Einige Beobachtungen zum Sprachgebrauch in der NVA
(Verfasst 1987/Bearbeitet 2001)
Eine notwendige Vorbemerkung
Von Anfang November 1986 bis Ende Januar 1987 hatte ich, 33jähriger Familienvater und promovierter Hochschullektor, einen dreimonatigen Reservistendienst bei der NVA im berüchtigten Eggesin zu leisten. Um die Zeit leidlich sinnvoll zu nutzen, habe ich mich damit beschäftigt, als "teilnehmender Beobachter" den alltäglichen Sprachgebrauch der Armeeangehörigen zu untersuchen.
Im Februar 1987 habe ich dazu einen kurzen Artikel fertig gestellt und der "Sprachpflege. Zeitschrift für gutes Deutsch" in Leipzig zur Veröffentlichung angeboten. Schon kurze Zeit später erhielt ich das Manuskript mit der Bemerkung des Leitenden Redakteurs zurück, dass man von einer Veröffentlichung des Beitrags absehen müsse, "da die Belange der NVA berührt" würden und "für eine Veröffentlichung die Zustimmung der zuständigen Dienststelle" erforderlich wäre.
15 Jahre später ist eine Zustimmung der zuständigen Dienststelle nicht mehr notwendig - allein schon in Ermangelung einer solchen Dienststelle. Ich halte eine Publikation des damals verfassten Artikels auch heute noch (oder gerade heute) für gerechtfertigt und sinnvoll, gibt er doch einen Einblick in eine Kommunikationsgemeinschaft, die heute so nicht mehr existiert und deren sprachliche Besonderheiten in Vergessenheit geraten würden.
Sonderwortschätze in sozialen Gruppen entstehen in erster Linie mit dem Ziel, sich auch sprachlich bewusst von anderen Gruppen abzugrenzen. Jargonismen sollen Gruppenzugehörigkeit demonstrieren und gegen den Sprachgebrauch anderer Gruppen abgrenzen. Natürlich sind die Grenzen zwischen den einzelnen Jargons mitunter fließend, ebenso wie die Abgrenzung zwischen Jargon und Alltagssprache.
Die soziale Gruppe der Soldaten der NVA war allgemein durch folgende Merkmale charakterisiert:
1. Alter
Im Allgemeinen waren die Soldaten der NVA zwischen 18 und 27 Jahre alt, wobei das Durchschnittsalter bei etwa 22 Jahren lag. Reservisten konnten allerdings auch Mitte 30 sein, sie hatten in der Regel 3 Monate zu dienen.
2. Familiäre Einordnung
Ledige waren in der Mehrzahl, aber bedingt durch das oftmals frühe Heiratsalter in der DDR gab es auch eine Vielzahl von Verheirateten und auch Familienvätern.
3. Geschlecht
Soldaten der NVA waren ausschließlich Männer.
4. Soziale Einordnung
In der NVA wurde in der Regel keine Rücksicht auf soziale Schichten genommen, ungelernte Hilfskräfte dienten neben Lehrern, Abiturienten neben 8-Klassen-Abgängern, Akademiker, die ihren Reservistendienst zu leisten hatten, waren nicht selten anzutreffen.
Der Sonderwortschatz der NVA bestand natürlich aus einer Terminologie (z.B. Waffenbezeichnungen, Bezeichnungen für die Technik usw.), die aber nicht Gegenstand dieser Betrachtung sein soll.
Der Jargon der NVA umfasste auf Grund der Altersstruktur der Sprecher eine große Zahl von Wörtern, die gleichzeitig Bestandteil des Jargons der Jugendlichen waren, sowie Wörtern aus den Jargons von Gruppen, denen die jungen Männer vor dem Armeedienst angehörten und die in den Jargon der NVA übernommen wurden (z.B. Berufsjargons, Jargon der deklassierten Schichten). Vor allem die Jargonismen aus der Jugendsprache und aus den Jargons deklassierter Schichten hatten oft eine pejorative Wertung und/oder eine vulgäre oder sogar obszöne Stilmarkierung. Sie bezeichneten in erster Linie das weibliche Geschlecht und sexuelle Beziehungen, aber auch Freizeit, Hobbys usw. Solche Jargonismen sind also nicht armeejargonspezifisch, sie gehören vielen Jargons an und könnten als Interjargonismen bezeichnet werden.
