichkeit bei überdurchschnittlichem Studienabschluss in Ausnahmefällen möglich
    Berufschancen sehr gut sehr gut


    Die Apposition

    1. Unterstreichen Sie alle Attribute und nennen Sie die Bezugswörter. Welche zusätzlichen Informationen werden durch die Attribute geliefert?

    (1) In der Schweiz machen deutlich weniger junge Menschen Abitur, auf Schweizerdeutsch Matura.

    SATZ BEZUGSWORT ATTRIBUT INFORMATION
    1 Menschen junge Information über das Alter
    1 junge Menschen weniger Information über die Zahl

    (2) Länder mit höherer Abiturientenquote, z.B. Deutschland oder Frankreich, haben trotzdem eine höhere Arbeitslosenquote.
    (3) An der Hochschule in St. Gallen, der bekanntesten Wirtschafts-Hochschule in der Schweiz, gibt es eine Ausländerquote von 25 Prozent.
    (4) Es gibt zwei Schweizer Hochschulen, die ETH Zürich und die EPF Lausanne, die staatlich finanziert werden.
    (5) An der ETH Zürich, der Schweizer Elite-Universität, gibt es zwar keinen NC für Ausländer, aber eine Aufnahmeprüfung.

  • Informieren Sie sich über die Apposition.


  • 2. Unterstreichen Sie in den Aufgaben alle Appositionen. Entscheiden Sie, in welchem Kasus sie stehen und warum.

    (1) In Fribourg, einer Stadt im Westen der Schweiz, wird an der Universität in zwei Sprachen unterrichtet, nämlich Deutsch und Französisch.
    (2) Im französischsprachigen Genf, dem europäischen Sitz der Vereinten Nationen, gibt es für Juristen auch deutschsprachige Angebote.
    (3) Für Studenten, die in höheren Semestern in der Schweiz studieren, gibt es neuerdings auch ein spezielles Förderprogramm des DAAD, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.
    (4) Walter Schaufelberger, Prorektor der ETH Zürich, hätte nichts dagegen, wenn mehr als 384 deutsche Studenten an die Hochschule kämen.
    (5) Viele zukünftige Manager fahren zu einem Studium nach St. Gallen, in die Stadt mit der größten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in der Schweiz.
    (6) Bei der ETH Zürich betragen die Studiengebühren 550 Schweizer Franken, rund 350 Euro.
    (7) Das Kursmodul "uni-deutsch TestDaFtraining" bereitet auf die Prüfung TestDaF, den Test Deutsch als Fremdsprache, vor.

    3. Bilden Sie aus den jeweils zweiten Sätzen Appositionen.

    (1) In Deutschland wird die Politik durch den Bundeskanzler bestimmt. Der Bundeskanzler ist der Chef der Regierung.
    (2) Der Kanzler muss dem Bundespräsidenten regelmäßig Bericht erstatten. Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt.
    (3) Alle Gesetze müssen durch das Parlament bewilligt werden. Das Parlament ist die gewählte Volksvertretung.
    (4) Bevor ein Gesetz rechtskräftig wird, muss es vom Bundesrat bestätigt werden. Der Bundesrat ist die Vertretung der Länder.
    (5) In einer Demokratie ist die Opposition unentbehrlich. Sie ist die wirkungsvollste Kontrolle der Regierung.
    (6) Jeder Deutsche kann beim Bundesgericht Klage einreichen. Das Bundesgericht ist das unabhängige oberste Gericht.

    4. Erklären Sie das farbig hervorgehobene Wort bzw. die Wortgruppe durch eine sinnvolle Apposition. Informieren Sie sich im Internet.

    (1) An der Universität zu Köln studierten im Wintersemester 2006/2007 mehr als 45.000 Studierende.
    (2) Gottfried Wilhelm Leibniz war der erste Präsident der "Preußischen Akademie der Wissenschaften" in Berlin.
    (3) Die ZVS vergibt zweimal jährlich Studienplätze bundesweit an Universitäten.
    (4) Am 3. Oktober finden in Dresden eine Reihe von Veranstaltungen statt.
    (5) An der Fachhochschule Zittau/Görlitz kann man eine Vielzahl technischer Fachrichtungen studieren.
    (6) Kiew wird aufgrund seiner vielen Kirchen und Klöster heute oft als "Jerusalem des Ostens" bezeichnet.
    (7) Im Mittelalter entstanden vor allem in Klöstern umfangreiche Bibliotheken.
    (8) Die Fremdsprachenausbildung gliedert sich an einem Sprachen-Institut in drei Stufen.

