| ZEIT | TEMPUS |
| Vergangenheit | Präferenz mündlich: hat/ist + Partizip II (= Perfekt) Präferenz schriftlich: Grundform II (= Präteritum) Vorschrift bei Hilfs- und Modalverben, Verb "es gibt": Grundform II (= Präteritum) Hinweis 1 Vorschrift bei betont abgeschlossener Handlung: hat/ist - Partizip II (= Perfekt) Möglichkeit mündlich: hatte/war + Partizip II oder hat + Partizip II + gehabt (= Perfekt II) Möglichkeit (z.B. bei Berichten, Biografien): Grundform I (= historisches Präsens) |
| Gegenwart | Vorschrift: Grundform I (= aktuelles Präsens) |
| Zukunft | Präferenz bei allgemeiner Handlung: Grundform I (= futurisches Präsens) (i.d.R. mit Temporalbestimmung) - werden + Infinitiv (= Futur I) Hinweis 2 Präferenz bei betont abgeschlossener Handlung in der Zukunft: hat/ist + Partizip II (= Perfekt) Möglichkeit bei abgeschlossener Handlung: werden + Partizip II + haben/sein (= Futur II) |
| immer | Vorschrift: Grundform I (= generelles Präsens) |
| Bedeutung | Der Nebensatz steht für (1) ein Akkusativobjekt, (2) ein präpositionales Objekt, (3a) einen direkten Ergänzungsfragesatz, (3b) einen direkten Entscheidungsfragesatz. |
(1) Viele Firmen erwarten heute von den Bewerbern die Beherrschung von Fremdsprachen. (2) Viele Universitäten haben sich auf die Bearbeitung spezieller Forschungsgebiete spezialisiert. (3a) Denken Sie bei Ihrem Referat daran: "Wer sind die Zuhörer?" (3b) Fragen Sie nach Ihrem Vortrag: "Haben Sie alles verstanden?" |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz |
Viele Firmen erwarten heute von den Bewerbern, dass sie Fremdsprachen beherrschen. Dass sie Fremdsprachen beherrschen, erwarten heute viele Firmen von den Bewerbern. |
| Konjunktionen |
(1) dass (2) da(r)+Präposition (3a) Fragepronomen (3b) ob |
Ich verstehe, dass du in Physik Probleme hast. Der Tutor achtet darauf, dass die Termine eingehalten werden. Er fragte, was ich dazu sagen würde. Er wollte wissen, ob ich heute komme. |
| Nominalisierung |
Nebensatz ®
nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; (1) OA, (2) Präp.Verb, (3) (fragen) nach |
(1) Ich verstehe deine Probleme in Physik. (2) Der Tutor achtet auf die Einhaltung der Termine. (3) Er fragte nach meiner Meinung dazu. |
Frage |
(1) Was? (2) Wo(r)+Präposition? (3) Wonach? |
Was verstehe ich? Worauf achtet der Tutor? Wonach fragte er? |
| Bedeutung | Der Nebensatz steht für ein Subjekt. | Wer in den USA studieren möchte, muss den TOEFL-Test absolvieren. |
| Struktur |
Nebensatz, Hauptsatz Hauptsatz, Nebensatz |
Wer in den USA studieren möchte, muss den TOEFL-Test absolvieren. Den TOEFL-Test muss absolvieren, wer in den USA studieren möchte. |
| Bedeutung | Der Nebensatz gibt die Ursache für eine Handlung im Hauptsatz an. |
Handlung: Er geht zum Arzt. Ursache: Er ist krank. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz |
Er geht zum Arzt, weil er krank ist. Weil er krank ist, geht er zum Arzt. Da er krank ist, geht er zum Arzt. |
| Konjunktionen |
weil da - v.a. schriftsprachlich u. als Vordersatz |
Er geht zum Arzt, weil er krank ist. Da er krank ist, geht er zum Arzt. |
| Nominalisierung |
Nebensatz ®
nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; Präpositionen: wegen, aufgrund, infolge |
Wegen seiner Krankheit geht er zum Arzt. Aufgrund seiner Krankheit geht er zum Arzt. Infolge seiner Krankheit musste er pensioniert werden. |
| Sonderformen nominaler Wortgruppen | um ... willen; aus; von; vor usw. |