Insbesondere die Jargonismen zur Bezeichnung von Mädchen, sexuellen Beziehungen und sexuellen Handlungen werden im Gespräch unter den Soldaten überaus häufig verwendet, das hat seine Ursachen in der erzwungenen sexuellen Abstinenz sowie darin, dass die Gruppe ausschließlich aus jungen Männern bestand. Interessanterweise wurden diese Jargonismen auch von älteren Soldaten sehr schnell übernommen, die sie im Zivilleben kaum verwendet hätten. Hier spielt wohl der Gruppenzwang die entscheidende Rolle.
Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Wörtern, die nur innerhalb des Sprache der NVA verwendet wurden, fast ausschließlich natürlich in der mündlichen Sprachverwendung, im Gespräch der Armeeangehörigen untereinander. Im offiziellen Sprachgebrauch waren sie nur selten zu finden. Diese Jargonismen bezeichneten ausschließlich Erscheinungen der Armee und sie verschwanden in der Regel schnell wieder aus dem aktiven Wortschatz, sobald der Sprecher aus der Armee entlassen wurde.
Kurzwörter und Abkürzungen
Kurzwortbildungen und Abkürzungen machen einen großen Teil der Armeejargonismen aus. Sie entstehen in erster Linie zum Zweck der Ausdrucksökonomie in der gesprochenen Sprache.
1. Abkürzungen bezeichnen den Urlaub der Soldaten (EU = Erholungsurlaub, der eine Woche dauerte und der einmal pro Diensthalbjahr in Anspruch genommen werden konnte; VKU = verlängerter Kurzurlaub von Donnerstag bis Montag, der ebenfalls nur einmal pro Halbjahr zustand; KU = Kurzurlaub über ein Wochenende; GU = Genesungsurlaub nach einer Krankheit), aber auch dessen Gegenteil (A und U = Ausgangs- und Urlaubssperre).
2. Abkürzungen bezeichnen Dienststellungen und Dienstgrade der militärischen Vorgesetzten (KC = Kompaniechef; BC = Batteriechef; Uffz = Unteroffizier, davon abgeleitet sind U-Schule = Unteroffiziers-Schule und U-Schüler). Offiziell werden zwar alle Dienstgrade in der NVA abgekürzt, z.B. wenn sie in der schriftlichen Sprache zusammen mit dem Personennamen verwendet werden, diese Abkürzungen werden aber nicht im gesprochenen Armeejargon benutzt. Der EK ist die Abkürzung für "Entlassungskandidat", er ist ein Gefreiter im dritten und letzten Diensthalbjahr, der sich schon auf die Versetzung in die Reserve vorbereitet. Das Durchsprechwort Guvdi ist eine scherzhafte Bezeichnung für den GUvD, den Gehilfen des Unteroffiziers vom Dienst in der Kompanie. Der Buffi ist eine Abkürzung für Berufsunteroffizier + Suffix -i.
3. Abkürzungen bezeichnen besondere Ereignisse. Das BV ist ein "besonderes Vorkommnis", das man besser vermeidet und das in jedem Fall eine Bestrafung nach sich zieht. Das UE ist eine Bezeichnung für das unerlaubte Entfernen von der Militärischen Einheit.
Neben diesen Abkürzungen wurden eine Reihe von Kurzwörtern verwendet, in erster Linie Kopfwörter.
4. Sie bezeichnen Dienstgrade (Unterfeld = Unterfeldwebel, Oberfeld Oberfeldwebel, Stabsfeld = Stabsfeldwebel, Hauptfeld = Hauptfeldwebel; das Kurzwort *Feld für Feldwebel ist dagegen nicht gebräuchlich). Für den Dienstgrad "Stabsfeldwebel" wird ebenfalls die noch kürzere Form Staber verwendet, nicht zu verwechseln übrigens mit Staberl, einer v.a. im oberdeutschen Sprachraum gebräuchlichen Bezeichnung für den Stabsarzt. Der Resi ist zwar kein Dienstgrad, er gehört nach dem Wortbildungstyp aber ebenfalls in diese Gruppe. Es handelt sich dabei um eine scherzhafte Bezeichnung für einen Reservisten, der seinen Reservistendienst bei der NVA leisten muss.