    5. Suchen Sie in dem Text "Fachhochschulen in Berlin" Appositionen. Mit welcher Funktion werden sie im Text verwendet?

    Die Modalverben - Der subjektive Gebrauch

  • Informieren Sie sich über die sprachlichen Möglichkeiten zur Vermutung.


  • Vermuten Sie. Verwenden Sie Modalverben. Achten Sie auf den unterschiedlichen Grad der Gewissheit.

    (1) Ich bin sicher, dass das Seminar morgen ausfällt.
    (2) Es ist sehr wahrscheinlich, dass mein Bruder jetzt schon in München ist.
    (3) Ich habe gehört, dass Thomas jetzt an der Uni München studiert.
    (4) Ich nehme an, dass Maria die Prüfung bestanden hat.
    (5) Der Student behauptet, dass er den Spickzettel nicht geschrieben hat.
    (6) Ich vermute, dass das Haus inzwischen abgerissen wurde.
    (7) Es heißt, dass Peter sehr krank ist.
    (8) Unsere Nachbarn geben vor, dass sie gestern Abend gar nicht zu Hause waren.
    (9) Ich halte es für unwahrscheinlich, dass er gestern Abend hier angerufen hat.
    (10) Ich bin sicher, dass die Kinder den Film sehen wollen.
    (11) Ich vermute, dass sie ihren Mann während des Studiums kennen gelernt hat.
    (12) Man sagt, dass Herr Schmidt gestern ins Krankenhaus gebracht wurde.
    (13) Peter behauptet, der beste Student der Gruppe zu sein.
    (14) Ich nehme an, dass Evas Eltern informiert waren.
    (15) Die Studentin behauptet, dass sie den Prüfungstermin vergessen hat.
    (16) Es heißt, dass mehrere Minister Mitglieder der Mafia waren.
    Vermuten - "werden" + Infinitiv

    Das Hilfsverb "werden" kann verwendet werden:
    1. mit dem Partizip II
    Funktionen: Vorgangspassiv, Futur II

    Vorgangspassiv: Über das Problem der Bevölkerungsentwicklung wurde im Seminar nicht gesprochen.
    Futur II (selten verwendet): Morgen um 10 Uhr wird er die Arbeit abgegeben haben.

    2. mit dem Infinitiv
    Funktionen: Futur I, Vermutung

    Futur I: Morgen werde ich nach Dresden fahren.
    Vermutung: Herr Yang fehlt. Er wird (wohl) noch schlafen.

    "werden" kann außerdem als so genanntes Kopulaverb ähnlich wie ein Vollverb verwendet werden.
    Nach seinem Studium wird er Lehrer. Verb: (Lehrer) werden
    Nach seinem Unfall wurde er schnell wieder gesund. Verb: (gesund) werden

    Übersicht

    Sehr oft werden zur Verdeutlichung der Vermutung zusätzlich Modalwörter "wohl", "vielleicht", "wahrscheinlich", "bestimmt", "sicher" verwendet.

    1. Sie rufen Ihren Freund an, aber er meldet sich nicht. Was vermuten Sie?

    (1) Er ist nicht zu Hause.
    (2) Er hört das Telefon nicht.
    (3) Er hört wieder zu laute Musik.
    (4) Er schläft.
    (5) Er ist bei seiner Freundin.
    (6) Er arbeitet in der Bibliothek.
    (7) Er kommt heute später aus der Uni.

    2. Gegenwart oder Zukunft?
    Ersetzen Sie werden + Infinitiv durch die Grundform I (Präsens).

  • Was müssen Sie beachten, wenn Sie ein vermutetes Geschehen in der Gegenwart durch die Grundform I ausdrücken wollen?