Um der Kinder willen haben sich die Eltern nicht getrennt. Aus Angst vor dem Vater hat er nichts von dem schlechten Prüfungsergebnis gesagt. Vom vielen Singen war die Gruppe heiser. Vor Freude über das Geschenk ist er ihr um den Hals gefallen. |
| weitere sprachliche Mittel |
denn (+ Hauptsatz) nämlich (+ Hauptsatz) Wortstellung beachten! |
Er geht zum Arzt, denn er ist krank. Er geht zum Arzt, er ist nämlich krank. |
| Frage | Warum?; Weshalb?; Wieso?; Weswegen?; Aus welchem Grund(e)? | Warum geht er zum Arzt? |
| Bedeutung |
Der Nebensatz gibt die Folge für eine Handlung im Hauptsatz an. Der Nebensatz gibt die nicht eingetretene Folge für eine Handlung im Hauptsatz an. |
Handlung: Thomas ist krank. Folge: Er geht zum Arzt. Handlung: Er hat den ganzen Tag gesucht. Folge: Er hat das Buch nicht gefunden.. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Hauptsatz, Infinitivkonstruktion (bei nicht eingetretener Folge) |
Thomas ist krank, sodass er zum Arzt geht (gehen muss). Thomas ist so krank, dass er zum Arzt geht (gehen muss). Er hat den ganzen Tag gesucht, ohne dass er das Buch gefunden hat. Er hat den ganzen Tag gesucht, ohne das Buch zu finden. |
| Konjunktionen |
sodass ohne dass ohne zu |
Thomas ist krank, sodass er zum Arzt gehen muss. Er hat den ganzen Tag gesucht, ohne dass er das Buch gefunden hat. Er hat den ganzen Tag gesucht, ohne das Buch zu finden. |
| Nominalisierung | keine Nominalisierung möglich | --- |
| Sonderformen nominaler Wortgruppen |
zu v.a.: zum Ärger, zur Enttäuschung, zum Erstaunen, zur Freude, zum Vergnügen usw. |
Zum Ärger der Nachbarn hörte er immer sehr laut Musik. |
| weitere sprachliche Mittel |
darum (+ Hauptsatz) deshalb (+ Hauptsatz) deswegen (+ Hauptsatz) daher (+ Hauptsatz) weshalb (+ Nebensatz) weswegen (+ Nebensatz) |
Thomas ist krank, deshalb geht er zum Arzt. Thomas ist krank, weshalb er zum Arzt geht. |
| Frage | kein Fragewort | --- |
| Bedeutung | Der Nebensatz gibt eine Ursache/einen Grund an, auf die/den im Hauptsatz aber nicht die logische Folge folgt. |
Ursache: Er hat sich sehr beeilt. Folge: Er kam nicht pünktlich. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz |
Er kam nicht pünktlich, obwohl er sich sehr beeilt hat. Obwohl er sich sehr beeilt hat, kam er nicht pünktlich. |
|
Konjunktionen (Auswahl) |
obwohl obgleich auch wenn |
Obwohl er sich sehr beeilt hat, kam er nicht pünktlich. Obgleich er sich sehr beeilt hat, kam er nicht pünktlich. Ich komme heute, auch wenn ich keine Zeit habe. |
| Nominalisierung |
Nebensatz ®
nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; Präposition: trotz |
Obwohl er fleißig gelernt hat, hat er die Prüfung nicht geschafft. ® Trotz fleißigen Lernens hat er die Prüfung nicht geschafft. |
| weitere sprachliche Mittel |
trotzdem (+ Hauptsatz) zwar, aber |
Er hat sich sehr beeilt, trotzdem kam er nicht pünktlich. Er hat sich zwar beeilt, aber er kam nicht pünktlich. |
| Frage | keine | --- |
| Bedeutung | Der Nebensatz gibt die Bedingung für eine Handlung im Hauptsatz an. |
Handlung: Wir gehen spazieren. Ursache: Das Wetter ist schön. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz Uneingeleiteter Nebensatz, Hauptsatz |
Wir gehen spazieren, wenn das Wetter schön ist. Wenn das Wetter schön ist, (dann) gehen wir spazieren. Ist das Wetter schön, (dann) gehen wir spazieren. |
| Konjunktionen |
wenn falls sofern |
Wir gehen spazieren, wenn das Wetter schön ist. Falls das Wetter schön ist, gehen wir spazieren. Wir gehen spazieren, sofern das Wetter schön ist. |