5. Kurzwortformen sind Nomina agentis mit dem Ableitungssuffix -er, wie Divisioner für "Divisionskommandeur", Batailloner für "Bataillonskommandeur" und Regimenter für "Regimentskommandeur", die Ableitungsbasis dieser Kurzwörter bezeichnet die militärische Einheit, die kommandiert wird.
6. Durch Kopfwörter werden militärische Ausbildungsformen bezeichnet: Schutz = Schutzausbildung, Polit = Politschulung, Ex = Exerzierausbildung. Ex klopfen heißt stumpfsinnig Exerzierausbildung durchführen, klopfen nach dem klopfenden Geräusch der Stiefel auf dem Beton des Ex-Platzes.
Metaphern
Metaphern sind, wie alle sprachlichen Bilder, ein Ausdruck für das Bedürfnis der Menschen nach Emotionalität und Bildlichkeit in der Sprache. Sie sind deshalb in allen Jargons mehr oder weniger häufig anzutreffen.
Je nach Einsatzgebiet der Soldaten werden die verschiedensten Dinge durch Metaphern bezeichnet. Der SPW (= Schützenpanzerwagen) zum Beispiel hat gleich meherer metaphorische Bezeichnungen erhalten: Eisenschwein, Sumpfkuh und Muckerbus. Bei den ersten beiden Bezeichnungen dürfte das tertium comparationis die äußere, formelle Ähnlichkeit sein. Bei der Bezeichnung Muckerbus ist das t.c. die Funktion als Transportmittel für Soldaten. Der Muckerlöffel ist der Feldspaten der Soldaten, das Essbesteck wird als Handesswaffen oder als Schanzzeug bezeichnet. Maskenball ist eine scherzhafte Bezeichnung für das Training des Uniformwechsels nach Zeit. Nugatrolle bezeichnet den Schutzanzug der Soldaten, Vergleichsbasis ist hier sowohl die braune Farbe als auch die Form einer Rolle.
Solche metaphorischen bezeichnungen gehören der saloppen Stilschicht an, sie sind durch ihre Bildlichkeit emotional gefärbt und dadurch geradezu prädestiniert als Jargonwörter in jeder Armee.
Scherzhafte Bezeichnungen
Ähnlich wie Sprachbilder bringen auch scherzhafte Bezeichnungen das Streben der Gruppenmitglieder nach Expressivität, Emotionalität und Originalität zum Ausdruck. Am bekanntesten dürfte wohl die Bezeichnung Mucker für einen Motorisierten Schützen sein, wenngleich dieses Wort auch eine starke pejorative Komponente enthät. Der Vize ist ein Soldat im 2. Diensthalbjahr, der Dachs oder Frischling ein Soldat eim 1. Diensthalbjahr, für den es allerdings auch alles andere als scherzhafte Bezeichnungen gibt, Tagesau ist noch eine der harmloseren. Ein Pfeffi ist ein Berufsunteroffizier. Die Keule ist ein Reinigungsgerät zum Reinigen der Unterkünfte, besonders der langen mit Linoleum belegten Flure; davon abgeleitet ist das Verb keulen (z.B. den Flur keulen). Weitere Jargonismen bezeichnen Ausrüstungsgegenstände der Soldaten. Die Oma ist ein Kopfschützer aus Wolle gegen Kälte, der Jumbo ist der Schutzanzug gegen radioaktive Strahlungseinwirkungen, der Schnuffi die bezeichnung für die Schutzmaske. Das Suffix -i macht die Scherzhaftigkeit dieser Bezeichnung auch formal deutlich. Als Heimatkunde wird die letzte Politschulung für die Gefreiten des 3. Diensthalbjahres bezeichnet, die sie wieder auf das zivile Leben vorbereiten soll.