  • Was müssen Sie beachten, wenn Sie ein zukünftiges Geschehen durch die Grundform I ausdrücken wollen?


  • (1) Es wird jetzt um 6 sein.
    (2) Wir werden morgen ins Kino gehen.
    (3) Das Selbstlernzentrum wird schon geschlossen sein.
    (4) Heute wird es noch regnen.
    (5) Thomas ist nicht gekommen, er wird krank sein.
    (6) Im Zimmer ist es ganz ruhig, Julia wird schon schlafen.
    (7) Am Wochenende werde ich mich mal so richtig ausruhen.
    (8) Natürlich werden wir uns das Fußballspiel ansehen.
    (9) Das kleine Mädchen weint, es wird Hunger haben.
    (10) Ich werde dich nie vergessen!

    3. Lesen Sie die Umfrage und entscheiden Sie, was Vermutungen sind und was Feststellungen. Welche sprachlichen Mittel werden verwendet, um zu vermuten?

    Umfrage: Leben als Student
    Was bedeutet es, nach dem Abitur das Elternhaus zu verlassen, zum Studieren in eine fremde Stadt zu gehen und dort einen eigenen Haushalt zu gründen?
    Jan Drering:
    Zuerst einmal werde ich mir an meinem Studienort eine Wohnung suchen. In Zukunft werde ich wohl für mich selbst sorgen müssen, also kochen, putzen, waschen und so weiter. Auch neue Kontakte zu knüpfen, wird sicher sehr wichtig sein.
    Sabine Pfoser:
    Das Studium erfordert vielleicht einen Umzug in eine fremde Stadt. Da muss ich mich neu orientieren. Es wird bestimmt schwer, sich an der Uni zurechtzufinden und vollkommen selbstständig zu arbeiten. Wahrscheinlich werde ich mir auch einen Job suchen müssen.
    Nadine Deisenroth:
    Da ich weiter weg studieren möchte, werde ich mir auf jeden Fall eine eigene Wohnung suchen und bald auf mich selbst gestellt sein. Ich freue mich dennoch darauf, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen und auf eigenen Füßen zu stehen. Vor allem werde ich mir einen neuen Freundeskreis aufbauen.
    Konrad Brylla:
    Ich vermute, da kommen viele Umstellungen auf mich zu. Ich werde versuchen, einen Job und eine Wohnung zu finden. An der Uni bekommt man nicht mehr alles vorgekaut, sondern hier wird Eigeninitiative verlangt. Das gefällt mir.

    4. Die Welt im Jahr 2050 - Vermuten Sie.

    (1) Grenzen zwischen europäischen Staaten
    (2) Verkehrsmittel auf den Straßen
    (3) Raumfahrt
    (4) Müll
    (5) Arbeit
    (6) Sprache

    5. Was vermuten Sie über das Jahr 2012?

    6. Sehen Sie sich im Internet die Dokumentation "Richtung 2000 - Vorschau auf die Welt von morgen" (Teil 1 - 3) an, die das ZDF im Jahr 1972 gesendet hat.
    Notieren Sie die Voraussagen, die Anfang der 70er-Jahre getroffen wurden.
    Sind diese Voraussagen eingetroffen?

    Wortbildung - Adjektive mit den Suffixen -ig und -lich

    Wiederholen Sie die Regeln der Suffixbildung.

    1. Erklären Sie die Bedeutungen der Wortgruppen.

  • Beispiele:

  • (1) ein deutschsprachiges Buch = ein Buch, das in deutscher Sprache geschrieben wurde
    (2) eine einbändige Grammatik = eine Grammatik, die aus einem Band besteht

    (3) ein mehrsprachiger Messekatalog
    (4) ein zweisprachiges Land
    (5) ein fremdsprachiges Studium
    (6) ein mehrseitiger Vortrag
    (7) ein einseitiger Bericht
    (8) eine dreifarbige Katze
    (9) ein orangefarbiges Trikot

    2. -förmig
    Welche Ableitungen mit -förmig kennen Sie? Bilden Sie Wortgruppen.