| Nominalisierung |
Nebensatz ®
nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; Präpositionen: bei, ohne |
Bei schönem Wetter gehen wir spazieren. Ohne Fahrkarte dürfen Sie nicht einsteigen. |
| Sonderformen nominaler Wortgruppen | in; mit; unter usw. |
Im Ausnahmefall tauschen wir die Ware um. Mit deiner Hilfe hat er die Prüfung geschafft. Unter Einfluss von Alkohol sollte man nicht Auto fahren. |
| weitere sprachliche Mittel |
dann (+ Hauptsatz) |
Sie wollen den Dekan sprechen? Dann müssen Sie morgen wieder kommen. = Wenn Sie den Dekan sprechen wollen, müssen Sie morgen wieder kommen. |
| Frage | Unter welcher Bedingung? | Unter welcher Bedingung kann er die Prüfung schaffen? |
| Bedeutung | Der Nebensatz gibt Ziel, Zweck, Absicht für eine Handlung im Hauptsatz an. |
Handlung: Der Ausländer kommt nach Zittau. Ziel: Er studiert BWL. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz Hauptsatz, Infinitivkonstruktion (nur bei gleichem Subjekt in HS und NS) Infinitivkonstruktion, Hauptsatz |
Der Ausländer kommt nach Zittau,, damit er BWL studiert. Damit er BWL studiert, kommt der Ausländer nach Zittau. Der Ausländer kommt nach Zittau, um BWL zu studieren. Um BWL zu studieren, kommt der Ausländer nach Zittau. |
| Konjunktionen |
damit um ... zu |
Der Lehrer spricht langsam,damit ihn die Studenten besser verstehen. Die Studenten lernen Englisch, um später Originalliteratur lesen zu können. |
| Nominalisierung |
Nebensatz ®
nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; Präpositionen: zu, für, zwecks |
Zum Beweis der Richtigkeit seiner These nannte der Dozent ein Beispiel. Zwecks Überprüfung wurde der Antrag an den Dekan geschickt. |
| Sonderformen nominaler Wortgruppen |
mit dem Ziel in der Absicht |
Die Arbeit wurde mit dem Ziel geschrieben, die Regeln zu überprüfen. |
| weitere sprachliche Mittel |
dafür; dazu; hierzu; hierfür (+ Hauptsatz) wofür; wozu (+ Nebensatz) |
Der Student muss eine Belegarbeit schreiben, dafür braucht er Fachliteratur. Der Student muss eine Belegarbeit schreiben, wofür er Fachliteratur braucht. |
| Frage | Wozu?; Wofür?; Zu welchem Zweck?; Mit welchem Ziel? |
Wofür braucht er das Wörterbuch? Zu welchem Zweck braucht er das Wörterbuch? |
| MODALVERB | BEDEUTUNG | UMSCHREIBUNG | BEISPIELE |
| müssen | Notwendigkeit | notwendig sein; es besteht die Notwendigkeit; haben/sein+zu+Verb (Infinitiv) |
"Sie müssen in die Bibliothek gehen, wenn Sie das Wörterbuch ausleihen wollen." Es ist notwendig, dass du an dem Tutorium teilnimmst. Es besteht die Notwendigkeit, dass mehr Mädchen technische Fächer studieren. "Du hast morgen zu kommen!" Die Fenster sind zu schließen! |
| müssen | Aufforderung | Verb (Imperativ) | "Du musst dir den neuen Film unbedingt ansehen!" |
| können | Möglichkeit | (jemandem) möglich sein; es gibt die Möglichkeit; es besteht die Möglichkeit; sich lassen+Verb (Infinitiv) |
"Nach dem Abschluss des Studienkollegs können Sie an einer Hochschule studieren." Es ist mir nicht möglich, morgen zu dir zu kommen. Es gibt die Möglichkeit, ein gebrauchtes Wörterbuch zu kaufen. Es besteht die Möglichkeit, Wörterbücher in der Bibliothek auszuleihen. Das DSH-Ergebnis lässt sich leicht errechnen. |
| können | Fähigkeit | fähig sein; die Fähigkeit besitzen; in der Lage sein; vermögen |
Er kann gut Auto fahren. Er ist fähig, dreistellige Zahlen im Kopf zu multiplizieren. Er besitzt die Fähigkeit, zwölf Sprachen zu sprechen. Er ist in der Lage, alle Telefonnummern der Stadt zu nennen. Ich vermag das nicht zu sagen. |