Alte Bezeichnungen
Obwohl sich mit der Gründung der NVA im Jahre 1956 der Charakter der Armee gegenüber vorhergehender Armeen grundlegend geändert hat, haben sich natürlich im Wortschatz der Armee eine ganze Reihe von alten Wörtern erhalten. Sprache ist nun einmal zählebiger als Politik, und ich erinnere mich an meinen Haus-Nachbarn, der auch in den 80er-Jahren nur vom Barras (eine aus dem Jiddischen stammende Bezeichnung für Militärbrot, später übertragen für Wehrdienst, Militär) gesprochen hat. Solche Wörter betreffen sowohl den Fachwortschatz (z.B. die Bezeichnung der Dienstgrade) wie auch die Armeejargonismen.
Das Jargonwort Spieß wird bereits seit etwa 1900 zunächst als Bezeichnung für einen Feldwebel (als Bezeichnungsübertragung von "langer Säbel"), später für einen Oberfeldwebel und schließlich seit 1938 für den Hauptfeldwebel einer Kompanie verwendet. [1] Es steht noch heute hinsichtlich salopper Stilschicht, neutraler Wertungskomponente und der Gebrauchshäufigkeit gleichberechtigt neben dem Kurzwort Hauptfeld und ist keine, wie im "Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache" ausgewiesen, veraltete Bezeichnung [2], zumindest nicht im Armeejargon. Der Landser ist eine aus der 1. Häfte des 20. Jahrhunderts stammende Kurzwortbildung zum Historismus Landsknecht. Kapo wird in allen einschlägigen Wörterbüchern als umgangssprachliche (?) Bezeichnung für einen Häftling eines faschistischen Konzentrationslagers angeführt, der von den Faschisten als Aufsicht anderer Häftlinge eingesetzt war. [3] Diese Bedeutungsvariante verdient allerdings die Kennzeichnung als Historismus. Nur bei Wahrig erscheint auch die Bedeutungsvariante "Soldatensprache: Unteroffizier". [4] Diese Bedeutungsvariante hat sich im Armeejargon bis heute erhalten, sie hat jedoch gegenüber der Abkürzung Uffz eine pejorative Wertungskomponente (durch den Einfluss der ersten Bedeutungsvariante?) und wird auch weniger häufig verwendet. Ebenfalls im Abklingen ist schließlich der Gebrauch der Bezeichnung Zehnender für einen Berufsunteroffizier, der zehn Jahre in der NVA dient. Als Ersatz dafür wird zunehmend das scherzhafte Kurzwort Buffi verwendet.
Diese Aufzählung ist mit Sicherheit unvollständig. Sie zeigt dennoch, dass der Armeejargon über einen umfangreichen Wortschatz verfügt, der nahezu alle für einen Jargon typischen lexikalischen Merkmale, wie Kurzwörter, Abkürzungen, Sprachbilder, scherzhafte und saloppe Bezeichnungen, enthält. Inwieweit sie Eingang in die Allgemeinsprache finden, wie z.B. in der Vergangenheit Bezeichnungen für militärische Einheiten (Batterie, Bataillon, Kompanie usw.), die in der Gegenwartssprach allgemein eine Vielzahl bezeichnen können, bleibt abzuwarten. Groß sind die Aussichten aufgrund der "Armeespezifität" jedoch nicht.