    FORM WORTGRUPPE ADJEKTIV BEISPIELE
    die Kugel die Form einer Kugel haben kugelförmig eine kugelförmige Lampe
    kugelförmige Bakterien
    der Kreis ... ... ...
    das Kreuz ... ... ...
    das Herz ... ... ...
    der Stern ... ... ...
    die Birne ... ... ...
    die Gurke ... ... ...
    das Ei ... ... ...
    das Netz ... ... ...
    die Sichel ... ... ...
    der Sack ... ... ...
    das S ... ... ...
    das O ... ... ...
    ... ... ... ...

    3. Bilden Sie Ableitungen von Zeitbezeichnungen.

    ZEITBEZEICHNUNG -ig -lich Beispiel -ig Beispiel -lich
    das Jahr (ein)jährig jährlich ein einjähriges Studium jährliche Prüfungen
    das Semester ... ... ... ...
    der Monat ... ... ... ...
    die Woche ... ... ... ...
    der Tag ... ... ... ...
    die Stunde ... ... ... ...
    die Minute ... ... ... ...

    4. Unterscheiden Sie: -ig oder -lich?

    (1) Die Vorlesung findet alle 14 Tage statt.
    (2) Er hat gestern eine Studienreise angetreten, die 14 Tage dauert.
    (3) Der Bus fährt auf dieser Strecke jede halbe Stunde.
    (4) Nach einer Busfahrt, die eine halbe Stunde dauerte, kamen wir am Ziel an.
    (5) Das Theater ist jeden Tag ausverkauft.
    (6) Er ist von einem Praktikum zurückgekehrt, das ein Vierteljahr gedauert hat.
    (7) Nehmen Sie von dieser Medizin alle zwei Stunden zehn Tropfen.
    (8) Diese Vorlesung dauert zwei Stunden.
    Studium in China
    Nicht nur Sinologen, sondern auch zukünftige Architekten, Juristen, Textildesigner oder Betriebswirte haben die Sprache der über 5.000 Jahre alten Kultur als Ergänzung ihres Studienfaches für sich entdeckt. Eine Sprache, die über 1,3 Milliarden Menschen bereits beherrschen, das ist immerhin ein Fünftel der Weltbevölkerung.
    Das Hochchinesisch soll das Spektrum der beruflichen Möglichkeiten erweitern, so hoffen die über tausend europäischen Studenten und Studentinnen, die jährlich an den Hochschulen studieren, die für Ausländer zugelassen sind. Nach dem Sprachkurs hängen sie nicht selten noch ein oder zwei Fachsemester an. Vor allem Mediziner und Heilpraktiker zieht es in das Reich der Mitte, um sich in der traditionellen chinesischen Medizin ausbilden zu lassen. Dass Europäer jedoch ein gesamtes Fachstudium in China absolvieren, ist eine Rarität und wohl nur für Sinologen wirklich von Interesse.
    Zunächst ist es jedoch wichtig, die Sprache zu beherrschen. Hierfür empfiehlt der DAAD einen Mindestaufenthalt von einem Jahr. Denn die besondere Schwierigkeit der chinesischen Sprache liegt in der Intonation. Ein Wort kann je nach Betonung ganz verschiedene Bedeutungen haben. Missverständnisse kommen jedoch weit weniger vor, als befürchtet wird. Wer darüber hinaus beispielsweise ein medizinisches Fachsemester besuchen möchte, sollte zwei Jahre Sprachunterricht einplanen, um auch Chinesisch-Dialekten einiger Dozenten und den Stenozeichen an der Tafel folgen zu können. Will man weniger Zeit investieren, kann man zwar auch an den Kurz- und Crashkursen vieler chinesischer Institute teilnehmen. Diese sind aber nur dann sinnvoll, wenn man bereits über gute Vorkenntnisse verfügt.
    Bei der Wahl der chinesischen Universität sollte man darauf achten, dass nicht nur im Unterricht Hochchinesisch gelehrt, sondern auch auf der Straße Hochchinesisch gesprochen wird. Schließlich will man die Zeit ja nicht nur auf dem Campus verbringen. In China werden unzählige Dialekte gesprochen, die es selbst Chinesen schwer machen, sich untereinander zu verständigen. Es ist daher kein Wunder, dass die Top-Ten-Liste der begehrtesten Universitäten von Peking angeführt wird, wo man besonders stolz auf das dialektfreie Hochchinesisch ist. So sind auf dem Campusgelände der fünf Pekinger Universitäten, an denen Ausländer studieren dürfen, Ausländer keine Besonderheit mehr. Das Leben der chinesischen Hauptstadt hat sicherlich seine Reize. Die Stadt verändert in einem rasanten Tempo ihr Gesicht, neben dem alten China mit seinen Museen, Pagoden und Tempeln existiert ein neues China mit Glasfassaden und modernen Einkaufszentren. Die Metropole hat aber auch Nachteile: Es gibt zu viele Ausländer an einem Ort, die außerdem noch auf dem Universitätsgelände getrennt von ihren chinesischen Kommilitonen leben. Es gibt Ausländerwohnheime und Ausländermensen, die zwar luxuriöser ausgestattet sind, die aber auch dazu führen, dass die Ausländer unter sich bleiben.
    In Shanghai sieht das studentische Leben nicht viel anders aus. Die Stadt wirkt noch lebendiger als die Hauptstadt Peking, sie hat allerdings einen großen Nachteil: Der Shanghaier Dialekt ist für Ausländer ebenso unverständlich wie beispielsweise das Kantonesisch in Hongkong.
    Alternativen zu den Metropolen sind die kleineren Städte im Hinterland, in denen die Ausländer noch nicht zum Alltagsbild gehören und auch nicht separat von ihren chinesischen Kommilitonen leben. Für selbst zahlende Studenten kommt der Vorteil hinzu, dass die Lebenshaltungskosten und Kursgebühren wesentlich günstiger sind als in den großen Millionenstädten. Glück haben aber vor allem diejenigen Studenten, die ein Teilstipendium des DAAD bekommen. Jährlich erhalten rund 50 Studierende einen Platz an einer chinesischen Hochschule, ohne Studiengebühren zahlen zu müssen. Stipendien vergeben neben dem DAAD auch die Carl Duisberg Gesellschaft und eine Reihe von Stiftungen. Aber auch ohne Stipendium kann man einen Aufenthalt in China organisieren. Direkte Bewerbungen nehmen eine Reihe von Universitäten in Peking an. Die Studiengebühren variieren hier zwischen 300 und 1.000 Dollar im Monat. Ein sechsmonatiges Sprachsemester an der Beijing Language and Culture University kostet beispielsweise 1.300 Dollar, ein fünfwöchiger Kurs nur 500 US-Dollar.
    (Nach: Frankfurter Allgemeine, Hochschulanzeiger, Ausgabe 64, Januar 2002, S. 70)