| können | Erlaubnis/Berechtigung | erlauben; die Erlaubnis haben/bekommen |
"Kann ich morgen zu Hause bleiben?" "Erlauben Sie mir, morgen zu Hause zu bleiben?" "Ich habe die Erlaubnis bekommen, morgen zu hause zu bleiben." |
| können (Konj. II) | höfliche Bitte | bitten | "Könnten Sie mir bitte das Buch geben." "Ich bitte Sie, mir das Buch zu geben." |
| wollen | Wunsch/Wille/Absicht | den Wunsch haben; wünschen; die Absicht haben; beabsichtigen |
"Ich will das Buch kaufen." Sie hat den Wunsch, nach Dresden zu fahren. "Ich wünsche mir ein Fahrrad." Sie hat die Absicht, morgen nach Berlin zu fahren. "Ich beabsichtige, mir ein neues Auto zu kaufen." |
| wollen | Bestimmung, Aufgabe (nur in wiss. Arbeiten) |
die Aufgabe haben | Der Aufsatz will nur einen kurzen Überblick geben. Der Aufsatz hat die Aufgabe, einen kurzen Überblick über das Thema zu geben. |
| dürfen dürfen (Konj. II) |
Erlaubnis/Berechtigung | erlauben; die Erlaubnis haben/bekommen |
"Darf ich morgen zu Hause bleiben?" "Dürfte ich Sie etwas fragen?" "Erlauben Sie mir, morgen zu hause zu bleiben?" "Habe ich die Erlaubnis, morgen zu Hause zu bleiben?" |
| sollen | Pflicht/Auftrag | den Auftrag/die Pflicht haben; verpflichtet sein; haben+zu+Verb (Infinitiv) |
"Ich soll morgen die Klausur nachschreiben(, hat der Professor gesagt)." Er hat den Auftrag, die Studenten zu benachrichtigen. Sie sind verpflichtet, pünktlich zum Unterricht zu kommen. "Sie haben pünktlich zum Unterricht zu kommen!" |
| sollen | Bestimmung, Aufgabe | die Aufgabe haben | Der Aufsatz soll nur einen kurzen Überblick geben. Der Aufsatz hat die Aufgabe, einen kurzen Überblick über das Thema zu geben. |
| sollen (Konj. II) | Empfehlung | empfehlen; den Rat geben |
"Du solltest morgen zur Vorlesung gehen." "Ich empfehle Ihnen, das Buch zu kaufen." Ich gebe Ihnen den (guten) Rat, sich besser vorzubereiten." |
| sollen (Konj. II) | hypothetische Bedingung/Eventualität | Konditionalsatz | "Solltest du morgen in die Bibliothek gehen, dann bring mir bitte das Wörterbuch mit." "Wenn du morgen in die Bibliothek gehst, dann bring mir bitte das Wörterbuch mit." |
| sollen | Festlegung | Konjunktiv I | x soll eine positive Zahl sein. x sei positiv. |
| mögen | Wunsch/Wille/Absicht/Lust | den Wunsch/die Absicht haben | "Ich möchte nach Dresden fahren." Er hat den Wunsch, Lehrer zu werden. Er hat die Absicht, nach Dresden zu fahren. "Ich habe Lust, ein Bier trinken zu gehen." |
| mögen (Konj. II) | indirekte Bitte | bitten | "Sagen Sie bitte den anderen, sie möchten morgen pünktlich sein." "Ich bitte Sie, morgen pünktlich zu sein." |
| mögen | Einräumung | - | "Mag sein." "Das mag stimmen, aber ich habe auch schon andere Meinungen gehört." |
| brauchen | negierte Notwendigkeit | nicht notwendig sein | "Du brauchst morgen nicht zu kommen." "Es ist nicht notwendig, dass du morgen kommst." |
| VERWENDUNG | SPRACHLICHE MITTEL | BEISPIEL |
| allgemeine Aussagen genauer zu erklären | d.h.; nämlich; und zwar | In Zittau gibt es zwei Hochschulen, nämlich die Hochschule Zittau/Görlitz und das Internationale Hochschul-Institut. |
| Zahlenwerte erklären | d.h.; nämlich; und zwar | Die Zahl der Studenten ist um 3% angestiegen, nämlich von 100 auf 103. |
| (unbekannte) Eigennamen (Länder, Regionen, Städte, Personen) erklären | --- | In Görlitz, einer Stadt im Osten Sachsens an der Grenze zu Polen, kann man u.a. Kommunikationspsychologie und Informatik studieren. Christian Weise, ein deutscher Theologe und Lehrer, war von 1678 bis 1708 Rektor des Zittauer Gymnasiums. |