[1] Küpper, Heinz: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, Band 2. Hamburg 1963, S. 270
[2] Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache, Band 5. Berlin 1980, S. 3495
[3] z.B. Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache, Band 3. Berlin 1973, S. 2039
[4] Wahrig, Gerhard: Deutsches Wörterbuch. München 1982, S. 2043
50 Wörter des NVA-Jargons
A und U - die; Kurzwort = Ausgangs- und Urlaubssperre
Batailloner - der; Kurzwort + Ableitungssuffix -er = der Batallionskommandeur
BC - der; Abkürzung = der Batteriechef
Buffi - der; Kurzwort = der Berufsunteroffizier
BV - das; Abkürzung = das besondere Vorkommnis
Dachs - der = Soldat im 1. Diensthalbjahr
Divisioner - der; Kurzwort + Ableitungssuffix -er = der Divisionskommandeur
Eisenschwein - das; Metapher = Schützenpanzerwagen
EK - der; Abkürzung = der Entlassungskandidat; in der Bundeswehr: der Abgänger
EU - der; Abkürzung = Erholungsurlaub
Ex - das (Artikel ungebräuchlich); Kurzwort (Kopfwort) = die Exerzierausbildung
Ex-Platz - der; Zusammensetzung = der Exerzierplatz
Ex klopfen = die Exerzierausbildung durchführen
GU - der; Abkürzung = Genesungsurlaub
Guvdi - der; Abkürzung (Durchsprechwort) = der Gehilfe des Unteroffiziers vom Dienst
Handesswaffen - die [Plural]; Metapher = scherzhaft für Essbesteck (siehe auch Schanzzeug)
Hauptfeld - der; Kurzwort (Kopfwort)= der Hauptfeldwebel (militärischer Dienstgrad; gewollt scherzherzhaft auch "die Mutter der Kompanie" genannt
Heimatkunde - die = die letzte Politschulung für die Gefreiten des 3. Diensthalbjahres, die sie wieder auf das zivile Leben vorbereiten sollte
Jumbo - der; Metapher = scherzhafte Bezeichnung für den Schutzanzug gegen radioaktive Strahlungseinwirkung
Kapo - der; = Unteroffizier (siehe auch Uffz)
KC - der; Abkürzung = der Kompaniechef
Keule - die = Bohnergerät zum Polieren des Fußbodens; davon abgeleitet: den Flur keulen
KU - der; Abkürzung = Kurzurlaub
Landser - der; Kurzwort zu Landsknecht = umgangssprachliche allgemeine Bezeichnung für einen Soldaten
Maskenball - der; Metapher = (meist schickanöses) Training des Uniformwechsels nach Zeit
Mucker - der = pejorative Bezeichnung für einen Motorisierten Schützen (Mot.-Schützen)
Muckerbus - der; Metapher = Schützenpanzerwagen
Muckerlöffel - der; Metapher = Feldspaten der Soldaten
Nugatrolle - die; Metapher = zusammengerollter brauner Schutzanzug
Oberfeld - der; Kurzwort (Kopfwort)= der Oberfeldwebel (militärischer Dienstgrad)
Oma - die = scherzhafte Bezeichnung für einen Kopfschützer aus Wolle für den Winter
Pfeffi - der; Herkunft unbekannt = der Unteroffiziersschüler
Polit - das (Artikel ungebräuchlich); Kurzwort (Kopfwort) = die Politausbildung
Regimenter - der; Kurzwort + Ableitungssuffix -er = der Regimentskommandeur
Resi - der; Kurzwort + Diminutivsuffix -i = der Reservist
Schanzzeug - das; Metapher = scherzhaft für Essbesteck (siehe auch Handesswaffen)
Schnuffi - der = scherzhafte Bezeichnung für die Gasmaske
Schutz - das (Artikel ungebräuchlich); Kurzwort (Kopfwort) = die Schutzausbildung
Spieß - der = Hauptfeldwebel einer Kompanie(siehe auch Hauptfeld)
Stabsfeld - der; Kurzwort (Kopfwort) = der Stabsfeldwebel (militärischer Dienstgrad)
Staber - der; Kurzwort + Ableitungssuffix -er = siehe Stabsfeld
Sumpfkuh - die; Metapher = Schützenpanzerwagen
UE - das; Abkürzung = das unerlaubte Entfernen von der militärischen Einrichtung
Uffz - der; Abkürzung = der Unteroffizier
Unterfeld - der; Kurzwort (Kopfwort) = der Unterfeldwebel (militärischer Dienstgrad)
U-Schule - die; die Unteroffiziers-Schule
U-Schüler - der; der Unteroffiziersschüler
Vize - der = Soldat im 2. Diensthalbjahr
VKU - der; Abkürzung = Verlängerter Kurzurlaub
Zehnender - der = Berufsunteroffizier, der 10 Jahre dient (siehe auch Buffi)
Links
Das Bundeswehr-Lexikon
Wiktionary: Soldatensprache