    Worterklärungen:

  • Spektrum - S: das;-s;-tren - Bed.: die Auswahl
  • Rarität - S: die;-;-en - Adj.: rar - Bed.: etwas sehr Seltenes
  • Steno - S: die;-;kein Plural - Bed.: Kurzwort zu: die Stenografie; eine Schrift, die aus Kurzzeichen besteht und die sehr schnell geschrieben werden kann
  • Reiz - S: der;-es;-e - Bed.: die Attraktivität
  • Hinterland - S: das;-s;kein Plural - Bed.: ein Gebiet um eine große Stadt herum


  • Aufgaben:

    1. Beantworten Sie die folgenden Fragen in vollständigen Sätzen.

    (1) Wie wird China im Text auch noch genannt?
    (2) Welche Studenten kommen vor allem nach China, um dort zu studieren?
    (3) Warum wollen die meisten ausländischen Studenten in Peking studieren?
    (4) Was sind die Vorteile eines Studiums in Peking? Was sind die Nachteile?
    (5) Welche Probleme gibt es für ausländische Studenten in Shanghai?
    (6) Welche Alternativen gibt es zu den Universitäten in Peking oder Shanghai?
    (7) Wer kann ein Studium in China finanziell unterstützen?
    (8) Was erfahren Sie über Studiengebühren an chinesischen Universitäten?