| (unbekannte) Abkürzungen erklären | --- | Der BAS, der Bundesverband Ausländischer Studierender, ist die bundesweite Interessenvertretung der ausländischen und staatenlosen Studierenden in Deutschland. |
| Abkürzungen für Institutionen o.Ä. angeben | Abkürzung steht oft in Klammern. | Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist eine unabhängige gemeinnützige Forschungsorganisation. |
| Beispiele für allgemeine Aussagen zu geben | z.B.; wie; wie z.B.; beispielsweise | Die skandinavischen Sprachen, wie z.B. Schwedisch, Norwegisch und Dänisch, zählen zu den nordgermanischen Sprachen. |
| Bedeutung | Der Proportionalsatz bezeichnet eine Abhängigkeit von 2 Sachverhalten, der zwei proportional abhängige Eigenschaften zugrunde liegen. |
Sachverhalt 1: Man liest viele Bücher. Sachverhalt 2: Man wird klug. Eigenschaft 1: Menge der Bücher Eigenschaft 2: Grad der Klugheit |
| Struktur |
Nebensatz, Hauptsatz (Hauptsatz, Nebensatz) |
Je mehr Bücher man liest, desto klüger wird man. (Man wird umso klüger, je mehr Bücher man liest.) |
| Konjunktionen |
je (+ Komparativ), desto (+ Komparativ) je (+ Komparativ), umso (+ Komparativ) |
Je mehr Bücher man liest, desto klüger wird man. Je mehr Bücher man liest, umso klüger wird man. |
| Nominalisierung | beiD | Bei fleißigerem Lernen wird man umso klüger. |
| Frage | Wie? | Wie wird man umso klüger? |
| Bedeutung | Der Nebensatz gibt ein Mittel/Instrument an, mit dem eine Handlung im Hauptsatz erreicht werden kann. | Handlung: Er kann die Aufgaben lösen. Mittel: Er benutzt den Computer. |
| Struktur | Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz |
Er kann die Aufgaben lösen, indem er den Computer benutzt. Indem er den Computer benutzt, kann er die Aufgaben lösen. Er kann dadurch die Aufgaben lösen, dass er den Computer benutzt. Dadurch, dass er den Computer benutzt, kann er die Aufgaben lösen. |
| Konjunktionen | indem dadurch, dass |
Er kann die Aufgaben lösen, indem er den Computer benutzt. Er kann dadurch die Aufgaben lösen, dass er den Computer benutzt. |
| Nominalisierung | Nebensatz ®nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; Präpositionen: durch, mit, mithilfe |
Durch die Nutzung des Computers kann er die Aufgaben lösen. Mit dem Computer kann er die Aufgaben lösen. Mithilfe des Computers kann er die Aufgaben lösen. |
| Frage | Wodurch?; Womit?; Wie? | Wodurch kann er die Aufgaben lösen? Womit kann er die Aufgaben lösen? Wie kann er die Aufgaben lösen? |
| Bedeutung | Der Adversativsatz stellt dar, dass zwei Eigenschaften von Dingen, Erscheinungen usw. gegenübergestellt werden, weil sie im Gegensatz zueinander stehen. | 1. "Handlung": Das Studium an einer Uni dauert mindestens 5 Jahre. 2. "Handlung": Das Studium an einer FH dauert nur 4 Jahre. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz Hauptsatz, Nebensatz |
Das Studium an einer Uni dauert mindestens 5 Jahre, während das Studium an einer FH nur 4 Jahre dauert. Während das Studium an einer Uni 5 Jahre dauert, dauert ein Studium an einer FH nur 4 Jahre. Das Studium an einer Uni dauert mindestens 5 Jahre, wohingegen das Studium an einer FH nur 4 Jahre dauert. |
| Konjunktionen |
während wohingegen - selten; v.a. schriftsprachlich u. immer als Nachsatz |
Das Studium an einer Uni dauert mindestens 5 Jahre, während das Studium an einer FH nur 4 Jahre dauert. Das Studium an einer Uni dauert mindestens 5 Jahre, wohingegen das Studium an einer FH nur 4 Jahre dauert. |