    Lösung

    2. Geben Sie einem Freund/einer Freundin Ratschläge, was er/sie bei einem Studium in China beachten sollte. Notieren Sie Ihre Ratschläge zuerst in kurzen Stichpunkten und formulieren Sie anschließend vollständige Sätze.

    INFORMATION RATSCHLAG
    Studium der Medizin ® Ausbildung in traditioneller chinesischer Medizin Wenn du Medizin studieren möchtest, solltest du dich in traditioneller chinesischer Medizin ausbilden lassen.
    Studium der Sinologie ® gesamtes Studium in China ...
    Wahl der chinesischen Universität ® ... ...
    Suche nach Alternative zu den Metropolen ® ... ...
    Finanzierung des Studienaufenthalts in China ® ... ...

    Lösung

    Studenten im Knast
    Rekordzahlen bei den Studierenden lassen günstigen Wohnraum knapp werden. Deshalb ziehen manche in sehr ungewöhnliche Gebäude.
    Immer mehr Studentenwerke kaufen so genannte "Kummer-Immobilien", das sind Gebäude, die meist leer stehen oder keinen Käufer finden, und bauen sie zu Studentenwohnheimen um. Durch den doppelten Abiturjahrgang in Bayern und Niedersachsen und durch die Abschaffung des Wehrdienstes strömen mit mehr als einer halben Million junger Menschen so viele Studenten wie noch nie an die deutschen Hochschulen. An der Technischen Universität in München haben 8.000 Erstsemester mit dem Studium begonnen - das sind 2.600 mehr als im Jahr zuvor. Mit 6.300 neuen Studenten an der Uni Leipzig haben 3.300 Erstsemester mehr als vergangenes Jahr ihr Studium aufgenommen. An der Uni in Hamburg haben sich vergangene Woche sogar 8.500 Studenten eingeschrieben, so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ähnlich ist es in Frankfurt, Köln und Gießen.
    Wohnheime sind die billigste Wohnform für die Studierenden - abgesehen vom "Hotel Mama" natürlich. Nach der Sozialerhebung 2009 der Deutschen Studentenwerke kostete es im Durchschnitt 222 Euro, für ein Wohnheim mussten 237 Euro und in einer WG 264 Euro bezahlt werden. Aber es gibt nicht genügend Wohnheimplätze. Aktuell gibt es deutschlandweit 220.000 Wohnheimplätze, aber mehr als 2,2 Mio. Studenten. Nur jeder zehnte Student kann also auf ein Zimmer in einem Wohnheim hoffen; in Hessen sogar nur jeder 13. Studierende. Die Studentenwerke reagieren und entdecken den Markt für günstige Gebäude.
    So verhandelt das Studentenwerk Frankfurt am Main nach dem Umbau eines Polizeireviers über ein nächstes Wohnprojekt: ein ehemaliges Gefängnis. In Siegen wurde ein Obdachlosenheim erfolgreich umgebaut. Hier ist der Kauf eines alten Krankenhauses gerade in Planung. In Kassel wohnen jetzt Studenten in einem ehemaligen Elektrizitätswerk. Im bayerischen Regensburg nutzt man besonders denkmalgeschützte Gebäude wie zum Beispiel Klöster. So leben in der Regensburger Altstadt die Akademiker von morgen in einem 50 m hohen Turm, der nach italienischem Vorbild im Jahr 1260 gebaut wurde. In Niedersachsen können Studenten in einem ehemaligen Wasserwerk, einer Fabrik oder in einem über 200 Jahre alten Bauernhof wohnen. Ein besonderes Wohnheim in Osnabrück ist ein ehemaliger Wachturm auf der Stadtmauer. Er ist das wahrscheinlich kleinste Studentenwohnheim Deutschlands. Auf den 17 Quadratmetern, die sich über drei Etagen erstrecken, ist Platz für einen Mieter.
    Wichtig für die Nutzung eines Gebäudes als Studentenwohnheim sind vor allem die Kosten, aber auch die Lage des Gebäudes ist wichtig, der Gesamtzustand und die Brandschutzanlagen. Das Geschäft muss sich lohnen, damit die Studentenwerke weiterhin bezahlbare Mieten anbieten können. Denn gerade in den Universitätsstädten sind Wohnungen auf dem freien Markt knapp und teuer. In München geben die Studenten mit 348 Euro am meisten Geld für Miete aus, gefolgt von Hamburg und Köln mit 345 bzw. 333 Euro. Der Bundesdurchschnitt liegt mit 281 Euro weit darunter. Zimmer in Studentenwohnheimen sind noch mal 20 bis 30 Prozent günstiger, aber eben auch sehr beliebt.
    (Nach: Welt am Sonntag vom 30.10.2011, S. 64)

    Aufgaben:

    1. Erläutern Sie den Titel des Textes.

    2. Beantworten Sie die folgenden Fragen in vollständigen Sätzen.

    (1) In welchen Gebäuden leben heute Studenten?
    (2) Was versteht man unter "Kummer-Immobilien"?
    (3) Warum beginnen so viele Studenten wie noch nie ein Studium an einer deutschen Hochschule?
    (4) Wie haben sich die Studentenzahlen in München, Leipzig und Hamburg verändert?
    (5) Wie ist die Situation in Deutschland bei den Studentenwohnheimen?
    (6) Welche Kriterien spielen für die Nutzung eines Gebäudes als Studentenwohnheim eine Rolle?
    (7) Wie viel müssen Studenten durchschnittlich pro Monat für Miete ausgeben?

    einer, eine, eins + Genitiv Plural (mit Adjektiv im Superlativ)

    Beispiele:
    (1) Der Kölner Dom ist eine der schönsten Kirchen der Welt. ® Es gibt viele schöne Kirchen in der Welt. Der Kölner Dom ist eine davon. Er ist aber nicht die schönste Kirche.
    (2) Der Hochwald ist einer der höchsten Berge im Lausitzer Gebirge. ® Es gibt einige hohe Berge im Lausitzer Gebirge. Der Hochwald ist einer davon. Er ist aber nicht der höchste Berg im Lausitzer Gebirge, denn das ist die Lausche.

    1. Formen Sie um.

    (1) Carl Friedrich Gauß gehört zu den bedeutendsten Mathematikern der Welt.
    (2) Clara Schumann gehört zu den bedeutendsten Pianistinnen des 19. Jahrhunderts.
    (3) Johann Sebastian Bach gehört zu den größten deutschen Komponisten.
    (4) Heinrich Böll gehört zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern.

    2. Bilden Sie zu den Persönlichkeiten weitere Sätze.

    (1) Albert Einstein
    (2) Marie Curie
    (3) Alexander der Große
    (4) Roald Amundsen
    (5) Wolfgang Amadeus Mozart
    (6) Pele

    3. Erklären Sie die Bedeutungen der Sätze.

    (1) eBay ist eine der größten deutschen Shopping-Websites.
    (2) Bologna besitzt eine der schönsten und besterhaltenen Altstädte Europas.
    (3) Koreanisch ist eine der schwierigsten Sprachen der Welt.
    (4) "CountryMusicNews.de" wurde erneut als eine der wichtigsten 6.000 deutschsprachigen Webseiten ausgezeichnet.
    (5) Bei Lungenkrebs handelt es sich um eine der häufigsten Krebsarten, von der vor allem Männer betroffen sind.
    (6) Die Lebensversicherung stellt immer noch eine der wichtigsten Bausteine für die private und betriebliche Altersvorsorge dar.
    (7) Ein Erdbeben ist immer eine der schwersten Naturkatastrophen.
    (8) Die Segelyacht "Héol 7.4" ist eine der schnellsten Yachten ihrer Art.

    Wiederholung: Adversativsatz

    Unterscheiden Sie mithilfe der folgenden Gegenüberstellung für das Fach VWL das Studium an einer Universität von dem an einer Fachhochschule.