| Nominalisierung | keine Nominalisierung möglich | --- |
| weitere sprachliche Mittel |
aber (+ Hauptsatz) dagegen (+ Hauptsatz) jedoch (+ Hauptsatz) indes (+ Hauptsatz) demgegenüber (+ Hauptsatz) zum einen, zum anderen einerseits, andererseits im Gegensatz zu |
Das Studium an einer Uni dauert mindestens 5 Jahre, das Studium an einer FH aber/dagegen/jedoch/indes/demgegenüber dauert nur 4 Jahre. Einerseits dauert das Studium an einer FH nur acht Semester, andererseits ist der Unterricht sehr verschult. Im Gegensatz zu einer Uni, wo das Studium 5 Jahre dauert, dauert es an einer FH nur 4 Jahre. |
| Frage | --- | --- |
| Bedeutung | Der Nebensatz nennt eine Handlung, die zur gleichen Zeit wie eine Handlung im Hauptsatz verläuft. |
Handlung (NS): Er studierte in Dresden. Handlung (HS): Er wohnte in einer WG. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz |
Er wohnte in einer WG, als er in Dresden studierte. Als er in Dresden studierte, wohnte er in einer WG. |
| Konjunktionen |
wenn - bei einer einmaligen Handlung in der Gegenwart/Zukunft als - bei einer einmaligen Handlung in der Vergangenheit (immer) wenn - bei einer wiederholten Handlung in allen Zeiten während - in allen Zeiten, um die Dauer der Handlung zu betonen solange - in allen Zeiten, um die Dauer der Handlung zu betonen seit/seitdem - in Vergangenheit und Gegenwart, um Beginn einer Handlung zu betonen |
Wenn er ein Buch liest, hört er Musik. Als er krank war, ging es ihm schlecht. Immer wenn sie eine Prüfung hat, hat sie Angst. Während er die Zeitung gelesen hat, hat sie einen Brief geschrieben. Solange er nicht zu Hause ist, hat sie Ruhe, um zu lesen. Seit sie in Dresden studiert, kommt sie nur noch selten nach Hause. |
| Nominalisierung |
Nebensatz ®
nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; Präpositionen: wenn/als: bei; während/solange: während; seit/seitdem: seit |
Bei Regen können wir nicht Fußball spielen. Während des Studiums wohnte er in einer WG. Seit ihrer Immatrikulation wohnt sie in München. |
| weitere sprachliche Mittel |
gleichzeitig; zur gleichen Zeit; zugleich; im gleichen Moment; währenddessen; in dieser Zeit/zu dieser Zeit |
Er liest die Zeitung, gleichzeitig passt er auf die Kinder auf. Er kommt in sein Zimmer, zur gleichen Zeit klingelt das Telefon. Ich muss noch den Text fertig schreiben, währenddessen kannst du schon den Tisch decken. Er lebte in Dresden. In dieser Zeit hat er promoviert. |
| Frage |
Wann?; Wie lange?; Seit wann? |
Wann liest er ein Buch? Wann hat sie einen Brief geschrieben? Wie lange hat sie Ruhe, um zu lesen? Seit wann kommt sie nur noch selten nach Hause? |
| Bedeutung | Der Nebensatz nennt eine Handlung, die vor einer Handlung im Hauptsatz verläuft. |
Handlung (NS): Er hat sein Studium in Deutschland abgeschlossen. Handlung (HS): Er fährt in sein Heimatland zurück. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz |
Er fährt in sein Heimatland zurück, nachdem er sein Studium in Deutschland abgeschlossen hat. Nachdem er sein Studium in Deutschland abgeschlossen hat, fährt er in sein Heimatland zurück. |
| Konjunktionen |
nachdem - kann bei allen Temporalsätzen der Vorzeitigkeit verwendet werden als - bei einer einmaligen Handlung in der Vergangenheit wenn - bei einer einmaligen Handlung in der Zukunft (immer) wenn - bei sich wiederholenden Handlungen in allen Zeiten sobald - Betonung einer abgeschlossenen Handlung |
Nachdem er sein Studium abgeschlossen hatte, fuhr er in sein Heimatland zurück. Als er sein Studium beendet hatte, fuhr er in sein Heimatland zurück. Wenn sie die Prüfung bestanden hat, kann sie am Kolleg studieren. Immer wenn sie morgens aufsteht, macht sie zehn Minuten Gymnastik. Sobald er das Studium beendet hat, beginnt er mit der Promotion. |
| Nominalisierung |
Nebensatz ®
nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; Präpositionen: nachdem/als/wenn: nach; im Anschluss an |
Nach dem Abschluss seines Studiums fuhr er in sein Heimatland zurück. Im Anschluss an sein Studium beginnt er eine Dissertation zu schreiben. |
| weitere sprachliche Mittel | dann; danach; anschließend; im Anschluss daran; daraufhin | Er schließt sein Studium ab, danach fährt er in sein Heimatland zurück. |
| Frage | Wann? |
Wann fährt er in sein Heimatland zurück? Wann beginnt er mit der Promotion? |
| Bedeutung | Der Nebensatz nennt eine Handlung, die nach einer Handlung im Hauptsatz verläuft. |
Handlung (NS): Er hat in Dresden promoviert. Handlung (HS): Er hat sein Studium in Zittau abgeschlossen. |
| Struktur |
Hauptsatz, Nebensatz Nebensatz, Hauptsatz |
Er hat sein Studium in Zittau abgeschlossen, bevor er in Dresden promoviert hat. Bevor er in Dresden promoviert hat, hat er sein Studium in Zittau abgeschlossen. |
| Konjunktionen |
bevor; ehe; bis |
Bevor er nach Hause geht, kauft er noch ein. Ehe er nach Hause geht, muss er noch einkaufen. Bis er die Prüfung ablegen kann, muss er noch viel lernen. |
| Nominalisierung |
Nebensatz ®
nominale Wortgruppe innerhalb des Hauptsatzes; Präpositionen: bevor/ehe: vor bis: bis (zu) |
Vor der Promotion in Dresden hat er in Zittau studiert. Bis zur Prüfung muss er noch viel lernen. |
| weitere sprachliche Mittel | zuvor; vorher; davor | Er hat in Dresden promoviert, zuvor hatte er in Zittau studiert. |
| Frage |
Wann? Bis wann? |
Wann hat er in Zittau studiert? Bis wann muss er noch viel lernen? |
| GRAD DER VERMUTUNG | MODALWORT | MODALVERB | KONSTRUKTIONEN/ VERBEN |
BEISPIEL |
| sehr sicher, nur geringe Zweifel | sicher; sicherlich; gewiss; bestimmt; zweifellos; ohne Zweifel | müssen; können nur müssenKonj. II |
sicher sein | "Wo ist Herr A. heute?" - "Er muss krank sein!" / "Er kann nur krank sein!" |
| relativ sicher | höchstwahrscheinlich; wahrscheinlich; voraussichtlich (nur für zukünftiges Geschehen) | müssenKonj. II; dürfenKonj. II | werden+VerbInfinitiv | "Es dürfte jetzt gegen sechs sein." "Ich werde morgen voraussichtlich nach Dresden fahren." |
| eher unsicher / neutral | vielleicht; vermutlich; eventuell; wohl | können; es mag sein, dass | glauben; vermuten; annehmen; schätzen; denken; möglich sein | "Wo ist er?" - "Er kann nach Dresden gefahren sein." |
| unsicher | möglicherweise; unter Umständen | könnenKonj. II | möglich seinKon.II | Es könnte gestern gewesen sein. |
| PERSON | MODALVERB | MODALWORT/VERB | BEISPIEL | BEDEUTUNG |
| 3. Person | sollen | angeblich; es heißt; angeben; zufolge; gehört haben | "Wo ist er?" - "Er soll krank sein." | Eine dritte Person vermutet etwas über eine Person, aber man glaubt das nicht. |
| selbst | wollen | vorgeblich; behaupten; vorgeben | "Wo war er gestern?" - "Er will gestern in der Bibliothek gewesen sein." | Er behauptet über sich selbst, dass er in der Bibliothek war, aber man glaubt das nicht. |
| direkte Rede | indirekte Rede |
| ich | er/sie |
| du | ich/(du) |
| er | du/er |
| sie | du/sie |
| es | es |
| wir | wir/sie/ihr |
| ihr | wir |
| sie | wir/ihr/sie |
| Sie | ich |