    VWL UNIVERSITÄT FACHHOCHSCHULE
    Studienmöglichkeiten VWL gehört zu den trad. Studienangeboten bisher nur: FH Nürtingen, Schmalkalden
    Studiendauer mindestens 9 Semester i.d.R. 8 Semester
    Praxissemester freiwillig, in Semesterferien ins Studium integriertes Praxissemester
    Studiensituation Vorlesungen mit großer Teilnehmerzahl; Seminare: mehr als 20 Teilnehmer straff organisiertes Studium, kleine Gruppen
    Grundstudium Grundlagen VWL, BWL; angrenzende Sozialwiss.; Mathe; Statistik; Wirtschaftsengl.; Recht siehe Uni
    Hauptstudium viele Möglichkeiten zur fachl. Spezialisierung Vertiefungsrichtungen mit hohem Praxisbezug; Erarbeitung u. Präsentation von Projekten aus der Praxis
    Leistungskontrollen i.d.R. Diplomarbeit u. 5 Examensklausuren Prüfung nach jedem Semester
    Diplomarbeit i.d.R. forschungsorientiertes Thema praxisorientiertes Thema, oft in Zusammenarbeit mit Unternehmen
    Studienabschluss Diplom-Volkswirt Diplom-Volkswirt (FH)
    Berufsfelder öffentl. Dienst; Verbände, Parteien, Großunternehmen i.d.R. in privater Wirtschaft


    Zahlen der Hochschule Zittau/Görlitz


    (Nach: Nachhaltigkeitsbericht der Hochschule Zittau/Görlitz 2009, S. 11)

    Aufgabe:

    Stellen Sie mithilfe der Informationen aus der Tabelle die Hochschule Zittau/Görlitz vor.
    Chronik der TU Dresden

    1828 - Gründung der Technischen Bildungsanstalt in Dresden (weltweit 2. höhere techn. Lehranstalt nach Paris)
    Gebäude: kleiner Gartenpavillon direkt an der Brühlschen Terrasse; Unterricht von 3 Klassen in einem Raum
    1844/46 - Errichtung eines Gebäudes am Antonplatz
    1851 - Umbenennung in Königlich Polytechnische Schule
    1883 - erste Diplomprüfungen
    1890 - Ernennung zur Königlich Sächsischen Technischen Hochschule; 308 Studenten, darunter 28 Ausländer
    1900 - Inkrafttreten der Promotionsordnung; 1.007 Studenten (232 Ausländer)
    1909 - Zulassung der ersten Studentin
    1921 - erste Promotion einer Frau
    1922 - Einführung von VWL als Studienfach
    1923 - Eingliederung des Pädagogischen Instituts
    1929 - Eingliederung der Forstakademie Tharandt (eine der ältesten Forstakademien der Welt; Gründung 1816)
    1930 - erste Dozentin
    1933/34 - Entlassung namhafter Hochschullehrer (z.B. Romanist Victor Klemperer)
    1945 - Zerstörung bzw. Beschädigung von 80% der Gebäude durch Bombenangriffe; Tod, Inhaftierung, Flucht eines Großteils der Hochschullehrer
    21.10.1946 - Wiederaufnahme des Lehrbetriebs an TH Dresden; 453 Studenten
    1949 - Abschluss des Aufbaus von 7 Fakultäten
    1951 - Einführung des 10-Monate-Studiums u. Möglichkeit des Fernstudiums
    1961 - 10.000 Studenten ® Notwendigkeit von Campus-Neubauten
    1969 - 1. Dresdner Studententage
    1986 - Ingenieurhochschule Dresden (Gründung: 1861 als Gewerbeschule) ® Teil der TU Dresden
    1991 - Integration der Pädagogischen Hochschule u. Hochschule für Verkehrswesen; >13.000 Studenten
    2002 - größte Universität Sachsens (30.000 Studenten; 6.000 Mitarbeiter)
    11.04.2003 - Gründung der privaten Wissenschaftlichen Hochschule Dresden International University (DIU)
    (Nach: Sächsische Zeitung vom 07.05.2003, S. 3 und adrem vom 9.11.2005, S. 6)

    Aufgabe:

    Sprechen Sie mithilfe der Informationen über die Geschichte der TU Dresden.